11. November: Whisky aus dem Norden Schottlands – ein liquider Reisebericht (Whisky-Tasting)


Wir haben im Oktober den Norden Schottlands bereist und haben dabei unter anderem namhafte Brennereien wie Oban oder Glenmorangie, aber auch unbekanntere Destillerien wie Glen Ord, Balblair, Edradour oder Pultney besucht. Spannend war es auch in der nördlichsten Brennerei auf dem schottischen Festland: Wolfburn.

So haben wir nicht nur tolle Eindrücke und spannende Erinnerungen von Land und Leuten, sondern auch die ein oder andere besondere Abfüllung, die es nur direkt in den Destillerien gibt, mitgebracht. Freut Euch auf diese besonderen und weitere tollen Whiskys aus den besuchten Brennereien, die wir Euch in Rahmen dieses liquiden Reiseberichts vorstellen werden.

Das voraussichtliche Line-up:
Wolfburn Small Batch No. 270
Oban Distillery Only Bottling
Ursa Major I, Westport Redwine Cask Finish, Scotch Universe
Balblair 12 Jahre, Gordon MacPhail
Ballechin Bordeaux Cask
Glen Ord Distillery Only Bottling

In der Pause gibt es ein Buffet mit verschiedenen Käsen und zwischen den Whiskys reichen wir Weißbrot sowie stilles Wasser. Bitte sorgen Sie für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail:
tasting@die-genussverstaerker.de

Preis 50 Euro inklusive Whiskys und Pausenbuffet (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, 63067 Offenbach
Datum/Beginn 11. November 2018, Sonntag, 16:00 Uhr (Dauer ca. 2,5 Stunden)

 

Ledaig 2005/20017 Signatory Vintage – Lagerfeuer am Strand mit Trockenfrüchten und Kräutern AUSGETRUNKEN

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Die Abfüllungen des Vorgängerfasses waren auch bei uns schnell ausverkauft. Jetzt hat Kirsch Whisky noch mal nachgelegt und das Schwesterfass abgefüllt. 11 Jahre im First Fill Sherry Butt gelagert, so dass sich die typische torf-rauchigen Noten des Ledaig verschmelzen mit den Sherry-Noten.

In der Nase jede Menge Torfrauch, salzig bis jodische Meeresaromen, Lagerfeuer, süß-herbe Aromen. Im Mund dann wieder Rauch, aber dazu Kräuter und Lakritz, erdige Noten, auf jeden Fall eine Explosion von Torfrauch und Trockenfrucht mit herben Kräutern. Unheimlich lange anhaltend. Sehr komplex. Ein Whisky mit dem man sich länger beschäftigen kann. Die Fassstärke (57,3 Vol %) ermöglicht es auch nach und nach mit ein paar Tropfen Wasser dem Whisky weitere Aromen zu entlocken. Großer Genuss und Spaß. Es wurden nur 653 Flaschen abgefüllt, einige wenige davon kamen auch zu uns.

3 neue Abfüllungen von Dun Bheagan: Laphroaig, Glenallachie, Glenburgie AUSVERKAUFT

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Nach längerer Zeit haben wir wieder drei neue Abfüllungen von Dun Bheagan reinbekommen. Das erste ist ein 14jähriger Laphroaig aus drei Hogsheads.
Und der ist wie ein waschechter Laphroaig sein soll, rauchig und salzig vom ersten Schnuppern bis zum letzten Nachklang. Man kommt sich vor als würde man direkt nebe der Kiln stehen mit dem Blick aufs Meer. Die Lederjacke wurde feucht vom Gicht und dazu eine Zigarre und am Strand ist gerade in Lagerfeuer erloschen. Nehmt all diese Aromen und ihr habt eine ungefähre Vorstellung von diesem »Froggi«. Nur 950 Flaschen wurde abgefüllt, nur wenige haben es zu uns geschafft.

Die zwei weiteren Abfüllunge wurden jeweils in Rotweinfässern gefinished.
Der 10jährige Glenallachie wurde in Corton Renardes Fässern nachgereift.
In der Nase schon intensive Rotweinnote, Holz, Tannine, Fruchtnoten, die an Waldbeeren erinnern, dazu noch ein Eckchen Leder. Dies setzt sich im Geschmack fort. Auch hier wieder vom Rotwein geprägt, bekommt durch die Süße schon etwas Kompottartiges, aber die herbe Seite kommt nicht zu kurz.

 

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Der Glenburgie 15 Jahre ist ein Single Cask und bekam ein Finish im Monthelie Rotweinfass. Aber der Rotwein hat sich hier nicht so stark durchgesetzt. In der Nase kommt süße Vanille, etwas tropische Früchte und Honig. Im Mund kommen dann die roten Früchte wie Cassis und Kirschen stärker heraus. Noch ausballancierter wie der Glenallachie, allein schon durch die längere Reife Zeit.

Alle Abfüllungen sind nicht gefärbt und nicht kühlgefiltert.

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NEU: Laddie Classic von Bruichladdich

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Im neuen Jahr sind frisch einige neue Whiskys eingetroffen, darunter der Laddi Classic von Bruichladdich von der Insel Islay. Die Flaschen sind im typischen, wenn auch eher ungewohnten, grünblau gehalten. Bruichladdich wurde 1994 zunächst stillgelegt, bis im Jahr 2000 von Mark Reynier, Simon Coughlin und Gordon Wright für 7.500.000 £ gekauft und anschließend vollständig renoviert wurde. Als Brennmeister konnte Jim McEwan, der zuvor bei Bowmore war gewonnen werden. Rund 12 Jahre später verkauften sie die brennerei für fast 60 Millionen Pfund an des internationalen Getränkekonzern Rémy Cointrau. Die ungewöhnliche Farbe lässt sich übrigens von der Firmenfarbe des unabhängigen Abfüllers Murray McDavid, deren Gründer die drei Herren sind, die die Brennerei 1994 gekauft hatten.

Doch nun zum Whisky selbst. In der Nase warme Vanilletöne, Butterscotch gepaart mit etwas frisch-fruchtigem. Im Geschmack wieder Vanille und Butterscotch, sehr komplex mit fruchtig und dezent maritimen Aromen kombiniert. Animierend und belebend wie ein Aperitif.
Es gibt ihn bei uns im Laden als 200 ml und 700 ml Flasche. Er ist nicht gefärbt und nicht kältefiltriert.