Bunnahabhain Stiùireadair – ein äußerst leckerer Zungenbrecher

Wie ihr wisst führen wir ja nur wenige Standard-Abfüllungen der großen bzw. größeren Brennereien. Aber es gibt immer wieder Abfüllungen direkt von den Brennereien, die wir spanend finden. So auch der Bunnahabhain Stiùireadair von Islay.
Der kleine gälische Zungenbrecher bedeutet übrigens so viel wie Steuermann, welcher ja die labels und Verpackungen ziert.

Er reifte in erst und zweitbefüllte Sherryfässern (First und Second Fill), ist nicht kühl filtriert und nicht gefärbt. Die Übernahme durch den südafrikanischen Distell-Konzern hat wie ich finde der Brennerei sehr gut getan. Seit dem wurde auch wieder verstärkt in Fässern und die Brennerei investiert. Mit 46,3 Vol % hat man auch für die Basisabfüllungen einen schöne erhöhte Trinkstärke eingeführt.

In der Nase warme Aromen von Karamell und gesalzenen und gerösteten Nüssen, dazu ein hauch von Torf Rauch. Im Mund dann dezent die Sherrynoten, so dass die typischen Salznoten noch durch kommen, dazu Trockenfrüchte, etwas Vanille und wieder ein kleines Rauchschwänzchen. Insgesamt ein warmer und wolliger Gesamteindruck, für einen schönen gemütlichen Feierabend. Dazu ein super Preis-Genuss-Verhältnis und ein Whisky, der sich als Aushängeschild für diese Destillerie super macht.

Die Bilder stammen vom letzten Besuch bei der Brennerei auf Islay.

Whisky-Geheimtipp: Rozelieures Whisky aus Lothringen

Bereits im letzten Jahr konnten wir das erste Mal Whiskys von Rozelieures verkosten und waren direkt begeistert. Whiskys gibt es seit Jahren eben nicht nur aus Schottland und Irland, sondern auch aus anderen europäischen Ländern. Durch ein Faible für Frankreich haben wir schon seit einigen Jahren die franzöisischen bzw. bretonischen Whiskys von Armorik im Sortiment.

Im lothringischen Rozelieures entstand die Idee für Whiskys zu Beginn der 2000er Jahre als Hubert Grallet, Brenner und Christophe Dupic, Landwirt, nicht nur gemeinsam Whisky tranken und Schottland besuchten, sondern bei dem ein oder anderen Dram die Idee entwickelten selbst Whisky zu produzieren. Der eine kannte sich mit dem Brennen aus, der andere mit Gerste und aus der Idee wurde ein Plan. Mittlerweile gibt es vier Standardabfüllungen und das besondere dabei ist, dass alle mit mehr oder stark torf-rauchiger Gerste hergestellt werden.

Letztes Jahr haben wir die Destillerie besucht. Wobei man das etwas vorsichtig ausdrücken muss, wenn man dabei ein Bild von schottischen Brennereien vor Augen hat. Als jemand, der ursprünglich aus dem Saarland stammt, kenne ich Lothringen, wusste aber nicht wie landschaftlich idyllisch diese Region sein kann. In dem kleinen Dörfchen gibt es keine großartigen Hinweisschilder und selbst wenn man vor der Destillerie steht, erinnert sie eher an den örtlichen Obst- und Gartenbauverein. Dazu passt der Titel »Maison de la Mirabelle«. Die Region ist nämlich das Zentrum für Mirabellen und Mirabellenbrände. Hier wird der Whisky auf eher ungewohnten Charenteser-Brennblasen (Alambic-Verfahren) zweifach destilliert, die man von der Coganc-Herstellung kennt. Und neben Obstbränden und Whisky wird auf den gleichen Brennblasen auch Parfum (!) auf Alkoholbasis destilliert. Etwas was ich sonst auch noch nie gehört habe.


Im Hintergrund hinter der Destillerie sieht man auch den Vulkan, der das Label ziert. Der besuch der Destillerie kostet nichts, aber ausser einem kleinen Film und einer grafischen Animation der Herstellung wird einem nicht viel weitere Information geboten. Das was dort jedoch in die Flaschen gefüllt wird hat uns jedoch total überzeugt.

Zumal die Fumé und Thourbé Collection immerhin 8 Jahre alt sind, das zu einem angemessenen Preis. Vergleichbare Whiskys aus Deutschland sind da mindestens doppelt so teuer, wenn man sie überhaupt als 8jährige bekommt.

Wir stellen die einzelnen Abfüllungen noch mal gesondert und ausführlicher vor und ihr könnt sie natürlich auch bei uns im Laden probieren.

Neue Abfüllungen von Spirit & Cask Range (Ben Nevis, Croftengea, Glenrothes, Ardmore)

Die Abfüllungen von der Spirit & Cask Range verfolgen wir schon seit sieben Jahren, seit es uns gibt. Mittlerweile ist nicht nur der Inhalt super, sondern auch das Design der Etiketten dementsprechend hochwertig. Finde das eine sehr gute Lösung.

Vor einigen Wochen kamen schon der kräftig-rauchige Ardmore aus dem Port Cask zu uns sowie der fruchtig-cremige Glenrothes mit einem Madeira-Cask-Finish. Wieder aus dem Port Cask aber ohne Torfrauchnoten überzeugt der junge Ben Nevis mit großem Trinkfluss. Easy-Drinking wie es sein soll und ohne dabei anspruchslos zu sein.
Der Croftengea in Fassstärke ist dann schon eine kleine Torf-Rauch-Bombe. Aber eingepackt in feine Noten von gelben Früchten. Rauch und Süße in schöner Kombination. Dazu ein super öliges Mundgefühl, welches den Alkohol perfekt einbindet.
Wer sich über Croftengea als Destillerie wundert und sie auf keiner Karte findet, dem sei gesagt, dass sich unter diesem Namen rauchige Whiskys aus der Loch Lomond Destillerie verbergen.

