Ardmore Vintage 1996, 20 Jahre

Erst seit einigen Jahren findet man Ardmore als Originalabfüllungen in den Regalen. Davor wurde er lediglich von unabhängigen Abfüllern als Single malt abgefüllt, das Gros der 4,5 Millionen Liter Rohbrand ging in Blends, allen voran in Teachers.

Bei Ardmore wird mittelraucgier Malt produiziert mit eta 10-15 ppm Phenol. Bei dieser 20jährigen Abfüllung wird der rauch durch ein Finish mit ex_islay-Whiskyfässern noch ein wenig verstärkt. Denn nach 20 Jahren ist der Rauchgehalt nach und nach etwas durch die Fassreifung abgeschwächt und bekommt so durch das Finish einen erneuet Rauchkick. Destilliert wurde diese limitierte Abfüllung 1996 und mit leicht erhöhtem Alkohol abgefüllt.

Im Glas duftet er nach Vanille, Fudge mit Apfel, dazu gang dezenter Rauch und dann noch etwas was uns an Orangen erinnert.

Im Mund, dann cremig, weich mit einer mittleren, trockenen Rauch Note mit dem Eindruck von etwas ätherischen Ölen. Vanille, Würze und perfekt dazu passender Rauch.

Tolle Abfüllung um sich mal einen älteren Malt zu gönnen.

Pompaelo Crianza 2014 – baskischer Weingenuss aus Navarra

Dieses Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon, Garnacha und Tempranillo ist ein kräftiger, voluminöser und intensiver Rotwein. Er lagerte für 9 bis 12 Monate in frischen amerikanischen und französischen Eichenfässern und durfte dann noch zwei Jahre auf der Flasche reifen.

Riecht man ins Glas kommen einem Aromen von Cassis, Sauerkirschen, Brombeeren, aber auch Rauch, Karamell, Kakao und Veilchen entgegen. Im wund kräftig, aber samtig weich. Ein unglaublich dichter Körper sorgt für langanhaltenden Genuss. Dieser Wein bleibt unfiltriert. Man kann ihn einfach pur genießen, bei einem guten Buch, einem Film oder beim Musik hören, aber er ist auch hervorragender Essensbegleiter. Er harmonisiert zu Schmorgerichten, kräftigem Fleisch und würzigem Hartkäse.

Pompaelo Wines kommen aus Navarra, einer der baskischen Regionen in Spanien. Pompaelo als Namensgeber ist das lateinischeWort für die Stadt Pamplona. Im baskischen heißt sie übrigens Iruñea.

Schwedischer Rauch trifft amerikanische Eiche – Svensk Rök/ Amerikansk Ek von Mackmyra Whisky

Svensk Rök /Amerikansk Ek ist so ein wenig der große, aber etwas ungehobeltere, große Bruder des Svensk Rök. Der gleiche New Make, der jedoch nur in frischer amerikanischer Eiche reifte.

Durch das frische Holz bekommt er mehr Wums, würziger Rauch etwas weniger Vanille, dafür mehr Ecken und Kanten. Neben den Gewürznoten auch fruchtige Aromen von Feigen und Pflaumen, die wiederum mit einer kleinen Ingwerschärfe daher kommen.

Schöne Kombination von Rauch, Frucht und Würze mit deutlich längerem Abgang als der kleine Bruder. Während der Svensk Rök eher so der Easy-Drinking-Whisky ist, kann man sich mit dem Svensk Rök/Amerikansk Ek schon mal länger am Abend beschäftigen. Für mich ein ganz besonderer Whisky.

Swedischer Rauch – Svensk Rök Whisky von Mackmyra

Svensk Rök ist eine der wenigen rauchigen Mackmyra-Abfüllungen. Denn in Schweden selbst trinkt man lieber fruchtige Whiskys. Schwedischer Rauch bedeutet dabei, dass man den Whiskys die landestypische eigene Note mitgibt. In diesem Falle wird beim Darren der Gerste nicht nur schwedischer Torf verbrannt, sondern nach althergebrachter Tradition, auch Wacholderzweige.

In der Nase hat man einen leichten Rauch mit würzig-kräutrigen Aromen und Vanille. Im Geschmack dann etwas stärkerer Rauch und jetzt kommt auch etwas der Wacholder durch, dazu Holz, Tabak, Kräuter und Fruchtnoten, die leicht an grünen Apfel mit Anis erinnern. Im Abgang wird er trockener und noch eine salzige Note kommt dazu. Schöner All-Day-Dram, medium peated und vor allem geschmeidig und elegant.

Noch ein paar Wood-Facts zum Abschluss: Gelagert wurde der Whisky in frischer amerikanischer und schwedischer Eiche, in ex-Bourbon-Casks und in mit Olorosso-Sherry gesättigten Fässern gereift. Dabei kamen Fassgrößen von 30 bis 128 Liter zum Einsatz.

Foto: Fasslager by Mackmyra

Smokehead Sherry Bomb Batch 2

Smokehead Sherry Bomb macht seinem Namen alle Ehre. Das diesjährige Batch 2 kommt wie alle anderen Abfüllungen unter dem Label Smokehead aus einer uns unbekannten Islay-Brennerei. Ihr dürft euch gerne am Raten bezüglich seiner Herkunft beteiligen. Aber seien wir ehrlich, das wichtigste ist, er muss euch schmecken. Wir haben ihn für euch verkostet.

In der Nase ist zunächst nicht der Rauch, sondern dunkle Schokolade im Vordergrund, dann Rauch, Salt, Algen. Es kommt einem vor, als würde man in einer verrauchten Hafenspelunke sitzen und hat ein malzig-süßes Stout in der Hand.

Im Mund dann kräftiger süßer BBQ-Rauch mit einer leichten Chili-Schärfe, dann kommen, Assoziationen vom Rumtopf, eingelegten, kandierten Orangen und Vanille. Cremiges und volles Mundgefühl.. Im Nachklang wieder Rauch, Süße und weihnachtliche Gewürze. Mit 48 Vol % abgefüllt und nicht kaltfiltriert. Die Olorosso-Sherry-Fässer, die für die Reifung eingesetzt wurden, nehmen zwar ein wenig die Rauchintensität des klassischen Smokehead, aber geben ihm durch die Gewürz und Schokoladennoten sowie die Süße eine ganz andere Kraft mit.
Kommt vorbei und kostet selbst. Da es sich um eine limitierte Abfüllung handelt, ist es sinnvollnicht zu lange zu warten.