Wiski? Whiski? Whisky? Whiskey? Wisky? Wiskey?


Natürlich wissen wir, dass Ihr wisst, dass das Destillat aus Wasser, gemältzter Gerste und Hefe »Whisky« geschrieben wird. Oder doch »Whiskey«?

Bei uns im Laden findet Ihr zwar mehr Whisky(s), aber das bedeutet nicht, dass wir Whiskey(s) nicht empfehlen. Denn entgegen der Meinung einiger, sind Whiskeys nicht schlechter als Whiskys. Doch wir haben nun mal mehr schottische Whiskys im Sortiment und die werden schon immer typischerweise ohne »e« geschrieben.

Whiskey mit »e« kommt heute aus Irland. Das war aber nicht immer so: Lange gab es in Irland beide Schreibweisen. Erst im 20. Jahrhundert setzte sich die Schreibweise mit »e« vermehrt durch. Dahinter standen vor allem Marketingüberlegungen, um den irischen vom schottischen Whisky abzugrenzen.

Auch viele US-amerikanische Bourbons schreiben sich mit »e« – also Bourbone Whiskeys. Aber das ist allein die Entscheidung der Brennereien, so hat sich Maker’s Mark für die Schreibweise »Whisky« entschieden.

In Kanada und anderen Ländern gibt es keine einheitliche Schreibweise und beides wird benutzt.

Gerne könnt Ihr bei uns im Laden probieren, ob und wie das »e« einen Unterschied macht.

12. Oktober: Whiskyfrauen – Whisky für Frauen (Whisky-Tasting)

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Whiskyexpertin Ina Manthey führt zum zweiten Mal durch dieses Tasting für Frauen. Dabei räumt sie mit den Vorurteilen auf, dass Whisky nur etwas für harte Kerle ist, berichtet von der Rolle von Frauen in Vergangenheit und Gegenwart für die Whiskywelt – von Frauen als Destilleriemanagerinnen, Blendmasterinnen, Produktionsleiterinnen oder Whiskyhändlerinnen. Das Foto oben zeigt übrigens Bessie Williamson, die ehemalige Managerin der Destillerie Laphroaig auf der schottischen Insel Islay.

Im März gab es das erste Tasting, jetzt stehen andere Whiskys, Destillerien und Frauen im Mittelpunkt.

In der Pause gibt es Snacks und zwischen den Whiskys reichen wir Weißbrot sowie stilles Wasser. Bitte sorgen Sie für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail oder Telefon:
info@die-genussverstaerker.de bzw. 0172. 7771781

Preis 30 Euro inklusive Whiskys und Snacks (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, am Goetheplatz/Nordend, Offenbach
Datum/Beginn 12. Oktobr 2016, 20:00 Uhr (Dauer ca. 2 Stunden)

Whisky und/oder Whiskey – Liquider Durchblick Teil 1

Immer wieder werden wir bei Verkostungen gefragt, ob es jetzt Whisky oder Whiskey heißt. Unsere diplomatische Antwort dazu: Beides stimmt, es kommt lediglich darauf an von wo der Whisky stammt.

An der Schreibweise kann man meistens die Herkunft erkennen. Während man in Schottland Whisky ohne »e« schriebt wird in Irland, USA und Kanada von Whiskey gesprochen.

Ausnahmen bestätigten natürlich auch hier wieder die Regel. Die US-amerikanische Marke »Maker’s Mark» verwendet die schottische Schreibweise, da sie sich auf Vorfahren aus Schottland berufen.

Im zweiten Teil des liquiden Durchblicks wird es um die Begriffe Blend, Single Malt und Single Cask gehen.

Fotos
Maker’s Mark: Jaludwig
Kilbeggan: Steffen Prößdorf

Dave Brooms »Der Whisky-Atlas«

Ein umfasendes Buch über Whisky zu schrieben ist gar nicht so einfach. Erstrecht, wenn man sich als Autor nicht nur mit schottischem Lebenswasser beschäftigt (ca, Zweidrittel des vorliegendes Buches), sondern man auch noch einen groben Überblick über den Whisk(e)y in Irland, Schottland, Asien, Europa und Australien bis hin nach Südafrika geben möchte. Das dabei etwas zu kurz kommt und liegt in der Natur der Sache. Brooms Whisky-Atlas gibt Einsteigern in das Thema einen guten Einblick zur Vielfalt von Whisky, aber für denjenigen, der weitergehende Informationen sucht, bietet das Buch nicht viel mehr als das was bereits andere darüber geschrieben haben. Da das Buch 2010 bereits in Englisch erschienen ist und jetzt lediglich als Übersetzung vorliegt, ist es auch nicht mehr brandaktuell. So wird Kilochman als Destillerie beschrieben deren Malt noch nicht auf dem Markt ist, momentan gibt es jedoch schon den ersten fünfjährgen aus dieser Brennerei.

Mich faszinieren vorallem die tollen Fotos, Landschaftsaufnahmen, aber auch von den Destillerien von Außen wie von Innen. Ebenfalls lobenswert sind die Infografiken, die die verschiedenen Arten der herstellung von Malt, Bourbon, Grain, etc. grafisch visualisieren.

Da ich das Buch eher bei Einsteigern sehe, als bei erfahrenden Whisky-Freunden oder gar Profis, sind die Verkostungsnotizen dafür aber wenig hilfreich. So wurde fast bei allen Destilerien ein New Make verkostet, dazu Fassproben und vermutlich schon längst vergriffene Single Cask Abfüllungen. Dinge, die man alles samt als leser wohl kaum zum Probieren bekommt. Und hinzukommt noch, dass ja jedes Fass seine eigene Charakteristik hat und eine Verkostungsnotiz irgendeiner Fassprobe für den Leser schlicht weg uninteressant ist. Stattdessen fehlen häufig dafür die Standardabfüllungen, eben Whisky mit denen man vielleicht startet, um sich einer Destillerie zu nähern.

Prinzipiell finde ich einen Angabe wie »Ähnliche Whiskys« nicht verkehrt, aber was da teilweise als ähnlich vom Autor angesehen wird, finde ich unpassend. So wird beim Ardmore Traditional Cask als ähnliche Whiskys eine bunte Mischung an Malts aufgefüht. So soll er zu gleich ähnlich wie eine Springbank 10 Jahre und ein Port Charlotte PC8 sein.

Und lachen musste ich, als den Lesern doch faktisch eine Whisky-Schorle ans herz gelegt wird. Broom oder besser gesagt der Übersetzer, empfiehlt junge rauchige Whiskys mit Sprudel zu verdünnen. Vermutlich wurde da Soda Water mit Sprudel übersetzt. Doch selbst Soda Water mit seinem hohen Natriumhydrogencarbonat-Anteilen, welches sehr salzig schmeckt, finde ich absolut unpassend für die Beigabe bei Whisky.

Im Vorwort wird aber behauptet, dass es Zeit für dieses umfassendes Buch sei. Doch es gibt sicherlich schon weit aus ausführlichere Ausführungen. Und so viel Neues war im Vergleich zu diesen bereits veröffentlichten Büchern nicht zu finden. Aber aber noch über kein solches Whisky-Buch verfügt, der wird sicherlich viel Neues und Spannendes darin finden.

Preis 49,90 Euro
Verlag Hallwag Verlag
Wertung **/*** (***** als beste Wertung)