Tasting-Notes: Delta Cephei I von Scotch Universe


Delta Cephei ist ein veränderlicher Stern im Sternbild Kepheus oder auch eben eine unheimlich fruchtiger Single Malt, abgefüllt von Scotch Universe. Der Flaschen Code verrät uns, dass er von 2011 bis 2019 in einem Virgin Oak Cask reifte. Übrigens der erste Malt aus einem frischen Fass, welches von Michel Reick abgefüllt wurde. Bei der 1852 gegründete Destillerie der Speyside wird es sich vermutlich um Dailuaine handeln.

Der Whisky selbst ist eine sommerliche Fruchtbombe. In der Nase schon gleich ganz viel Ananas, Marille und gelbe Früchte, dazu feine Vanillearomen.
Bei den knapp 60 Vol. % verträgt er aber nur dezent Wasser. Wirklich nur 1-2 Tropfen reichen schon aus.

Ein Whisky für die sommerliche Terrasse oder Balkon oder als Dram zur gegrillten Ananas beim nächsten BBQ.

2 x 9: Fettercairn & Glen Moray von A. D. Rattray

Aus dem Hause A. D. Rattray sind wieder zwei neue Single-Cask-Abfüllungen bei uns angekommen. Beide kommen in unverfälschter Fassstärke, ohne Färbung und Kühlfiltrierung.

9 Jahre lang reifte der Fettercairn aus den östlichen Highlands im Bourbon Fass welches unglaublich schwere Aromen hervorbrachte – er überzeugt mit einer beeindruckenden Cremigkeit und Noten von frischen Vanilleschoten, Karamell-Sahnebonbons und Früchtekompott.

Aus dem frischen Bourbon Barrel stammt der ebenfalls 9-jährige Glen Moray aus der Speyside. Er tritt cremig und floral an am Gaumen mit Zitrus, frischem Gebäck, Lychee und Grapefruit.

West Indies – neuer komplexer Rum von Compagnie des Indes

Der West Indies ergänzt die Basisrange von Compagnie des Indes Rums. Neben dem »Caraibes«, dem »Latino« und »Jamaika Navy Strength« gibt es nun den achtjährigen Blend mit Rums aus Guyana, Panama, der Dominikanischen Republik und Barbados.

8 Jahre Reifezeit steht hier für die tatasächliche minimale Reifezeit der verwendeten Rums, kein Soleraverfahren.
Neuzugang bei den dauerhaft erhältlichen Rum-Blends von Compagnie des Indes: Der West Indies ist wie die Single-Cask- und Small-Batch-Abfüllungen von Compagnie des Indes weder nachträglich gesüßt ncoh mit Zuckerkulör gefärbt.

In der Nase zeigt er sich ausnehmend aromatisch, mit Noten von fermentierten Früchten, Eindrücken von Kandiszucker und Honig sowie Pfirsichen und süßen Gewürzen. Er erinnert an ein orientalisches Gericht mit seiner sehr eigenen Mischung aus Frucht, Gewürzen und Süße.
Auch auf der Zunge erscheint er zunächst mit dem Eindruck von sehr würzigem Honig, der Kandiszucker findet sich sofort wieder, geht aber schnell in gebrannte Karamell und Vanille über. Rhabarber und Lakritze gesellen sich dazu und machen den Rum ungleich komplexer. Das wunderbare Finish zeigt Noten von Obstbränden und tolle, holzige Aromen.

Wolfburn Small Batch No. 270

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Das neue Small Batch Bottling aus der Wolfburn Distillery im Norden Schottlands, das auf 6.000 Fl. limitiert ist, trägt die Nummer 270.

In 2014 erwarb die Brennerei eine Partie ungewöhnlich kleiner frischer Bourbon Barrel (ca. 100 Liter). 30 dieser Fässer sind mit getorftem New Spirit befüllt worden (verwendet für den Wolfburn No. 128) und 30 mit ungetorftem Wolfburn New Spirit.

»Batch 270« ist nun abgefüllt aus den 30 100-Liter-Fässern, in denen der ungetorfte Wolfburn New Make reifte. Dadurch kommen die üppigen Vanillenoten und die Süße des frischen ex Bourbon Fasses besonders gut zur Geltung.


Tasting Notes by Dave Broom:

Nose: Fresh and lightly fruity; the aroma of tinned pears and apple combined with the sweet dustiness of a woollen mill and a light vegetal note behind. Has this mix of sweetness which flirts with oiliness, but then bursts into fragrant white fruit blossom. Water brings out a more obviously youthful side, but there’s real class here.

Palate: Direct, with quite fleshy fruit – those apples and pears with added ripe melon, some sweet mash, while the florals are more bluebell-like. The mid-palate remains sweet and well-balanced. Again only on the back-palate (and with water) do you get the sense of its age.

Nikka from the Barrel – Whisky made in Japan

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Whisky aus Japan ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Auf Wunsch einiger Kunden haben wir nun auch den ersten japanischen Whisky im Sortiment. 
Whisky hat in Japan bereits eine lange Tradition. Masataka Taketsuru gründete bereits 1934 Nikka Whisky und lernte das Whisky-Handwerk unteranderem in der Longmorn Destillerie in der Speyside und der mittlerweile nicht mehr existierenden Hazelburn Brennerei in Campbeltown. (Hazelburn heißt heute noch der dreifach destillierte Whisky aus der Springbank Destillerie)

Der Nikka from the Barrel ist ein fruchtig-floraler Whisky mit feinen Holznoten, Gewürzen; Vanille und Aromen von Honig und Orangen. Ausgestattet mit kräftigen 51,4 Vol % ist er trotzdem ein Kandidat für einen All-Day-Whisky.

Weitere Infos zu Nikka und Masataka Taketsuru findet ihr im Blogartikel »Als der Whisky im Osten aufging«