2. und 3. August: Rad, Wein & Gesang 2019 – Weinfest und Radsport in Runde 5

Wie bereits in den letzten vierJahren sind wir wieder bei RAD, WEIN & GESANG am Start. Im Vorfeld bei der Planung sowie vor Ort mit einem Stand mit leckeren Weinen.

Wir schicken wieder Weine – Weiß, Rosé und Rot sowie mit Blubber – ins Rennen. Welche Weine an den Start gehen erfahrt ihr kurz vorher.

Dazu auch wieder den antialkoholischen Drink Grape & Tonic, sowie leckere Longdrings wie Port Tonic oder Wermut Tonic

So könnt ihr an zwei Tagen mit einem leckeren Wein, den Radsportlern zu schauen, Musik hören und dieses tolle Fest im Grünen genießen.

Das konkrete Programm findet ihr auf der Website von Rad, Wein und Gesang

Cream Dog von St. Kilian – der süße Genuss zum und als Dessert

Manchmal soll es einfach was Süßes sein. Wer Whisky-/Creamliköre mag findet beim Cream Dog von St. Kilian eine leckere Alternative zu den Produkten großen Markennamen. Hier wurde der New Make, White Dog, mit Sahne vermählt. Heraus kommt ein süßer, karameliger Sahnelikör, den man pur auf Eis, zu Desserts, zum oder gar im Kaffee genießen kann.

Was hat es mit dem Hund auf sich?New Make, also der frische Brand aus den Brennblasen, der noch nicht fassgelagert war, wird in Schottland auch manchmal White Dog genannt. Passend dazu hat das Örtchen Rüdenau, in dem sich die St. Kilian Whiskybrennerei befindet einen weißen Hundekopf im Wappen.

Compass Box Whisky – The Art of Blending

John Glaser – für die einen ein Rebel gegen die Regularien der Scotch Whisky Association (SWA), für die anderen ein Frevler am Whisky. Er selbst beschreibt sich als Whiskymaker, ein Begriff den er aus der Welt des Weines adaptiert hat. Denn für Diageo war er jahrelang als Master Blender für deren Weinsegment tätig. Dort spricht man auch von Winemakern, wenn Menschen aus den Weinen der Winzer ihre Weine kreieren und blenden.

Und da sind wir schon beim Unwort viele Single-Malt-Fans. Ja, Compass Box steht für die Kunst des Blenden. Anfang 2000 machte sich Glaser auf die Tradition des klassischen Scotch Whisky Blending House neu zu beleben und das bei höchstem Qualitätsanspruch.
Beim Blenden geht es darum die beste Eigenschaften der jeweiligen Teile zu einem neuen, abgestimmten und hervorragenden Whiskys zusammen zu bringen. Denn das Ganze ist mehr als die Summe seiner Einzelteile.

Da für Glaser, das Alter kein Garant für Genuss ist, werden zwar die verwendeten Malts und/oder Grains recht transparent kommuniziert jedoch ohne Altersangabe. Alle Blends sind nicht gefärbt und nicht kühlfiltiert.

Glasers Freude am Experimentieren und am Brechen der Regeln mündete etwa in der Abfüllung wie »Orangerie«. Ein Blended Scotch Whisky der anschließend mit Orangenschalen mazeriert wurde. Er durfte sich natürlich nicht mehr Whisky nennen. Mittlerweile leider ausverkauft. Der aktuellste Streich ist »Affinity« ein Blend aus Whisky und Calvados von Christian Drouin.

Da bei der Fasslagerung ungefähr 70 % des Geschmacks eines Whisky entstehen, steht die Behandlung von Fässern bei Compass Box ganz in ihrem Focus. So wird mit verschiedenen Toasting-Methoden und einem eigens entwickelten Fassdesign gearbeitet, um neue und innovative Aromenprofile für die Whiskys zu schaffen. Da jeder einzelne Maltanteil zur Geltung kommen soll, wird im Gegensatz zu den großen Blendherstellern nicht mit 20 und mehr Malts gearbeitet , sondern meist nur mit 4 bis 6 verschiedenen Anteilen. Nach der Verheiratung der einzelnen Bestandteile reifen die Blends noch mal 6 Monate bis drei Jahren in speziellen Hybridfässern nach, damit die einzelnen Bestandteile sich zu einem neuen Whisky harmonisieren.

