13. Dezember: Winter is Coming – Whiskys für die kalte Jahreszeit (Tasting)


“Winter is Coming” heißt es in einer Serie und ja der Winter kommt jedes Jahr. Für viele ist er eine der passensten Jahreszeiten für den Genuss von Whisky.

Whisky und Winter ergänzen sich hervorragend, denn ein guter Whisky wärmt Körper und Seele. Dazu haben insbesondere Single Malt Whiskys genau die Aromen, die wir mit der Winter- und Weihnachtszeit verbinden: Schokolade, Zimt, Vanille, Mandel, Orange oder Gebäck.

Und die rauchigen Noten mancher Whiskys erinnern uns an gemütliche Kaminfeuer. Das passt natürlich ideal zu den kalten Monaten. Genießen könnt Ihr Whiskys pur in gemütlicher Runde, aber sie sind auch hervorragende Begleiter zu einem guten (Feiertags-)Essen, Dessert oder Käse.

Für dieses Tasting haben wir einige besonders winterliche Whiskys rausgesucht. Doch es geht nicht nur ums Trinken: Wie immer erfahrt Ihr auch etwas darüber, wie Whisky hergestellt wird, wie man ihn am besten genießt und Hintergründe über die ausgewählten Destillerien und Abfüller.

In der Pause gibt es ein Buffet mit verschiedenen Käsen und zwischen den Whiskeys reichen wir Weißbrot sowie Wasser. Bitte sorgt für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!
Was du schon immer über unsere Whiskytastings wissen wolltest.

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail: tasting@die-genussverstaerker.de

Preis 55 Euro inklusive Whiskys und Pausenbuffet (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, 63067 Offenbach
Datum/Beginn 13. Dezember 2019, Freitag 20:00 Uhr (Dauer ca. 3 Stunden)

15. November: Whisky & Käse (Whisky-Tasting)

Whisky und Käse? Noch ungewohnt, aber die Aromen von Whisky und die von Käse ergänzen sich hervorragend. Und dies nicht nur zu den klassischen englischen/schottischen Sorten wie Cheddar oder Stilton. Whisky und Käse ein noch unbekanntes Traumpaar. Dabei geht es bei diesem kulinarischen Tasting nicht so sehr um die einzelnen Aromen der verschiedenen Whiskys, sondern um die Kombination mit den Käsen als Gesamteindruck, das so genannte Food Pairing.

Wie bei allen Tastings wählen wir Whiskys aus, die die große Bandbreite an Aromen und Stilen widerspiegeln.

In der Pause gibt es ein Buffet mit verschiedenen Käsen und zwischen den Whiskeys reichen wir Weißbrot sowie Wasser. Bitte sorgt für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail: tasting@die-genussverstaerker.de

Preis 60 Euro inklusive Whiskys und Pausenbuffet (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, 63067 Offenbach
Datum/Beginn 15. November 2019, Freitag 20:00 Uhr (Dauer ca. 3 Stunden)

Der Three Distilleries Path von Islay – Whiskywanderung

An Islays Südküste liegen drei Whisky-Destillerien, die wohl jeder kennt: Laphroaig, Lagavulin und Ardbeg. Der Three Distilleries Path ist ein Fußweg, der die drei verbindet. Er beginnt direkt hinter der östlichen Ortsgrenze von Port Ellen und ist bis Arbeg 3 Meilen weit.

Natürlich “muss” ein Whisky-Fan einmal diesen Weg gelaufen sein. Regen hin oder her. Aber so hatten wir einen Grund mehr, bei jeder Destillerie einzukehren, einen Dram zu nehmen und uns dabei zu trocknen.

Auf dem Weg wird man an vielen Stellen von Schafe beobachtet und man kann immer mal einen Abstecher zum Meer hin machen. Nach etwa 2,5 Kilometern zeigen sich deutlich die ersten Anzeichen, dass hier irgendwo Whisky gemacht wird: Die modernen Lagerhäuser von Laphroaig.

