Unsere Weinempfehlungen für das Festtagsmenü

weine-für-die-festtage-foodpairing

Anfang des Jahres haben wir unsere Gäste in der Verkostung »Weine für die Festtage« auf eine kulinarische Weinreise eingeladen. Dieses Menü und die Weinempfehlungen dazu haben wir hier noch mal zuzsammen gestellt. Alle Weine gibt es bei uns im Laden.

 

Aperitif
Niepoort Dry White Port

Garnelen mit Zitronenmajonaise
Pinot Blanc de Blanc Sekt, Weingut Gehrig

Rucola mit Entenbrust, karamelisierte Birne
Sauvignon Blanc Fumé, Weingut Zeter

Gänsebraten mit Rotkohl und Klössen
Spätburgunder –R–, Weingut Bietighöfer

Wildbraten mit Maronen und Preiselbeeren 
Nonnengarten, Weingut Daniel Aßmuth

Zimtparfait mit heissen winterlichen Pflaumen
Niepoort LBV 2011

Käseplatte
Rieslaner Auslese, Weingut Pfirmann

3 Rebsorten, die du noch nicht getrunken hast

Du kennst Riesling, Grauburgunder und hast auch schon mal Silvaner getrunken, aber sicherlich kaum von Rebsorten wie Ehrenfelser, Schönburger oder Rieslaner gehört, geschweige sie getrunken. Es gibt viele, kaum bekannte Rebsorten, die viel zu oft ein Schattendasein führen, die sich aus versciedenen Gründen nicht in der Fläche durchsetzen konnten, was aber keineswegs bedeutet, dass sich ihr Genuss nicht lohnt. Ein kleiner Blick in unser Weinsortiment zeigt drei dieser Underdogs.

schoenburger

1. Schönburger
Der Schönburger ist eine Weißweinrebe, die Ende der 30er Jahre gezüchtet wurde, aber erst in den 70er Jahren als Rebe zu gelassen wurde. Heute sind nicht mal mehr 20 Hektar in Deutschland davon angepflanzt. Auch wenn es auf den ersten Blick irritiert, dass ihre Trauben rötlich sind, so ist es trotzdem eine Weißweinrebe. Die Trauben des Grauburgunders sind übrigens ebenfalls rötlich-grau. 

Schönburger wurde in Dittelsheim-Heßloch von Markus Brandts Großvater bereits zu Testzwecken angepflanzt. Rund 400 Rebstöcke bilden heute für Markus die Basis für seinen ungewöhnlichen Weißwein. Es ist eine Bukettsorte, das beduetet, dass sie bereits beim Riechen am Glas deutliche und starke Aromen mitbringt. Die Aromen erinnern etwas an Muskateller und Gewürztraminer, sehr fruchtintensiver Geruch und Geschmack. Der 2014 Jahrgang vom Weingut Brandt kam als Kabinett mit mittlerer Restsüße gepaart mit frischer Säure daher. Ideal zu scharfem asiatischem Essen oder eine Käseplatte. Ein paar Flaschen sind von diese Jahrgang noch vorhanden.

2. Ehrenfelser
Auch der Ehrenfelser ist eher eine Randerscheinung. Immerhin gibt es noch rund 100 Hektar, die mit dieser Rebe bepflanzt sind. Wie der Schönburger ist es eine Kreuzung, jedoch aus Riesling und der wohl noch unbekannteren Sorte Knipperlé. Normalerweise sind Aromen von Pfirsisch, Grapefruit und Apfel typisch. Aber warum sollte man so eine untypische Rebsorte so ganz typisch vinifizieren, fragte sich Daniel Aßmuth. Bei ihm wanderten die Trauben aus einem neu dazugepachteten Weinberg mit recht alten Ehrenfelser-Rebstöcken in ein Holzfass. Die vanillig-cremigen Noten von der Holzlagerung ergänzen sich hervorragend mit den Fruchtnoten. Das ist ein aussgewöhnliches und dazu seltenes Genusserlebnis. Wir haben das Fass im Mai 2016 probiert und es wird in Kürze abgefüllt werden und einige Flaschen der limitierten Abfüllungen werden wir dann auch im Laden verfügbar haben.