Wir haben mittlerweile einige der Standardabfüllungen wie Peat Monster, Spice Tree oder The Spaniard im Sortiment. Ebenso den leicht rauchigen Glasgow Blend.

Kommt einfach vorbei, probiert und entscheidend selbst. Es muss nicht immer Single Malt.

Tasting-Notes: Delta Cephei I von Scotch Universe


Delta Cephei ist ein veränderlicher Stern im Sternbild Kepheus oder auch eben eine unheimlich fruchtiger Single Malt, abgefüllt von Scotch Universe. Der Flaschen Code verrät uns, dass er von 2011 bis 2019 in einem Virgin Oak Cask reifte. Übrigens der erste Malt aus einem frischen Fass, welches von Michel Reick abgefüllt wurde. Bei der 1852 gegründete Destillerie der Speyside wird es sich vermutlich um Dailuaine handeln.

Der Whisky selbst ist eine sommerliche Fruchtbombe. In der Nase schon gleich ganz viel Ananas, Marille und gelbe Früchte, dazu feine Vanillearomen.
Bei den knapp 60 Vol. % verträgt er aber nur dezent Wasser. Wirklich nur 1-2 Tropfen reichen schon aus.

Ein Whisky für die sommerliche Terrasse oder Balkon oder als Dram zur gegrillten Ananas beim nächsten BBQ.

Whisky-Tour durch Dufftown – The World Capital of Whisky

Wir befinden uns mitten in der Speyside, dem Whisky-Hot-Spot Schottlands: Dufftown. The World Capital of Whisky – so wird man am Ortseingang empfangen. Etwas großspurig für so ein kleines unscheinbares Dörfchen?! Weit gefehlt, wenn man sich die dort ansässigen Whisky-Destillerien anschaut: Glenfiddich, Balvenie, Mortlach, Glendullan, Dufftown und Kinvinie. Zählt man dann noch die ehemaligen Brennereien wie Parkmore, Covalmore und Pittyvaich dazu, dann versteht man, woher der Zusatz am Ortseingang rührt. Und bereits Ende des 19. Jahrhundert entstand der Ausdruck: „Rome was built on seven hills, Dufftown stands on seven stills.“

Man kann nicht alle Brennereien vor Ort besuchen. Lediglich Glenfiddich hat ein reguläres Visitor Center und bietet Touren an. Entgegen einiger Unkenrufe, die die Brennerei als völlig touristisch überlaufen beschreiben, fand ich es ganz entspannt und lohnenswert. The Balvenie direkt nebenan kann nur mit vorherigen Anmeldung – Monate im Voraus ist zu empfehlen – besucht werden.

Absolut empfehlenswert sind jedoch die Führungen von Speyside Tours. Michelle Myron führt »Connoisseurs Tour with Local Food Pairings« charmant, lustig und informativ durch die Stadt – sozusagen von Destillerie zu Destillerie. Und das ist alles andere als ein trockenes Vergnügen. An jeder Station werden meist zwei Whiskys – eine Standardabfüllung und eine Abfüllung eines unabhängigen Abfüllers – verkostet.

Dazu wird selbstgebackenes Gebäck, Schokoladen oder ein Lachssandwich serviert – je nachdem, was gut zum Whisky passt. Nach der Hälfte der Tour verschwand Michelle dann mal kurz in einem Garten und wir waren verwundert, was jetzt kommt. Uns anlächelnd sagte sie dann, dass dies das Haus von Freunden sei und dort die zweite Hälfte der Whiskys und Snacks zwischen gelagert sei. Sie hat dort ihr »geheimes« Zwischenlager. Und weiter ging es bis in den Abend hinein.

Mein Höhepunkt war der 27jährige Convalmore – Lost Distillery – zum Ende der Tour. Dazu konnten wir Dank Michelle zumindest aufs Gelände von Destillerien, die gar nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Und die Auswahl der Whiskys war der Hammer. Am Ende der Tour hatten wir – glaube ich – 16 Whiskys verkostet. Auf jeden Fall war schon die Dunkelheit hereingebrochen. Aber auch hier überraschte uns Michelle noch einmal: Sie fuhr uns mit ihren Bus nach Dufftown zurück.

Wer dann noch nicht genug hat, kann in die Stuart Arms Bar oder ins Seven Stills zum Essen und für weitere Drams einkehren.
Dufftown ist absolut eine Reise wert und von hier aus kann man auch noch viele weitere Brennereien besuchen.