Tasting-Impressionen: World Wide Whisky

Dass Whisky nicht nur in Schottland und Irland gebrannt wird, ist nichts Neues. Auch die USA mit ihren Bourbon und mittlerweile Japan sind vielen als Whiskyländer ein Begriff. Aber was ist mit Südafrika, Schweden, Taiwan, Frankreich der der Schweiz. So haben wir für das Tasting sieben Whiskys ausgewählt, die aufzeigten, wie spannend die Whiskywelt auch außerhalb Schottlands sein kann. Also WWW – World Wide Whisky:

Der Bain’s Single Grain aus Südafrika machte den Anfang und fand mit seinen weichen Vanille und Karamellnoten schnell Freund/innen im Tasting.

Der Kasei Blended Whisky der japanischen Mars Distillery mit seinen ebenfalls weichen und fruchtigen Aromen kam ebenfalls gut an.

Kavalans Concertmaster mit Port Cask Finish aus Taiwan war am Ende des Abends sogar einer der Favoriten des Abends, gemeinsam mit dem in Bierholzfässern gereiften Säntis Malt aus der Schweiz.

Für Überraschung sorgte der Noahs Mill Kentucky Bourbon Whisky mit seinen 57,15 Vol %.

Die Freund/innen torfrauchiger Whiskys wurden dann mit dem Lightly Peated von Armorik aus der Bretagne sowie dem schwedischen Mackmyra Svensk Rök/Amerikansk Ek glücklich.

 

Bourbon von seiner beste Seite – Noah’s Mill Kentucky Straight Whiskey

Dieser Bourbon hat selbst mich als jemand, der nicht unbedingt ein Fan von us-amerikanischen Whiskeys ist, umgehauen. Noah’s Mill kommt aus der Willet Distillery in Kenthucky, wird in Small Batches und in Fassstärke abgefüllt. (Alkoholangaben können daher von Batch zu Batch leicht variieren.)

In der Nase Vanille, Zuckersirup, dunkles Karamell, Walnuss und etwas Zimt. Trotz der 57,2 Vol % keine störenden Alkoholnoten im Geruch. Der erste Schluck dann warm, kräftig aber trotzdem weich und cremig. wieder Vanille und Karamell, aber auch Fruchtkompott und Honig, dazu etwas Ingwer- und Pfefferschärfe, aber alles wunderbar eingebunden. Dazu noch mal im Abgang geröstete Walnüsse und frische Apfelaromen. Bleibt lange  und ist außergewöhnlich komplex aber weich im Geschmack.
Diese besondere Abfüllung erhielt in Jim Murrays Whisky Bible immerhin 91 Punkte.

Für ich mit das Beste was ich an Straight Kentucky Bourbon bisher getrunken habe.

22. Februar: Whisky Blindtasting – Nur der Geschmack zählt!

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Ein Whisky-Tasting bei dem nur Ihr Geschmack zählt – ein Blindtasting. Keine Sorge, Sie bekommen nicht die Auge verbunden, sondern gemeinsam werden wir Whiskys verkosten, von denen Sie erst am Ende erfahren aus welcher Destillerie, aus welcher Region und welchem Land sie stammen. Im Tasting werden wir Farbe, Geruch und Geschmack kennen lernen und jeder kann, wenn er möchte, einen Tipp zur Herkunft des verkosteten Whiskys abgeben.

Desweiteren erfahren Sie etwas über die Whiskyherstellung, über die Aromenwelt von Whisky sowie über das Schmecken und Riechen.  
Wir versprechen Ihnen einige ungeahnte Überraschungen.

In der Pause gibt es ein Buffet mit verschiedenen Käsen und zwischen den Whiskys reichen wir Weißbrot sowie stilles Wasser. Bitte sorgen Sie für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail oder Telefon:
info@die-genussverstaerker.de bzw. 0172. 7771781

Preis 40 Euro inklusive Whiskys und Pausenbuffet (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Laden in der Bernardstraße 63a,
Datum/Beginn 22. Februar 2015, 16:00 Uhr (Dauer ca. 2,5 Stunden)

 

Whisky und/oder Whiskey – Liquider Durchblick Teil 1

Immer wieder werden wir bei Verkostungen gefragt, ob es jetzt Whisky oder Whiskey heißt. Unsere diplomatische Antwort dazu: Beides stimmt, es kommt lediglich darauf an von wo der Whisky stammt.

An der Schreibweise kann man meistens die Herkunft erkennen. Während man in Schottland Whisky ohne »e« schriebt wird in Irland, USA und Kanada von Whiskey gesprochen.

Ausnahmen bestätigten natürlich auch hier wieder die Regel. Die US-amerikanische Marke »Maker’s Mark» verwendet die schottische Schreibweise, da sie sich auf Vorfahren aus Schottland berufen.

Im zweiten Teil des liquiden Durchblicks wird es um die Begriffe Blend, Single Malt und Single Cask gehen.

Fotos
Maker’s Mark: Jaludwig
Kilbeggan: Steffen Prößdorf