daniel-assmuth-keller

3. Rieslaner
Wie der Name bereits andeutet handelt es sich bei dieser Rebsorte um eine Kreuzung aus Riesling und Silvaner, die bereits Anfang der 20er Jahre gezüchtet wurde, dann aber wieder in Vergessenheit geriet um dann erst 1968, zunächst nur für den Anbau in Franken und der Pfalz zugelassen wurde. Daher findet man Rieslaner-Weine auch hauptsächlich aus diesen beiden Weinbaugebieten. Auf Grund der er hohen Säure, die Weine aus Rieslander besitzen, wird er meist für Auslesen und Beerenauslesen verwendet. So auch vom Weingut Pfirmann aus der Pfalz. Als Auslese mit Aromen von exotischen Früchten, einem geringen Alkohol, aber erfrischender Säure ist es nicht nur ein Dessertwein, sondern auch eine spannende Ergänzung zu einem Steak oder anderem kurzgebratenem Fleisch oder Gegrilltem. Ja richtig gelesen, denn ob ich ein fruchtiges Chutney oder BBQ-Sauce zum Fleisch esse oder einen fruchtigem Weine trinke, beides funktioniert.

Verlass die ausgetreneden Pfade einmal und du wirst spannende, neue Genusseindrücke finden. In unserem Laden haben wir einige Weine abseits des Mainstreams für dich bereit.

Erweitere deinen Wein-Horizont – WE LOVE WINE!

rieslaner-pfirmann

 

Offenbacher Pfeffernüsse – die besondere Nascherei

offenbacher-pfeffernuesse2

  • Wir haben das Traditionsgebäck Offenbacher Pfeffernüsse nicht nur bei uns im Sortiment, sondern waren direkt auch bei der Entstehung beteiligt, denn das Design stammt von Peter Reichards Designbüro Designmacherei.
  • Durch die pfeffrige Note passen übrigens nicht nur unsere Whisky Cream Liköre hervorragend dazu, sondern auch Weine mit einer fruchtigen Note und leichter Restsüße wie der Schönburger vom Weingut Brandt aus Rheinhessen, »Weisswein«, ein Cuvée aus Riesling, Rieslaner und Gewürztraminer von Daniel Aßmuth sowie sein Rieslaner Beerenauslese hervorragend dazu. Eine spannende Kombination ergab auch der Gelbe Muskateller vom Weingut Pfirmann.

Die feinen Offenbacher Pfeffernüsse waren einst weltberühmt und galten als Delikatesse: Im 18. und 19. Jahrhundert wurden sie nur in edlen Hotels und Delikatessen-Handlungen verkauft. Das Land Hessen ließ sie bis in die 1980er Jahre bei Staatsempfängen als „Hessische Spezialität“ servieren. Doch das bissfeste Offenbacher Original geriet in Vergessenheit. Die Journalistin Susanne Reininger und die Feinkosthändlerin Annette Laier haben den kulinarischen Schatz ihrer Heimatstadt wiederentdeckt. Sie lassen die Tradition der berühmten Offenbacher Pfeffernüsse nun wieder aufleben. Dazu verwenden sie ein Originalrezept aus der Zeit um 1900, das die beiden in monatelanger Entwicklungsarbeit für das 21. Jahrhundert veredelt haben.

Geliebt von Goethe, gefürchtet von den Gebrüdern Grimm
Verbrieft ist, dass bereits Johann Wolfgang von Goethe für die Offenbacher Spezialität schwärmte, die er sich stets nach Weimar schicken ließ. Der Frankfurter Volksdichter Friedrich Stoltze soll sogar ein Lied über Pfeffernüsse verfasst haben. Die Gebrüder Grimm fürchteten die belebende Wirkung des würzigen Gebäcks: „Esse nicht zu viel davon, sie sollen zu sehr erhitzen!“, warnten sie ihre Schwester Charlotte. Kein Wunder: Eine spezielle Kombination von Gewürzen aus aller Herren Länder – darunter Ingwer, Kardamom und Nelkenpfeffer – sorgt für die feine, raffinierte Würze der Pfeffernüsse aus Offenbach, die auch Männern bestens schmecken.

Geheime Herstellung in Handarbeit
Rezept und Zubereitung waren die bestgehüteten Geheimnisse der Stadt. Mancher Bäcker soll sich sogar in seiner Backstube eingeschlossen haben, wenn er den Teig ansetzte. Auch Susanne Reininger und Annette Laier hüten ihr Rezept, das sie gemeinsam mit dem Küchenteam der Werkstätten Hainbachtal im Offenbacher Stadtcafé veredelt haben. Dort werden die Pfeffernüsse mit Fingerspitzengefühl und feinsten Originalzutaten von Hand gemacht. In Anlehnung an die historische Verpackung aus der Jahrhundertwende entwarf der Offenbacher Designer Peter Reichard dazu eine „Schatzkiste“. Pünktlich zur Weihnachtszeit bekommen die Offenbacher ihr kulinarisches Aushängeschild wieder.

offenbacher-pfeffernuesse1

13. Oktober: WEINVERKOSTUNG // Ungeliebt & Unbekannt

unbekannt_ungeliebt

Riesling, Grauburgunder oder auch Chardonnay kennt jeder. Doch was ist mit Rebsorten, die so exotische wie wohlklingende Namen wie Muscat Sauvage, Blaufränkisch, Pinot Meunier oder Rieslaner tragen?

