Teaspoon – Whisky mit dem Teelöffel

Immer wieder findet man bei Whiskys unabhängiger Abfüller den Begriff Teaspoon, also Teelöffel, auf dem Label. So zum Beispiel bei Abfüllungen unter dem Namen Westport. Was hat es damit auf sich?

Dabei handelt es sich um einen Single Cask Whisky, welcher – zumindest offiziell – mit einem Teelöffel eines Whisky aus einer anderen Brennerei gemischt wurde. Dadurch ist der Whisky, der aus diesem “Single Cask” kommt allerdings kein Single Malt mehr, sondern »nur« ein Blended Malt. Und so darf die Abfüllung nicht mehr den Namen der eigentlichen Destillerie auf dem Etikett tragen. Ob wirklich jemand mit einem Teelöffel ein paar Tropfen von Whisky A ins Fass von Whisky B träufelte, mag dahin gestellt sein. Selbst wenn, wäre der Einfluss marginal.

Aber Brennereien schützen damit ihre Marke und das geschmackliche Profil der Marke. Denn die Single-Cask-Abfüllungen unterscheiden sich manchmal deutlich von Standardabfüllungen der Brennereien. So verkaufen sie zwar die Fässer an unabhängige Abfüller, aber bei einem Westport steht halt nicht Glenmorangie drauf.

Da aber eh das wichtigste ist, ob er schmeckt oder nicht, soll es uns gleich sein. Zudem sind wir meist positiv überrascht, was so ein Teaspooned Whisky gegenüber der Standardabfüllung »kann«.

Scottish Whisky Basics – ein kleiner Einblick in die Whisky Stile


Es kann manchmal schon verwirrend in der schottischen Whisky-Welt sein – Single Malt, Blended Malt, Single Cask, Blended Whisky – alles klar? Deshalb wollen wir heute ein wenig Licht ins Dunkle bringen und euch ein paar wesentliche Whisky Begriffe erläutern.

Single Malt
Single Malts sind Whiskys aus gemälzter Gerste, die in einer einzigen Destillerie produziert werden. Dafür werden verschiedene Fässer aus dieser Destillerie zunächst in einem großen Bottich vermischt und dann in Flaschen abgefüllt.  Soll der Whisky eine Altersangabe z.B. 10 Jahre tragen, bestimmt das jüngste Fass aus der Auswahl der Fässer das angegebene Alter auf der Flasche. Es dürfen auch ältere Fässer enthalten sein, doch die Altersangabe ist durch den am kürzesten gelagerten Whisky definiert.

Single Cask
Single Cask Whiskys sind Abfüllungen, die ausschließlich aus einem einzigen Fass aus einer einzigen Destillerie stammen. Oft sind zusätzliche Informationen wie z.B. Angabe der Fassnummer und Fassart, Destillations- und Abfülldatum, Anzahl der Flaschen auf dem Etikett enthalten. Der Geschmack von Einzelfass-Abfüllungen (Single Cask) ist einzigartig, denn das Fass formt wesentlich den Geschmack  eines Whisky. Wenn alle Flaschen der Abfüllung aus dem Fass ausgetrunken sind, wird es diesen Whisky in diesem Geschmack nicht noch einmal geben.

Blended Malt
Auch hier werden verschiedene Fässer mit Whisky aus gemälzter Gerste gemischt. Allerdings kommen bei den Blended Malts die Fässer nicht aus einer Destillerie sondern sie werden in unterschiedlichen Destillerien produziert.

Blended Whisky 
Blended Whisky besteht aus Malt Whiskys (Whiskys aus gemälzter Gerste) verschiedener Destillerien und Grain Whiskys (Whiskys aus nicht gemälzten Getreidearten mit einem kleinen Anteil gemälzter Gerste) verschiedener Destillerien. Die einzelnen Bestandteile des Blended Whisky können aus 20 oder mehr verschiedenen Destillerien kommen. Es werden Whiskys mit einem eigenen Stil kreiiert, die sich aber nicht einzelnen Destillerie-Stilen zuordnen lassen.

Auch bei den Whisky-Stilen sollte nicht nach gut oder schlecht kategorisiert werden. Eine Empfehlung sind daher die Kategorien „schmeckt mir“ und „schmeckt mit nicht“. Der persönliche Geschmack ist letztendlich das, was zählt. In diesem Sinne > Slàinte < lasst es euch schmecken!

