Tada! St. Kilian Signature Edition One – Der erste Whisky aus Rüdenau


Lange, also drei Jahre mussten die Fans von St. Kilian warten. Am 12. Mai 2019 war es dann soweit und der erste Whiskys aus dieser Brennerei wurde abgefüllt und den vielen Whisky-Liebhaber/innen zugänglich gemacht. Die Latte wurden mit den insgesamt 7 Spirits (Mehr zu Batch 5 und Batch 7), die im Vorfeld erschienen sind schon recht hoch gelegt.

Und der Signature One hält, was man von ihm erwartet hat. Und wir haben ihn natürlich auch für euch und haben ihn auch so gleich verkostet. Und ich sag nur: LECKER

Zunächst zu den harten Fakten. Der Whisky lagerte für 3 Jahre in fünf verschiedenen Fässern. Die Abfüllung enthält 37 % ex-Bourbon-Casks, 18 % ex-PX-Sherry-Cask, 37 % ex-Martinique-Rhum-Cask, 3 % ex-Bourbon-Quarter-Cask und 5 % Kastanienfass. Insgesamt wurden 20.000 Flaschen in 0,5 l abgefüllt. Alkoholgehalt bei 45 Vol %

Doch jetzt zum Riechen und Schmecken.
In der Nase sehr fruchtig. Exotische Früchte wie Ananas aber auch Pfirsich. Dazu etwas Vanille und Toffee sowie Marzipan. Aber dazu kommen auch würzige und holzige Aromen. Sehr einladende »Nase«.

Im mUnd dann weich und wieder die gleichen fruchtigen Noten wie im Geruch. Die Süße wird ergänzt mit pfeffrigen Noten und Eiche, aber auch eine fast schon cremige Vanille. sehr vielschichtige Aromen. Hinten heraus wird er trockener und mehr Holznoten

Toller, vollmundiger und aromatischer Whisky!

Dufftown Pomerol Cask von Berry Bros. & Rudd –


Mit Berry Bros. & Rudd verbindet uns etwas. Das Unternemen kommt ursprünglich auch aus dem Weinhandel und hat sich neben bei verstärkt als unabhängiger Abfüller für Whisky, aber auch andere Spirituosen in den letzten Jahren auch in Deutschland einen Namen gemacht.

Dieser Whisky aus der Destillerie Dufftown aus dem gleichnamigen Städtchen in der Speyside wurde in einem französischem Rotweinfass aus dem Pomerol nachgereift.

In der Nase wunderbar fruchtig mit einer leichte Süße nach Kirschen. Mit seinen 55 Vol % sehr cremig am Gaumen, wieder die Kirsche mit Vanille und Toffee, dazu beerige Noten, wie man sie von roter Grütze kennt. Im Abgang kommen langanhaltende Aromen vom Holz und Noten von Gewürzen dazu. Insgesamt sehr vollmundig und aromatisch.

Bunnahabhain Moine – der rauchige Bunna


Bunnahabhain im Nordosten der Insel Islay gelegen ist vielleicht nicht so gefeiert wie Ardbeg, Laphraoig oder Bruichladdich, aber die Whiskys sind es alle mal wert näher betrachtet zu werden. Neben vielen tollen Single Cask Abfüllungen haben wir auch einige Standards bei uns im Sortiment. Neben dem Stiuireadair auch die rauchige Abfüllung unter dem Namen »Moine«. Moine is der gälische Name für Torf.

Für die Brennerei eher untypisch ist dies, wie der Name schon verrät, ein deutlich rauchiger Whisky, wie er im 19. Jahrhundert produziert wurde. Das war die Idee von Master Distiller Ian MacMillan. Er lagerte in Ex-Bourbonfässern, Sherryfässer sowie Rotweinfässern

In der Nase Nougat und Nuss mit Meersalz und warmem Rauch vom Grill. Im Mund dann süßer Rauch, Pfeffer, Ingwer und viel Würze. Er bleibt lange am Gaumen, mit einem salzig-rauchigen Nachklang.

Loch Lomond Single Grain from malted Barley – ein Unikat

Loch Lomond ist eine faszinierende Brennerei, die es mir angetan hat. Sie ist einzigartig in Schottland, denn dort werden auf vier verschiedenen Brennapparaten (Pot Still, Lomond Still, Coffey Stil, Destillationssäulenbrennanlagen) ganz unterschiedliche Whiskys produziert.

Teilweise führt das dazu, dass das Reglement der Scottish Whisky Association, damit überfordert ist.
So auch mit dem Single Grain (Grain = eigentlich steht dies Whisky aus ungemälztem Getreide wie Weizen oder Mais). Doch dieser »Single Grain« wird aus gemälzter Gerste produziert. Eigentlich wäre das ein normaler Single Malt. Doch er wird nicht auf einer kupfernen Pot-Still-Anlage produziert wird, sondern auf einer so genannten Coffey Stil. Damit ist er laut Reglement »nur« ein Single Grain. Da wir jedoch eh davon überzeugt sind, dass das gefällt, was schmeckt, hat uns dieser sommerliche Whisky sehr gut gefallen. Ganz nach dem Motto: Drink, what you like!

In der Nase schöne frische gelbe Früchte, etwas leicht forales, aber auch malzige Noten. Keine Sherry-Bombe, keine Rauch-Bombe, sondern ein feiner, fruchtiger und zugleich würziger Whisky mit etwas Vanille und einem ganz dezent-rauchigem Abgang. Also alles in allem ein Easy Drinking Whisky.

Weitere Abfüllungen von Loch Lomond:
Croftengea 11 Jahre, ein rauchiger Loch Lomind von The Whisky Chamber

Tokinoka Black – Whisky made in Japan


Whisky aus Japan ist gefragt. Die große Kunst der japanischen Whiskytradition, die immerhin schon auf die Anfänge des vorigen Jahrhunderts zurück reicht, ist jedoch nicht der Single Malt, sondern der Blended Whisky und Blended Malt. So ist auch der Tokinoka Black der die White Oak Distillery in Akashi, unweit der Metropole Kobe, ein Blended Whisky. Genau genommen ein Single Blend, da Grain und Malt aus der gleichen Brennerei stammen.

Die 50 Vol % geben dem Blend Kraft und Länge. Ergänzt wird dies durch die Rotweinaromen, die den Black vom »normalen« Tokinoka unterscheiden.
Dazu kommen erdige Noten, Holz und Leder, aber auch fruchtiges Wiengummi. Schöner kräftiger Blend mit langem Abgang, wärmend und aromatisch.

Die Brennerei ist der Legende nach die erste Brennerei, die 1919 die Genehmigung erhielt Spirituosen zu produzieren. Man produzierte zunächst nur für den heimischen markt. Erst 1984 wurde eine neue Brennerei produziert, in der ausschließlich Whisky und damit auch für den Export produziert wurde.