HYDE No. 7 „Presidents Cask“ Irish Single Malt

HYDE Whiskeys sind kleine (flüssige) Denkmäler. Denn mit den einzelnen Abfüllungen wird Douglas Hyde, der ersten Präsidenten Irlands, geehrt. Doch HYDE Whiskeys haben auch (mindestens) zwei Geheimnisse: Zum einen ist es „top secret“, woher der Spirit kommt. Und zum anderen – und dieses Geheimnis lässt sich mit etwas Recherche lüften – wird jeder Abfüllung eine Jahreszahl zugeordnet, die nichts mit dem Jahr der Abfüllung, sondern mit der Irischen Geschichte und im Besonderen mit Douglas Hyde zu tun hat.

Nun ist die siebte Abfüllung des HYDE Whiskeys erhältlich und auf der Flasche steht 1893. In diesem Jahr gründete Douglas Hyde die Gaelic League zur Wiederbelebung und Pflege der irischen Sprache.

Der HYDE No. 7 ist eine Small-Batch-Auflage mit nur 5.000 nummerierten Flaschen. Der Single Malt für diese Abfüllung ist dreifach destilliert und reifte danach komplett in frischen ex-Oloroso-Sherry-Butts in den HYDE-Lagerhäusern in West Cork. Abgefüllt werden Hyde Whiskeys ohne Kühlfiltrierung und ohne Zusatz von Farbstoff.

Und wie schmeckt er?
Im Glas sind zunächst süße Sherry-Noten, Trauben und Orangen. Im Hintergrund entwickelt sich würzige Aromen von Röstkaffee und gebrannten Mandeln.

Der Geschmack ist wieder von den nussigen Aromen geprägt, dazu etwas Schokolade und Gewürze. Hintenraus kommt noch eine kleine Explosion von Waldhonig, Feige und Holz.

 

Kilchoman 100% Islay, 8th edition ist da!

Als große und langjährige Fans der Islay-Brennerei Kilchoman freuen wir uns über jede neue Abfüllung. Wir wurden da auch noch nie wirklich enttäuscht.

Die 100% Islay Release, die jährlich erscheint, ist die Abfüllung der Farm Brennerei, die mit eigenem Malz aus dem eigenen Gerstenanbau hergestellt wird – getreu der Kilchoman Philosophie »from barley to bottle 100 % Islay«.

Die 8. Edition wurde mit 23 ausgesuchten ex Bourbon Barrel und 7 Oloroso Sherry Butts aus den Jahren 2008 – 2012 komponiert und enthält damit das erste Mal einen Sherryfass Anteil, durch den sich neben den typisch-fruchtigen Kilchoman und Islay-Noten auch tolle nussig-würzige Aromen und Anklänge von rotem Beerenkompott und Vollmilchschokolade zeigen.

Kilchoman 100% Islay ist mit 20 ppm nur mittelschwer getorft und wie üblich natürlich ohne Farbstoff und ohne Kühlfiltrierung abgefüllt.

Tasting Notes
Im Glas zunächst die typische Zitrusnote von Kilchoman, gepaart mit Karamell und einem Hauch Torfrauch. Im Mund wunderschön ausbalanciert mit Frische und Würze. Durch die ex-Sherryfässer etwas mehr Gewürze und Zimt als bei den vorherigen Editionen. Oder zusammengefasst: Sehr lecker, wärmend und auch für die, die nicht auf die großen Torfmonster stehen, ein Vergnügen.
 

2 x 9: Fettercairn & Glen Moray von A. D. Rattray

Aus dem Hause A. D. Rattray sind wieder zwei neue Single-Cask-Abfüllungen bei uns angekommen. Beide kommen in unverfälschter Fassstärke, ohne Färbung und Kühlfiltrierung.

9 Jahre lang reifte der Fettercairn aus den östlichen Highlands im Bourbon Fass welches unglaublich schwere Aromen hervorbrachte – er überzeugt mit einer beeindruckenden Cremigkeit und Noten von frischen Vanilleschoten, Karamell-Sahnebonbons und Früchtekompott.

Aus dem frischen Bourbon Barrel stammt der ebenfalls 9-jährige Glen Moray aus der Speyside. Er tritt cremig und floral an am Gaumen mit Zitrus, frischem Gebäck, Lychee und Grapefruit.

