Whisky – Neu eingetroffen im Oktober


Passend zum beginnenden Herbst haben wir wieder jede Menge neuer Whiskys in die Regale geräumt, die ihr natürlich auch vor Ort verkosten könnt.

Cameronbridge 23 Jahre, Brandy Finish, Spirit & Cask Range
Port Dundas, Sherry Finish, Spirit & Cask Range
Ardmore Sherry Finish, Spirit & Cask Range
Secret Orkney Peated, Spirit & Cask Range
El Maximo – Sherry Bombe, Spirit & Cask Range
Maximum Peat – Salz & Rauch, Spirit & Cask Range
Tullibardine “The Murray” – Chateauneuf-du-Pape Cask Finish
Armorik 10 ans, Limitiert auf 2000 Flaschen, nur 300 für Deutschland
Kilchoman Sauterne Cask, noch eine Flasche übrig, sehr streng  limitiert
Kilchoman 100% Islay, 8. Edition
Caol Ila, 10 Jahre, Sherry Cask, The Maltman, nur drei Flaschen vorhanden
Mackmyra Vinterglöd
Dailuana 9 Jahre, James Eadie
Miltonduff, The Old Friends
Ardmore, Rum Cask, The Old Friends
Invergordon, 2009, The Whisky Chamber
Fettercairn, 2006, The Whisky Chamber
Tullibardine 2006, Rum Cask, The Whisky Chamber
Tomatin 2008, refill Sherry Cask, The Whisky Chamber
Bruichladdich 2006, Oloroso Sherry Cask, The Whisky Chamber

St. Kilian Amarone Cask Spirit, Batch 5

Wer mich kennt, weiß, dass ich bei Whisky aus Deutschland mehr als skeptisch bin. Für mich spürt man bei vielen Whiskys aus Deutschland, dass sie entweder zu jung sind, eben nicht au Pot Stills stammen oder zu viel mit frische Holz für das junge Alter gearbeitet wird also irgendwie nicht wirklich rund sind. Und das oft zu einem viel zu hohen Preis. Dass es anders geht beweisen eigentlich seit Jahren Brennereien ausserhalb Schottlands wie Armorik, Rozelieures oder auch Mackmyra.

Doch jetzt hatte ich den ersten »Whisky« aus Deutschland im Glas, der mich aufhorchen ließ. Genau genommen noch kein Whisky, da der Spirit erst 27 Monate reifen konnte. Aber mir ging es so ähnlich wie bei Kilchoman, als ich die ersten Spirits probierte und dachte, da kommt was großes auf uns zu.

Das kommt natürlich nicht von ungefähr. Den im bayrischen Rübenau, unweit von Miltenberg hat man keine Obstbrennblasen umfunktioniert, sondern sich Pot Still Brennblasen aus Schottland bauen lassen, ebenso die Maischebottische sind aus der Speyside. Eine Destillerie ganz nach schottischem Vorbild. Hier hat man sich Master Distiller David F. Hynes aus Irland zur Unterstützung des Teams vor Ort mit ins Boot geholt.

Doch was hatte ich genau im Glas?
St. Kilian Batch 5, 27 Monate in ex-Amarone-Fässern gereift, 50 Vol. %, limitiert auf 4.900 Flaschen, 350 ML

Im Glas strömen einem Aromen von reifen Pflaumen aber auch Nuss- und Marzipanaromen entgegen, dazu trotzdem frische Noten und im Hintergrund das Holz. Klar hat so ein Spirit noch nicht die Ganze Komplexität wie ein 10 oder 12 Jahre lang gereifter Whisky, aber das was ich da im Glas hatte schmeckt halt nach Whisky, wie man ihn aus Schottland kennt, und nicht wie ein fruchtiger Malzbrand. Ich war begeistert und ihr vielleicht auch demnächst. Vom Batch 4, einem rauchigen Spirit bekommen wir auch noch ein paar Flaschen.

»Die speziellen Eichenholzfässer haben wir von Claudio Lenotti erhalten, dem wir freundschaftlich verbunden sind. Das bekannte Weingut seiner Familie produziert in Norditalien seit mehr als 100 Jahren herausragende Weine – unter anderem den bekannten Amarone. Das Besondere bei dieser Weinsorte: Nach der Lese werden die Trauben mehrere Monate lang getrocknet, verlieren so bis zur Hälfte ihres Gewichtes und entwickeln daher eine unglaubliche Zucker- und Geschmackskonzentration. Kein Wunder, dass Amarone zu den besten Weinen Italiens zählt. Deren besonderes Aroma haben wir uns durch die intensive Fassreifung für unseren Spirit of St. Kilian zunutze gemacht.«

 

9. Oktober: Armorik-Tasting-Tour mit David Roussier (Destillerie Manager) – Whisky-Tasting

Dass wir große Fans der bretonischen Whiskys von Armorik sind, wissen sicherlich schon die meisten, um so mehr freuen wir uns dass die diesjährige Tasting-Tour bei uns Halt macht. Umso mehr, dass David Roussier, Directeur General von Distillerie Warenghem in der Bretagne, die Whiskys vor Ort präsentieren wird.

Bretonischer Single Malt Whisky – mit Tradition! Distillerie Warenghem feiert 20 Jahre Produktion von Armorik Single Malt Whisky Breton.

