Was du schon immer über unsere Whisky-Tastings wissen wolltest


Des öfteren werden wir gefragt wie genau so ein Whisky-Tasting abläuft, was man als Besucher/in »können muss« etc.

Die »harten« Fakten.
Ein Tasting dauert in der Regel etwa 3 Stunden. In dieser Zeit verkosten wir gemeinsam in der Regel 6 bis 7 verschiedene Whiskys. In der Hälfte der Zeit etwa gibt es ein Käsebuffet mit verschiedenen Käsen und anderem auch irische, englische und schottische Käse. Zum neutralisieren gibt es zwischen durch Weißbrot und Mineralwasser.

Ihr bekommt jeden Whisky in einem eigenen Glas, so dass man auch immer wieder zwischen den Whiskys vergleich kann, so fern ihr noch ein wenig im Glas lasst ;-)

Auf unseren Tasting-Karten habt ihr die Möglichkeit euch zu den Whiskys Notizen zu machen, zu Geruch, Geschmack, Abgang und weiteres Infos. Ihr könnt, müsst aber natürlich nicht mit schreiben. Ihr könnt euch einfach auch nur drauf schreiben »schmeckt« oder »schmeckt nicht«. Wenn ihr aber ein paar Wochen später mal wieder wissen wollt, was der dritte Whisky im Tasting war, könnt ihr auf der Karte nach schauen. Sie werden nicht eingesammelt oder bewertet ;-)

Am Ende gibt es eine kleine Abstimmung, welche Whiskys eure Favoriten sind. Einfach so als Stimmungsbild des Tastings. Die Preise der Whiskys verrate wir immer erst nach der Abstimmung, das ihr ganz unvoreingenommen, nur nach eurem Geschmack, urteilt.

Bildungstrinken
Ich nenne unsere Tastings gerne mal auch Bildungstrinken. Denn wir stellen euch nicht nur die Whisky einfach so hin, sondern ihr erfahrt in jedem Tasting etwas über die Herstellung von Whisky, seine Geschichte im Allgemeinen, aber auch über die Destillerien. Viele der Brennereien habe ich schon selbst besucht und kann von meinen Eindrücken und Erlebnissen berichten. Trotz alles andere als eine trockene Veranstaltung. Mit Whisky macht das Lernen dazu noch viel mehr Spaß.

»Ist das Tasting auch für Einsteiger geeignet?«
Diese Frage bekommen wir sehr häufig gestellt. Unserer Meinung gibt es keine typischen Einsteiger- oder Fortgeschrittenen-Tastings. Denn auch Einsteiger/innen können ebenso gut entscheiden, ob ihnen der Whisky schmeckt oder nicht. Und darauf kommt es an. Man kann auch nicht sagen, dass ein Tasting mit vielen torf-rauchigen Whiskys ungeeignet für Einsteiger/innen wäre. Wir kennen viele, die gleich mit einem Laphroaig ihre »Whisky-Karriere« gestartet haben. Das gilt übrigens auch für vermeintliche Frauen-Tastings oder Männer-Tastings.

Welche Themen bieten wir so an?
Die Themen der Tastings variieren und doch haben wir bestimmte Tastings in den Jahren immer wieder. Beliebte Verkostungen sind und waren zum Beispiel:

• Whisky & Käse
• Whiskys from Wine Casks
• Whisky volljährig – 18 Jahre und älter
• Islay – the Peaty Beauty
• Whisky Blindtasting

Aber auch unsere liquiden Reiseberichte, bei den Tastings wir bestimmte Regionen Schottlands an Hand der Whiskys »bereisen« finden immer viele Fans. Besondere Event sind natürlich wenn Vertreter von Destillerien oder unabhängigen Abfüller wie Thomas Ide von The Whisky Chamber, Pat Hock von St. Kilian oder David Roussier von Armorik Whisky Breton.

Vor und nachher
Man sollte vorab auf jeden Fall eine gute Grundlage mit einer Mahlzeit haben bevor man ins Tasting startet. Dazu gibt es auch in unmittelbarer Nähe einige empfehlenswerte Restaurants, Bistros und Imbisse. Unser Laden liegt in unmittelbarer Nähe der S-Bahn-Station Ledermuseum in Offenbach und ist mit dem öffentlichen Nahverkehr gut zu erreichen. Da Alkohol bei den Tastings im Spiel ist gilt die Devise: Don’t Drink and Drive.

Für weitere Fragen schreibt uns eine Mail oder schaut im Laden vorbei.

Whisky-Mythen: Whisky reift immer in Eichenfässern!

