Glen Scotia Campbeltown 1832 – eine Hommage an die ehemalige Whiskyhochburg

Ich hab für mich in der letzten Zeit Glen Scotia wieder entdeckt. Und zwar nicht nur von unabhängigen Abfüllern wie bisher, sondern auch das was direkt von der Brennerei aus Campbeltown kommt.

Noch vor wenigen Jahren war ich von diesen Abfüllungen enttäuscht. Mit dazu beigetragen hatte das damalige Labeldesign mich eher an knallbunte Energy-Drinks erinnert und der Inhalt hatte mich wenig überzeugt. Doch man hat sich wieder  auf die eigentlichen Qualitäten zurück besinnt.

Bei Campbeltwon denkt die meisten wohl eher zunächst an Springbank, aber Glen Scotia ist absolut eine Entdeckung wert.

Mit dem Campeltown 1832, der eigentlich für den Duty Free – daher auch als 1-Liter-Flasche – abgefüllt wurde, ist eine Hommage an die Gründungszeit der Brennerei.

Füllt man ihn ins Glas riecht man die Kombination von Torfrauch salzigem Meeresbrise, dazu kommen mit er Zeit Vanille und etwas Trockenfrüchte

Nimmt man den ersten Schluck kommt zu den leicht medizinischen Rauchnoten eine feine Süße, wieder Vanille und Trockenfrüchte. Diese Aromen bleiben auch lange im Abgang bestehen. Ein wunder schöner maritimer Whisky, wie man ihn von einer Brennerei direkt am Meer erwartet.

Drei Ladys und ein Gin – Lussa Gin

Nachdem ich bereits mehrfach auf der Insel Islay war, habe ich es endlich geschafft, auch die Nachbarinsel Jura zu besuchen. Ziel waren die gleichnamige Whisky-Destillerie und die Lussa-Gin-Brennerei. Doch – ich nehme es mal vorweg – es hat sich auch sehr wegen der wunderschönen Landschaft gelohnt.

In Ardlussa, ganz im Norden der Insel, destillieren Claire Fletcher, Georgina Kitching und Alicia MacInnes in einer Copper Pot Still ihren tollen Gin. Brennereiführungen finden eigentlich nur unter der Woche statt, doch Alicia öffnete extra und nur für uns am Samstagnachmittag die Brennerei, um uns durch die kleine Produktionsanlage zu führen und die Herstellung zur erläutern.

Bei den Lussa-Ladys ist alles noch im wahrsten Sinne des Wortes handcrafted, von den – größtenteils – selbst auf der Insel gesammelten und geernteten Botanicals bis hin zum Etikettieren.

Als Botanicals werden u.a. Grün-Alge, Wasserminze, Zitronen-Thymian, Sumpfmyrte, Koriander, Rosenblüten, Lindenblüten, Holunderblüten, Geißblatt, Hagebutte, Kiefernnadel, Dreiblatt, Iriswurzel und Wacholder verwendet. Die Grünalge gibt dem Gin diesen maritimen Touch. Da die Botanicals in der Regel nur zu bestimmten Zeiten geerntet werden können, aber das ganze Jahr über produziert wird, werden die meisten eingefroren. Im Gegensatz zum Trocknen werden dabei die Aromen besser erhalten.

2015 entstand die Idee, einen eigenen Gin zu produzieren. Zunächst produzierten die drei Frauen auf einer kleinen 10 Liter fassenden Kupferbrennblase die ersten Varianten. Das Ergebnis waren drei Gins, über die sie die Bewohnerinnen des Ardlussa Estate abstimmen ließen. Mit der Kleinbrennblase namens »Jim« wurden die ersten 4.000 Flaschen des Lussa Gins produziert.

Mittlerweile ließen sie »Hamish« nach ihren Wünschen anfertigen, um die Produktion zu steigern. Die Small Batches umfassen jeweils ca. 400 Flaschen und sind handnummeriert.

Abgefüllt wird der leckere Gin mit feinen kräutrigen und maritimen Noten in eine eine liebevoll gestaltete Flasche: Vorne drauf sind die Hügel zu sehen, wo die Lussa-Ladys den Wacholder ernten und den Flaschenhals ziert ein Band aus Tartan, das extra für Lussa von der Woollen Mill der Nachbarinsel Islay hergestellt wird.

Kommt in den Laden und probiert den Gin.


