Tokinoka Black – Whisky made in Japan


Whisky aus Japan ist gefragt. Die große Kunst der japanischen Whiskytradition, die immerhin schon auf die Anfänge des vorigen Jahrhunderts zurück reicht, ist jedoch nicht der Single Malt, sondern der Blended Whisky und Blended Malt. So ist auch der Tokinoka Black der die White Oak Distillery in Akashi, unweit der Metropole Kobe, ein Blended Whisky. Genau genommen ein Single Blend, da Grain und Malt aus der gleichen Brennerei stammen.

Die 50 Vol % geben dem Blend Kraft und Länge. Ergänzt wird dies durch die Rotweinaromen, die den Black vom »normalen« Tokinoka unterscheiden.
Dazu kommen erdige Noten, Holz und Leder, aber auch fruchtiges Wiengummi. Schöner kräftiger Blend mit langem Abgang, wärmend und aromatisch.

Die Brennerei ist der Legende nach die erste Brennerei, die 1919 die Genehmigung erhielt Spirituosen zu produzieren. Man produzierte zunächst nur für den heimischen markt. Erst 1984 wurde eine neue Brennerei produziert, in der ausschließlich Whisky und damit auch für den Export produziert wurde.

Gin – ein Getränk mit viel Stil und vielen Stilen! (Teil 2)

Weiter geht es auf unserer Reise durch die Welt der Gin-Stile. Gin, Destilled Gin, London Gin oder London Dry Gin – das kann schon verwirrend sein. Was diese Bezeichnungen bedeuten und wie sie verwendet werden hat die EU 2008 geregelt.

Keine Angst, es wird jetzt nicht so trocken. Wir bringen nur mal ein wenig Licht ins Dunkle und schauen mal, wie das alles so ist, mit den Spirituosen und dem Gin. Ist also ein Artikel zum Thema „Bildungstrinken“. Wer es dann ganz genau wissen will, kann es in der Verordnung (EG) Nr. 110/2008  nachlesen.

Ihr könnt euch aber auch gerne einen eurer Lieblingsgins einschenken und mal auf dem Etikett nachschauen, was es denn genau ist. Dann  liest es sich vielleicht doch gleich etwas flüssiger.

Gin

  • Gin ist eine Spirituose mit Wacholdergeschmack, die durch Aromatisieren von Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs mit Wacholderbeeren gewonnen wird.
  • Der Mindestalkoholgehalt von Gin beträgt 37,5 % vol.
  • Bei der Herstellung von Gin dürfen nur definierte Aromastoffe und/oder Aromaextrakte verwendet werden, wobei der Wacholdergeschmack vorherrschend bleiben muss.

Destillierter Gin

  • Destillierter Gin ist  eine Spirituose mit Wacholdergeschmack, die ausschließlich durch erneute Destillation von Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs mit einem ursprünglichen Alkoholgehalt von mindestens 96 % vol in Destillierapparaten, die herkömmlicherweise für Gin verwendet werden, unter Zusetzen von Wacholderbeeren und anderen pflanzlichen Stoffen hergestellt wird, wobei der Wacholdergeschmack vorherrschend bleiben muss, oder
  • eine Mischung eines so gewonnenen Destillats mit Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs der gleichen Zusammensetzung, Reinheit und gleichem Alkoholgehalt; zur Aromatisierung von destilliertem Gin können auch definierte Aromastoffe und/oder Aromaextrakte verwendet werden.
  • Der Mindestalkoholgehalt von destilliertem Gin beträgt 37,5 % vol.
  • Gin, der durch den einfachen Zusatz von Essenzen oder Aromastoffen zu Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs gewonnen wird, darf nicht die Bezeichnung destillierter Gin tragen.

London Gin

  • London Gin gehört zur Spirituosenart Destillierter Gin.
  • Er wird ausschließlich aus Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs (Methanolgehalt von höchstens 5 g/hl reiner Alkohol) gewonnen; sein Aroma wird ausschließlich durch die erneute Destillation von Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs in herkömmlichen Destilliergeräten unter Zusetzen aller verwendeten pflanzlichen Stoffe gewonnen.
  • Der Mindestalkoholgehalt des hieraus gewonnenen Destillats beträgt 70 % vol.
  • Jeder weitere zugesetzte Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs muss definierten Merkmalen entsprechen, allerdings mit einem Methanolgehalt von höchstens 5 g/hl reiner Alkohol.
  • Sein Gehalt an zugesetzten süßenden Erzeugnissen darf nicht mehr als 0,1 g Zucker je Liter des Fertigerzeugnisses betragen, und er enthält keine zugesetzten Farbstoffe.
  • Er enthält keine anderen zugesetzten Zutaten außer Wasser.
  • Der Mindestalkoholgehalt von London Gin beträgt 37,5 % vol.
  • Die Bezeichnung London Gin kann durch den Begriff „dry“ ergänzt werden.

Ihr merkt also, Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs und Wacholder sind irgendwie immer mit im Spiel. Dann geht es darum, ob noch einmal destilliert wird oder nicht. Und ob weitere Zutaten z.B. Zucker zugeben wurden. Begegnet euch Gin mit einem Alkoholgehalt von weniger als 37,5% vol, ist es kein Gin. (zur Besonderheit Sloe Gin erfahrt ihr im driten Teil mehr.)

