Willkommen bei den Genussverstärkern

Hervorgehoben

Wir, Die Genussverstärker, haben seit 2010 eine Mission:
Mit unserem außergewöhnlichen Sortiment an Whisky, Gin, Rum und Wein wollen wir die Herzen von Genussmenschen höherschlagen lassen.
Das gelingt uns in unserem kleinen Laden im Offenbacher Nordend ganz gut. Denn bei uns steht die kompetente und umfangreiche Beratung im Vordergrund. Und das bedeutet nicht nur, dass wir zu jeder Flasche etwas erzählen können, sondern auch, dass unsere Kundinnen und Kunden so gut wie alles probieren können. Getreu dem Motto: Taste it all!

Taste it all – unser Sortiment
Neben einigen Klassikern haben wir viele Besonderheiten jenseits des Mainstreams im Sortiment.
So kommen unsere schottischen Whiskys vor allem von unabhängigen Abfüllern. Dadurch haben wir auch immer besondere Single-Cask-Abfüllungen. Zudem findet Ihr bei uns auch ausgewählte nicht-schottische Whiskys u.a. aus Frankreich, Irland, Schweden, Deutschland und Japan.
Beim Gin haben wir uns auf kleinere regionale Manufakturen spezialisiert, die eine spannende Aromenvielfalt bieten. Von klassischen, eher wacholdrigen Gins über welche mit Botanicals wie Mate, Ingwer oder Lavendel bis hin zu fruchtigen Ginlikören ist eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei.
Das Besondere an unseren Rums ist, dass einige nicht nachträglich gesüßt sind. Außerdem führen wir Rums von eher unbekannten Brennereien wie zum Beispiel Cihuatan aus El Salvador.
Ein Großteil unseres Weinsortiments kommt von unbekannteren Winzern, wobei wir von Anfang an Weine vom mittlerweile sehr bekannten Weingut Metzger verkaufen. Mit unserer Portweinauswahl decken wir die gesamte Vielfalt dieses Süßweins ab.

Gerne beraten wir Euch zu unserer großen Auswahl an geistvollen Getränken. Und damit Ihr die „Katze nicht im Sack kauft“, dürft Ihr bei uns so gut wie alles probieren.

Tastings
Die regelmäßig stattfindenden Tastings zu Whisky, Gin, Rum, Wein und Portwein stehen unter dem Motto „Bildungstrinken“: Uns ist es wichtig, Euch die vielen Informationen zu den verschiedenen alkoholischen Getränken locker und unterhaltsam zu vermitteln.

Die meisten unserer Tastings sind für Einsteiger und Fortgeschrittene interessant. Sie finden in der Regel mittwochs, freitags und sonntags bei uns im Laden statt.

Laden: Bernardstraße 63a, Am Goetheplatz, Offenbach, Nordend, Ecke Bernard- und Ludwigstraße
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag, 15 bis 19 Uhr, Donnerstag 15 bis 20 Uhr, Samstag 13 bis 17 Uhr
SOMMERÖFFNUNGSZEITEN VOM 1. JULI BIS 4. AUGUST:
Montag bis Mittwoch: geschlossen!
ACHTUNG: Am 28. und 29. Juni geschlossen!

Das Märktchen: Donnerstags Ausschank von 15 bis 20 Uhr vor und in unserem Laden

Nächste Termine (orange Links für mehr Details und Anmeldung anklicken)

12. Juni: Gin international NUR NOCH WENIGE PLÄTZE
(Preis: 45 Euro/Person Dauer: ca. 3 Stunden)

16. Juni: Rum around the world (Rum-Tasting) AUSGEBUCHT
(Preis: 50 Euro/Person Dauer: ca. 3 Stunden)

2. & 3. August: Die Genussverstärker bei Rad, Wein & Gesang

16. August: Gin international AUSGEBUCHT
(Preis: 45 Euro/Person Dauer: ca. 3 Stunden)

17. August: We Love Wine beim Sommerfest des Bogside Pub

30. August: Gin made in Germany AUSGEBUCHT
(Preis: 45 Euro/Person Dauer: ca. 3 Stunden)

1. September: Faszination Portwein NUR NOCH WENIGE PLÄTZE
(Preis: 45 Euro/Person Dauer: ca. 3 Stunden)

7. September: Stay Rude Drink Rebel aufm Brücken-/Wallstraßenfest

13. September: Chemie und Physik im Whisky mit Lars Fischer von Spektrum der Wissenschaft NUR NOCH WENIGE PLÄTZE
(Anmeldung und weitere Informationen bei Spektrum Wissenschaft direkt über den obigen Link)