St. Kilian Amarone Cask Spirit, Batch 5

Wer mich kennt, weiß, dass ich bei Whisky aus Deutschland mehr als skeptisch bin. Für mich spürt man bei vielen Whiskys aus Deutschland, dass sie entweder zu jung sind, eben nicht au Pot Stills stammen oder zu viel mit frische Holz für das junge Alter gearbeitet wird also irgendwie nicht wirklich rund sind. Und das oft zu einem viel zu hohen Preis. Dass es anders geht beweisen eigentlich seit Jahren Brennereien ausserhalb Schottlands wie Armorik, Rozelieures oder auch Mackmyra.

Doch jetzt hatte ich den ersten »Whisky« aus Deutschland im Glas, der mich aufhorchen ließ. Genau genommen noch kein Whisky, da der Spirit erst 27 Monate reifen konnte. Aber mir ging es so ähnlich wie bei Kilchoman, als ich die ersten Spirits probierte und dachte, da kommt was großes auf uns zu.

Das kommt natürlich nicht von ungefähr. Den im bayrischen Rübenau, unweit von Miltenberg hat man keine Obstbrennblasen umfunktioniert, sondern sich Pot Still Brennblasen aus Schottland bauen lassen, ebenso die Maischebottische sind aus der Speyside. Eine Destillerie ganz nach schottischem Vorbild. Hier hat man sich Master Distiller David F. Hynes aus Irland zur Unterstützung des Teams vor Ort mit ins Boot geholt.

Doch was hatte ich genau im Glas?
St. Kilian Batch 5, 27 Monate in ex-Amarone-Fässern gereift, 50 Vol. %, limitiert auf 4.900 Flaschen, 350 ML

Im Glas strömen einem Aromen von reifen Pflaumen aber auch Nuss- und Marzipanaromen entgegen, dazu trotzdem frische Noten und im Hintergrund das Holz. Klar hat so ein Spirit noch nicht die Ganze Komplexität wie ein 10 oder 12 Jahre lang gereifter Whisky, aber das was ich da im Glas hatte schmeckt halt nach Whisky, wie man ihn aus Schottland kennt, und nicht wie ein fruchtiger Malzbrand. Ich war begeistert und ihr vielleicht auch demnächst. Vom Batch 4, einem rauchigen Spirit bekommen wir auch noch ein paar Flaschen.

»Die speziellen Eichenholzfässer haben wir von Claudio Lenotti erhalten, dem wir freundschaftlich verbunden sind. Das bekannte Weingut seiner Familie produziert in Norditalien seit mehr als 100 Jahren herausragende Weine – unter anderem den bekannten Amarone. Das Besondere bei dieser Weinsorte: Nach der Lese werden die Trauben mehrere Monate lang getrocknet, verlieren so bis zur Hälfte ihres Gewichtes und entwickeln daher eine unglaubliche Zucker- und Geschmackskonzentration. Kein Wunder, dass Amarone zu den besten Weinen Italiens zählt. Deren besonderes Aroma haben wir uns durch die intensive Fassreifung für unseren Spirit of St. Kilian zunutze gemacht.«

 

Glenallachie is back! – The GlenAllachie 12 Years old

Glenallachie ist wieder da. Ok, sie war natürlich nie weg. Die Destillerie wurde 1967 gebaut und hatte wie so viele Brennereien ständige Besitzerwechsel und zuletzt unter Leitung von Pernod Ricard/Chivas wurde dort nur Whisky für die Blendindustrie produziert. Der letzte reguläre Single Malt kam 2005 aus der Brennerei. Bis jetzt konnte man Malt von Glenallachie lediglich von unabhängigen Abfüllern genießen. Dank Billy Walker und seinen Mitstreiter/innen ist dies anders.

Billy Walker ist in der Branche kein Unbekannter, denn bis zum Verkauf war er maßgeblich für die drei Brennereien Glenglassaugh, Benriach und Glendronach verantwortlich.

Der GlenAllachie 12 Jahre ist das Flaggschiff der neuen Core Range von GlenAllachie. Er reifte 12 Jahre in 1st Fill Bourbon Casks, Virgin American Oak sowie PX & Oloroso Sherry Casks. In der Nase warme Butterscotch-Noten Honig und Mokka. Im Mund dann Aromen von Marzipan, Banane und Rosinen, sowie wieder Mokka.