Ledaig 10 Jahre von The Whisky Chamber – Rauchexplosion im Glas

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Der Geruch zunächst eine Explosion aus Rauch, Hafenbecken und etwas Phenol und Salz aber hier schon die süße von gelben Früchten wahrzunehmen. Im Mund dann eine intensive Süße, Salz, Röstaromen, wieder jede Menge Torfrauch. Der Abgang weiter von süßem Rauch begleitet.

Mit ein paar Tropfen Wasser noch runder aber auch süßer und der Rauch tritt etwas in den Hintergrund.

Ledaig für alle Islay-Fans immer eine Alternative zu den Bekannten Malts von der Insel. Ich mag die rauchigen Malts aus der Tobermory Destillerie.

Peat Monster von Compass Box

Ich mag das Peat Monster. Ich hab aber auch weder Angst vor Monstern noch vor Torfrauch. John Glaser und sein Team von Compass Box haben hier Laphroaig, Caol Ila, Ledaig und Ardmore in der Flasche vereint. Drei der vier Brennereien mag ich sehr. Zusammen bringen, Torfrauch aber auch Süße im Geruch.

Der Geschmack, wie man es von einem Blended Malt erwartet, sehr ausgewogen, rund. Aber auch eine volle Ladung süßlicher Rauch, Meersalz und etwas Kohle.

Für eine Monster eigentlich sehr geschmeidig, sofern man Torfrauch mag.

Ledaig 2004 von Spirit & Cask Range – Kraftvolle Eleganz

Rauchige Whiskys aus der Tobermory-Distillery auf Mull werden Ledaig genannt. Dieser von Spirit & Cask Range abgefüllte Single Cask Whisky hat knapp 14 Jahre im Fass verbracht.

In der Nase verhaltener Rauch, etwas malzige Süße und eine leichte medizinische Note. Die 60 Vol % spürt man beim Riechen so gut wie gar nicht. Nach einer Zeit im Glas kommt der rauch stärker durch, mehr kaltes Lagerfeuer und Torf.

Ölig im Mund, salzig, dezenter rauch für einen Ledaig. Trockener als die Nase vermuten lässt. Im Abgang Vanille, Holz, weiterhin feiner Rauch.

Mit etwas Wasser geht er noch mal etwas mehr auf, die Aromen kommen stärker hervor.

Je mehr Wasser man dazu gibt desto mehr kommen Noten von grünem Apfel hinzu, aber auch eine Brise Jod. Der Alkoholgehalt erlaubt es ja schön mit der Wassermenge zu spielen.

Ein Malt, der einerseits recht süffig ist und durch die Beigabe von Wasser sein eigentliche Vielschichtigkeit zeigt.

3 x The Maltman: Williamson 7 Jahre, Inchfad 14 jahre, Ardmore Amarone Finish 8 Jahre

Es gibt wieder drei neue spannende Abfüllungen von The Maltman:

Williamson 7 Jahre Sherry Cask
Inchfad (Loch Lomond) 14 Jahre
Ardmore 8 Jahre Amarone Cask Finish

Rozelieures Single Cask Whisky Finish in Tokaj-Fässern

Ein Whisky aus Lothringen, der in ungarischen Weinfässern nachgereift ist. Der Mix macht’s!

In der Nase ein süßer Geruch nach reifen Früchten. Im Mund kräftig mit einer leichten Rauchnote, ein wenig herber Kräutergeschmack und auch hier eine leichte Süße. Spannend, oder?

Es handelt sich hier um eine Single Cask Abfüllung. Also alle der 382 Flaschen stammen aus einem einzigen Fass. Und ihr ahnt es schon, wenn diese Flaschen leer getrunken sind, wird es diesen Whisky so nicht noch einmal geben. Wir nennen es gerne „Freud & Leid der Single Cask Liebhaber und Liebhaberinnen“ – eine Tränen beim letzten Schluck und eine Freudenträne, dass jetzt wieder Platz im Schrank ist.

Und jetzt noch ein paar Fakten für euch! 
Für diesen Whisky wurde leicht rauchiges Malz verwendet. Er ist zweifach destilliert und wurde zunächst in Bourbon- und Cognac Fässer gefüllt. Ein Teil aus beiden Fässern wurde dann für 6 Monate in einem Tokaj-Weinfass gefinished.

Tokajer, benannt nach der Stadt Tokaj in Ungarn, ist ein Wein, der aus Weißweintrauben hergestellt wird. Er wird in unterschiedlichen Süßegraden und Qualitätsstufen produziert.

Wenn ihr neugierig seid, kommt vorbei und probiert einfach mal, ob euch dieser Whisky gefällt.