15. September: Rum around the world
(Preis: 50 Euro/Person Dauer: ca. 3 Stunden)

18. September: Gin international
(Preis: 45 Euro/Person Dauer: ca. 3 Stunden)

20. September: Von den Highlands nach Jura & Islay – Unser liquider Reisebericht (Whisky-Tasting) NUR NOCH WENIGE PLÄTZE
(Preis: 55 Euro/Person Dauer: ca. 3 Stunden)

27. und 28. September: Die Genussverstärker auf der Whiskymesse Rüsselsheim

4. Oktober: Gin made in Scotland
(Preis: 45 Euro/Person Dauer: ca. 3 Stunden)

6. Oktober: 20 Jahre Mackmyra – Swedish Whisky
Tasting mit Brand Ambassador Felix Gröger
(Preis: 50 Euro/Person Dauer: ca. 3 Stunden)

11. Oktober: Die Vielfalt des Rum entdecken NUR NOCH WENIGE PLÄTZE
(Preis: 50 Euro/Person Dauer: ca. 3 Stunden)

12. und 13. Oktober: Die Genussverstärker auf der Whiskymesse Mühlheim am Main

16. Oktober: Gin made in Germany
(Preis: 50 Euro/Person Dauer: ca. 3 Stunden)

18. Oktober: Women in Whisky 
(Preis: 50 Euro/Person Dauer: ca. 3 Stunden)

25. Oktober: The Whisky Chamber – Straight from the Cask to the Bottle, Tasting mit Thomas Ide AUSGEBUCHT
(Preis 55 Euro/Person. Dauer 3 Stunden)

Weitere Informationen und/oder verbindliche Anmeldung via E-Mail:
tasting@die-genussverstaerker.de

Clynelish & Brora – Im Zeichen der Wildkatze und der Auferstehung

Auf dem Weg in den Norden Schottlands ging es auch zu Clynelish. Die Brennerei gehört mal wieder zum Diageo Konzern. Die Standardabfüllung mit 14 Jahren ist Teil der Classic Malt Range. Dazu gibt es noch eine Distillers Edition, aber das sind die einzigen regulären Abfüllungen der Brennerei. Der Großteil geht auch hier wieder in die Blends, allen voran in Diageos Vorzeige Blendmarke Johnny Walker. Die Malts von Clynelish bilden den Hauptanteil für den Johnny Walker Gold. Und somit hat die Brennerei sogar den Namen des Blends geprägt. Aufgrund des immer noch vorkommende Goldfunde im Fluss, der die Brennerei mit Wasser versorgt, bekam er seinen Namen.

Wenn man auf die Brennerei zufährt sieht man links eine recht neue Brennerei, gebaut 1967, mit dem Logo der Wildkatze als Wappentier von Clynelish. Rechts sind ältere Gebäude zu sehen und ausgehend von der Kiln auch als Brennerei zu identifizieren. Dabei handelt es sich um die alte, stillgelegte Brora Destillerie.

Genau genommen hieß die alte Brennerei ursprünglich Clynelish und wurde erst mit dem Neubau umbenannt. Die 1819 gegründete Brennerei wurde im Zuge der großen Schließungswelle 1983 still gelegt. Die Whiskys sind mittlerweile rare Sammelstücke. Und zur Zeit liegen dort gerade noch 2 (!) Fässer. Eines befüllt 1952, das andere 1977.

Wir hatten mit eine der letzten die Möglichkeit die alte Brennerei zu besichtigen, denn in der darauf folgende Woche (Oktober 2018) sollten die Bauarbeiten beginnen, um Brora 2020 wieder in Betrieb zu nehmen. Damit reiht sich die »Auferstehung« von Brora ein in die Pläne Diageos, neben Brora auch Rosebank in den Lowlands und Port Ellen auf Islay wieder in Betrieb zu nehmen.

