Rückblick 2019

An dieser Stelle wieder ein großes Danke schön an mein Team, ohne dass es den Laden so nicht geben würde.

Was hat das Jahr so alles gebracht? Wir waren 2019 häufiger als zuvor auf regionalen Messen mit unseren Produkten. Wie in den Jahren zu vor auf der Whisky Time Frankfurt, Land und Genuss in Frankfurt sowie auf der Kronberger Genussmesse. Erstmals waren wir auch auf der Whiskymesse Rüsselsheim vertreten. Und im Oktober waren wir dann nach einem Jahr Pause wieder auf der Mühlheimer Whiskymesse. Auch bei Rad, Wein und Gesang waren wir nun das fünfte Mal mit einem Weinstand dabei.

Vielen dank an unsere Kunden, an die Besucher/innen unserer über 50 Tastings Im Jahr. Da konnten wir dieses Jahr auch prominente Gäste vorstellen. Pat Hock präsentierte die ersten Whiskys von St. Kilian, mit Felix Gröger feierten wir 20 Jahre Mackmyra und schon traditionell stellte Thomas Ide im Oktober seine Herbstabfüllungen von The Whisky Chamber vor. Bei offenen Proben waren Christin Jordan von Dalgaard & Jordan, Björn Steinemann von Invisus Wines und Patrick Völkel von Original Gin zu Gast bei uns. Spannend war das erste Kooperationstasting mit der Fachzeitschrift Spektrum Wissenschaft. Redakteuer Lars Fischer berichtete informativ zu Physik und Chemie beim Whisky, während ich dazu passende Whiskys auswählte.

Mit dem Team haben wir eine Destillerie-Tour durch Schottland gemacht und gemeinsam die Destillerien Kingsbarns, Deanston, Aberfeldy, Edradour und Auchentoshan besucht.

Zudem ist »Das Märktchen« mit unserem Ausschank eine feste Größe geworden und im September feierten wir bereits das vierjährige Bestehen. Ebenso schon traditionell ist unser vorweihnachtlicher Spaziergang »Bernard lädt ein«. Erstmals waren wir mit einem kleinen Weinstand auf dem Brücken- und Wallstraßenfest zu Gast bei Peggy Sue Vintage Mode.

Internationaler Besuch kam u.a. aus der japanischen Mars Distillery und der irischen Glendalough Brennerei.

Und unser Whisky-Stammtisch Plausch & Rausch ist zur festen Größe geworden, Etwa alle 4-5 Wochen treffen sich Whisky-Freund/innen, um gemeinsam Whisky zu verkosten, sich auszutauschen und neuer spannende Whiskys kennen zu lernen.

Vorschau auf 2020
Tja und was gibt es für dieses Jahr Neues zu berichten.

Die erste große Neuigkeit ist sicherlich, dass wir ab 2020 die Mühlheimer Whiskymesse als Veranstalter fortführen werden. Ansonsten haben wir im November viel zu feiern, denn dann können wir auch 10 Jahre »Die Genussverstärker« zurückblicken. Bis dahin wird es wieder spannende neue Tastings geben und auch auf regionalen Messen werden wir wieder vertreten sein.

26. Januar: Rums of the Caribbean (Rum-Tasting)

Nicht nur seit Fluch der Karibik verbinden viele Rum mit dieser Region. Wir werden u.a. Rums von Jamaika, Kuba, Martinique, Barbados und Trinidad verkosten und euch die Bandbreite der karibischen Rums näher bringen.
Und wie bei anderen Spirituosen aus unserem Sortiment gilt hier auch, Rum abseits des Mainstreams. Denn auch hier setzen wir auf unabhängige Abfüller wie Tres Hombres, Plantation oder Compagnie des Indes.

In der Pause gibt es Snacks und zwischen den Rums reichen wir Weißbrot sowie Mineralwasser. Bitte sorgt für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail:
tasting@die-genussverstaerker.de

Preis 50 Euro inklusive Rum und Pausenbuffet (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, am Goetheplatz/Nordend, Offenbach
Datum/Beginn 26. Januar 2020, Sonntag, 16 Uhr (Dauer ca. 3 Stunden)

Jamaica Multi Distilleries 10 Jahre von Compagnie des Indes – Geheimtipp!

