Scarabus Specially Selected von Hunter Laing – Secret Islay Malt

Als ich meine Tour bei Ardnahoe dieses Jahr beendet hatte, bekam ich ihn das erste mal zum Probieren. Denn Ardnahoe hat noch keinen eigenen Single Malt, so dass man statt dessen am Ende der Tour aus einer Reihe von Abfüllugen des unabhängigen Abfüllers Hunter Laing auswählen kann. Denn Hunter Laing ist auch Inhaber der mittlerweile zehnten aktiven Brennerei auf Islay.

Die Verpackung (Flasche und Geschenk-Tub) ist natürlich schon mal ein Hingucker. Der Scarabus wurde erstmals 2019 zum Feis Ile, dem Islay Whisky and Music Festival abgefüllt und der Whiskyfangemeinde vorgestellt. Nun gibt es ihn auch bei uns im Laden.

Welche Brenenrei dahinter steckt kann man nur vermuten. Ob der gleichnamige Name des kleinen Ortes zwischen Port Askaig und Ballygrant gelegen einen Hinweis auf die Herkunft gibt bleibt offen. Demnach könnte es ein Bunnahabhain oder Caol Ila sein. Doch wer weiß das schon genau. Andere tippen auch einen Bowmore oder einen Bruichladdich. Aber das entscheidende ist, schmeckt oder schmeckt nicht. Mir hat er sehr gut gefallen.

Doch wie schmeckt er nun. Im Glas kommt einem als erstes der typische Islay-Torfrauch entgegen, aber auch Äpfeln und maritime Noten, die an Seetang und Meersalz erinnern. Im Mund dann wärmend mit Ledernoten, säuerliches Fruchtkompott aber auch cremige Karamell- und Vanillesüße.
Der Abgang ist lange, rauchige, Röstaromen wie Kaffee und Bitterschokolade und wieder Vanille.
Dazu ein sehr gute Preis-Genuss-Verhältnis.

Islay’s Southcoast 11 Jahre – The Whisky Trail

Unter dem Label »The Whisky Trail« füllt Alba Import in unregelmäßigen Abständen Single-Cask-Abfülllungen ab. Islay’s Southcoast kommt – wieder Name schon sagt – von der Südküste, also ist es entweder ein Laphroaig, Lagavulin oder Ardbeg. Entscheidet selbst. Ich finde einfach, dass es ein toller Vertreter der torf-rauchiger Whiskys ist.

Aus dem Glas kommen einem erst einmal Aromen von Rauch, Tabak, aber auch von gebrannten Mandeln, Malz, Schinken und Salzkaramell entgegen. Er duftet süß, rauchig und salzig zugleich.
Im Mund dann süßlicher Rauch, Leder, Jod und Salz sowie Nüsse.
Schließt man die Augen, kann man sich vorstellen, wie man an der Küste von Islay steht.

Tokinoka Black – Whisky made in Japan


Whisky aus Japan ist gefragt. Die große Kunst der japanischen Whiskytradition, die immerhin schon auf die Anfänge des vorigen Jahrhunderts zurück reicht, ist jedoch nicht der Single Malt, sondern der Blended Whisky und Blended Malt. So ist auch der Tokinoka Black der die White Oak Distillery in Akashi, unweit der Metropole Kobe, ein Blended Whisky. Genau genommen ein Single Blend, da Grain und Malt aus der gleichen Brennerei stammen.

Die 50 Vol % geben dem Blend Kraft und Länge. Ergänzt wird dies durch die Rotweinaromen, die den Black vom »normalen« Tokinoka unterscheiden.
Dazu kommen erdige Noten, Holz und Leder, aber auch fruchtiges Wiengummi. Schöner kräftiger Blend mit langem Abgang, wärmend und aromatisch.

Die Brennerei ist der Legende nach die erste Brennerei, die 1919 die Genehmigung erhielt Spirituosen zu produzieren. Man produzierte zunächst nur für den heimischen Markt. Erst 1984 wurde eine neue Brennerei gebaut, in der ausschließlich Whisky und damit auch für den Export produziert wurde.

Batavia Arrack von By The Dutch – Rum Indonesiens

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Beim Rum denkt man schnell an Karibik, aber das Zuckerrohr aus dem er produziert wird, stammt ursprünglich aus Asien. So liegt es Nahe beim Thema Rum auch einfach mal nach Asien, in diesem Falle nach Indonesien zu schauen. Dort nennt man ihn Arrack.

Der Batavia Arrack wird aus Zuckerrohrmelasse, welche ausschließlich nur auf der Insel Java in Indonesien produziert wird, destilliert Schon seit dem 17. Jahrhundert wird der Batavia Arrack in Indonesien hergestellt. Während der Fermentation wird lokaler roter Reis hinzugefügt, um die Gärung anzuschieben, was ihm seinen außergewöhnlichen Charakter verleiht.
Er wird in traditionellen Pot Stills destilliert und reift anschließend in Amsterdam bis zu 8 Jahre in Eichenholzfässern. Der By the Dutch Batavia Arrack hat ein von Apfel, Birne, Banane, Zimt, Muskat, Vanille, altes Leder, Sternanis und Nelke geprägtes Aroma. 

 

3 neue Abfüllungen von Dun Bheagan: Laphroaig, Glenallachie, Glenburgie AUSVERKAUFT

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Nach längerer Zeit haben wir wieder drei neue Abfüllungen von Dun Bheagan reinbekommen. Das erste ist ein 14jähriger Laphroaig aus drei Hogsheads.
Und der ist wie ein waschechter Laphroaig sein soll, rauchig und salzig vom ersten Schnuppern bis zum letzten Nachklang. Man kommt sich vor als würde man direkt nebe der Kiln stehen mit dem Blick aufs Meer. Die Lederjacke wurde feucht vom Gicht und dazu eine Zigarre und am Strand ist gerade in Lagerfeuer erloschen. Nehmt all diese Aromen und ihr habt eine ungefähre Vorstellung von diesem »Froggi«. Nur 950 Flaschen wurde abgefüllt, nur wenige haben es zu uns geschafft.

Die zwei weiteren Abfüllunge wurden jeweils in Rotweinfässern gefinished.
Der 10jährige Glenallachie wurde in Corton Renardes Fässern nachgereift.
In der Nase schon intensive Rotweinnote, Holz, Tannine, Fruchtnoten, die an Waldbeeren erinnern, dazu noch ein Eckchen Leder. Dies setzt sich im Geschmack fort. Auch hier wieder vom Rotwein geprägt, bekommt durch die Süße schon etwas Kompottartiges, aber die herbe Seite kommt nicht zu kurz.

 

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Der Glenburgie 15 Jahre ist ein Single Cask und bekam ein Finish im Monthelie Rotweinfass. Aber der Rotwein hat sich hier nicht so stark durchgesetzt. In der Nase kommt süße Vanille, etwas tropische Früchte und Honig. Im Mund kommen dann die roten Früchte wie Cassis und Kirschen stärker heraus. Noch ausballancierter wie der Glenallachie, allein schon durch die längere Reife Zeit.

Alle Abfüllungen sind nicht gefärbt und nicht kühlgefiltert.

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