In den Produktionsräumen von Clynelish durfte nach den üblichen Richtlinien von Diageo nicht fotografiert werden, jedoch in den alten Lagerhäusern. Spannend war das Tasting zum Abschluss. Denn es gab nicht nur drei Whiskys, sondern dazu auch vier ausgesuchte Schokoladen bzw. Trüffel als Begleitung. Mich begeistert an Clynelish immer dieser feine Salznote, dazu die Frische von Zitronen und Orangenschalen und ein weiches Mundgefühl, ein Favorit aus den Anfangstagen meines »Whiskylebens« war auch dieses mal die Nummer 1. Aber die Distillery-Only Abfüllung durfte natürlich auch am Ende nicht fehlen.

Bin gespannt, wie es sich mit Brora, dann ab 2020 bzw. in de folgenden Jahren weiter geht.

Bis dahin trinke ich gerne immer wieder einen Clynelish.

Harte Fakten
4,8 Millionen Kapazität der Jahresproduktion an Rohalkohol
3 Wash Stills (je 17.000 l)
3 Spirit Stills (je 19.000 l)
10 Washbacks ( 8 aus Holz, zwei aus Edelstahl)
Fermentationszeit: 55 bis 80 Stunden

Balblair Distillery –  unbekannt am Wegesrand 

Die Whiskys von Balblair aus Edderton in der Nähe von Tain gehören sicherlich nicht zu den bekanntesten. Deutlich weniger bekannt als die in der Nachbarschaft gelegene Glenmorangie Brennerei.  Aber die Brennerei war dafür schon im Kino zu sehen. Und zwar in Ken Loachs Film »Angels Share«.

Die etwas abseits der größere Straßen gelegene Brennerei gehört wie auch einige andere Brennerei  (Balmenach, Pultney, Speyburn) zur Thai Bev Group. Und ist mit dem Gründungsdatum 1790 eine der ältesten noch arbeitenden Brennereien Schottlands. Jedoch stammen die heutigen Gebäude nicht aus diese Zeit. Die ursprünglichen Gebäude wurde zunächst bereits 1872 ersetzt und dann baute man 22 Jahre später einige Kilometer entfernt die neue Brennerei.  Von 1911 bis 1941 war die Brennerei geschlossen und 1949 wurden die aktuell noch genutzten Gebäude neu errichtet.

Die Whiskys
Das Besondere an den Abfüllungen ist, dass hier nicht wie sonst üblich Altersangabe die einzelnen Whiskys zieren, sondern so genannte Vintage-Angaben (Jahrgänge).  So ist trägt jüngste Whisky der Basisrange au dem Etikett keine Angabe von 10 oder 12 Jahren, sondern Vintage 05 (2005).

Nachdem die Speyside Destillerie Glen Rothes ihre Vintage Angaben seit 2018 durch klassische Altersangaben ersetzt hat, sind Balblair die einzigen, die dies durchgängig tun. Ab 2019 geht auch Balblair den Weg zurück zu den klassischen Altersangaben auf den Flaschen.

Die Whiskys werden in ex-Bourbon- und ex-Sherry-Casks gelagert und sind alle samt unpeated. Von leichten bis mittelschweren Malts findet man alles bei Balblair, allesamt aber mit einer  schönen Öligkeit und aromatischem Körper. Es lohnt sich auf die Balblairs einzulassen.

Die Tour
Wir wählten die Vintageführung, bei der im Vergleich zur Standard Tour, es vier Drams zu verkosten gab. Drei Vintageabfüllungen so wie den aktuellen Handfilled.

Die Tour startet mit einem kleinen Film und im Anschluss wird man kurzweilig durch die Brennerei geführt. Es wurden dabei nicht nur alle Mitarbeiter/innen vorgeführt, sondern man erfuhr von allen etwas über ihre Hobbys. Eine eher ungewöhnliche Information. Und ebenso erfuhr man, dass in der Region Ross-Shire vermutlich jeder Zweite mit NachnamenRoss heißt. Hat dabei wohl eine gewisse Tradition, da bereits im 19 Jahrhundert zwei Generationen einer Ross-Familie die Brennerei führten.

Ohne Blitz durfte man im Warehouse fotografieren, jedoch nicht in den eigentlichen Produktionsbereichen. In den Warehouses spielen auch einige Szenen des »Angels Share« Films. Im Film versuchen vier Jugendliche einen ganz seltenen Whiskys dort zu stehlen. Bei der Tour erfuhren wir, das nach dem Ende der Dreharbeiten, auch real ein paar Fässer verschwunden sind.

