2. und 3. August: Rad, Wein & Gesang 2019 – Weinfest und Radsport in Runde 5

Wie bereits in den letzten vierJahren sind wir wieder bei RAD, WEIN & GESANG am Start. Im Vorfeld bei der Planung sowie vor Ort mit einem Stand mit leckeren Weinen.

Wir schicken wieder Weine – Weiß, Rosé und Rot sowie mit Blubber – ins Rennen. Welche Weine an den Start gehen erfahrt ihr kurz vorher.

Dazu auch wieder den antialkoholischen Drink Grape & Tonic, sowie leckere Longdrings wie Port Tonic oder Wermut Tonic

So könnt ihr an zwei Tagen mit einem leckeren Wein, den Radsportlern zu schauen, Musik hören und dieses tolle Fest im Grünen genießen.

Das konkrete Programm findet ihr auf der Website von Rad, Wein und Gesang

Dufftown Pomerol Cask von Berry Bros. & Rudd –


Mit Berry Bros. & Rudd verbindet uns etwas. Das Unternemen kommt ursprünglich auch aus dem Weinhandel und hat sich neben bei verstärkt als unabhängiger Abfüller für Whisky, aber auch andere Spirituosen in den letzten Jahren auch in Deutschland einen Namen gemacht.

Dieser Whisky aus der Destillerie Dufftown aus dem gleichnamigen Städtchen in der Speyside wurde in einem französischem Rotweinfass aus dem Pomerol nachgereift.

In der Nase wunderbar fruchtig mit einer leichte Süße nach Kirschen. Mit seinen 55 Vol % sehr cremig am Gaumen, wieder die Kirsche mit Vanille und Toffee, dazu beerige Noten, wie man sie von roter Grütze kennt. Im Abgang kommen langanhaltende Aromen vom Holz und Noten von Gewürzen dazu. Insgesamt sehr vollmundig und aromatisch.

Tokinoka Black – Whisky made in Japan


Whisky aus Japan ist gefragt. Die große Kunst der japanischen Whiskytradition, die immerhin schon auf die Anfänge des vorigen Jahrhunderts zurück reicht, ist jedoch nicht der Single Malt, sondern der Blended Whisky und Blended Malt. So ist auch der Tokinoka Black der die White Oak Distillery in Akashi, unweit der Metropole Kobe, ein Blended Whisky. Genau genommen ein Single Blend, da Grain und Malt aus der gleichen Brennerei stammen.

Die 50 Vol % geben dem Blend Kraft und Länge. Ergänzt wird dies durch die Rotweinaromen, die den Black vom »normalen« Tokinoka unterscheiden.
Dazu kommen erdige Noten, Holz und Leder, aber auch fruchtiges Wiengummi. Schöner kräftiger Blend mit langem Abgang, wärmend und aromatisch.

Die Brennerei ist der Legende nach die erste Brennerei, die 1919 die Genehmigung erhielt Spirituosen zu produzieren. Man produzierte zunächst nur für den heimischen Markt. Erst 1984 wurde eine neue Brennerei gebaut, in der ausschließlich Whisky und damit auch für den Export produziert wurde.