Ein Single Cask Rum aber zugleich ein Blended Rum. Wie geht das?

Die Destillate aus den vier Brennereien, Longpond, Monymusk, New Yarmouth und einer geheimen Destillerie, wurden zuerst geblended und dann reiften sie gemeinsam für 10Jahre in einem Fass. Herauskamen 271 Flaschen in Fassstärke von 57,9 Vol % abgefüllt.
Insgesamt wurden für diesen Small Batch Blend 4 Jamaika-Rums verwendet:
• Ein Longpond aus dem Jahr 2005, destilliert auf einer Pot Still.
• Ein Monymusk aus dem Jahr 2007, destilliert auf Column Still und Pot Still.
• Ein New Yarmouth aus dem Jahr 2005, destilliert auf Pot Still.
• Ein Rum aus einer geheimen Destille, destilliert 2008 auf einer Pot Still.

Doch wie schmeckt dieser Multi Distilleries Rum?
Im Duft Rumkugeln, Schokolade und Orangenschale. Im Geschmack dann wieder typische Jamaikarum-Noten von Schokolade, Orangen, Holz, Vanille und Tabak. Der Alkohol super eingebunden. Der macht einfach Spaß.

Mit diesem Rum bringt man Menschen den jamaikanischen Stil mit seinen besonderen Ester-Aromen langsam näher, ohne gleich zu verschrecken. Nicht selten werden High-Ester-Rums mit Klebstoffearomen assoziiert. Das hat dieser tolle Rum von Compagnie des Indes so gut wie gar nicht. Jamaika Rum ist sicherlich kein Einsteigerrum, aber bietet so viele tolle Genussmomente.

Neue Rums eingetroffen – Compagnie des Indes, Cihuatan Nikté


Wir haben wieder Nachschub von den Abfüllungen unter dem Label Cuate reinbekommen, sowie vier neue Releases von Compagnie des Indes:

• Cuba 9 Jahre
• Venzuela 14 Jahre
• Barbados 8 Jahre, Cask Strength, Four Square
• Jamaica 10 Jahre Multi Distilleries, Cask Strength

Auch die zweite limitierte Abfüllungen von Ron Cihuatan aus El Salvador, der Nikté ist eingetroffen.

Authentischer Rum abseits der Massenprodukte – Venezuela 14 Jahre, Compagnie des Indes

Rum aus Venezuela ist beliebt. Man findet ihn fast in jedem besseren Supermarkt in der bauchigen Flasche mit der »Briefmarke« auf dem Etikett. Außerhalb Deutschlands heißt er Diplomatico, hier – aus Markenrechtsgründen – Botucal. Er gilt als süß und süffig und ist für viele der Inbegriff von Rum, zumindest für Einsteiger/innen. Der Botucal Reserva Exklusiva ist jedoch nicht so süß, weil er eben aus Zuckerrohr produziert wird, sondern weil er mit über 40 g Zucker pro Liter nachträglich gesüßt wird. Dass es auch ungesüßten, authentischen Rum aus diesem Land gibt zeigen u.a. immer wieder die Abfüllungen von Compagnie des Indes aus der Corporation Alcoolés del Caribe in Venezuela. Hier wird kein Zucker für die Abfüllungen zugesetzt und auch kein Zuckerkulör.

Doch wie schmeckt er nun?
In der Nase Nuss, Vanille, Orangenschalen, etwas Lakritz und Mango.
Beim Geschmack hat man anfänglich eine dezente Süße, dann Aromen von Bitterorange, Minze und dunkler Schokolade und warmen Gewürzen. Im Abgang kommt noch mal ein ganzer Obstkorb mit exotischen Früchten dazu. Alles mit einer dezenten Süße und der Abgang wird dann hinten heraus trocken. Eben ein Rum wie er von Fermentation, Destillation und Fassreifung geprägt wurde und nicht durch Zucker auf easy Drinking gepimpt wurde.

Natürlich trinkt jeder was einem schmeckt, aber probiert mal bei uns unverfälschte Rums, wie diesen und entscheidet dann.