3 x The Maltman: Williamson 7 Jahre, Inchfad 14 jahre, Ardmore Amarone Finish 8 Jahre

Es gibt wieder drei neue spannende Abfüllungen von The Maltman:

Williamson 7 Jahre Sherry Cask
Inchfad (Loch Lomond) 14 Jahre
Ardmore 8 Jahre Amarone Cask Finish

Bunnahabhain 12 Jahre, Sherry Butt, Dun Bheagan

Als Fan dieser Brennerei freue ich mich immer wieder auf Abfüllungen von unabhängigen Abfüllern. Dieses mal hat Ian McLeod Distillers unter dem Markennamen Dun Bheagen einen 12jährigen »Bunna« abgefüllt. Abgefüllt ein Sherry Butt mit am Ende 756 laschen bei 48 Vol %.

In die Nase strömt deutlich der Sherryduft, aber auch getrocknete Aprikosen und Mango. Das macht schnell Lust ihn zu probieren. Auf der Zunge vollmundig und cremig. Nüsse, Milchschokolade, Orangen und ein hauch Rauch. auf der Zunge. Reife Orangen und Bananen gehen über in geröstete Nüsse, Milchschokolade und einem Hauch Rauch.
Im Abgang bleibt lange der Eindruck von Trockenfrüchten und Holz.

Auchentoshan und die dreifach Destillation (Reisebericht)

Auchentoshan war ebenfalls eine Station der Mitarbeiter/innenreise und zwar weil es die einzige ausschließlich dreifach destillierende Brennerei Schottlands ist. Die Brennerei wird zu den Lowlands gezählt und liegt in Alexandria, einem Vorort von Glasgow.

Bis vor wenigen Jahren war es recht still um die Brennerei. Als sie noch zu Morrisson Bowmore gehört, legte die Unternehmensleitung viel mehr wert auf die Islay Brennerei Bowmore. Auchentoshan wurde etwas stiefmütterlich behandelt. So wurde erst 2004 überhaupt ein Visitor Center eingerichtet. Damals wurde gerade mal etwa 500.000 Liter im jahr destilliert. Mittlerweile hat sich allein n den letzten zwei Jahren der Anteil an verkafuten Flaschen um 60 %, auf 1,4 Millionen, gesteigert.

Dabei hat sie bereits eine lange Geschichte. Sie wurde 1817 gegründet, noch unter dem Namen Duntocher Distillery. Durch den Verkauf im Jahr 1834 bekam sie ihren heutigen Namen. 1941 wurde die Brennerei und Warehouses durch einen Luftangriff der Nazi-Luftwaffe stark zerstört. In den 60 Jahren wurde die brennerei wie einige andere in Schottland von Brauereien betrieben, unter anderem von dem Unternehmen Tennent’s, welches heute noch aus viele Zapfhähnen schottischer Pubs strömt.

Die normale Tour ist klassisch wie man es schon aus anderen Brennereien kennt.man durchläuft die verschiedenen Produktionsschritte. Das schöne hier, man kann über all fotografieren, ausser in den Warehouses. Also ganz andersherum als in anderen Brennereien. Da merkt man schnell, dass es da im seltenstens Falle darum geht Explosionen durch elektrische Geräte wie Handy und Kameras zu verhindern.

Mashtun mit Kupferdeckel


Innenleben der leeren Mashtun

Das spannenste war sicherlich die dreifache Destillation und die drei Proben, die das Ergebnis jeden einzelnen Brennvorgangs abbilden. Üblicherweise wird in Schottland lediglich zweifach destilliert.

Wir durften auch an allen dreien riechen und da weiß man schnell, warum man die ersten beiden Durchläufe noch nicht ins Fass füllt. Das Grün entsteht übrigens durch das Kupfer der Brennblasen, erst nach durch mehrmaliges destillieren wird der Spirit immer klarer. Der New Make hat durch die dreifache Destillation einen höheren Alkohol als üblich und liegt bei 81 %. Aber bevor er ins Fass kommt wird er auch üblicherweise auf 63,5 Vol % herunter verdünnt.

