Boulet de Canon No. 7 – Rumtopf mit Silvesterböllern

Mit dem Boulet de Canon No. 7 hat Florent Beuchet wieder mal seine experimentelle seite gezeigt. Während seine Single-Cask- und Small-Batch- Abfüllungen immer ohne jegliche Zugabe von Zucker, Farbstoffen oder Aromaten sind, hat er mit dem neuen Boulet de Canon einen Spiced Rum abgefüllt. Der Name »Kanonenkugel« passte noch nie so gut. Denn die rauchige Aromatik bekommt er durch Schießpulver, … ja, ganz richtig gelesen.

Es ist ein Tribut an die britische Marine, denn sie erinnert an den Geruch, der damals die Laderäume deren Schiffe durchdrang: Schwarzpulver. Erreicht wird diese Aromatik mit Gewürzen wie Rosa Pfeffer, geräucherten Datteln aus Japan, Gewürznelken, Guajak-Holz und noch einigen geheimen Zutaten. Der Rum basiert auf einem Destillat aus Panama.

In der Nase zeigt sich der Boulet de Canon No.7 mild aber mit einem wilden Gewürzmischung, Grillfleisch und Silvesterböllern.

Im Geschmack dann mehr die fruchtigen Aromen, aber wieder die fast schon weihnachtlichen Gewürze, Rauch, Röstaromen. Kommentar in unserer Mitarbeiterinnenschulung: »Rumtopf mit Silvesterböllern«.

Im Abgang dann noch mal eine leichte Pfeffer-Ingwer-Schärfe. Ein absolut spannender Rum. Und wie alle Boulet de Canon mit ungeraden Nummern ein etwas schräger Exot. Wie immer limitiert, also sichert euch schnell eure Flasche, Weihnachten und Silvester kommen bald.

Eden Mill Oak Gin – Der besondere Gin aus St. Andrews

In St. Andrews, im Süden Schottlands, ist die Brennerei und Brauerei Eden Mill beheimatet. Dort werden nicht nur Gin, sondern auch Bier und Whisky werden dort produziert.

Dieser Gin durfte dementsprechend in ehemaligen Bierholzfässern reifen. Durch den Holzeinfluß duftet er zunächst wenig nach einem klassischen Gin, süß-malzige Aromen und Noten von Vanille und Karamel drängen den Wacholderduft etwas nach hinten. Beim pur trinken, kommt der Wacholder etwas mehr durch, erinnert aber fast etwas an Whisky. Auch hier wieder Vanille, Holz und Gewürze (Sternanis und Zimt).

Pur ein absoluter Genuss, mit Tonic wird er wieder etwas »gin-iger«, der Wacholder kommt wieder mehr in den Vordergrund. Unser Tonic Favorit war Thomas Henry Indian Tonic.

Full Five Zero – Großer Wurf von OriGINal Gin

Der Full Five Zero ist der Premium Gin von Original Love Gin und das nicht nur wegen der Ausstattung mit Holzbox und den 50 Prozent Alkohol, sondern hier werden immer nur kleine Batches mit 50 Stück pro Brennvorgang hergestellt.

Wir lieben ihn pur, trotz oder gerade wegen des höheren Alkohols. Er ist extrem weich und cremig, sehr aromatisch und gut zu trinken.

Im Glas kommen einem neben dem Wacholder und Zitrus auch eine Menge ätherische Aromen entgegen. Im Wund weich und samtig, wieder mit vielen Aromen und schöner eher warmer Zitrusnote. Die Gewürze erinnern etwas an Sternanis und Lebkuchen, vor allem wenn man Tonic dazu gibt. Als klassischer Gin & Tonic ist auch nicht nur im Sommer, sondern auch gut im Winter zu genießen. Unser Tonic Favorit war das Schweppes Dry Tonic. Das Zitrus unterstützt die Zitrusnoten, der geringere Zuckeranteil im Vergleich zu anderen Indian Tonics gibt ihm mehr Frische.

Großer Wurf und einhellige Meinung des gesamten Teams.

 

Ardmore Vintage 1996, 20 Jahre

Erst seit einigen Jahren findet man Ardmore als Originalabfüllungen in den Regalen. Davor wurde er lediglich von unabhängigen Abfüllern als Single malt abgefüllt, das Gros der 4,5 Millionen Liter Rohbrand ging in Blends, allen voran in Teachers.

Bei Ardmore wird mittelraucgier Malt produiziert mit eta 10-15 ppm Phenol. Bei dieser 20jährigen Abfüllung wird der rauch durch ein Finish mit ex_islay-Whiskyfässern noch ein wenig verstärkt. Denn nach 20 Jahren ist der Rauchgehalt nach und nach etwas durch die Fassreifung abgeschwächt und bekommt so durch das Finish einen erneuet Rauchkick. Destilliert wurde diese limitierte Abfüllung 1996 und mit leicht erhöhtem Alkohol abgefüllt.

Im Glas duftet er nach Vanille, Fudge mit Apfel, dazu gang dezenter Rauch und dann noch etwas was uns an Orangen erinnert.

Im Mund, dann cremig, weich mit einer mittleren, trockenen Rauch Note mit dem Eindruck von etwas ätherischen Ölen. Vanille, Würze und perfekt dazu passender Rauch.

Tolle Abfüllung um sich mal einen älteren Malt zu gönnen.

Pompaelo Crianza 2014 – baskischer Weingenuss aus Navarra

Dieses Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon, Garnacha und Tempranillo ist ein kräftiger, voluminöser und intensiver Rotwein. Er lagerte für 9 bis 12 Monate in frischen amerikanischen und französischen Eichenfässern und durfte dann noch zwei Jahre auf der Flasche reifen.

Riecht man ins Glas kommen einem Aromen von Cassis, Sauerkirschen, Brombeeren, aber auch Rauch, Karamell, Kakao und Veilchen entgegen. Im wund kräftig, aber samtig weich. Ein unglaublich dichter Körper sorgt für langanhaltenden Genuss. Dieser Wein bleibt unfiltriert. Man kann ihn einfach pur genießen, bei einem guten Buch, einem Film oder beim Musik hören, aber er ist auch hervorragender Essensbegleiter. Er harmonisiert zu Schmorgerichten, kräftigem Fleisch und würzigem Hartkäse.

Pompaelo Wines kommen aus Navarra, einer der baskischen Regionen in Spanien. Pompaelo als Namensgeber ist das lateinischeWort für die Stadt Pamplona. Im baskischen heißt sie übrigens Iruñea.