Aus der Bezeichnung des Gins könnt ihr also die Herstellungsmethode erkennen und nun wisst ihr auch, dass ein London Gin nicht aus London kommen muss. Aber wie immer zählt euer persönlicher Geschmack und das ist mehr als eine Definition nach einer EU Verordnung.

6. Oktober: 20 Jahre Mackmyra Swedish Whisky – Tasting mit Brand Ambassador Felix Gröger


Was als Schnapsidee von 8 Freunden in Schweden begann ist nun bereits 20 Jahre alt: Mackmyra Swedish Whisky

Im Skiurlaub trafen sich 8 Freunde und tranken Whiskys. Dabei entstand die Idee nicht nur Whiskys aus Schottland und sonst wo aus der Welt zu genießen, sondern auch in Schweden Whisky zu produzieren. 1999 lief dann der erste Spirit aus den Brennblasen und Mackmyra sah das Licht der Welt. Mittlerweile haben Sie sich längst einen Namen gemacht und viele Fans gewonnen. Nicht nur, aber auch, wegen eines sehr experimentierfreudigen Fassmanagements. Da kommt der Whisky schon mal in Fässer, in denen zu vor Birkenwein, Calvados oder Kirschweins lagerte, die von master Blenderin Angela D’Orazio sorgsam ausgewählt werden.

Die neue 35-Meter hohe, moderne Gravity Distillery ist zudem einmalig in der Whiskywelt.

Schon früh, haben ich das Schaffen von Mackmyra verfolgt und freuen uns, dieses Jubiläum gemeinsam mit euch zu feiern. Mit dabei ist Brand Ambassador Felix Gröger, der vom Schaffen der Brennerei, ihrerGeschichte und den aktuellen Abfüllungen berichten wird.

Zur Feier öffne ich eine Flasche aus der sog. Preludium-Reihe aus meiner privaten Sammlung. Unter dem Namen Preludium erschienen Anfang bis Mitte der 2000er Jahre Abfüllungen, mit denen Mackmyra ihre Rezepturen austesteten. Geöffnet wird die rauchige Abfüllung Preludium Nummer 6, die letzte in der Preludium-Reihe.

Im Fokus stehen die aktuellen, spannenden Abfüllungen, dieser extrem vielseitigen Brennerei, die beweist, dass guter Whisky nicht zwangsläufig aus Schottland, Irland oder Japan kommen muss.

In der Pause gibt es ein Buffet mit verschiedenen Käsen und zwischen den Whiskys reichen wir Weißbrot sowie Wasser. Bitte sorgt für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail: tasting@die-genussverstaerker.de

Preis 50 Euro inklusive Whiskys und Pausenbuffet (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, 63067 Offenbach
Datum/Beginn 6. Oktober 2019, Freitag 20 Uhr (Dauer ca. 3 Stunden)

Die Schulbank drücken mit Compagnie des Indes Rum

Auch wir drücken ab und an die Schulbank und folgen selbst dem Motto Bildungstrinken. So etwa bei der Masterclass von Compagnie des Indes. Das »Schulgebäude« war dieses mal die Sullivans Bar in der Frankfurter Innenstadt. Florent von Compagnie des Indes präsentierte – in erster Linie – für die ganzen Bartender spannend, seine Blends Latino, Tricorne, West Indies und Jamaika Navy Style. nach stärkenden Sandwiches, ging es dann zu den aktuellen Single Cask/Small Batch-Abfüllungen weiter.

Wie immer kann Florent auch spannendes zu den Brennereien, zur Herstellungsverfahren und Geschichte des Rums berichten, so dass wir neben der Verkostung wieder neue Hintergrundinfos für die Beratung im Laden und die Tastings mit gebracht haben.

Dream to Dram – Kingsbarns erster Streich

Fast vier Jahre nachdem im März 2015 die ersten Fässer bei Kingsbarns Distillery befüllt worden, ist nun der erste Single Malt verfügbar – damit wurde ein großer Traum für die Familie Wemyss wahr, die nun nicht mehr nur unabhängiger Abfüller sondern auch Produzent von Scotch Whisky ist.

Die erste Abfüllung – Dream to Dram – ist komponiert aus 90% first-fill ex-Bourbon-Fässern und 10% portugiesischen Wein-Barriques, die mit einer besonderen Methode behandelt wurden (sogenannte STR Casks, ein Verfahren, dass Dr. Jim Swan entwickelt hat).

Doch jetzt mal zum Whisky. Kingsbarns produziert durch eine lange Fermentation und eine schonende Destillation ein sehr fruchtiges Destillat, dies zeigt sich auch in der ersten Abfüllung.

Im Glas ganz viel exotische Frucht wie Banane und Ananas sowie beerige Noten, dazu aber auch eine kräftige Kräuterwürze.
Im Mund entfalten sich dann Noten von Karamell, Bisquittteig, aber auch Cassis und etwas Mango. Im Abgang dann eine leichte Ingwer und Honignote.

Auf der diesjährigen Whisky Fait in Limburg konnten wir bereits mit Peter Holroyd, Distillery Manager von Kingsbarns, reden. Und wir freuen uns auf den Besuch diesen Sommer in der Brennerei.