2. Juni: After-Brexit-Whisky-Tasting


Keiner weiß, wie es am Ende so ausgehen wird mit dem Brexit, aber viele Whiskyfans zittern ein wenig, ob es wohl auch noch nach dem Brexit schottischen Whisky geben wird.

Doch unabhängig davon, wie sich die Preise oder Verfügbarkeiten verändern: Es gibt auch ausserhalb Schottlands wunderbare Whiskys. Dies wollen wir euch in dem Tasting zeigen. Da haben wir natürlich die wieder erstarkende Whiskytradition aus Irland, aber auch Frankreich, Deutschland, Schweden, Dänemark, Belgien oder Finnland bieten wunderbare Tropfen.

Für das Tasting haben wir folgende Whiskys geplant:

• St. Kilian German Whisky
• Rozelieures – torf-rauchiger Whisky aus Lothringen
• Mackmyra aus Schweden
• Armorik Whisky Breton
• Teeling Whisky aus Dublin
• Belgian Owl Whisky

In der Pause gibt es ein Buffet mit verschiedenen Käsen und zwischen den Whiskys reichen wir Weißbrot sowie Wasser. Bitte sorgt für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail:
tasting@die-genussverstaerker.de

Preis 45 Euro inklusive Whiskys und Pausenbuffet (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, 63067 Offenbach
Datum/Beginn 2. Juni 2019, Sonntag 16 Uhr (Dauer ca. 3 Stunden)

22. bis 24. Februar: Die Genussverstärker auf der Land und Genuss in Frankfurt

Vom 22. bis 24. Februar sind wir erstmals mit einem Stand auf der Frankfurter Messe »Land und Genuss« vertreten.

Auf der Land & Genuss präsentieren wir eine kleine und feine Auswahl an Gin, Whisky und Rum.
Aus dem hessischen Heusenstamm kommt der OriGINal Gin mit verschiedenen Geschmacksrichtungen. Der zweite Gin kommt aus Bielefeld aus der Manufaktur von Gin Lossie. Beim Whisky geht es zu nächst schottisch zu mit den genussvollen Abfüllungen von The Art of Whisky von The House of McCallum. Aber auch hier geht es regional. Mit St. Kilian Distillers haben wir Abfüllungen dieser Miltenberger Whiskybrennerei am Stand. Neben den normalen Abfüllungen auch ein besonderes Schwankerl. Beim Rum steht Cihuatan aus El Salvador im Mittelpunkt. Die einzige Brennerei des südamerikanischen Ladens überzeugt mit weichen und aromatischen Rums.

Wir freuen uns auf Euren Besuch.
Halle: 1.1, Stand: L14

23. März: Spirituosen-Flohmarkt Frühjahr 2019


Es ist wieder so weit! Der erste Spirituosen-Flohmarkt im Jahr steht vor der Tür:

Im Februar 2014 haben wir erstmals den „Whisky-Flohmarkt“ veranstaltet. Denn es wäre zu schade um die angebrochenen Flaschen gewesen, die entweder nach den Tastings oder dem Verkauf der letzten Flasche übrig geblieben sind. Warum also nicht die noch guten Tropfen zu einem kleinen Preis anbieten?

Mittlerweile hat sich nicht nur diese Veranstaltung rumgesprochen, sondern wir haben auch unser Sortiment erweitert. Und so gibt es auf unserm Flohmarkt neben Whiskys auch Gins und Rums. Im Schnitt bieten wir rund 60 Flaschen an. Und auch wenn die meisten Tastings zu Gin stattfinden, so sind weiterhin die meisten unserer Flohmarkt-Flaschen mit Whisky gefüllt. Darunter sind vor allem limitierte Einzelfassabfüllungen, bei denen ihr die letzte Möglichkeit habt, diese noch zu bekommen. Schwerpunkt sind insbesondere schottische Whiskys von Abfüllern wie Gordon MacPhail, The Whisky Chamber, The Whisky Trail, Wemyss, Signatory Vintage, The Maltman, A.D. Rattray. Wobei natürlich nicht bei jedem Flohmarkt von allen Abfüllern etwas erstanden werden kann.