Die Rebvielfalt in Deutschlands Weinbauregionen wächst und wächst, immer mehr Winzer experimentieren und gehen zu längst vergessenen Sorten oder Neuzüchtungen über. Das Ergebnis qualitätsbewusster Winzer lässt sich sehen und schmecken.

Anderseits gibt es viele Weine, die viel zu oft ein skeptisches Naserümpfen hervorrufen. »Silvaner, Müller-Thurgau, Portugieser oder gar Dornfelder, das schmeckt doch nicht.« Aber stimmt das auch? Wir zeigen Ihnen, dass die Aromen und Genussvielfalt zu recht weit über die gängigsten Rebsorten hinaus geht und dass viele verpönte Rebsorten ihren schlechten Ruf heute zu unrecht haben.

Eine Verkostung gegen Vorurteile – darum lüften wir erst am Ende, was Sie jeweils im Glas haben. Verlassen Sie sich ganz auf Ihren Geschmack. Schmeckt oder schmeckt nicht, ist die Devise. Lassen Sie sich überraschen.

In der Pause gibt es ein Buffet mit verschiedenen Käsen und zwischen den Weinen reichen wir Weißbrot sowie stilles Wasser. Bitte sorgen Sie für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail oder Telefon:
info@die-genussverstaerker.de bzw. 0172. 7771781

Preis 28 Euro inklusive Weinen und Pausenbuffet (pro Person)
Ort die genussverstärker, Bernardstraße 63a, am Goetheplatz/Nordend, Offenbach
Datum/Beginn 13. Oktober, 2013, 16 Uhr (Dauer ca. 2,5 Stunden)

Welcher Wein zum Essen I: Scharfe Gerichte

Wein lässt sich ohne Probleme solo genießen, aber nichts desto trotz ist Wein einer der besten Begleiter für Speisen. Doch welcher Wein zu welchem Essen? Eine häufig gestellte Frage.

Wein passt nahezu zu jedem Gericht und doch gibt es einige Lebensmittel, die sich regelrecht feindseelig dem Weingenuss entgegenstellen. Da sind zum Beispiel Spinat, Tomaten, Sauerkraut, Kaffee, Joghurt und viel scharfe Zutaten wie Senf, Rettich oder Wasabi. Doch bei großer Beleibtheit asiatischer Gerichte, die häufig eine höhere Schärfe besitzen, möchte man keineswegs auf den Wein verzichten. Was also tun?

Je schärfer ein Gericht ist, desto stärker sollte man beachten, dass er einen niedrigen Alkoholwert besitzt und eine kräftige fruchtige Restsüße. Je nach Süße des Weines kann dieser exotische Aromen aus den Gerichten wie Mango, Zitronengras aber auch Koriander und Ingwer unterstützen.
Die Süße des Weins und die Schärfe des Essens nivellieren sich gegenseitig, so dass süße Weine je nach Säure und der Schärfe fast fruchtig trocken Schmecken können. Allerdings sollte man in erster Linie hier auf Weißwein zurückgreifen, da die Gerbstoffe in Rotweinen durch die Schärfe unangenehm verstärkt werden können. So eigenen sich hervorragende Auslesen mit einer Restüße zu asiatischem Essen, aber auch Weine mit ausgeprägter Fruchtsüße. Probieren Sie es einfach mal aus.

Wir empfehlen gerne dazu folgende Weine aus unserem Sortiment:
Gewürztraminer Auslese – Weingut Werther-Windisch (Rheinhessen)
Gewürztraminer Edelsüß – Weingut Metzger (Pfalz)
kalkstein scheu auslese – Weingut Uwe Spies (Rheinhessen)
Rieslaner – Weinbau Daniel Aßmuth (Pfalz)
Ladymischung – Phillip Heinz (Pfalz)
Kettern Riesling – Weingut Kettern (Mosel)

 

Foto: Jon Sullivan