15. Juni: Online-Tasting – New Whisky Bottlings

Da wir auf Grund der Beschränkungen im Rahmen der Pandemie keine Tastings im Laden durchführen können, haben wir uns entschieden weiterhin Online-Tastings anzubieten. Ihr könnt die Proben (4 x 5 cl) entweder im Laden abholen oder wir versenden auch per Post.
Im Vorfeld bekommt ihr einen Link zur Zoom-Sitzung.

Wir verkosten vier neue Whiskys in unserem Sortiment. Alles Single Cask Abfüllungen in Fassstärke
• Speyburn 13 Jahre The Whisky Chamber
• Caol Ila, Signatory Vintage, Cask Strength
• Caol Ila 7 YO Red Wine Finish,Best Dram
• Tobermory 11 Jahre, AD Rattray
Kosten 26 Euro bei Abholung / 32 Euro bei Versand
Dauer etwa 1,5 Stunden
Beginn 20 Uhr
Anmeldung bis 9. Juni
Anmeldung an tasting@die-genussverstaerker.de

Ledaig 10 Jahre von The Whisky Chamber – Rauchexplosion im Glas

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Der Geruch zunächst eine Explosion aus Rauch, Hafenbecken und etwas Phenol und Salz aber hier schon die süße von gelben Früchten wahrzunehmen. Im Mund dann eine intensive Süße, Salz, Röstaromen, wieder jede Menge Torfrauch. Der Abgang weiter von süßem Rauch begleitet.

Mit ein paar Tropfen Wasser noch runder aber auch süßer und der Rauch tritt etwas in den Hintergrund.

Ledaig für alle Islay-Fans immer eine Alternative zu den Bekannten Malts von der Insel. Ich mag die rauchigen Malts aus der Tobermory Destillerie.

Tobermory 9 YO, Berry Bros & Rudd – Ein intensiver Whisky mit vielen Facetten

Dieser Malt von der Insel Mull wurde vom unabhängigen Abfüller Berry Bros. & Rudd auf die Flasche gebracht. 9 Jahre alt und in Fassstärke exklusiv für den Importeur Kirsch Whisky abgefüllt.

Wir sind mittlerweile große Fans von den Whiskys dieses renommierten Abfüllers, der aber in Deutschland immer noch nicht so bekannt ist.

Die Farbe spricht auf den ersten Blick für ein ex-Bourbon-Cask. In der Nase, dann auch zunächst Nuss, Vanille, Fudge, Salz, Ingwer und nur wenig Trockenfrüchte. Im Mund merkt man dann aber, dass es doch wohl ein Sherry-Fass war, ich tippe mal auf Amotillado oder Fino Sherry. Denn da schmeckt man Noten von Datteln, wieder Nuss aber auch Pfeffer. Mit Wasser – die 65,3 Vol %  geben da auch genug Spielraum – wird er in der Nase noch »sherry-typischer«. Im Geschmack dann etwas süßer, aber auch Aromen von dunkler Schokolade und im Abgang dann wieder Salz, aber auch Jod und ätherische Öle.

Ein toller und intensiver Malt aus der Tobermory Destillerie.

Whiskys – neu eingetroffen im Juli

Hier wieder die aktuellen Neuzugänge in unseren Whiskyregalen:

• Glen Scotia Campbeltown 1832
• Deanston Virgin Oak Cask Finish
• Glenrothes 1997/2019 Ibisco Decanter Cask No. 6369

• Tobermory 2008 – Sherry Butt – (Berry Bros and Rudd)
• Bunnahabhain 1990/2016 Cask No. 11 (Berry Bros and Rudd)
• Kilchoman German Small Batch No. 1 Port Influence
• Kilchoman STR Cask Matured 2012/2019
• Great King Street – Glasgow Blend by Compass Box
• J. J. Corry, Mezcal & Tequilla Casks (Irland)

• Islay’s South Coast 11 Jahre, (The Whisky Trail)
• Orkneys Isles PX Sherry Cask Finish 13 Jahre (The Whisky Trail)
• High Five 15 Jahre Sherry Cask (The Whisky Trail)
             

• Caol Ila 1999/2011 (The Whisky Trail UK)
• Mars Maltage Cosmo (Japan)
• Laphroaig Four Oak

             

Deanston Distillery und »Angels Share«

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Unsere Whiskyrundreise begann mit dem Besuch bei Deanston. Die erst 1966 gegründete Brennerei hebt sich schon äußerlich von vielen traditionellen Destillerien ab. Es hat den Charme eines großen Industriegebäude. Und das nicht von ungefähr. Denn zuvor war es eine Baumwollspinnerei.

Im Jahr 1971 wird der erste Single Malt Whisky unter dem Namen Old Bannockburn auf den Markt gebracht. Erst drei Jahre später erhalte die Whiskys den Namen Deanston. 1982 wurde die Brennerei bereits wieder geschlossen und schlief 9 Jahre einen Dornröschen Schlaf. Heute gehört die Brennerei gemeinsam mit Bunnahabhain auf Islay und Tobermory auf Mull zum südafrikanischen Unternehmen Distell.

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Uns erwartete ein lauwarmer Regen und auf Grund der Silent Saison, Produktionsruhe im Sommer, bestand unsere Tour nur aus vier Personen. Aber der charmante Greg führte uns durch die Brennerei und neben dem sonst regulären Dram des 12jährigen gab es noch den 15 jährigen Organic Whisky und den 18 jährigen Malt. Der Organic ist übrigens der der älteste Bio-Whisky, den es zur Zeit in Schottland gibt.

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Doch die Brennerei bietet noch mehr Ungewöhnliches. So versorgt der Fluss Teith und entsprechende Turbinen die Destillerie mit eigenem Strom.

Zudem ist die Brennerei ein heimlicher Filmstar. In Ken Loachs Film »Angels Share« spielt Deanston eine kleine Rolle. Davon zeugen Filmplakate und Fotografien von den Schauspielern. Und sie haben sich mit Autogrammen auf einigen Fässern, die im Warehouse liegen verewigt.

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Wer sich nach der Tour stärken möchte kann das im Bothy Cafe in gemütlicher Atmosphäre tun. Wir haben uns für die großartigen Scones entschieden. Deanston ist absolut einen Besuch wert, die Range der Whiskys ist sehr überschaubar, aber wir fanden alle drei sehr lecker.  

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