Für die Fahrer/innen unter euch, ihr könnt euch alle Drams auch in kleinen Glasflaschen abfüllen, die einem kostenfrei zur verfügung gestellt werden.

Die rote Glocke war früher für Feueralarm gedacht.


Der Schornstein war ursprünglich größer und nicht Rot, aber die schottische Flugsicherung forderte, dass er in der Höhe reduziert wird und dass man ihn zwecks bessere Sichtbarkeit rot anstrich.

Die »harten« Fakten
Standardabfüllungen: Vintage 05, Vintage 00, Vintage 91
Seit 2019 wurde die Vintage-Abfüllungen durch klassisch Altersangaben ersetzt.
Sonderabfüllungen: Handfilled Whisky (aber nicht immer vorhanden)
Jahresproduktion: 1,8 Millionen Liter Rohalkohol/Jahr

Produktionspezifika:
• Malz: nahezu ungetorftes Malz (1,5 ppm)
• 1 x Washstill  1 x Spirit Still
• 1 Mashtun aus Edelstahl
• 6 Washbacks aus Holz
• Fermentationszeit: mindenstens 72 h (seit ein par Jahren, zuvor nur 56 Stunden)
• Getreidemühle: Porteus Mill

Besuch in der Pulteney Distillery in Wick

Mitten in Wick gelegen erinnert die Fahrt zur Destillerie, durch geschwärzte Fassaden an die Kulissen für Peaky Blinders und man würde sich nicht wundern wenn die Shelby Brüder plötzlich um die Ecke kämen.

Von außen wirkt die Brennerei Pulteney triste. Sobald man jedoch durch die kleine Kontortür eintritt, wird man nicht nur freundlich empfangen, sondern steht in einem schönen Visitorcenter mit einem urigen »Warteraum« für die Touren sowie einem sehr gemütlichen Tastingraum.

Der Whisky aus der Brennerei läuft übrigens unter dem Namen Old Pulteney. Zu verdanken haben wir das dem unabhängigen Abfüller Gordon MacPhail, der unter diesem Namen Whisky der Brennerei abfüllte, als diese nur Malt für die Blendindustrie (vor allem Ballantines) lieferte. Erst 1997 kam der erste Single Malt als Standardabfüllungen direkt von der Destillerie auf den Markt.

Wir wählten die Tour mit dem Tasting mit vier Drams. Bei der Tour konnte man übrigens überall fotografieren, was ich fleissig tat. Anders als bei Balblair, obwohl beide zum gleichen Konzern gehören.

Die Anlage ist noch im guten Sinne »old school«. Eine klassische Porteus Mill durfte dabei natürlich nicht fehlen. Die Mashtun hat einen kupfernen Deckel, was aber auf Nachfragen, einen rein ästhetischen Grund hatte.

Die Stills haben eine sehr ungewöhnliche Form, da man sie wegen der Enge bzw. niedrigen Decke des Gebäudes anpassen musste, wurde die Washstill einfach oben gekappt. So wirkt sie als hätte man eine alte Taucherglocke mit integriert. Aber auch die Spirit Still bzw. ihr Swan Neck ist aussergewöhnlich. Der Arm geht nach einem kurzen waagerechten Stück, senkrecht in die Tiefe. Danach geht der Dampf waagerecht in den Purifier, von dem ein Teil des Alkohols wieder in die Spirit Still zur Destillation zurückfließt.

Statt modernen Kondensatoren zum Herunterkühlen des Dampfes, setztman noch auf alte Worm Tubs im Freien mit Kühlung durch Wasser. Die beiden Rohre, durch die der Dampf durch die Worm Tubs fließt sind jeweils 90 Meter lang.

Zu letzt machte die Destillerie von sich reden, weil sie zusammen mit der Stadtverwaltung ein Projekt für die Nutzung der bei der Destillation entstehenden Abwärme ins Leben rief. Die Wärme soll für rund 1.500 Haushalte ausreichen.

Bevor es dann zum abschließenden Tasting ging, geht die Tour in eines der großen Lagerhäuser. Kein klassisches Dunnage Warehouses, sondern hohe gemauerten Hallen, in denen die Fässer auf Stahlracks bis zu 8 oder 9 Lagen übereinander gestapelt sind.

