Bourbon von seiner beste Seite – Noah’s Mill Kentucky Straight Whiskey

Dieser Bourbon hat selbst mich als jemand, der nicht unbedingt ein Fan von us-amerikanischen Whiskeys ist, umgehauen. Noah’s Mill kommt aus der Willet Distillery in Kenthucky, wird in Small Batches und in Fassstärke abgefüllt. (Alkoholangaben können daher von Batch zu Batch leicht variieren.)

In der Nase Vanille, Zuckersirup, dunkles Karamell, Walnuss und etwas Zimt. Trotz der 57,2 Vol % keine störenden Alkoholnoten im Geruch. Der erste Schluck dann warm, kräftig aber trotzdem weich und cremig. wieder Vanille und Karamell, aber auch Fruchtkompott und Honig, dazu etwas Ingwer- und Pfefferschärfe, aber alles wunderbar eingebunden. Dazu noch mal im Abgang geröstete Walnüsse und frische Apfelaromen. Bleibt lange  und ist außergewöhnlich komplex aber weich im Geschmack.
Diese besondere Abfüllung erhielt in Jim Murrays Whisky Bible immerhin 91 Punkte.

Für ich mit das Beste was ich an Straight Kentucky Bourbon bisher getrunken habe.

Schwedischer Rauch trifft amerikanische Eiche – Svensk Rök/ Amerikansk Ek von Mackmyra Whisky

Svensk Rök /Amerikansk Ek ist so ein wenig der große, aber etwas ungehobeltere, große Bruder des Svensk Rök. Der gleiche New Make, der jedoch nur in frischer amerikanischer Eiche reifte.

Durch das frische Holz bekommt er mehr Wums, würziger Rauch etwas weniger Vanille, dafür mehr Ecken und Kanten. Neben den Gewürznoten auch fruchtige Aromen von Feigen und Pflaumen, die wiederum mit einer kleinen Ingwerschärfe daher kommen.

Schöne Kombination von Rauch, Frucht und Würze mit deutlich längerem Abgang als der kleine Bruder. Während der Svensk Rök eher so der Easy-Drinking-Whisky ist, kann man sich mit dem Svensk Rök/Amerikansk Ek schon mal länger am Abend beschäftigen. Für mich ein ganz besonderer Whisky.

Lab Distillery Gin – Schwedischer Wacholder trifft auf Mango

Mackmyra wäre nicht Mackmyra, wenn Sie es bei einem Gin belassen würden. nach dem Kreatör Gin erschien nun auch der Lab Distillery Organic Gin. Eine ganz unscheinbare Flasche, keine große Geschichte, kein fancy Name, sondern nur ein einfach guter Gin.

Auch er stammt aus der alten Mackmyra Bruks Distillery, doch die Botanicals sind ganz andere. Zunächst ist es auch ein klassischer Gin, der von Wacholder dominiert wird. Doch insgesamt stützt er sich lediglich auf sechs Botanicals und ist ganz klar geschaffen worden um für tolle Gin basierte Cocktails, Dry Martinis und Long Drinks eingesetzt zu werden. Vor allem der für Gin ungewöhnliche Mango gibt eine tolle fruchtige Note.

The Senior Port – Tawny Portwein mit dem Schnorres (Niepoort Vinhos)

Niepoort Vinhos steht seit vielen Jahren für Innovation in der Verbindung mit Tradition. Der Senior Tawny verbringt die meiste Zeit mit der Alterung in kleinen Fässern in den Niepoort-Kellereien, in Vila Nova de Gaia. Die Fässer sorgen für einen leichten Kontakt mit der Luft, was zu einer langsamen Oxidation im Laufe der Jahre führt.

Die Trauben – Touriga Nacional, Touriga Franca, Tinto Cão, Tinta Francisca, Tinta Amarela, Sousão, Tinta Roriz und andere – für den Senior Tawny werden handgelesen und zum größten Teil nach traditioneller Art mit den Füßen, in Lagares, gestampft. Sie reifen für 7 Jahre in Barriques aus französischer Eiche.

Typisch für Tawny ist die ziegelrote Farbe. Durch das deutlich höhere Alter und die kleineren Fässer wie der Einstiegs-Tawny ist er am Gaumen samtig und körperreich, aber noch genügend Frische für angenehmen Trinkfluss.
Damit passt er hervorragend zu Desserts mit Nüssen, Eiern, Karamel, Vanille oder Kaffee, auch zu gereiftem Käse. Kann ebenfalls leicht gekühlt als Aperitiv getrunken werden.

Kreatör Gin – Schweden von der waldigen Seite


Seit dem die ursprüngliche Destillerie von Mackmyra durch eine moderne Brennerei ersetzt wurde, wird dort u.a. auch Gin produziert. Alle Zutaten sind aus biologischem Anbau und der Gin wird auf einer kupfernen Pot Still gebrannt.

Für mich ist es einer meiner Lieblinge in der Unmenge an Gins heutzutage. Er duftet und schmeckt nach ganz viel Wacholder und nach Wald. So stellt ich mir einen Spaziergang im schwedischen Wald vor. Dazu ganz viel Frische von Zitrusfrüchten und runde, leicht süß wirkende beerige Noten.

Als Gin & Tonic bevorzuge ich die Kombination mit dem Doctor Polidori Botanical Tonic oder einem neutralen Indian Tonic wie dem Schweppes Dry.

Verwendete Botanicals: Wachholder, Limette, Grapefruit, Zitrone, Orange, Koriander, Kardamom, Pomeranze, Vanille, rosa Pfeffer, Zimt, Ingwer, Holunder, Anis, Preiselbeere und Himbeere.