Wie bei allen beliebten Flohmärkten gilt: Der frühe Vogel bekommt die größte Auswahl. Wer die besten Tropfen ergattern möchte, sollte jedoch früh kommen. Was weg ist, ist weg.

Der Spirituosen-Flohmarkt findet zu den regulären Ladenöffnungszeiten von 13 bis 17 Uhr statt. Und natürlich könnt ihr während des Flohmarkts auch aus unserem regulären Whisky-, Gin-, Rum- und Wein-Sortiment probieren und einkaufen.

Wir freuen uns auf Euren Besuch.

Die Genussverstärker Bernardstraße 63a am Goetheplatz in Offenbach, 3 Minuten von der S-Bahn-Station Ledermuseum entfernt.

St. Kilian Distillers – Tschörmän Wiskij


Whiskys aus Deutschland?! Daran scheiden sich die Geister. Uns hatte lange keiner so wirklich überzeugt. Doch eine deutsche Brennerei hat uns mit ihren Whiskys eines Besseren belehrt: St. Kilian aus Rüdenau, in der Nähe von Miltenberg. Und weil das nicht so weit von Offenbach weg ist, haben wir einen Teamausflug gemacht, um uns die Brennerei einmal genau anzuschauen und um der Frage nachzugehen: Wie kommt eine Destillerie ist ein 700-Seelen-Dorf an der hessisch-bayerischen Grenze?

Whisky-Brennerei auf dem Lande
Andreas Thümmler ist ein großer Whiskysammler. Bereits vor Jahre lernte er in Irland den damaligen Master Distiller von Cooley (Killbegan, Connemara) kennen. David Heynes und Thümmler blieben in Kontakt und bei Tümmler reifte die Idee einer eigenen Whisky-Brennerei. Eine geeignete Immobilie fand er auch auch: In Rüdenau hatte er bereits eine leerstehende Textilfabrik mit eigener Quelle gekauft.

Das war kurz bevor 2011 Hynes zur Interwhisky in Frankfurt kam. Dort trafen sich die beiden. Thümmler stellte dem Iren seine Idee vor und bat ihn, die Brennerei zu konzipieren. Hynes lehnte ab: Er wollte sich zur Ruhe setzen und die Rente genießen.

»German Scotch«
Dann ließ er sich doch für das Projekt begeistern; er würde Tümmler unterstützen – unter einer Bedinung: Er durfte alles so bestellen, wie er es wollte. Ohne Diskussionen über Kosten oder Erforderlichkeiten. Die beiden kamen ins Geschäft und die Single-Malt-Whisky-Destillerie nach schottischem Vorbild wurde 2012 gegründet.

Hynes kaufte nur das Beste: u.a. Washbacks aus Holz und Pot Stills von Forsyth aus der Speyside. 

Dazu entschied Hynes neben den technischen Aspekten, dass das beste Ergebnisse nur mit einem Brau- und einen Brennmeister erzielt werden kann. Es sollte keine »eierlegende Wollmilchsau« für beide Produktionsschritte zuständig sein.

Think big
Bis alles geliefert und eingerichtet war, gingen nach der Gründung noch einmal vier Jahre ins Land, bis endlich produziert werden konnte. Pünktlich zum St. Patrick’s Day 2016 floß der erste New Make aus den Pot Stills, die mit 6.000 Liter Fassungsvermögen die größten Pot Stills auf dem europäischen Kontinent sind. Think big – Tümmler und Hynes waren sich einig, dass in St. Kilian nicht nur ein paar Dutzend Fässer pro Jahr produziert werden sollen.