Der Tastingroom ist wirklich wie eine kleine gemütliche Bar eingerichtet. Zu Beginn gibt es einen kleinen Film, der aber zum Zeitpunkt unseres Besuches alles andere aktuell. Im Film wurde zum Beispiel der 17 Jahre alte Old Pulteney besprochen, der aber mittlerweile vom 18 jährige in der Range ersetzt wurde. Man kann sich den Film gerne sparen, da er mehr verwirrt als weiter hilft. Mit den vier zu verkostenden Whisky bekam man einen guten Überblick über die Range der Brennerei. Neben drei Standards gab es auch den einzigen leicht rauchigen Malt, der exklusiv für Travel Retail abgefüllt wurde. Wem das zu viel ist, kann auch das normale Tasting mit »nur« zwei Malts buchen. Driver-Sets kann man auf Anfrage bekommen.

Mein Whisky-Highlight war der 21jährige handfilled Old Pulteney, den ich mit genommen hatte.

   

Aber wenn man mal schon in der nördlichen Ecke Schottlands ist oder auf dem Weg zu den Orkneys, sollte man die Brennerei auf jeden Fall mit nehmen. Der Besuch lohnt sich.

Harte Fakten
• Fermentation: 52 Stunden
• Produktion an Rohalkohol pro Jahre 1,8 Millionen Liter
• 6 x stählerne Washbacks mit je 35.000 Liter
• 1 Wash Still ( 13500 l) und 1 Spirit Still (17343 l)
• Non-peated Malt


Filling Station – Hier wird der New Make in die Fässer gefüllt

Was du schon immer über unsere Whisky-Tastings wissen wolltest


Des öfteren werden wir gefragt wie genau so ein Whisky-Tasting abläuft, was man als Besucher/in »können muss« etc.

Die »harten« Fakten.
Ein Tasting dauert in der Regel etwa 3 Stunden. In dieser Zeit verkosten wir gemeinsam in der Regel 6 bis 7 verschiedene Whiskys. In der Hälfte der Zeit etwa gibt es ein Käsebuffet mit verschiedenen Käsen und anderem auch irische, englische und schottische Käse. Zum neutralisieren gibt es zwischen durch Weißbrot und Mineralwasser.

Ihr bekommt jeden Whisky in einem eigenen Glas, so dass man auch immer wieder zwischen den Whiskys vergleich kann, so fern ihr noch ein wenig im Glas lasst ;-)

Auf unseren Tasting-Karten habt ihr die Möglichkeit euch zu den Whiskys Notizen zu machen, zu Geruch, Geschmack, Abgang und weiteres Infos. Ihr könnt, müsst aber natürlich nicht mit schreiben. Ihr könnt euch einfach auch nur drauf schreiben »schmeckt« oder »schmeckt nicht«. Wenn ihr aber ein paar Wochen später mal wieder wissen wollt, was der dritte Whisky im Tasting war, könnt ihr auf der Karte nach schauen. Sie werden nicht eingesammelt oder bewertet ;-)

Am Ende gibt es eine kleine Abstimmung, welche Whiskys eure Favoriten sind. Einfach so als Stimmungsbild des Tastings. Die Preise der Whiskys verrate wir immer erst nach der Abstimmung, das ihr ganz unvoreingenommen, nur nach eurem Geschmack, urteilt.

Bildungstrinken
Ich nenne unsere Tastings gerne mal auch Bildungstrinken. Denn wir stellen euch nicht nur die Whisky einfach so hin, sondern ihr erfahrt in jedem Tasting etwas über die Herstellung von Whisky, seine Geschichte im Allgemeinen, aber auch über die Destillerien. Viele der Brennereien habe ich schon selbst besucht und kann von meinen Eindrücken und Erlebnissen berichten. Trotz alles andere als eine trockene Veranstaltung. Mit Whisky macht das Lernen dazu noch viel mehr Spaß.

»Ist das Tasting auch für Einsteiger geeignet?«
Diese Frage bekommen wir sehr häufig gestellt. Unserer Meinung gibt es keine typischen Einsteiger- oder Fortgeschrittenen-Tastings. Denn auch Einsteiger/innen können ebenso gut entscheiden, ob ihnen der Whisky schmeckt oder nicht. Und darauf kommt es an. Man kann auch nicht sagen, dass ein Tasting mit vielen torf-rauchigen Whiskys ungeeignet für Einsteiger/innen wäre. Wir kennen viele, die gleich mit einem Laphroaig ihre »Whisky-Karriere« gestartet haben. Das gilt übrigens auch für vermeintliche Frauen-Tastings oder Männer-Tastings.