Highland Tiger from Speyside – Mortlach 12 years Old Red Wine Finish

Michael Reckhard und seine Mr. Whisky-Abfüllungen sind keine Unbekannte in der Whiskywelt. Er zeigt mit seiner Abfüllungen, dass er immer ungeahnte liquide Schätze auf die Flasche bringt. So auch dieser Mortlach. Ich mag die Brennerei sehr und gerade von unabhängigen Abfüllern bekommt man wirklich das in die Flasche was sie wirklich ausmacht: vollmundigen, schweren und würzigen Speyside Malt. Dies wird noch verstärkt durch die Rotwein-Nachreifung in einem Merlotfass von der Mosel (6 Monate) und einem Refill-Bordeaux-Cask (21 Monate).
Die Wahrnehmungen in Nase und Mund passen hier sehr gut zusammen. Warme Noten von Rotwein, gepaart mit Malz und Würze, welche fast etwas fleischig wirkt. Man bekommt Hunger auf einen Gulasch mit Rotweinsoße. Dazu etwas pfefferige Noten. Ich bin ja kein Fan von Beigabe von Wasser in Fassstärke Whiskys, aber bei diesem Mortlach lohnt es sich. Er ist pur schon eine wahre Wucht und vielleicht für den ein oder anderen auch zu wuchtig. Er verträgt aber sehr gut Wasser und zwar nicht nur 2 oder 3 Tropfen, sondern deutlich Wasser. Er öffnet sich richtig, rote Beerenfrucht entfaltet sich und eine tolle Cremigkeit.

Warum ein Speyside Whisky den Namen Highland Tiger trägt verrät uns Michael selbst:
„Seit ein paar Jahren schon wollte ich einmal eine Abfüllung mit diesem Titel auf den Weg bringen und nun ist es endlich soweit. Ich bin schon seit meinem Studium fachlich im Umweltschutz unterwegs und der Naturschutz liegt mir seit Jahrzehnten am Herzen. Was lag da näher, als der vom Aussterben bedrohten und nur in Schottland endemisch vorkommenden Wildkatze Felis silvestris silvestris mit Hilfe einer Sonderabfüllung zu etwas mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Auf unserem schönen neuen Etikett lugt der Tiger aus dem Dickicht.“

Unendliche Weiten: Ursa Major von Scotch Universe AUSGETRUNKEN

In der Reihe »Scotch Universe« hat Michel Reick immer aussergewöhnliche Whiskys abgefüllt, aber deren Herkunft allesamt hinter einem Code und dem Namen eines Stern oder Himmelskörpers versteckt sind.

Ursa Major ist der »Große Bär« oder »Großer Wagen« als Sternenbild. Das gibt natürlich noch keinen Aufschluss über die Herkunft. Aber die Unterzeile sagt viel aus.

141° U.4.1’ 1843.1’’ TS

Lösen wir mal auf. Also 141 Monate gereift. U steht für Unpeated. Die 4 steht in der eigenen Kategorisierung für Rotweinfass (Marquise de Therme Barrique). die 1 dahinter für First fill. 1843 gibt Aufschluss über die Brennerei, die 1 steht wiederum für die Region Highlands. TS, dann für Tea spooned.

Allem Anschein nach könnte es sich damit um einen Westport handeln. Also ein Glenmorangie, welcher – zumindest offiziell – mit einem Teelöffel eines anderen Whisky gemischt wurde.

Der Charakter könnte zur Destillerie passen. Glenmorangie ist in seinen Standardabfüllungen mir persönlich oft zu perfekt, zu glatt, zu weich, ohne jeglichen Ecken und Kanten. Als ich im Herbst 2018 dort die Möglichkeit hatte mit dem Destilleriemanager ein privates Warehouse-Tasting zu machen, hab ich Glenmorangie in Fassstärke noch mal ganz anders kennen gelernt. Der starke Alkohol gibt dem ansonsten nahezu perfekten Whisky wieder ein starkes Rückgrat und für mich gleichzeitig wieder mehr Tiefe. Manchmal brauch es eben ein wenig mehr.

Die 60,3 Vol % beim Ursa Major sind zwar einen Ansage, aber sind kaum im Mund zu spüren.

Im Glas duftet er nach rote Früchten, wirkt aber eher leicht und selbst in der Nase ist der Alkohol kaum zu spüren.

Beim Trinken spürt man erst die Süße, dann geht kommen aber herbe Noten vom Rotweinfass und den Taninen. Aber die Süße bleibt dabei wie ein Schleier darüber stehen, sehr langer aber wieder eher trockener Abgang. Purer Genuss und die perfekte Kombination eines großen Whiskys mit einem spannenden Fass.