Laphroaig 10 Cask Strength 2020

Der Laphroaig 10 ist das Flagschiff der Islay-Destillerie und die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Wir mögen ihn und die besondere medizinische Note, die mit einem Augenzwinkern in Schottland gerne als “Smells like burned hospital” bezeichnet wird, macht ihn unverkennbar.

Jedes Jahr wird nun auch der 10jährige Laphroaig in Fassstärke abgefüllt.
Hier konnten wir einige Flaschen ergattern und wollen euch auch den kräftigen Bruder des 10er Laphroaig ans Herz legen.

Mit kräftigen 60,1 Vol % ist er weder gefärbt noch kühlgefiltert und reifte ausschließlich in Ex-Bourbon-Fässern

Aroma: ein körftiger Schwunge von laphroaig-typischen Medizin und Raucharomen, martime Noten von am Strand angespültem Seetang kommen dazu, aber auch die feine Süße von Vanille
Geschmack wow, das ist richtig schöner Rauch in Kombination von Vanille, Süße und Toffee durch die ex-Bourbon-Fässer. Alkohol schön eingebunden.
Abgang der bleibt lange im Mund und endet mit einer leicht pfeffrigen Note

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VITAL SPARK, heavily peated & sherried Single Malt, 10 Jahre, 53,5 % vol.

Auch beim vierten Batch handelt es sich wieder um einen rauchigen Single Malt, der im Sherry Butt reifte, diesmal für 10 Jahre. Von diesem Small Batch wurden 1891 Flaschen abgefüllt.

Aroma Pflaume, Rauch, Salz, frische Brise Meeresluft, gesalzene Zitrone, trotz 53,5 % nicht alkoholisch in der Nase
Geschmack Sehr ölig, Jod, Phenol, Torfrauch, schwarzer Pfeffer, Datteln, medizinisch mit schwerer Süße
Abgang trockener werdend und noch weiter medizinisch

An den Whisky erinnert man sich. Trotz aller medizinische Note und der Fassstärke »gefährlich« süffig.

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Tasting-Impressionen: Whisky made by Women

Viel zu oft muss man immer wieder hören: »Whisky ist etwas für Männer!« Oder in der »abgeschwächten« Form: »Schön kräftig rauchig, so ein richtiger Männerwhisky!« Wir sagen immer dazu, dass das alles Quatsch ist. Trinkt was euch schmeckt. Und es gibt so viele Männer, die mit rauchigen Whiskys so gar nichts anfangen können.

Im Tasting haben wir aufgezeigt, wie zu früheren Zeiten und vor allem heute Frauen maßgeblich Whisky prägen uns zwar als Destilleriemanagerinnen, Blendmasterinnen, Produktionsleiterinnen, Whiskybonderin oder Whiskyhändlerinnen.

Die Whiskys standen dementsprechend immer auch für eine Erfolgsgeschichte und eine oder gar mehrere Geschichte von Frauen in der Whiskywelt

Penderyn Red Flag (Aista Jukneviciute, Master Blenderin und Master Distillerin)
Laphroaig Four Oak (Bessie Williamson, Distillery Managerin)
Deanston 18 und Ganymed I Madeira Cask (aka. Bunnahabhain) (Dr. Kirstie Mccallum, Master Blenderin) 
Mackmyra Vintersol (Angela D’Orazio, Master Blenderin)
J. J. Corry The Batallion (Louise McGuane, Whiskybonderin)

Schwedischer Rauch trifft amerikanische Eiche – Svensk Rök/ Amerikansk Ek von Mackmyra Whisky

Svensk Rök /Amerikansk Ek ist so ein wenig der große, aber etwas ungehobeltere, große Bruder des Svensk Rök. Der gleiche New Make, der jedoch nur in frischer amerikanischer Eiche reifte.

Durch das frische Holz bekommt er mehr Wums, würziger Rauch etwas weniger Vanille, dafür mehr Ecken und Kanten. Neben den Gewürznoten auch fruchtige Aromen von Feigen und Pflaumen, die wiederum mit einer kleinen Ingwerschärfe daher kommen.

Schöne Kombination von Rauch, Frucht und Würze mit deutlich längerem Abgang als der kleine Bruder. Während der Svensk Rök eher so der Easy-Drinking-Whisky ist, kann man sich mit dem Svensk Rök/Amerikansk Ek schon mal länger am Abend beschäftigen. Für mich ein ganz besonderer Whisky.

Swedischer Rauch – Svensk Rök Whisky von Mackmyra

Svensk Rök ist eine der wenigen rauchigen Mackmyra-Abfüllungen. Denn in Schweden selbst trinkt man lieber fruchtige Whiskys. Schwedischer Rauch bedeutet dabei, dass man den Whiskys die landestypische eigene Note mitgibt. In diesem Falle wird beim Darren der Gerste nicht nur schwedischer Torf verbrannt, sondern nach althergebrachter Tradition, auch Wacholderzweige.

In der Nase hat man einen leichten Rauch mit würzig-kräutrigen Aromen und Vanille. Im Geschmack dann etwas stärkerer Rauch und jetzt kommt auch etwas der Wacholder durch, dazu Holz, Tabak, Kräuter und Fruchtnoten, die leicht an grünen Apfel mit Anis erinnern. Im Abgang wird er trockener und noch eine salzige Note kommt dazu. Schöner All-Day-Dram, medium peated und vor allem geschmeidig und elegant.

Noch ein paar Wood-Facts zum Abschluss: Gelagert wurde der Whisky in frischer amerikanischer und schwedischer Eiche, in ex-Bourbon-Casks und in mit Olorosso-Sherry gesättigten Fässern gereift. Dabei kamen Fassgrößen von 30 bis 128 Liter zum Einsatz.

Foto: Fasslager by Mackmyra