Think big gilt auch beim Fassmanagement: Bereits heute wird der Spirit in vielen verschiedenen Fasstypen gelagert. Doch Ziel ist es, mittelfristig den St.-Kilian-Spirit in allen 87 zugelassenen Fasstypen (Größen und Vorbelegungen) reifen zu lassen. Denn eine solche Fassvielfalt ermöglicht verschiedenste Single-Malt-Kombinationen und eine riesige Single-Cask-Auswahl.

Alles neu macht der Mai
Auch wenn es noch (!) kein Whisky in St. Kilian abgefüllt werden kann, so ist das, was in Rüdenau auf die Flaschen kommt, schon jetzt sehr spannend. Es gibt vor allem Small-Batch-Abfüllungen aus unterschiedlichen Fässern, die alle sehr gut trink- und genießbar sind (und bei uns erhältlich) und anhand derer gut nachzuvollziehen ist, wie sich die Fässer auf den Spirit auswirken.

Aber im Mai ist es endlich soweit: Dann sind drei Jahre und ein Tag vergangen und der erste St.-Kilian-Whisky darf in die Flasche.

Wir sind gespannt.

Harte Fakten
Produktionsvolumen: 200.000 Liter Rohalkohol (Stand: 01/2019)
4 hölzerne Washbacks (je 10.800 Liter), deren Temperatur mit Kühlplatten gesteuert werden kann

Stills: eine Wash Still, eine Spirit Still (je 6.000 l)

Malz: ungetroftes Pilsener Malz von der Mälzerei Weyermann
getorftes Malz bis 100 ppm aus Schottland Glenesk Maltings

Fermentationszeit 3 Tage, 62–70 Stunden

New Make: 69 Vol %, herunterverdünnt auf 63,5 Vol %

Standardabfüllungen:
verscheidene Liköre auf Basis des White Dog oder Turf Dog (nicht rauchiger oder rauchiger New Make)
zur Zeit fassgelagerte Malzbrände/Spirits verschiedene Batch-Abfüllungen

Für eine größere Ansicht, Bilder in neuem Tab öffnen.
          

               

Distillery Spotting III: Tomatin, Dalwhinnie & Clydeside Distillery

In Schottland gibt es gut 140 Destillerien. Und mein Ziel ist es, jede wenigstens einmal besucht zu haben. Doch Besuch ist nicht gleich Besuch. Denn es haben nur etwa 60 ein Visitor Center bzw. einen Shop oder man kann zumindest eine Tour machen. Alle anderen können in der Regel überhaupt nicht besichtigt werden.
Diese Destillerien fahre ich auf meinen Schottlandtouren also nur für ein Foto – einem “Distillery Spot” – an. Zum Teil sind es eher kleinere Brennereien, die keine Besucher möchten bzw. keine Kapazitäten haben, diese zu empfangen. Oftmals sind es aber auch große Destillerien, in erster Linie für die Blendindustrie produzieren.

Es soll aber auch vorkommen, dass eine Destillerie zwar generell für Besucher zugänglich ist (siehe Distillery Spotting I) und auch an dem Tag, an dem ich vorbeifuhr, entspechend geöffnet war (siehe Distillery Spotting II), ich aber ganz einfach keine Zeit für eine Tour hatte, sondern nur für einen kurzen »Hop-on Hop-off« in den Shop.

Tomatin Distillery


An Tomatin fuhr ich zufällig vorbei. Auf der Schnellstraße A9 sah ich einen Hinweis und entschied spontan, wenigstens einen Blick zu erhaschen. Wie schön, dass ich dann auch noch einen Hand-filled mitnehmen konnte.

Dalwhinnie Distillery

Bei Dalwhinnie war vorher klar, dass ich keine Zeit hätte für mehr als ein paar Fotos von Außen und einen Blick in den Shop. Aber so eine hübsche Distillery sollte man sich nicht entgehen lassen.

Clydeside DistilleryDie Clydeside Distillery ist eine noch sehr junge Brennerei und entsprechend haben sie noch keinen eigenen Whisky. Ich habe sie zufällig bei einem Spaziergang durch Glasgow entdeckt.