Welche Themen bieten wir so an?
Die Themen der Tastings variieren und doch haben wir bestimmte Tastings in den Jahren immer wieder. Beliebte Verkostungen sind und waren zum Beispiel:

• Whisky & Käse
• Whiskys from Wine Casks
• Whisky volljährig – 18 Jahre und älter
• Islay – the Peaty Beauty
• Whisky Blindtasting

Aber auch unsere liquiden Reiseberichte, bei den Tastings wir bestimmte Regionen Schottlands an Hand der Whiskys »bereisen« finden immer viele Fans. Besondere Event sind natürlich wenn Vertreter von Destillerien oder unabhängigen Abfüller wie Thomas Ide von The Whisky Chamber, Pat Hock von St. Kilian oder David Roussier von Armorik Whisky Breton.

Vor und nachher
Man sollte vorab auf jeden Fall eine gute Grundlage mit einer Mahlzeit haben bevor man ins Tasting startet. Dazu gibt es auch in unmittelbarer Nähe einige empfehlenswerte Restaurants, Bistros und Imbisse. Unser Laden liegt in unmittelbarer Nähe der S-Bahn-Station Ledermuseum in Offenbach und ist mit dem öffentlichen Nahverkehr gut zu erreichen. Da Alkohol bei den Tastings im Spiel ist gilt die Devise: Don’t Drink and Drive.

Für weitere Fragen schreibt uns eine Mail oder schaut im Laden vorbei.

Gilors Port Cask Finish – Whisky aus Kriftel


In Deutschland gibt es mittlerweile mehr Whiskyproduzenten als in Schottland. Von den über 200 Produzenten sind aber viele, die gerade mal ein paar hundert oder tausend Liter Rohbrand im Jahr destillieren. Daher spreche ich von Produzenten nicht von Whiskybrennereien. Viele Brenner sind sehr ambitioniert und verbessern sich über Jahre mehr und mehr. Und vergessen wir nie in Schottland hat das Whiskybrennen eine jahrhundertelange Tradition, die sicherlich auch nicht ohne Fehl- und Rückschläge von statten ging. Auch in unserer Nachbarschaft, in Kriftel, gibt es einen dieser kleinen Whiskyproduzenten.

Die Brennerei Henrich, vormals Obsthof am Berg, brennt nun schon seit über 10 Jahren Whisky in Kleinmengen. Zur Zeit sind es rund 1000 Liter wie mir Brenner Ralf Henrich beim letzten Besuch sagte. Und nicht nur die Größenordnung ist anders als in Schottland, sondern auch die verwendete Brennanlage. Aber ich finde hier wird mit einem guten Fassmanagement gearbeitet. Und mein Favorit ist und bleibt der Gilors Port Cask Finish.

Ich erinnere mich noch gut,als ich den ersten Gilros Port Cask vor einigen Jahren verkostete. Und das sicherlich mit einer Grundskepsis gegenüber Whiskys aus Deutschland. Doch auch mit dem Gedanken immer jemandem eine Chance zu geben. Und ich weiß, wir haben unter unseren Kunden, auch ein paar Fans deutscher Whiskys.

Der aktuelle Gilors Port Cask Finish ist mit 5 Jahren bereits 2 Jahre älter als die ersten Abfüllungen. Drei Jahre reifte er in torf-rauchigen ex -Islay-Whisky-Fass und weitere 2 Jahre in einem Portweinfass.

In der Nase kommt zunächst der Port zur Geltung. Rote Früchte, Schokolade, Mandel und Marzipan und einen Hauch des Rauches. Im Mund dann wieder Kirsche, rote Beeren, Malz, Tannine vom Holz und im Abgang schöne warm eingepackte Torfrauchnoten. Das ganze in 45 Vol % erhöhte Trinkstärke gepackt.

Lasst euch überraschen und probiert selbst.

P.S. Aus der Brennerei Henrich kommen auch der Gin Sieben Gin, verschiedene Rums und natürlich hervorragende Obstbrände und Liköre