Handgemacht – Weine von Daniel Aßmuth

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Daniel Aßmuth zählt für uns als Genussverstärker zu den Winzern, der ersten Stunde. Und jedes Jahr sind wir aufs Neue von den aussergewöhnlichen Weinen begeistert. In seinem aktuellen Newsletter berichtet er wie das Weinjahr so gelaufen ist und gibt einen Einblick in seine Arbeit.

  • »Dieses Jahr entschied ich mich für eine hundert prozentig ›händische‹ Bearbeitung meiner Weinberge. Das Ziel hierbei war vor allem die Schonung der Böden und der darin beheimateten Lebewesen. Das häufige Befahren der immer selben Gassen verdichtet über’s Jahr den Boden bis in die tiefen Schichten. Dies schränkt den Sauerstoffaustausch und das Versickern von Regenwasser erheblich ein. Alle Laubarbeiten und Boden pflegenden Maßnahmen wurden also ohne schwere Maschinen von mir ausgeführt. Dadurch blieb der Boden weitestgehend unberührt. Nur den Unterstockbereich hackte ich, und zupfte Beikräuter von Hand, um eine Nährstoffkonkurrenz der Rebe zu verhindern. Den Laubschnitt vollzog ich entweder mit einer Handschere, oder unterließ ihn in den Premium Weinbergen und wickelte die Triebe stattdessen. Diese Maßnahme führt zu kleinen farb-und geschmacksintensiven, vor allem aber lockerbeerigen Trauben. Gerade für meine Rotweine ist das Verhältnis von Oberfläche zu Fruchtfleisch in den kleinen Beeren von großer Bedeutung.
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  • Die vollreifen Trauben lasen wir komplett von Hand. Wie auch die Jahre vorher bekam ich grosse Unterstützung von Freunden und Familie hierzu. Besonders freute mich die stets große Anzahl der Kinder. Vielen Dank hierfür!
  • Die Trauben kamen in Champagnerboxen, um das Lesegut möglichst unbeschädigt nach Hause zu bringen. Im Weingut wurden die Trauben auf die Kelter gegabelt oder gekippt. Auf die Beanspruchung des Lesegutes durch Pumpen jeglicher Art habe  ich gänzlich verzichtet. Die Trauben meiner Premiumlagen kelterte ich von Hand in einer 60 Jahre alten Holzkorbpresse.
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  • Nun liegen die Weine im Keller und ich freue mich mit Ihnen auf einen zwar kleinen aber qualitativ sehr hochwertigen Jahrgang 2014.
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  • Die Jahrganspräsentation im Fuchsmantel diesen Sommer liegt nun schon einige Zeit zurück. Sie war ein voller Erfolg und die damals noch ungefüllten Weine fanden großen Anklang bei allen Gästen, bei denen ich mich an dieser Stelle nochmal herzlich bedanke.
  • Ebenso möchte ich mich nochmals bei allen Helfern ganz besonders für die Unterstützung und das große Vertrauen in mich und meine Weine bedanken!
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  • Die 2013er Weine sind nun alle gefüllt und trotz der hohen Säure des Jahrgangs kam ich ganz ohne Schönungen und Entsäuerungen aus. Dies kam vor allem durch eine extrem lange Lagerung der Weine auf ihrer Hefe mit regelmäßiger Batonnage bis Juni/Juli.
  • Gerade die Rieslinge überzeugen durch eine gut eingebundene Säure mit einer schönen Mineralik. Ich denke Sie werden viel Spaß an den Weinen haben.
  • Auch der 2013er Jahrgang ist komplett biozertifiziert und auf erhöhte Nachfrage auch zu 100% vegan.«
     

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Bilder: Adrian Vesenbeckh

10. Juli: Wein am Donnerstag // Exoten und Underdogs

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Schönburger!? Das ist so ein Exot und es handelt sich um eine seltene Weinrebe. Sie führt ein Schattendasein, aber manche Winzer heben Sie ins Rampenlicht und wir geben ihnen eine Bühne. Exoten und Underdogs abseits von Riesling und Grauburgunder können Sie an diesem Abend kennen lernen. Kommen Sie vorbei, probieren Sie und überzeugen Sie sich selbst.

