10. November & 8. Dezember: WEIN – Rock ’n’ Roll für die Zunge

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Wein mit seiner Aromenvielfalt ist wie »Rock ’n’ Roll für die Zunge«, Fruchtaromen, Süße, Säure und Mineralik wechseln sich ab, ergänzen sich, machen das jeweilige Geschmackserlebnis aus.
Am 10. November steht die Parade-Rebsorte und ihre Bandbreiten an Weinstilen, die qualitätsorientierte Winzer schaffen, mit Mittelpunkt – Riesling rockt.
Wärmendes für die Seele gibt es am 8. Dezember. Rotweine aus Deutschland, die zeigen, was diese Winzer drauf haben. Weine, die sich nicht hinter den Chartstürmern aus Frankreich, Spanien oder Italien verstecken müssen – Rotwein for your soul.

Die weinstube bietet an den Abenden kleine Speisen wie verschiedene Flammkuchen-Variationen an. Genießen Sie spannende Weine von jungen und wilden Winzer mit einem musikalischen Cuvée aus Rock, Soul, Ska und Punkrock.

Ort die weinstube, Taunusstraße 19, Offenbach
Termine 10. November (Riesling rockt) & 8. Dezember (Rotwein for your soul), jeweils ab 19 Uhr

Wer möchte kann an dem Abend einen Tisch vorab reservieren, aber ansonsten ist keine Anmeldung nötig.
Tischreservierung an: info@die-genussverstaerker.de

 

Hey, Ho, let’s go! – Weine vom Winepunk

Wein und Punk passen hervorragend zusammen. Und so freu ich mich als Weinmensch und Freund des gepflegten Punkrock über jeden, der dies ähnlich sieht. So bin ich dann auch bereits vor zwei Jahren im Internet über den Winepunk, Marco Zanetti, gestolpert. Vielleicht denkt jemand bei Weinpunk zunächst an einen Marketing-Gack. Nachdem ich jetzt vor einigen Wochen Marco das erste Mal persönlich getroffen habe, kann ich nur sagen: Er ist, so wie er ist, absolut authentisch und verbindet Punkrock-Style mit einem großen Wissens- und Erfahrungsschatz in Punkto Wein. Als gelernter Sommelier und als solcher in einigen Sterne-Küchen tätig gewesen, weiß er wovon er redet und gleichzeitg moderierte er völlig unprätentiös durch die Weinverkostung. Trotz klarer Präsenz alles andere als ein Selbstdarsteller. Weinabende wie sie einfach nur Spaß machen, nur die passende Punk-Musik »fehlte«, da die meisten nur wegen des Weines kamen, ließ sich das schlecht realisieren.

Aber er macht auch selbst Wein. Seinen 2007er Winepunk Nero hatte ich schon vor längerem mal vorgestellt. Mittlerweile gibt es bereits zwei neue Weine, an denen er beteiligt ist.

Chateau Punk 2009 – Pogo for your tongue!
Marco hat den Wein gemeinsam mit Marco Bernabei und Mirco Gottardi produziert. Ein Cuvée, auf Marzemino basierend. Eine Auswahl der ältesten Rebstöcke auf den mineralischsten Böden des Weingutes ausgebaut nach dem Vorbild der authentischen traditionellen Weine des Veneto.

In Nase und Mund hat man ganz viel Kirscharomen und schwarze Johannisbeeren, aber auch würzige Komponenten wie Pfeffer, mediterrane Kräuter, Holundersaft und geräucherter Schinkenspeck. Ein voller Wein, der aber mit frischer Säure ausgestattet einen tollen Trinkspaß macht. Passt zu italienischer Küche genauso gut wie auf jedes Punkkonzert. Man bekommt nicht genug davon.