Und wer etwas mehr über die Destillerie weiß, erkennt auch quasi gegenüber das Kilbride Reservoir, in dem jeder “Friend of Laphroaig” ein Plot “besitzen” kann.

Nun ist es nicht mehr weit bis zum ersten Dram.

Neben dem Shop gibt es einen kleine Ausstellungsraum zur Geschichte der Brennerei. Hier kann man sich auch mit den Gummistiefel versorgen, um seinen squarefoot großen Plot zu markieren. Da ich Laphroaig auch schon besichtigt hatte, ging es dieses mal nur in die Bar, um den ein oder anderen Dram zu verkosten und sich aufzuwärmen. Nichtalkoholische Getränke sowie Kaffee und Tee gibt es hier auch.

Der nächste Stopp war Lagavulin. Es regnet auf dem Teilstück noch etwas mehr. So war es gut, dass Lagavulin seit meinem ersten Besuch 2011 nun auch eine kleine Bar auf dem Gelände hat. Auch hier konnten wir uns innerlich wie äußerlich aufwärmen.

Getrocknet und durch die Drams beschwingt ging es weiter zur dritten Station, der Ardbeg Destillerie. Kurz vor Ardbeg sieht man nicht nur, dass es nicht mehr weit ist, sondern bekommt auch gezeigt, wie weit es zu namensgebenden Orten der verschiedenen Whiskys der Brennerei ist.

Bei Ardbeg gibt es nicht nur eine Bar, um Drams zu verkosten, sondern auch das Old Kiln Café, um etwas zu essen. Allerdings werden Bestellungen nur bis 15:45 Uhr angenommen. Wir waren um 15:46 Uhr da und hatten Glück, dass die Küche noch nicht geschlossen war.
(Generell haben die Bars und Cafés bzw die Brennereien selbst in der Regel nur bis 17 Uhr geöffnet.)

Aber so konnte ich mich noch mit einer über aus leckeren Fish Pie stärken und …

… noch einen Dram genießen, bevor es auf den Nonstop-Rückweg ging.

Doch was macht man, wenn man mehr und mehr vom Regen durchweicht?! Man wärmt sich mit Whisky aus seinem Flachmann.

Eine schöne Wanderung, auch wenn das Wetter etwas trockener und sonniger hätte sein können. Aber wie sagen die Schotten:
Todays Rain, it’s tomorrows Whisky. Slaintè!

Whiskys – neu eingetroffen im Juli

Hier wieder die aktuellen Neuzugänge in unseren Whiskyregalen:

• Glen Scotia Campbeltown 1832
• Deanston Virgin Oak Cask Finish
• Glenrothes 1997/2019 Ibisco Decanter Cask No. 6369

• Tobermory 2008 – Sherry Butt – (Berry Bros and Rudd)
• Bunnahabhain 1990/2016 Cask No. 11 (Berry Bros and Rudd)
• Kilchoman German Small Batch No. 1 Port Influence
• Kilchoman STR Cask Matured 2012/2019
• Great King Street – Glasgow Blend by Compass Box
• J. J. Corry, Mezcal & Tequilla Casks (Irland)

• Islay’s South Coast 11 Jahre, (The Whisky Trail)
• Orkneys Isles PX Sherry Cask Finish 13 Jahre (The Whisky Trail)
• High Five 15 Jahre Sherry Cask (The Whisky Trail)
             

• Caol Ila 1999/2011 (The Whisky Trail UK)
• Mars Maltage Cosmo (Japan)
• Laphroaig Four Oak

             

Besuch in der Pulteney Distillery in Wick

Mitten in Wick gelegen erinnert die Fahrt zur Destillerie, durch geschwärzte Fassaden an die Kulissen für Peaky Blinders und man würde sich nicht wundern wenn die Shelby Brüder plötzlich um die Ecke kämen.

Von außen wirkt die Brennerei Pulteney triste. Sobald man jedoch durch die kleine Kontortür eintritt, wird man nicht nur freundlich empfangen, sondern steht in einem schönen Visitorcenter mit einem urigen »Warteraum« für die Touren sowie einem sehr gemütlichen Tastingraum.