Schönburger, Weingut Brandt (Rheinhessen)
Domina, Weingut Weigand (Franken)
Krieger, Weinbau Aßmuth (Pfalz)
Silvaner, Andreas Durst (Pfalz)

Donnerstag Abend ist WeinAbend! 

10. Juli, 20–22 Uhr

Mit einer Anmeldung helfen Sie uns für die Planung. Vielen Dank!
Anmeldung: info@die-genussverstaerker.de bzw. 0172. 7771781
Preis je Abend: 12 Euro (inklusive aller Weine, Wasser und Weißbrot)

Daniel Aßmuth und der Keller der Kriegers

Nach dem uns Daniel Aßmuth bei der Verkostung »Die nächste Generation« im November besuchte, konnte wir nun endlich unseren Gegenbesuch. Daniels Keller befindet sich auf dem Weingut Krieger in Bad Dürkheim und diese Örtlichkeit gab seinem Rotwein »Krieger« seinen Namen. Im Keller stehen neben einigen Barrique-Fässern für die Rotweine noch einige Stahltanks für Weißwein und Rose.

Der Jahrgang 2011 wird für das noch kleine Weingut gleich drei Riesling Lagenweine bringen. Während es im Jahr 2011 »nur« den Basis-Riesling, wird dieser im neuen Jahrgang ergänzt durch Riesling aus dem Dürkheimer Fuchsmantel, dem Wachenheimer Fuchsmantel und dem Dürkheimer Fronhof. Die Lage Fuchsmantel ist eine der wenigen Lagen, die gemeindeübergreifend angelegt ist. Bei der Probe war es faszinierend wie unterschiedlich die beiden Fuchsmantel-Rieslinge waren. Unterschiedliche Böden, unterschiedliche Ausrichtung des Weinbergs und unterchiedliches Alter der Reben lassen zwei unterschiedliche Weine entstehen, obwohl die Reben nur wenige Meter von einander entfernt stehen. Die drei Fassproben waren schon faszinierend und machen Vorfreude. 

Doch damit nicht genug Neues, während der neu Jahrgang des »Krieger« in den Fässern reift, gibt es aber auch noch ein neues Rotwein-Cuvée und einen Rosé.

Neben den diversen Fassproben konnten wir den erst kürzlich abgefüllten Rosé-Sekt sowie die beiden edelsüßen, noch nicht etikettierten, Chardonnay Auslese, und Rieslaner Beerenauslese probieren.

Wir kommen wieder, spätestens wenn die neuen Weine gefüllt sind.

Daniel Aßmuth – Ein Roter namens Krieger

Nachdem wir bereits von Daniel Aßmuths Riesling 2010 begeistert waren, hatten wir bereits vor einigen Wochen die Möglichkeit seinen ersten Rotwein zu probieren. Und der Wein mit dem Namen »Krieger« ist erneut ein gelungener Wurf. In der Nase Holunder und Wacholder, etwas Rauch und nasse Steine, im Mund dann wieder Holunder, Waldunterboden und dazu einen gute Kombination von Säure und Gerbstoffen. Es handelt sich übrigens um einen 100 prozentigen Portugieser, eine immer noch etwas unterschätzte Rebsorte.

Wieso nennt man einen Wein »Krieger«? Der Hintergrund der Namensgebung besteht darin, dass Daniel nicht aus einer Winzerfamilie stammt und somit sich Weinberge, Keller und Anlagen zusammensuchen, ausleihen und günstig erwerben musste. Seinen Keller hat er von der Familie Krieger, die keinen eigenen Wein mehr ausbaut, übernommen. Als Dank für die Möglichkeit den Keller zu nutzen und auch das ein oder andere mal den Hof zu blockieren, benannte er ihn nach der Familie Krieger. Damit es nicht zu Verwechselungen mit den existierenden Weingütern mit Namen Krieger kommt, hat Daniel einen befreundeten Graffiti-Künstler beauftragt einen Schriftzug zu gestalten, der erst auf den zweiten oder dritten Blick als »Krieger« zu identifizieren ist.

Den Wein gibt es übrigens auch direkt bei uns im Verkostungsraum

C’est ma vie
Als Soundtrack zum Wein, wie auch schon beim Riesling ein Ska-Song, dieses mal von der französischen Band Skarface.