David wird uns die Geschichte der ältesten französischen Whisky Distillerie näherbringen und euch – mit der einen oder anderen Überraschung im Gepäck – mitnehmen auf eine Reise durch die verschiedenen Produkte seiner Brennerei.

Nutzt die Gelegenheit zur Verkostung des vielfach ausgezeichneten bretonischen Armorik Single Malts und erhaltetn Hintergrundinformationen aus erster Hand. Es wird dabei viel Gelegenheit zu Fragen und Gedankenaustausch im persönlichen Gespräch geben.

Zur Verkostung stehen neben den drei Standards Clasic, Double Matiration und Sherry cask auch der erste rauchige Armorik »Lightly Peatded«, ein »PX Sherry Single Cask« sowie die offizielle Premiere des ersten zehnjährigen Armorik Whisky Breton.

Dazu reichen wir bretonisches Fingerfood.

Preis 45 Euro inklusive Whiskys und Fingerfood (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Laden in der Bernardstraße 63a, Ort kann sich je nach Menge der Anmeldungen noch mal ändern wird aber in unserer Nachbarschaft sein.
Datum/Beginn 9. Oktober, Dienstag 20:00 Uhr (Dauer ca. 3 Stunden)

WTF! – Impressionen von der diesjährigen Whisky Time Frankfurt

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Am letzten Wochenende waren wir, nun bereits zum dritten Mal, auf der Whisky Time Frankfurt (WTF) mit einem Stand vertreten. Die WTF ist die Hausmesse vom sehr geschätzten Kollegen Gregor Haslinger von Whisky Spirits. Beim ihm ging ich durch die vielen Tastings, die ich dort besuchte, sozusagen in die Lehre. Es fing so vor 12 Jahren etwa an, als ich ein Whisky-Tasting bei ihm geschenkt bekam.

Für mich ist die WTF eine der schönsten Whiskymessen, da hier alles sehr familiär ist, nicht zu viele Aussteller – circa 15 – geprägt von unabhängigen Abfüllern und Händlern. Ein Besuch lohnt sich auch nächstes Jahr wieder. Sobald wir den Termin für 2019 erfahren, werden wir euch umgehend hier im Blog und auf Facebook informieren.

Wir hatten allen voran die neusten Abfüllungen von The Whisky Chamber erstmals der whiskyaffinen Öffentlichkeit vorgestellt. Der »Port Teufel«, ein torf-rauchiger Whisky von der Südküste der Insel Islay, war ruck-zuck ausverkauft. Der Teufel Nr. 14 aus dem Bourbon Cask ist jedoch noch erhältlich. Ebenso ein sehr leckerer Dalmore auf dem Sherry Cask, ein 17jähriger Arran, ein Tullibardine aus dem Sherry Quarter Cask sowie ein Glen Moray. Der Alterspräsident ist ein 21jähriger Glen Rothes. Alle neuen Abfüllungen werden auch am 10. März (13–17 Uhr) im Rahmen des Open Tastings im Laden präsentiert.

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Neben den Abfüllungen von The Whisky Chamber hatten wir – wie in den Vorjahren – auch Kilchoman, Wolfburn, Armorik Whisky Breton sowie einige Raritäten anderer unabhängiger Abfüller dabei. 

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Mein Dram of the Weekend war übrigens der Ardbeg Twenty Something, den der Kollege Thomas Zilm, Brand Ambassador für Ardbeg und Glenmorangie, dabei hatte. Einer meiner liebsten Kollegen, der dann am Sonntag Abend mit laut aufgedrehtem »Alles auf Rausch« von Feine Sahne Fischfilet vom Hof fuhr. Uns verbindet eben nicht nur Whisky, sondern auch noch Musik und Fußball.

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Schaut nächstes Jahr einfach mal vorbei: Die WTF ist ein großer Spaß für alle Maltheads.

Armorik Lightly Peated – der kleine torfige Bretone

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Alba Import bringt uns mal wieder etwas Neues aus der Bretagne. Und zwar der erste, wenn auch nur leicht, getorfte Armorik Whisky. Die Auflage des Armorik »Lightly Peated« beträgt nur 800 Flaschen, abgefüllt mit leicht erhöhter Trinkstärke von 48% Vol. und natürlich unchillfiltered und ohne Zusatz von Farbstoff. 
 
Der Armorik »Lightly Peated« basiert auf dem Armorik »Classic«, ergänzt mit 45ppm schwer getorften Armorik Single Malt. So ergibt sich eine sehr schöne Verbindung aus fruchtigen, maritim-salzigen und torfigen Aromen. 
Er besitzt einen Duft, der an erdige und zugleich maritime Aromen erinnert, dazu etwas Zitrus und ein Hauch von Lagerfeuer, Im Geschmack dann gelbe Früchte, malzig, Haferkekse, Nuss. Der Rauch kommt vorallem im Abgang noch mal dezent zur Geltung. Fein und dezent wurde die Rauchnote mit den bekannten salzigen und nussigen Aromen des »Classic« verbunden. Bin gespannt ob und wann auch mal stärker getorfte Whiskys den Weg in unsere Nosinggläser finden. Aber wieder einmal hat die Destillerie Warenghem aus dem Norden der Bretagne gezeigt, dass guter Whisky nicht nur aus Schottland oder Irland kommt.