The Bunnahabhain Warehouse No. 9 Experience

Sonntag Morgens 11 Uhr, Schottland, genauergesagt Islay, nördlich von Port Askaig. Warehouse No.9 Experience ganz allein für mich. Denn die anderen angemeldeten Teilnehmer/innen kamen einfach nicht.

Der Bunnahabhain 10 war mein erster Islay Whisky, der mir auf Anhieb gefiel. Heute ist es der Standard ein 12jähriger. Ist also schon etwas her und damals wurde ich mit den Torfmonstern der Insel noch nicht warm. So ist der Bunnahabhain früher 10 heute 12 auch mein traditioneller Whisky auf der CalMac-Fähre nach Islay.

Der erste Besuch 2011 verlief nicht ganz so glücklich und ich war von der damals etwas lieblosen Tour und Abfertigung enttäuscht. Als ich dann 2016 wieder auf der Insel war, wollte ich erst gar nicht wieder hin. Sabine und Rainer Münch, die auf Islay leben, organisierten dann mein erstes Warehouse-Tasting dort. Danach war ich hin und weg. Das war schon nach dem die Distell Group (Deanston & Tobermory) die Brennerei übernommen hatte und einiges umgekremplet hatte.

Auch die Baumaßnahmen, die gestartet wurden sind enorm. Hofffe nur, dass dieser Chamre, der an Kulissen von Peaky Blinders erinnert, ein wenig erhalten bleibt. Trotz der neuenn Gebäude, die entstehen und sobald sich der brenenrei nähert, an die Baumaßnahmen nicht übersehen kann.

Daher war dieses mal die Vorfreude wieder groß und sie wurde nicht enttäuscht.

Nach dem sich herausgestellt hatte, dass sonst niemand zum Tasting kommen würde, sind wir ins Warehouse No. 9 und mir wurde zur Einstimmung erst mal ein ordentlicher Dram aus einem experimentell Cask aus besonders kleinen ex-Bourbon-Fässern zur Verkostung eingeschenkt. Dann unterhielt ich mich mit dem Mitarbeiter über Whisky, Bunnahabhain, Trinkgewohnheiten als Jugendliche und Punkrock. Alles sehr entspannt und locker.

Er erzählte dabei auch von der Glocke, die im Hof hängt. Sie stammt vermutlich von einem Schiff und wurde irgendwann dort angebracht. In früheren Zeiten war ihr Läuten das Signal für die Mitarbeiter der Brennerei, dass jetzt ihre tägliche Whiskyration ausgeschenkt wurde. Fassstärke versteht sich. Und die läutete drei mal am Tag. Damals war das aber auch auch noch eine viel schwere körperliche Arbeit als heute.

Dann ging es im Warehouse weiter. Alle drei Fässer des Tastings waren ex-Sherry-Fässer und unpeated. Palo Cortado, Manzanilla und Pedro-Ximenez. Schön zu sehen wie unterschiedliche die drei verschiedenen Sherry-Typen den Whisky geprägt haben. Ex-Sherry-Cask allein genüget einfach nicht als Beschreibung eines Whisky, das propagiere ich ja schon länger.

Im Shop konnte ich dann noch den ein oder anderen peated Bunnahabhan verkosten. Leider gab es vom Palo Cortado keine Flasche mehr, aber der manzanilla und auch ein paar andere wanderten in den Rucksack. Dann hab ich dann auch noch Whiskykolleg/innen aus Deutschland im Shop getroffen und wir konnten bisschen fachsimpeln und uns austauschen.

Danach ging es zu Fuss zur neusten und zehnten Brennerei auf Islay, nach Ardnahoe.

9. September: Whisky-Tasting – Sherry-Cask Mythos

»Sherry Cask« ziert einige Abfüllungen und solche Whiskys haben eine große fan-Gemeinde. Der südspanische Dessertwein Sherry ist schon lange als Getränk out, kaum einer trinkt ihn, aber Whisky-Fans schätzen die Fässer, in denen er lagerte.

Aber eigentlich steckt hinter diesem Label viel mehr und viel überraschendes. Denn Sherry ist nicht gleich Sherry. Oft findet man kaum Informationen was mit Sherry gemeint ist, Fino Sherry, Amontillado, Manzanilla, Oloroso oder Pedro Ximenez? Und so kann ein bernsteinfarbener Whiskys trotzdem aus einem Sherry-Fass kommen, in dem ein Fino Sherry lagerte. Solche Whiskys müsse nicht immer dunkel sein. Oder es handelt sich einfach um ein Refill- bzw. Second-Fill-Cask. Die Variationen sind groß und umso größer die unterschiedlichen Whisky unter dem Oberbegriff »Sherry Cask«.

Das Tasting ist für Einsteiger wie Foirtgeschrittene geeignet, denn wir zeigen euch die große Aromenbandbreite von Sherry-Fass gelagerten Whiskys und räumen mit einigen Mythen auf. Schwerpunkt sind wie immer unabhängige Abfüllungen oder Whisky aus kleineren Brennereien.

Blair Athol 11 Jahre, Gordon MacPhail
Aultmore 11 Jahre, Single Season Cask, Kirsch Whisky
Miltonduff 10 Jahre, The Whisky Chamber
Ledaig 10 Jahre Signatory Vintage
Loch Gorm 2018, Kilchoman Distillery
Hyde No. 7

In der Pause gibt es ein Buffet mit verschiedenen Käsen und zwischen den Whiskys reichen wir Weißbrot sowie stilles Wasser. Bitte sorgen Sie für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail:
tasting@die-genussverstaerker.de
Wir haben nur eine begrenzte Platzanzahl, bei Interesse wirklich frühzeitig Plätze reservieren!

Preis 50 Euro inklusive Whiskys und Pausenbuffet (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, 63067 Offenbach
Datum/Beginn. 9. September 2018, Sonntag 16 Uhr (Dauer ca. 2,5 Stunden)

10. September: Whiskys from Wine Casks (Whisky-Tasting)

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Ein Tasting mit Whiskys, welche in verschiedenen Weinfässern ausgebaut wurden. Der Großteil der Aromatik von Whisky entsteht bei seiner Lagerung in Holzfässern. Für die Lagerung von schottischen Whiskys werden gebrauchte Fässer verwendet und je nach dem was zuvor in dem Fass gelagert wurde, prägt dies den späteren Whisky. Seit einigen Jahren ist neben dem Einsatz von Sherry- und Portweinfässern auch das Experimentieren mit verschiedenen Weinfässern für die Whiskylagerung beliebt. Die Bandbreite reicht von Rot- und Weißwein, über Amarone bis hin zu Dessertweinen.

Folgende Whiskys sind geplant:
Arran Amarone Cask
Ballechin Manzanilla Sherry Cask
Benrinnes Rosé Wine Cask, Hepburns Choice
Longrow Red, Malbec Cask
Glenallachie 10 Jahre Corton Red Wine Finish, Dun Bheagan
Tomatin 14 Jahre Port Cask

Da es sich weitesgehend um Einzelfassabfüllungen handelt, kann es immer zu leichten Änderungen im Line-up kommen. 
 

In der Pause gibt es ein Buffet mit verschiedenen Käsen und zwischen den Whiskys reichen wir Weißbrot sowie stilles Wasser. Bitte sorgen Sie für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail: tasting@die-genussverstaerker.de

Preis 48 Euro inklusive Whiskys und Pausenbuffet (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Laden in der Bernardstraße 63a,
Datum/Beginn 10. September 2017, Sonntag, 16:00 Uhr (Dauer ca. 2,5 Stunden)