Bio-Weine aus Rheinhessen (2): Weingut Feth

Vom Weingut Feth-Wehrhof, einem bio- und seit neustem auch demeter-zertifizierten Weingut haben wir einen ganze Bandbreite an Weinen probiert, jedoch haben uns nur einige wenige wirklich überzeugt.

Und das waren in erster Linie die Rotweine, wie den 2007er Pfeddersheimer St. Georgenberg, einen Spätburgunder der im Mund durch frische Säure in Kombination mit seidigen Taninen, Röstaromen und roten Beeren überzeugte.

Auch der St. Laurent aus dem gleichen Jahrgang und gleicher Lage fand unsere Zustimmung. In der Nase nimmt man zunächst Brombeeren dann aber auch Kakao und dezente Lakritznoten wahr. Im Mund ist er fruchtig und weich, wenn man man ihm 1 bis 2 Stunden Zeit lässt, ist er ideal. Bei der AWC Vienna 2009 wurde er mit der Silber-Medaille ausgezeichnet.

Der Spätburgunder 2010 aus der Reihe der Gutsabfüllungen war absolut überraschend. In der Nase fanden wir ganz untypische Blutorangen und Grapefruitnoten, dazu Nelken und Zimt. Nach einer Zeit im Glas kamen noch erdige Komponenten hinzu. Auch im Geschmack fanden wir die Grapefruit und Blutorangenaromen wieder, dazu eine leichte bittere-Würzigkeit.
 

Bio-Weine aus Rheinhessen (1) – Weingut und Gutsschänke Schmitt

Bio-Weine oder genauer gesagt Weine aus Trauben aus ökologischem Anbau werden immer häufiger angefragt, die ersten Weine mit dieser Ausrichtung, die wir probierten hatten waren eine Auswahl vom Weingut Schmitt aus Flörsheim-Dahlheim und hier in erster Linie der ds-Selection des Juniors.

Sein Rotein-Cuvee mit Namen Kia Ora aus dem Jahrgang 2008 war noch ohne Bio-Siegel und wie der Name bereits andeutet hat Daniel  unteranderem seine Erfahrungen im Weinbau in Neuseeland gemacht.
Im Glas ist war er zunächst dunkel wie die Nacht und in die Nase strömt einem eine komplexe Mischung aus Kaffee, Vanille, Pflaume, Heidelbeeren und dunklen Rumtopffrüchten entgegen. Im Mund bestechen die vollen Fruchtaromen und gut eingebettete Tanine. Am zweiten Tag kommen noch feine Rauch- und Ledernoten mit hinzu. Von der Stilistik, dem Namen entsprechend ein sehr international ausgebauter Wein. Und das für unter 10 Euro, absolut empfehlenswert.

Von den jüngeren Weinen mit Bio-Siegel haben uns Gelber Muskateller und der Pfrimtaler Riesling aus dem Jahrgang 2010 am meisten überzeugt. Der Muskateller hat ein intensives Bouquet nach Litschi, Birne und Holunderblütensirup. Im Mund ist er aber auch mit würzigen Komponenten zur Ergänzung der Fruchtaromen ausgestattet. Als Aperitif oder auch gut zur Käseplatte als Begleiter geeignet.
 

Der Pfrimtaler Riesling ist in der Nase zwar im ersten Moment etwas zurückhaltend, im Mund entfaltet er sich richtig und zeigt sich von seiner vollen und saftigen Riesling-Frucht.

Leider ist das Etikettendesign total verunglückt. Der goldene Schriftzug auf dem orange-gold gestreiften Hintergrund ist im Grunde nicht zu lesen und selbst wenn drei Weine nebeneinander stehen, kann man sie nur mit Mühe unterscheiden. Im 2011er Jahrgang soll es neue Etiketten geben. Wir hoffen es, denn die tollen Weinen haben wirklich etwas besseres verdient.