Der Whisky aus der Brennerei läuft übrigens unter dem Namen Old Pulteney. Zu verdanken haben wir das dem unabhängigen Abfüller Gordon MacPhail, der unter diesem Namen Whisky der Brennerei abfüllte, als diese nur Malt für die Blendindustrie (vor allem Ballantines) lieferte. Erst 1997 kam der erste Single Malt als Standardabfüllungen direkt von der Destillerie auf den Markt.

Wir wählten die Tour mit dem Tasting mit vier Drams. Bei der Tour konnte man übrigens überall fotografieren, was ich fleissig tat. Anders als bei Balblair, obwohl beide zum gleichen Konzern gehören.

Die Anlage ist noch im guten Sinne »old school«. Eine klassische Porteus Mill durfte dabei natürlich nicht fehlen. Die Mashtun hat einen kupfernen Deckel, was aber auf Nachfragen, einen rein ästhetischen Grund hatte.

Die Stills haben eine sehr ungewöhnliche Form, da man sie wegen der Enge bzw. niedrigen Decke des Gebäudes anpassen musste, wurde die Washstill einfach oben gekappt. So wirkt sie als hätte man eine alte Taucherglocke mit integriert. Aber auch die Spirit Still bzw. ihr Swan Neck ist aussergewöhnlich. Der Arm geht nach einem kurzen waagerechten Stück, senkrecht in die Tiefe. Danach geht der Dampf waagerecht in den Purifier, von dem ein Teil des Alkohols wieder in die Spirit Still zur Destillation zurückfließt.

Statt modernen Kondensatoren zum Herunterkühlen des Dampfes, setztman noch auf alte Worm Tubs im Freien mit Kühlung durch Wasser. Die beiden Rohre, durch die der Dampf durch die Worm Tubs fließt sind jeweils 90 Meter lang.

Zu letzt machte die Destillerie von sich reden, weil sie zusammen mit der Stadtverwaltung ein Projekt für die Nutzung der bei der Destillation entstehenden Abwärme ins Leben rief. Die Wärme soll für rund 1.500 Haushalte ausreichen.

Bevor es dann zum abschließenden Tasting ging, geht die Tour in eines der großen Lagerhäuser. Kein klassisches Dunnage Warehouses, sondern hohe gemauerten Hallen, in denen die Fässer auf Stahlracks bis zu 8 oder 9 Lagen übereinander gestapelt sind.

Der Tastingroom ist wirklich wie eine kleine gemütliche Bar eingerichtet. Zu Beginn gibt es einen kleinen Film, der aber zum Zeitpunkt unseres Besuches alles andere aktuell. Im Film wurde zum Beispiel der 17 Jahre alte Old Pulteney besprochen, der aber mittlerweile vom 18 jährige in der Range ersetzt wurde. Man kann sich den Film gerne sparen, da er mehr verwirrt als weiter hilft. Mit den vier zu verkostenden Whisky bekam man einen guten Überblick über die Range der Brennerei. Neben drei Standards gab es auch den einzigen leicht rauchigen Malt, der exklusiv für Travel Retail abgefüllt wurde. Wem das zu viel ist, kann auch das normale Tasting mit »nur« zwei Malts buchen. Driver-Sets kann man auf Anfrage bekommen.

Mein Whisky-Highlight war der 21jährige handfilled Old Pulteney, den ich mit genommen hatte.

   

Aber wenn man mal schon in der nördlichen Ecke Schottlands ist oder auf dem Weg zu den Orkneys, sollte man die Brennerei auf jeden Fall mit nehmen. Der Besuch lohnt sich.

Harte Fakten
• Fermentation: 52 Stunden
• Produktion an Rohalkohol pro Jahre 1,8 Millionen Liter
• 6 x stählerne Washbacks mit je 35.000 Liter
• 1 Wash Still ( 13500 l) und 1 Spirit Still (17343 l)
• Non-peated Malt


Filling Station – Hier wird der New Make in die Fässer gefüllt