Über die Schulter geschaut – Mitarbeiter/innen-Schulung bei den Genussverstärkern

Einmal im Monat setzen wir uns alle zusammen hin und probieren gemeinsam die aktuellen Neuheiten, also das was an Whisky, Gin, Rum oder Weinen neu zum Sortiment dazu gekommen ist. Denn alles was bei uns im Laden steht haben wir selbst schon verkostet und wir verkaufen nur, was wir selbst auch trinken würden.
Im Juni lag der Schwerpunkt auf Whisky und Gin. Lediglich ein Rum, der Fiji von Plantation war mit in der Verkostungsreihe. Was so locker und lustig aussieht ist trotzdem echte Arbeit und nach 20 verschiedenen Spirituosen merkt man auch schnell, dass man, was die feinen Nuancen angeht, schnell an seine Grenzen kommt.

Aber der Reihe nach. Den Start machten fünf neue Gins. Wie bei uns üblich verkosten wir sie zunächst pur und dann mit verschiedenen Tonic Water, so dass wir euch immer auch eine Empfehlung für Gin Tonic mit auf den Weg geben können.


Neu im Sortiment sind die beiden irischen Gin Beara Ocean Pink Gin und der auf Molke basierende Bertha’s Revenge Gin, der Klassiker von Citadelle sowie der gesüßte und fassgelagerte Old Tom Gin von Citadelle. Aromatisch ausgefallen ist der Apostoles Gin aus Argentinien mit den Aromen von Mate und Eukalyptus, die einen an die berühmten englischen Minz-Schokoloaden-Täfelchen erinnern lassen.

Die Whiskys haben den Großteil der neuen Spirituosen dargestellt. Dabei waren der Wolfburn Small Batch 270, zwei Abfüllungen von James Eadie (Caol Ila & Inchgover), Auchentoshan 14 Jahre, Secret Speyside von The Maltman, die neuen Abfüllungen von Spirit & Cask Range, der Bunnahabhain Stiùireadair und der neue Blended Malt Nectar Grove von Wemyss.

Nach drei Stunden angestrengten Verkosten, Austauschen, Notizen machen ging es dann noch zum Chicken Palace, auch bekannt als Speyereck, wo man die besten Hähnchen Offenbachs bekommt.

Passend dazu als Soundtrack The Oppressed* mit »All togeher now«.


* The Oppressed waren eine der ersten antirassistischen Skinheadbands, die für die Wurzeln des Ska und der Rude Boys & Rude Girls aus Jamaika stehen und nichts mit den antirassistischen Boneheads zu tun haben.

Whisky meets Fudge – Unser Whiskyfudge mit dem Islay-Twist

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Wir haben, passend zum Herbst ein neues Whisky-Fudge. Der Aromakünstler hat wieder ein leckeres rauchiges Weichkaramel für uns gezaubert.
Whisky Fudge mit peruanischer Edelschokolade, Haselnüssen, Blended Scotch Whisky, Aprikose, Chili und Vanille.
Der Whisky-Twist kommt von Kiln Ember, einem rauchigen Blended Malt aus dem Hauses Wemyss.
Zur Schokolade kommt eine feine Rauchnote dazu, die im Abgang noch ihren Nachklang findet.

 

28. September: Whisky Basics – Whiskygenuss für Einsteiger und Neugierige AUSGEBUCHT

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Wer immer schon mal die geschmackliche Bandbreite schottischen Whiskys kenne lernen wollte, der ist hier genau richtig. Und damit auch für alle jene geeignet, die sich das erste Mal dem schottischen »Lebenswasser«, dem Uisge Beatha, nähern wollen. Beim Tasting erfahren Sie auch wie Whisky produziert wird, was sich hinter Begriffen wie z.B. Single Malt oder Fassstärke verbirgt und etwas über die vielfältige Geschichte des Whiskys und die der Destillerien.

»Die Mannigfaltigkeit der Genüsse, die sich hinter dem Wort Rotwein verbirgt, ist allgemein geläufig und anerkannt. Für die meisten Menschen dagegen ist Whisky einfach nur Whisky. Wie falsch diese Einschätzung doch ist.«
Eric Linklater, schottischer Autor

  • Bladnoch Distillers Choice
  • Tullibardine Burgundy Finish
  • Pultney 6 yo, A.D. Rattray
  • Linkwood 11 yo., Wemyss Malt
  • Stronachie 18 yo
  • Peat Chimney, Wemyss Malts
  • Breizh, Armorik

In der Pause gibt es ein Buffet mit verschiedenen Käsen und zwischen den Whiskys reichen wir Weißbrot sowie stilles Wasser. Bitte sorgen Sie für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail oder Telefon:
info@die-genussverstaerker.de bzw. 0172. 7771781

Preis 38 Euro inklusive Whiskys und Pausenbuffet (pro Person)
Ort die genussverstärker, Bernardstraße 63a, am Goetheplatz/Nordend, Offenbach
Datum/Beginn 28. September 2014, 16:00 Uhr (Dauer ca. 2,5 Stunden)