Als im Mai 2019 der erste Whisky von St. Kilian Signature Eddition One auf den Markt kam, gab es viel Begeisterung – zu Recht – aber auch kritische Stimmen. So hieß es unter anderem, dass diese Abfüllung durch die Verwendung von 5 % Kastanienfässer gar kein richtiger Whisky wäre.

Denn so haben es viele bei abertausenden Tastings »gelernt«:
Whisky muss in Eichenfässern reifen.
Aber stimmt das dadurch dann auch, wenn man es nur oft genug wiederholt?
Ja und Nein.

1. In Schottland wurden bis zum heut gültigen Reglement der Scotch Whisky Association (SWA) aus dem Jahr 1990 auch andere Holzarten für Fässer verwendet. Also können vor 1990 destillierte Whisky aus Schottland auch in Kastanien,- Akazien oder sonstigen Fässern gelagert worden sein.

2. In Irland dürfen noch heute andere Holzfässer wie z.B. aus Kastanienholz gefertigte verwendet werden. Sind das dann auch keine Whiskeys?

3. Für Whisky aus Deutschland gelten eben nicht die schottischen Reglements und es ist ja auch kein schottischer Whisky.

Nichts desto trotz greifen die meisten Brennereien auf Eichenfässer zurück, selbst in Irland, oder es wird zumindest kaum kommuniziert, dass andere Holztypen genutzt werden.

Letztlich geht es darum, ob es schmeckt oder nicht.

5. Juni: St. Kilian Whisky Premiere – Whisky-Tasting mit Pat Hock von St. Kilian Distillers

Whiskys aus Deutschland?! Daran scheiden sich die Geister. Uns hatte lange keiner so wirklich überzeugt. Doch eine deutsche Brennerei hat uns mit ihren Spirits eines Besseren belehrt: St. Kilian aus Rüdenau, in der Nähe von Miltenberg.

Bislang konntet Ihr bei uns kein Whisky aus St. Kilian erhalten. Nur verschiedene Small-Batch-Abfüllungen des Brands aus unterschiedlichen Fässern. Die nicht nur sehr gut trink- und genießbar sind, sondern anhand derer auch gut nachvollzogen werden kann, wie sich die Fässer auf den Spirit auswirken.

Aber im Mai ist es endlich soweit: Dann sind drei Jahre und ein Tag vergangen und der erste St.-Kilian-Whisky darf in die Flasche. Und wir freuen uns, mit Euch und mit Pat Hock von St. Kilian Distillers diese Premiere zu feiern.

Neben dem ersten Whisky werden wir mit Euch auch die Batches 4 bis 7 sowie den jeweils unpeated und peated New Make verkosten.

In der Pause gibt es ein Buffet mit verschiedenen Käsen und zwischen den Whiskeys reichen wir Weißbrot sowie Wasser. Bitte sorgt für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail: tasting@die-genussverstaerker.de

Preis 40 Euro inklusive Whiskys und Pausenbuffet (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, 63067 Offenbach
Datum/Beginn 5. Juni 2019, Mittwoch 20:00 Uhr (Dauer ca. 3 Stunden)

PS: Wenn Ihr mehr über St. Kilian erfahren wollt, schaut doch mal in unseren Reisebericht: https://www.die-genussverstaerker.de/category/whisky/reisebericht_whisky/

22. bis 24. Februar: Die Genussverstärker auf der Land und Genuss in Frankfurt

Vom 22. bis 24. Februar sind wir erstmals mit einem Stand auf der Frankfurter Messe »Land und Genuss« vertreten.

Auf der Land & Genuss präsentieren wir eine kleine und feine Auswahl an Gin, Whisky und Rum.
Aus dem hessischen Heusenstamm kommt der OriGINal Gin mit verschiedenen Geschmacksrichtungen. Der zweite Gin kommt aus Bielefeld aus der Manufaktur von Gin Lossie. Beim Whisky geht es zu nächst schottisch zu mit den genussvollen Abfüllungen von The Art of Whisky von The House of McCallum. Aber auch hier geht es regional. Mit St. Kilian Distillers haben wir Abfüllungen dieser Miltenberger Whiskybrennerei am Stand. Neben den normalen Abfüllungen auch ein besonderes Schwankerl. Beim Rum steht Cihuatan aus El Salvador im Mittelpunkt. Die einzige Brennerei des südamerikanischen Ladens überzeugt mit weichen und aromatischen Rums.

