Deanston 18 Jahre

Ich bin ja der Überzeugung, dass Whiskys ihre Hochpunkt bei der Reifung zwischen 12 und 25 Jahren haben. Sie haben ihre jugendliche Rauheit abgelegt haben, sind aber auch noch nicht zu stark nur von den Eichenfassaromen der langen Lagerung geprägt. Und genau so eine Vertreter ist der 18jährige Deanston.

Er ist elegant, ausbalanciert und langanhaltend zu gleich. In der Nase süße Aromen, die an Honig und Apfel erinnern, dazu Toffee und Malz. Dieser Eindruck wird auch beim Trinken bestätigt. Weich und süß, wieder Apfel aber auch etwas Orange, Vanille und wieder Honig.

Er reifte die komplette Zeit in ex-Bourbon-Fässern, ist nicht kühl gefiltert und nicht gefärbt.

Glenallachie is back! – The GlenAllachie 12 Years old

Glenallachie ist wieder da. Ok, sie war natürlich nie weg. Die Destillerie wurde 1967 gebaut und hatte wie so viele Brennereien ständige Besitzerwechsel und zuletzt unter Leitung von Pernod Ricard/Chivas wurde dort nur Whisky für die Blendindustrie produziert. Der letzte reguläre Single Malt kam 2005 aus der Brennerei. Bis jetzt konnte man Malt von Glenallachie lediglich von unabhängigen Abfüllern genießen. Dank Billy Walker und seinen Mitstreiter/innen ist dies anders.

Billy Walker ist in der Branche kein Unbekannter, denn bis zum Verkauf war er maßgeblich für die drei Brennereien Glenglassaugh, Benriach und Glendronach verantwortlich.

Der GlenAllachie 12 Jahre ist das Flaggschiff der neuen Core Range von GlenAllachie. Er reifte 12 Jahre in 1st Fill Bourbon Casks, Virgin American Oak sowie PX & Oloroso Sherry Casks. In der Nase warme Butterscotch-Noten Honig und Mokka. Im Mund dann Aromen von Marzipan, Banane und Rosinen, sowie wieder Mokka.

Aultmore Single Season Cask – Summer 2018 AUSVERKAUFT

Seit einiger Zeit füllt einer unserer Großhändler und Importeure, Kirsch Whisky aus Syke, auch einen eigene Whiskyreihe ab. Das schöne daran ist nicht nur, dass das durch die Bank sehr leckere Whiskys sind, sondern auch, dass man sich auf vier Abfüllungen im Jahr beschränkt. Man also die Chance hat alle zu verkosten und seiner Sammlung zuzuführen. 4 mal im Jahr, wie die vier Jahreszeiten, darum Single Season Cask. Die ausgewählten Whiskys sollen zudem die jeweiligen Jahreszeit geschmacklich widerspiegeln,

Die aktuelle Summer 2018-Abfüllung mit gerade mal 847 Flaschen ist ein Aultmore und durfte 11 Jahre in einem First Fill Sherry Cask lagern

Er duftet im Glas nach Rosinen, gelben Früchte sowie süße Noten von Honig, was alles in allem an warmen Mirabellenkuchen erinnert. Das Holz wunderbar zu schmecken, aber genügend frische, dass er als Sommer-Abfüllung passend ist.

Sweet Smoke from Loch Lomond – Croftengea 11 Jahre, The Whisky Chamber

Wer die Übersichtskarten mit schottischen Destillerien nach Croftengea absucht, wird den Namen nicht finden. Doch so ganz unbekannt ist der Name letztlich doch nicht. Denn er ist ein Synonym für rauchige Abfüllungen aus der Loch Lomond Destillerie am gleichnamigen See. Diese Single Cask Abfüllung hat uns mal wieder Thomas Ide mit seiner »The Whisky Chamber« abgefüllt.

In der Nase ganz viele Aromen von gelben Früchten, Honig und Rauch sowie etwas Kohle. Im Mund viel süßer Rauch, fruchtig, Röstaromen, die einen an BBQ erinnern. Er ist ölig und weich, so dass man die 58,4 Vol % kaum wahr nimmt. Langer warmer Rauch im Abgang wie von Grillpfirsischen auf schönen Rindersteaks. Ich hab schon einige Croftengea-Abfüllungen verkostet und ja sie sind sich ähnlich, aber das was Thomas auf die Flasche gebracht hat, ist eine der besten, die ich kenne.

Spontan fiel mir da neben dem schon oft geposteten »Loch Lomond« von The Real McKenzies doch glatt »Smoke on the Water« von Deep Purple ein.

West Indies – neuer komplexer Rum von Compagnie des Indes

Der West Indies ergänzt die Basisrange von Compagnie des Indes Rums. Neben dem »Caraibes«, dem »Latino« und »Jamaika Navy Strength« gibt es nun den achtjährigen Blend mit Rums aus Guyana, Panama, der Dominikanischen Republik und Barbados.

8 Jahre Reifezeit steht hier für die tatasächliche minimale Reifezeit der verwendeten Rums, kein Soleraverfahren.
Neuzugang bei den dauerhaft erhältlichen Rum-Blends von Compagnie des Indes: Der West Indies ist wie die Single-Cask- und Small-Batch-Abfüllungen von Compagnie des Indes weder nachträglich gesüßt ncoh mit Zuckerkulör gefärbt.

In der Nase zeigt er sich ausnehmend aromatisch, mit Noten von fermentierten Früchten, Eindrücken von Kandiszucker und Honig sowie Pfirsichen und süßen Gewürzen. Er erinnert an ein orientalisches Gericht mit seiner sehr eigenen Mischung aus Frucht, Gewürzen und Süße.
Auch auf der Zunge erscheint er zunächst mit dem Eindruck von sehr würzigem Honig, der Kandiszucker findet sich sofort wieder, geht aber schnell in gebrannte Karamell und Vanille über. Rhabarber und Lakritze gesellen sich dazu und machen den Rum ungleich komplexer. Das wunderbare Finish zeigt Noten von Obstbränden und tolle, holzige Aromen.