Der dritte Neue ist der Peat 55. Ein No-Name-Whisky von der Insel Islay. Singe malt, aber ohne Altersangabe und vor allem mit dem Geheimnis der nicht benannten Brennerei. Dazu aber en super Preis-Genuss-Verhältnis. Wer kräftige Islay-Malts mag, aber nicht zu tief in den geldbeutel greifen möchte ist, dabe genau richtig. Ein All-Day-Whisky par Excellence.

Passend zum Croftengea auch den Song »Loch Lomond« von The Real McKenzies.

20. April: Whisky Blindtasting – Nur der Geschmack zählt

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Ein Whisky-Tasting bei dem nur Ihr Geschmack zählt – ein Blindtasting. Keine Sorge, ihr bekommt nicht die Auge verbunden, sondern gemeinsam werden wir Whiskys verkosten, von denen ihr erst am Ende erfahrt aus welcher Destillerie, aus welcher Region und welchem Land sie stammen. Im Tasting werden wir Farbe, Geruch und Geschmack beschreiben und jeder kan,n wenn er möchte einen Tipp abgeben. Desweiteren erfahrt ihr etwas über die Whiskyherstellung, über die Aromenwelt von Whisky sowie über das Schmecken und Riechen. Wir versprechen euch einige ungeahnte Überraschungen.

In der Pause gibt es ein Buffet mit verschiedenen Käsen und zwischen den Whiskys reichen wir Weißbrot sowie stilles Wasser. Bitte sorgen Sie für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail: tasting@die-genussverstaerker.de

Preis 48 Euro inklusive Whiskys und Pausenbuffet (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Laden in der Bernardstraße 63a,
Datum/Beginn 20. April 2018, Freitag, 20:00 Uhr (Dauer ca. 2,5 Stunden)

10. März: OPEN TASTING: Neue Abfüllungen von The Whisky Chamber

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Mit dem OPEN TASTING starten wir eine neue Tasting-Reihe. An verschiedenen Samstagen präsentieren wir euch verschiedene Whiskys, Gins, Rums oder Weine. Kein Tasting im klassischen Sinne, aber ihr könnt euch die Zeit frei einteilen, wischen 13 und 17 Uhr vorbeikommen und ausgesuchte Abfüllungen verkosten. Die Kosten berechnen sich je nach ausgesuchten Drams. 

Am Samstag den 10. März stellen wir euch die neuen Abfüllungen von The Whisky Chamber vor. Die Whiskys kommen direkt aus dem Fass auf die Flasche und werden nicht verdünnt oder sonst wie verändert – authentischer Whiskygeschmack ist somit garantiert. Single Cask und Fasstärke – intensiv und voller Aromen. Wer die Abfüllungen bisher kennt, weiß, dass Thomas Ide nicht nur ein Händchen, sondern auch ein Näschen für aussergewöhnliche Whiskys hat.

Hier schon mal die Tasting-Notes zu den aktuellen Abfüllungen.
Arran (TWC) 2000, 17 Jahre, 52,4%vol., ex Sherry PX cask)
Aroma: Toffee, süßlich, Waldmeister
Geschmack: süße, in Sherry eingelegte Früchte, geröstete Kokosnuss
Nachklang: Mittellang mit eine feinen Süße am Gaumen

”buair an diabhail” Vol. XIV (TWC) – 58,3%vol.
Region: Islay
Aroma: Rauch (Phenole), Vanille, Toffee und etwas Obst ist auch dabei.
Geschmack: Torf, süße Malzbonbons, sehr cremig und frisches Kernobst
Nachklang: Lang und schön komplex

Dalmore (TWC) 2007, 10 Jahre, 55,9%vol., ex refill Oloroso cask
Region: Highlands
Aroma Karamell-Kaffee, süße Früchte, aromatische Gewürze
Geschmack: Bananenkuchen, Tropische Früchte, Toffee und der Sherry schwingt dezent mit
Nachklang: Schokolade, Sherry und ein Hauch Kaffee

Glen Moray (TWC) 2005, 12 Jahre, 55,2%vol., ex refill Oloroso cask
Region: Speyside
Aroma Ahornsirup, Karamell, eine Kräuternote mit einem feinen Hauch Sherry
Geschmack: getrocknete Früchte, Toffee mit Tonkabohnen und macht warm
Nachklang: mittel lang – mit getrockneten Früchten

Glenrothes (TWC) 1996, 21 Jahre, 53.0%vol., ex Bourbon cask
Region: Speyside
Aroma Butterscotch, Vanille, leicht grasig mit einem Hauch Zitronengras
Geschmack: Malzbonbon mit einem Hauch Hibiskusblüte
Nachklang: Lang und komplex am Gaumen

Tullibardine (TWC) 2008, 9 Jahre, 55,9%vol. ex Sherry Quarter Cask
Region: Highlands
Aroma: Sherry, Röstaromen und dunkle Schokolade
Geschmack: Malz, Sherry und Schokolade – wärmend
Nachklang: Sehr lange am Gaumen und am Ende zeigt sich etwas von der Eiche