Currach Seaweed Cask Finish Irish Single Malt Whiskey – maritimer geht es nicht

Wir sind ja Fans verrückter Fass-Finishs. Und diese besondere Fassaufbereitung ist schon einzig bisher.

»Nach einer Reifung in ehemaligen Bourbon Fässern wird der dreifach destillierte Malt in Fässer aus Virgin Oak umgefüllt, die mit Atlantic Kombu Seaweed ausgebrannt wurden!

Kombu Seaweed ist ein essbarer Seetang, mild salzig, leicht süß und reich an Umami (neben süß, sauer, salzig und bitter die fünfte Qualität des Geschmackssinnes). Besser bekannt als Zutat in der asiatischen Küche, wird er aber auch in langer Tradition in Irland geerntet und in Speisen verarbeitet.

Das Ausbrennen mit Kombu gibt den Fässern einen feinen Umami Duft, der sich im Whiskey zu einer Fusion von Land und Meer entwickelt. Das Ergebnis ist ein Irish Single Malt Whiskey, der polarisiert. Er wird sicher nicht „everyone‘s darling“, will es aber auch nicht sein. Er steht für sich, insbesondere als geeigneter Begleiter zu Speisen wie Fischgerichten und Meeresfrüchten, aber auch kräftige Fleischaromen passen perfekt. Warum eigentlich nicht einmal Sushi mit Currach.«

Abgefüllt wird Currach Irish Single Malt Whiskey als Small Batch Qualität in 46% Trinkstärke, ohne Kühlfitrierung und ohne Zusatz von Farbstoff.

Aroma Seetang, etwas Rauch, salzig, Hafenduft, dezent Vanille

Geschmack erst eine gewisse Süße, ganz viel Aromen, die an Jof, Salz, Seetang im Hafenbecken erinnern, dann etwas kalte Kohle und etwas Rauch

Abgang salzig-aromatisch, Jod, etwas Phenol

Maritimer Whisky wie er maritimer kaum sein könnte.

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Fotoquelle mit Algenernte: Origin Spirits

Funny Whisky Facts: Ronnie Lee & The Unbreakable

Heute mal über einen Menschen, der zwar in der Whiskyindustrie ganz im Hintergrund wirkt, aber deswegen keineswegs unwichtig sind.

Wer Whiskybrenenreien in Schottland besucht hat und an Führungen teilgenommen hat, für den ist Porteus ein Begriff. Viele Malt Mills (Getreidemühlen zum Mahlen der Gerste) in Schottland kommen bzw. besser kamen von dem Unternehmen Porteus.


Die Maschinen waren so massiv gebaut, dass irgendwann keine neuen mehr gekauft wurden und das Unternehmen pleite ging. Die Produktion wurde in den 70er Jahren eingestellt. Am eigenen Erfolg gescheitert, da die Maschinen schlicht weg zu erfolgreich waren.

So stabil wie sie sind geht doch mal was kaputt und muss repariert werden. Dann kommt Ronnie Lee ins Spiel. Er ist der einzige in ganz Schottland, der diese Maschinen warten und reparieren kann. Und nicht nur die Porteus, sondern auch die Mühlen von Bobby Mill. Dass Ronnie dazu als Waliser, die schottische Whiskywelt am Laufen hält ist ein weiterer Funny Fact.


Die Porteues Mill in der Pulteney Distillery in Wick.

Und dazu ein kleiner Film über das Mahlen und die Porteues Mill bei Aberfeldy:

Und zu Guter letzt noch zwei weiterführende Links und in einem Artikel seht ihr dann auch noch mal Ronnie und nicht nur die Maschinen.

Ronnie Lee – The man who mends mills
The Unbreakable Malt Mill that was simply too successful

Ron Cihuatán Single Cask Rum, 15 Jahre

Wir sind ja große Fans der Rums aus El Salvador von Ron Cihuatán, aber dieses Single Cask hat  selbst uns noch mal mehr positiv überrascht.

Der Ron Cihuatán Single Barrel reifte 15 Jahre in einem Fass aus amerikanischer Eiche und erhielt dadurch spannende Aromen von Orange, Maraschinokirschen und Zimt. Im Mund wiederholen sich diese Noten und verabschieden sich mit einem intensiven Orangengeschmack sowie mit einem Hauch von Zimt und Eiche. Der Single Barrel ist der erste Rum von Ron Cihuatán, der in einer Fassstärke von 55,2% Volumenprozent abgefüllt wurde. Für diesen Rum wurde ein Fass aus den privaten Kellern der Licorera Cihuatán von Master Blenderin Gabriele Ayala höchstpersönlich ausgewählt – und dessen rarer Inhalt speziell für Perola, den Importeur, abgefüllt.

Auf dem von Hand beschrifteten Etikett finden sich die 15 mayanischen Gottheiten, die für die 15 Rums stehen, die in verschiedene Länder gesendet wurden. Außerdem wurde hier der Kongenergehalt (geschmacksgebende, chemische Verbindung) des Rums angegeben: 179,4 mg/100 ml!

Bei nur 114 Flaschen war klar, dass wir davon nicht so viel bekommen. Aber drei Flaschen kamen zu uns. So ein Single Cask ist kein Schnäppchen, aber es lohnt sich. Und zur Überzeugung haben wir sogar eine Flasche zum Probieren geöffnet.

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Hechicera Serie Experimental No. 1 – Moscatel Cask


La Hechicera Rum Serie Experimantal No.1 ist die Ergänzung des »normalen« Hechicera. Er ist ein komplett ungesüßter Solera-Blend mit 12- bis 21-jährigen Rums aus Kolumbien. Danach reifte er für einige Monate in ehemaligen Moscatel-Weinfässern nach. Limitiert auf 7200 Flaschen.
Der Rum ist eine Wucht an Aromen von Kaffee-, Toffee-, Orangen-, und Tabak, Pflaume, etwas Marzipan, Vanille und einen Schwung Gewürze.
 Dazu kommt der Duft von tropischen Früchten, gerösteter Ananas, reifen Bananen und Nüssen. Der Abgang ist lang und endet trotz der intensiven Fruchtnoten und einer vollmundigen Süße trocken mit Eichenholznoten.

The GlenAllachie 15 – Billy Walkers neues Meisterstück

Der 15jährige von The GlenAllachie steht für mich stellvertretend für den gesamten Charakter der Whiskys aus dieser Speyside Brennerei.

Ganze zwei Jahre arbeitete Billy Walker, Master Distiller, an der Entwicklung dieser Standard-Abfüllung, die seit 2019, die Core Range aus 12-, 10-, 18- und 25-jährigen Whiskys ergänzt.
Ein 20 Monate langes  Finish in Pedro Ximenez und Oloroso Puncheons sowie Hogsheads ergänzt die typische GlenAllachie-Fruchtigkeit mit Noten von Schokolade und warmen Gewürzen
Aroma Aus dem Glas kommen direkt intensive Aromen von Zimt, Vanille und Gewürzen sowie etwas Lakritz. Karamell-Sahnepudding und Bananen kommen hinzu. Dazu Schokolade und Rosinen.
Geschmack Eine stimmige Melange aus Fruchtigkeit, Sahnetoffee, Gewürzen, dunkler Schokolade und Bitterorangen. Warm, weich, komplex, wow.
Abgang lange und begleitet wieder von dunkler Schokolade und Orangen.

Foto: Kirsch Whisky