River Lussa unweit der Brennerei


The Paps of Jura


Wunderschöne Strände mit glasklarem Wasser auf der Isle of Jura


Natürlich dürfen das überall auf der Insel herumlaufende Rotwild nicht fehlen. Immerhin rund 6.000 Tiere bei 200 Einwohnerinnen.

17. November: Islay – Die Whiskyinsel – The Peaty Beauty

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Wir nehmen euch mit auf eine liquide Reise zur schottischen Hebriden-Insel Islay. Sie gilt mit ihren acht produzierenden Destillerien, die für ihre maritimen 
und rauchig-torfigen Whiskys berühmt sind, als die Whisky-Insel. Wir haben die Insel und ihre Destillerien letzten Sommer erneut besucht und möchten sie euch mit ausgesuchten Whiskys vorstellen.

Im Tasting werden wir u.a. folgende Whiskys verkosten.
Caol Ila Sassicaia Cask, Gordon MacPhail
Bruichladdich 22 Jahre, Signatory Vintage
Kilchoman Vintage 2009
Bunnahabhain Gordon MacPahil
Ardbeg Uigedail
Tempt the Devil Sherry Cask 1, The Whisky Chamber
(Sollte ein Whisky vergriffen sein, wird er durch einen gleich oder högerwertigen ersetzt)

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail:
tasting@die-genussverstaerker.de 

Wir haben nur eine begrenzte Platzanzahl, bei Interesse wirklich frühzeitig Plätze reservieren!

Preis 48 Euro inklusive Whiskys und Pausenbuffet (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, 63067 Offenbach
Datum/Beginn 17. November 2017, Freitag, 20:00 Uhr (Dauer ca. 2,5 Stunden)

Armorik Lightly Peated – der kleine torfige Bretone

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Alba Import bringt uns mal wieder etwas Neues aus der Bretagne. Und zwar der erste, wenn auch nur leicht, getorfte Armorik Whisky. Die Auflage des Armorik »Lightly Peated« beträgt nur 800 Flaschen, abgefüllt mit leicht erhöhter Trinkstärke von 48% Vol. und natürlich unchillfiltered und ohne Zusatz von Farbstoff. 
 
Der Armorik »Lightly Peated« basiert auf dem Armorik »Classic«, ergänzt mit 45ppm schwer getorften Armorik Single Malt. So ergibt sich eine sehr schöne Verbindung aus fruchtigen, maritim-salzigen und torfigen Aromen. 
Er besitzt einen Duft, der an erdige und zugleich maritime Aromen erinnert, dazu etwas Zitrus und ein Hauch von Lagerfeuer, Im Geschmack dann gelbe Früchte, malzig, Haferkekse, Nuss. Der Rauch kommt vorallem im Abgang noch mal dezent zur Geltung. Fein und dezent wurde die Rauchnote mit den bekannten salzigen und nussigen Aromen des »Classic« verbunden. Bin gespannt ob und wann auch mal stärker getorfte Whiskys den Weg in unsere Nosinggläser finden. Aber wieder einmal hat die Destillerie Warenghem aus dem Norden der Bretagne gezeigt, dass guter Whisky nicht nur aus Schottland oder Irland kommt.

 

2. April: Whisky, Ships & the Sea – musikalisches Whisky-Tasting mit der Band »Bold Seamen All« AUSGEBUCHT

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Zu einem guten Whisky passt ja auch gute Musik und so haben wir dieses erste musikalische Whisky-Tasting gemeinsam mit der Band »Bold Seamen All« für euch zusammen gestellt. Die traditionellen Songs handeln von Schiffen, Matrosen und stürmischer See. Dazu haben wir passende Whiskys ausgesucht, Whiskys von den schottischen Inseln wie Islay, Orkney, Mull oder von Destillerien, die in Küstennähe gelegen sind wie Wolfburn, Clynelish oder Old Pulteney. Zu jedem Song wird es einen Whisky geben.

Wolfburn, Northland
Ledaig, Signatory Vintage
Clynelish 17 Jahre, The Whisky Trail
Springbank 10
Arran 14
Teufel XI, The Whisky Chamber

(Sollte ein Whisky nicht mehr erhältlich sein, wird er durch einen vergleichbaren oder höherwertigen ersetzt.)

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail:
tasting@die-genussverstaerker.de 

Wir haben nur eine begrenzte Platzanzahl, bei Interesse wirklich frühzeitig Plätze reservieren!

Preis 50 Euro inklusive Whiskys und Pausenbuffet (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, 63067 Offenbach
Datum/Beginn 2. April 2017, 16:00 Uhr (Dauer ca. 3 Stunden)