Zio Porco Porcheria Veneto Rosso IGT 2010
War der Chateau Punk noch ein Cuvee so ist nun diese »Schweinerei« ein 100% Marzemino. Der Wein ist eine Wucht und eine Hommage an die eher unbekanntere Rebsorte Italiens. Ein kraftvoller Wein, die aber ebenso ganz viel Trinkspaß bietet. In der Nase wieder viele Kirsch-, aber auch Pflaumenaromen und erneut dezente rauchige und kräutrige Noten, die ihn so authentisch und charaktervoll machen. So schmeckt ein Schwein auch einem Vegetarier. Apropos, die Weine sind ungeschönt und damit auch vegan.

Dazu kann ich nur mit den Ramones sagen: Hey, Ho, let’s go!

Mehr als ein Liter Rhodt – Weingut Meyer

Die Weine vom Weingut Meyer aus Rhodt habe ich schon vor längerem probiert, nun endlich folgt der Bericht dazu. Die Weine von Stefan Meyer waren mit die ersten, die uns Winzer zur Verfügung stellten, um sie für unsere Verkostungen auszuwählen.

Seit über 300 Jahren betreibt die Familie Weinbau, doch der Grund diese Weine zu probieren liegt im Engagement von Stefan Meyer, dem Junior. Und somit wieder einem Vertreter der nächsten Generation. Und ganz sicher werden wir im Laufe des Jahres bei unseren Touren durch die Weingebiete auch mal in Rhodt vorbeizsuchauen.

Auf das Weingut aufmerksam geworden bin auf ich über das Rotwein-Cuvée »Ein Liter Rhodt«, Stefans Hommage an seinen Heimatort. Der 2009er Jahrgang kommt mit viel Pflaume und Brombeere, aber auch ein Hauch von Grillfleisch in der Nase, im Mund viele Frucht und frische Säure. Im Cuvée stecken übrigens Früh- und Spätburgunder sowie Cabernet Dorsa. Erstaunlich langlebig ist der Wein. Nach dem Öffnen, selbst nach fast einer Woche war er noch gut trinkbar. (Allerdings immer nach dem Trinken wieder im Kühlschrank zwischengelagert) Ein Wein der viel Spaß macht und von dem auch noch ein paar Flaschen bei uns im Laden sind.

Der Pinot Noir, Rhodter Rosengarten 2008 hatte mich nicht hundertprozentig überzeugt, dabei muss ich aber auch sagen, dass ich nicht der große Spätburgunder-Fan bin und Geschmäcker einfach unterschiedlich sind. Andere schwärmen von ihm mit seinem Aroma von fleischigen dunklen Früchten.
 

Von den Riesling-Weine schwärmen sogar Winzerkollegen aus der Region. Wir hatten den Riesling Spätlese trocken 2009/2010 Rhodter Schlossberg, der deutlich mineralisch daher kommt, aber im Background noch spritzige Pfirsisch- und Apfelaromen mitbringt. Im Mund dominiert die fein-würzige Mineralität.

Der Weißburgunder Kabinett 2010 ist ein leichter Sommerwein mit einer schönen Nase von grünem Apfel, im Mund könnte er jedoch für meinen Geschmack noch etwas voller sein. (Das Etikett ist erst bei uns so verrutscht!)

Auch haben wir zwei süße Auslesen und eine Spätlese probiert und zwei davon auch gleich bei einer Süßwein-Verkostung aufgetischt. Die Chardonnay Auslese 2010, die Gewürztraminer Auslese und die Ruländer Spätlese sind ideale Begleiter zu Käse

Den Abschluss machte dann eine kleine Sendung vom Weingut Meyer am Ende des Jahres mit einem Pinot brut 2008 Rhodter Ordensgut Sekt. Wunderbar fruchtig und fein, damit haben wir das neue Weinjahr 2012 begonnen.

Und damit beginne ich dann auch das 2. Jahr von Genussverstärker!

Da ich erst später bei der Verkostung entsprechend passende Songs heraussuchte, fällt es aus dem Kopf etwas schwer das passende zu finden, aber irgendwie dachte ich beim Schreiben immer an Beatsteaks: