Oban – Maritimes Zentrum von Argyll und Bute


Wen es nach Oban verschlägt, sollte aber nicht nur zur Destillerie, sondern auch durch die Stadt bummeln. Dabei lohnt  sich ein Abstecher auf den über der Stadt gelegenen McCaig’s Tower. Von da oben hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt und den Hafen. Was als Nachbbau des römischen Kolosseums gedacht war, wurde nie fertig gestellt.

The Green Shack – feinstes Seafood
Für alle Freund/innen von frischem Seafood ist der Imbiss »The Green Shack« (Green Hut) direkt am Fähranleger ein Muss. Völlig unpräteniös, aber sehr lecker. Es gibt verschieden große gemischte kalte Platten, aber auch frisch gekochte Muscheln und Krustentiere oder auch Fisch. Der Geheimtipp ist schon lange nicht mehr geheim: Neben Hafenarbeiter, Handwerker und Locals stehen auch viele Touristen an den Imbisstischen.

Kein Muss sind die beiden Whiskyläden an der Hauptstraße. Im “Oban Whisky and Fine Wines Shop”, schräg gegenüber der Brennerei, wurde ich nahezu ignoriert. Der Verkäufer zog es vor, auf dem Laptop eine Golf-Übertragung zu schauen, denn sich mit seiner Kundschaft zu befassen. Verkostung und Beratung – wie Ihr es bei uns gewohnt seid – fanden leider nicht statt. Gut, dass ich wusste, was ich wollte.

Bei “The Whisky Shop”, keine 150 Meter weiter, gab es etwas mehr Beratung. Auch gab es etwas zu verkosten: den Whisky of the Day (oder das was gerade noch auf dem Tresen stand). Das hatte allerdings wenig damit zu tun, was ich suchte. Dazu noch bekam ich den Dram im Plastikschnapsbecher. Für mich ein echtes No-Go.

Aber letztlich lohnt sich der Kauf von (Standard-)Whiskys in Schottland ja eh nicht. Da solltet Ihr Eure Zeit lieber für Destillerie-Besuche und Sightseeing nutzen. Und das geht in Oban hervorragend.

Oban – Whisky mitten aus der Stadt

Der 14jährige Oban aus der Classic Malt Edition war lange einer meiner Lieblingswhiskys. Da war es ein “Muss” endlich auch mal die Destillerie zu besichtigen. Bei der Schottlandreise im Oktober 2018 war es dann auch soweit.

Oban Distillery
Die eher kleine Brennerei liegt mitten in der gleichnamigen Stadt – unweit vom Fährhafen. Aber unter uns: Oban ist durchaus überschaubar; alles ist fußläufig von der Brennerei zu erreichen. Daher empfiehlt es sich, dass Auto – sofern man mit dem Auto kommt – auf einem Parkplatz am Stadtrand abzustellen. Von dort erreicht man die Innenstadt, die Destillerie und den Hafen in 5 Minuten zu Fuss.


Gebucht hatte ich eine Standardtour, die einen guten Überblick bietet. Die Führung war gut, informativ und kurzweilig: Neben den Basics der Whiskyherstellung und den Besonderheiten der Oban-Whiskyherstellung wurden kleine interessante Details über die Brennerei erzählt. So erfuhr ich, dass der Ursprung einer der älteste Brennereien (1794) Schottlands eine Brauerei war. Doch die Gründer hatten aber bald erkannt, dass sie mit Whisky mehr Geld verdienen konnten. Es war 1890 auch geplant, die Destillerie zu vergrößern, was dann aber durch prähistorische Funde kolportiert wurde.

Bilder vom Innern durften wie in allen Destillerien, die zum Diageo-Konzern gehören, nicht gemacht werden. In der Tour inbegriffen waren zwei Drams (Oban 14 und Oban Little Bay) und eins der Tastinggläser.

Wer keine Führung machen möchte, kann die Whiskys der Brennerei, sowie auch weitere aus dem Diageo-Konzern (Talisker, Lagavulin, Caol Ila, Dalwhinnie, etc.) in der Bar verkosten. Da die Bar  Teil des Ausstellungsraums ist, lernt man auch hier schon einiges über die Geschichte der Oban Destillerie.

Die »harten« Fakten

Standardabfüllungen
Oban 14, Distillers Edition
Little Bay (vatted aus Oban 14 und Sherry-Fässern)
Oban 21 Jahre
Oban Distillery Edition (Sherry Finish)

Spezialabfüllungen
Distillery Only (aktuell recharged Fässer)



Jahresproduktion
ca. 670.000 Liter Rohalkohol entspricht
rund 1 Million Flaschen

Produktionspezifika
Malz: leicht getorftes von den Roseisle Maltings bei Elgin
Mashtun aus Edelstahl
6 Washbacks aus Holz
Fermentationszeit: mindestens 60 h

Ein paar Tipps udn Impressionen zur Stadt findet ihr im Blogbeitrag »Oban – maritimes Zentrum von Argyll & Bute«.

11. November: Whisky aus dem Norden Schottlands – ein liquider Reisebericht (Whisky-Tasting)


Wir haben im Oktober den Norden Schottlands bereist und haben dabei unter anderem namhafte Brennereien wie Oban oder Glenmorangie, aber auch unbekanntere Destillerien wie Glen Ord, Balblair, Edradour oder Pultney besucht. Spannend war es auch in der nördlichsten Brennerei auf dem schottischen Festland: Wolfburn.

So haben wir nicht nur tolle Eindrücke und spannende Erinnerungen von Land und Leuten, sondern auch die ein oder andere besondere Abfüllung, die es nur direkt in den Destillerien gibt, mitgebracht. Freut Euch auf diese besonderen und weitere tollen Whiskys aus den besuchten Brennereien, die wir Euch in Rahmen dieses liquiden Reiseberichts vorstellen werden.

Das voraussichtliche Line-up:
Wolfburn Small Batch No. 270
Oban Distillery Only Bottling
Ursa Major I, Westport Redwine Cask Finish, Scotch Universe
Balblair 12 Jahre, Gordon MacPhail
Ballechin Bordeaux Cask
Glen Ord Distillery Only Bottling

In der Pause gibt es ein Buffet mit verschiedenen Käsen und zwischen den Whiskys reichen wir Weißbrot sowie stilles Wasser. Bitte sorgen Sie für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail:
tasting@die-genussverstaerker.de

Preis 50 Euro inklusive Whiskys und Pausenbuffet (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, 63067 Offenbach
Datum/Beginn 11. November 2018, Sonntag, 16:00 Uhr (Dauer ca. 2,5 Stunden)