Cognac von Bache-Gabrielsen bei »Die Genussverstärker«

Vor einigen Jahren hatten wir bereits zwei kleine Cognac-Tastings, das Interesse war damals noch zurückhaltend, doch Zeiten ändern sich. Und Cognac verliert zum Glück wieder dieses Image des Alter-Herren-Getränk.
Damals stand schon Bache-Gabrielsen beim Tasting im Mittelpunkt, denn hier werden Tradition und Innovation zusammengebracht: Das Unternehmen hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht das angestaubte Image von Cognac wieder aufzupolieren – mit Qualität und Design.

Doch wie kommt Cognac zu seinem eher skandinavischem Namen?
Das Märchen vom jungen Oberleutnant Thomas Bache-Gabrielsen, der auf der Suche nach Ruhm und Reichtum nach Cognac ging, ist eine Geschichte, die uns anspricht. Thomas‘ Vater leitete in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Holmestrands Samlag für Brændevinshandel, ein Alkoholmonopol, und so wuchs der junge Thomas nicht nur mit Milch auf.

Sein Interesse für Branntwein begleitete ihn – in mehrfacher Hinsicht – als er 1903 nach Cognac ging. Wie in den meisten Märchen sind gute Freunde immer willkommen, und ein anderer Norweger, Peter Anton Rustad aus Ås in Akershus, war bereits in der Region ansässig. Wie es der Zufall wollte, wählte er den jungen Bache-Gabrielsen als seinen Partner, als sie 1905 die Firma von A. Edmond Dupuy übernahmen. Damit war Thomas nicht nur in der Cognac-Region, sondern auch auf dem Cognac-Markt vertreten. Um eine lange Erfolgsgeschichte abzukürzen: Thomas heiratet und gewinnt »die Prinzessin und das halbe Königreich«. Oder zumindest fast. Er wurde Schwiegersohn einer alten Winzerfamilie, was das Unternehmen stärkte und seine Kenntnisse über die Weinherstellung erweiterte. 1916 kam Rustad bei einem Motorradunfall ums Leben, und Thomas machte alleine weiter. Seine Verbindungen zu Skandinavien, insbesondere zu Norwegen, waren gut. Heute ist Bache-Gabrielsen eines der wenigen verbliebenen traditionellen, familiengeführten Cognac-Häuser und befindet sich in alten, fast antiquierten Räumlichkeiten im Zentrum von Cognac. Wenn man durch die Türen tritt, fühlt man sich fast wie in einem Charles-Dickens-Film aus dem Jahr 1890. Hinter dieser Fassade ist das Unternehmen ultramodern, so modern, wie es nur sein kann, wenn es um Cognac geht. Das Cognac-Haus wird heute von Thomas Bache-Gabrielsens Urenkel Hervé Bache-Gabrielsen geleitet, der vor kurzem die Leitung des Unternehmens von seinem Vater Christian Bache-Gabrielsen übernommen hat, der nun den Vorsitz des Verwaltungsrats innehat. Norwegen ist nach wie vor der größte Markt, aber wenn man weiter südlich in Europa nach einem Bache-Gabrielsen fragt, muss man vielleicht zwei- oder dreimal nachfragen, da die Cognacs des Unternehmens dort immer noch unter dem Namen Dupuy vermarktet werden. Und jetzt findet ihr die Cognacs auch bei uns in Offenbach.

Cihuatan XO Xaman – Rum und der Lebensbaum der Maya

Der Cihuatán Xaman XO reifte insgesamt 16 Jahre komplette Jahre in Fässern. Zunächst 15 Jahre in ex-Bourbon-Fässern, dann noch ein Jahr in Fässern aus Ceiba-Holz. Keine Solera-Reifung und komplette 16 Jahre in tropischem Klima. Dieser Rum aus El Salvador wurde von der mayanischen Sage um Xaman, den Gott des Nordsterns und Beschützer des Cihuatán Tals, inspiriert. Der Ceiba-Baum gilt zudem als Lebens-Baum der Maya. Er wird nur abgeholzt, wenn er schon abgestorben ist und ist so groß, dass gleich einige Fässer daraus gebaut werden. Es wird also für diesen Rum kein tropischer Regenwald im eigentlichen Sinne abgeholzt. Für die Zusammenstellung der Fässer zeichnet wider Master Distiller Gabriela Ayala verantwortlich.

Der Rum fasziniert mit seinem Duft und Geschmack nach glasiertem Bacon, Gewürznelken, Balsamico, Toast, Leder, Pflaumen und gegrillter Ananas. Er lässt sich wunderbar pur genießen, macht aber auch zu Schweinefleisch, Serrano-Schinken, Oliven, Rosinen oder Käse wie Brie, Camembert und Burrata eine »gute Figur«.

16. Oktober: Coganc-Tasting mit Abfüllungen von Bache-Gabrielsen

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Nach dem Erfolg des ersten Cognac-Tastings guibt es für den Herbst eine Wiederholung.
Cognac, also Weinbrand aus der Region Cognac in Frankreich, war in den 60er und 70er Jahren, das was vielleicht heute Single Malt Whisky ist. Er stand für gehobenen Genuss. Doch heute ist der Stern hierzulande nahezu verblasst, Cognac gilt vielerorts als Altherren-Spirituose.
Doch das tut dieser hochwertigen Spirituose unrecht. 
Cognac-Experte Sebastian Beul führt durch das Tasting und stellt vier exklusive Abfüllungen des Cognac-Hauses Bache-Gabrielsen vor und erläutert die Herstellung von Cognac und sowie die verschiedenen Qualitätskriterien wie VSOP oder XO.
Hier werden Tradition und Moderne miteinander verbunden. In Skandinavien eine der bekannsten Marken, in Deutschland noch ein Geheimtipp.

Im Tasting werden sie vier spannende Abfüllungen vom VSOP über XO bis zum Hors d’Age sowie eine Spezialabfüllung aus der Reihe Pure & Rustique probieren können. Dazu reichen wir französischen Käse, Weißbrot und Mineralwasser.

Bitte sorgen Sie für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail oder Telefon:
info@die-genussverstaerker.de bzw. 0172. 7771781

Preis 45 Euro inklusive Cognac und Käsesnack (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, am Goetheplatz/Nordend, Offenbach
Datum/Beginn 16. Oktober 2016, 16:00 Uhr (Dauer ca. 2,5 Stunden)