Wir freuen uns auf Euren Besuch.
Halle: 1.1, Stand: L14

St. Kilian Distillers – Tschörmän Wiskij


Whiskys aus Deutschland?! Daran scheiden sich die Geister. Uns hatte lange keiner so wirklich überzeugt. Doch eine deutsche Brennerei hat uns mit ihren Whiskys eines Besseren belehrt: St. Kilian aus Rüdenau, in der Nähe von Miltenberg. Und weil das nicht so weit von Offenbach weg ist, haben wir einen Teamausflug gemacht, um uns die Brennerei einmal genau anzuschauen und um der Frage nachzugehen: Wie kommt eine Destillerie ist ein 700-Seelen-Dorf an der hessisch-bayerischen Grenze?

Whisky-Brennerei auf dem Lande
Andreas Thümmler ist ein großer Whiskysammler. Bereits vor Jahre lernte er in Irland den damaligen Master Distiller von Cooley (Killbegan, Connemara) kennen. David Heynes und Thümmler blieben in Kontakt und bei Tümmler reifte die Idee einer eigenen Whisky-Brennerei. Eine geeignete Immobilie fand er auch auch: In Rüdenau hatte er bereits eine leerstehende Textilfabrik mit eigener Quelle gekauft.

Das war kurz bevor 2011 Hynes zur Interwhisky in Frankfurt kam. Dort trafen sich die beiden. Thümmler stellte dem Iren seine Idee vor und bat ihn, die Brennerei zu konzipieren. Hynes lehnte ab: Er wollte sich zur Ruhe setzen und die Rente genießen.

»German Scotch«
Dann ließ er sich doch für das Projekt begeistern; er würde Tümmler unterstützen – unter einer Bedinung: Er durfte alles so bestellen, wie er es wollte. Ohne Diskussionen über Kosten oder Erforderlichkeiten. Die beiden kamen ins Geschäft und die Single-Malt-Whisky-Destillerie nach schottischem Vorbild wurde 2012 gegründet.

Hynes kaufte nur das Beste: u.a. Washbacks aus Holz und Pot Stills von Forsyth aus der Speyside. 

Dazu entschied Hynes neben den technischen Aspekten, dass das beste Ergebnisse nur mit einem Brau- und einen Brennmeister erzielt werden kann. Es sollte keine »eierlegende Wollmilchsau« für beide Produktionsschritte zuständig sein.

Think big
Bis alles geliefert und eingerichtet war, gingen nach der Gründung noch einmal vier Jahre ins Land, bis endlich produziert werden konnte. Pünktlich zum St. Patrick’s Day 2016 floß der erste New Make aus den Pot Stills, die mit 6.000 Liter Fassungsvermögen die größten Pot Stills auf dem europäischen Kontinent sind. Think big – Tümmler und Hynes waren sich einig, dass in St. Kilian nicht nur ein paar Dutzend Fässer pro Jahr produziert werden sollen.

Think big gilt auch beim Fassmanagement: Bereits heute wird der Spirit in vielen verschiedenen Fasstypen gelagert. Doch Ziel ist es, mittelfristig den St.-Kilian-Spirit in allen 87 zugelassenen Fasstypen (Größen und Vorbelegungen) reifen zu lassen. Denn eine solche Fassvielfalt ermöglicht verschiedenste Single-Malt-Kombinationen und eine riesige Single-Cask-Auswahl.

Alles neu macht der Mai
Auch wenn es noch (!) kein Whisky in St. Kilian abgefüllt werden kann, so ist das, was in Rüdenau auf die Flaschen kommt, schon jetzt sehr spannend. Es gibt vor allem Small-Batch-Abfüllungen aus unterschiedlichen Fässern, die alle sehr gut trink- und genießbar sind (und bei uns erhältlich) und anhand derer gut nachzuvollziehen ist, wie sich die Fässer auf den Spirit auswirken.

Aber im Mai ist es endlich soweit: Dann sind drei Jahre und ein Tag vergangen und der erste St.-Kilian-Whisky darf in die Flasche.

Wir sind gespannt.

Harte Fakten
Produktionsvolumen: 200.000 Liter Rohalkohol (Stand: 01/2019)
4 hölzerne Washbacks (je 10.800 Liter), deren Temperatur mit Kühlplatten gesteuert werden kann

Stills: eine Wash Still, eine Spirit Still (je 6.000 l)

Malz: ungetroftes Pilsener Malz von der Mälzerei Weyermann
getorftes Malz bis 100 ppm aus Schottland Glenesk Maltings

Fermentationszeit 3 Tage, 62–70 Stunden

New Make: 69 Vol %, herunterverdünnt auf 63,5 Vol %

Standardabfüllungen:
verscheidene Liköre auf Basis des White Dog oder Turf Dog (nicht rauchiger oder rauchiger New Make)
zur Zeit fassgelagerte Malzbrände/Spirits verschiedene Batch-Abfüllungen

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