Ebenfalls eher unüblich ist bei einer Brennerei in dieser Größenordnung, dass die gesamte Produktion für Single Malts verwendet wird und keine Blends bedient werden.

Am Ende gab es dann einen Dram und, was ich eher unnötig fand einen Cocktail mit Whisky, Bier und Zitronensaft. Immerhin hübsch serviert in der kleinen E-Mail-Tasse, die man auch mitnehmen durfte.


Der Distillery Cask durfte dann natürlich auch noch mit und wird in einem der nächsten Tastings verkostet.

Die »harten« Fakten:
• Aktuelle Abfüllungen: American oak 12 Yers, Three Woods, 18 Years,
21 Years, Blood Oak, Noble Oak (24 Years), Bartenders malt
• Produktionsmenge: 1,75 Millionen Liter
• Mashtun: 1 x Stainless Steel mit Kupferdeckel
• Washbacks: 4 x Oregon Pine, 4 x Stainless Steal jeweils 38,000 l
• Brennblasen: 3 Brennblasen für dreifache Destillation
• Fermentation: 50 bis 120 Stunden


Washbacks


The Spirit Safe


Warehouse

Fotos u.a. Berit Abel und LP

12. & 13. Oktober: »Die Genussverstärker« auf der 4. Mühlheimer Whiskymesse

Am 12. und 13. Oktober findet in Mühlheim am Main, die 4. Whiskymesse statt. Dieses Jahr sind wir wieder mit dabei und freuen uns auf diese familiäre und gemütliche Messe. Hier st es noch möglich in Ruhe seine Drams zu verkosten mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen und sich unter einander auszutauschen.

Wir werden eine spannende Auswahl an Abfüllungen The Whisky Chamber, Berry Bros & Rudd, House of McCallum, St. Kilian, Glen Scotia, Kilchoman sowie eine kleine Auswahl an Rum.

Samstag: 12–20 Uhr

Sonntag: 12_ 18 Uhr

Fährensraße 2, in der AWO Mühlheim

Eintritt: 7 Euro (inkl. Tastingglas)

St. Kilians zweiter Streich – Edition Two, Amarone Cask

Aller guten Dinge sind … zwei. Seit ein paar Tagen ist der St. Kilian Two, als zweiter Whisky dieser noch jungen Brennerei aus Rüdenau bei Miltenberg. Dass wir Fans ihrer Abfüllungen sind brauchen wir hier echt nicht mehr betonen.

Nach One, folgt Two. Das besondere dieses mal: der Whisky reifte komplett in Amarone Fässern und wurd mit 54,2 Vol % abgefüllt. Man hat Whiskys aus drei verschiedenen Fassgrößen verwendet. 325 L, 225 l und 50 L. Wie die einzelnen Fässer geschmeckt haben, kann man im Blog von Whisky und Frauen nachlesen.

Wir beziehen uns auf das Endergebnis. Schon beim öffnen der Flasche strömen sehr weinige Noten einem entgegen. Der Amarone-Einfluss ist ab der ersten Sekunde nicht zu leugnen. Im Glas, wo er sich besser entfalten kann, riecht man dann dann rote Früchte, Weingummi aber auch etwas nussiges und ein wenig Schokolade.

Beim ersten Schluck ist man überrascht von der Weichheit, die der noch junge Whisky bei dem erhöhten Alkohol schon hat. Der Whisky breitet sich mit den fruchtigen und weinigen Aromen komplett im Mund aus, aber man schmeckt auch noch dass es ein Whisky ist. Der Geschmack bleibt lange.
Amarone-Fässer geben richtig viel Aromen ab und runden den eh schon fruchtigen Grundgeschmack von St. Kilian noch mal ab.
Schöne Fortsetzung des mittlerweile ausverkauften Batch 5 der Spiritsreihe.