Distillery Spotting III: Tomatin, Dalwhinnie & Clydeside Distillery

In Schottland gibt es gut 140 Destillerien. Und mein Ziel ist es, jede wenigstens einmal besucht zu haben. Doch Besuch ist nicht gleich Besuch. Denn es haben nur etwa 60 ein Visitor Center bzw. einen Shop oder man kann zumindest eine Tour machen. Alle anderen können in der Regel überhaupt nicht besichtigt werden.
Diese Destillerien fahre ich auf meinen Schottlandtouren also nur für ein Foto – einem “Distillery Spot” – an. Zum Teil sind es eher kleinere Brennereien, die keine Besucher möchten bzw. keine Kapazitäten haben, diese zu empfangen. Oftmals sind es aber auch große Destillerien, in erster Linie für die Blendindustrie produzieren.

Es soll aber auch vorkommen, dass eine Destillerie zwar generell für Besucher zugänglich ist (siehe Distillery Spotting I) und auch an dem Tag, an dem ich vorbeifuhr, entspechend geöffnet war (siehe Distillery Spotting II), ich aber ganz einfach keine Zeit für eine Tour hatte, sondern nur für einen kurzen »Hop-on Hop-off« in den Shop.

Tomatin Distillery


An Tomatin fuhr ich zufällig vorbei. Auf der Schnellstraße A9 sah ich einen Hinweis und entschied spontan, wenigstens einen Blick zu erhaschen. Wie schön, dass ich dann auch noch einen Hand-filled mitnehmen konnte.

Dalwhinnie Distillery

Bei Dalwhinnie war vorher klar, dass ich keine Zeit hätte für mehr als ein paar Fotos von Außen und einen Blick in den Shop. Aber so eine hübsche Distillery sollte man sich nicht entgehen lassen.

Clydeside DistilleryDie Clydeside Distillery ist eine noch sehr junge Brennerei und entsprechend haben sie noch keinen eigenen Whisky. Ich habe sie zufällig bei einem Spaziergang durch Glasgow entdeckt.

Distillery Spotting II – Ben Nevis, Dalmore und Eden Mill

In Schottland gibt es gut 140 Destillerien. Und mein Ziel ist es, jede wenigstens einmal besucht zu haben. Doch Besuch ist nicht gleich Besuch. Denn es haben nur etwa 60 ein Visitor Center bzw. einen Shop oder man kann zumindest eine Tour machen. Alle anderen können in der Regel überhaupt nicht besichtigt werden.
Diese Destillerien fahre ich auf meinen Schottlandtouren also nur für ein Foto – einem “Distillery Spot” – an. Zum Teil sind es eher kleinere Brennereien, die keine Besucher möchten bzw. keine Kapazitäten haben, diese zu empfangen. Oftmals sind es aber auch große Destillerien, in erster Linie für die Blendindustrie produzieren.

Manchmal hat es aber auch organisatorische Gründe, warum es bislang nur für einen “Distillery Spot” gereicht hat: Die Brennerei war an dem Tag, an dem ich vorbeifuhr nicht auf. Die Destillerie oder das Visitor Center wurde gerade umgebaut. (Daher schaut immer, bevor Ihr Euch auf den Weg macht, eine Destillerie zu besuchen, ob diese auch wirklich auf hat. Gerade in der Hauptsaison ist es auch notwendig, die Touren entsprechend vorzubuchen.)

Ben Nevis Distillery

Die Ben Nevis Distillery ist in der Nebensaison (ab Oktober) am Sonntag nicht für Besucher geöffnet. Aber weil sie gerade auf dem Weg in den Norden lag, habe ich schon einmal Fotos gemacht. Bei nächster Gelegenheit werde ich aber sicherlich eine Tour machen.

Dalmore Distillery

Die Dalmore Distillery wird derzeit bis voraussichtlich Anfang 2019 umgebaut. Entsprechend konnte ich auch hier nur Fotos von Außen machen. Das ist allerdings so vielversprechend, dass ich mich schon auf eine Tour dort freue.

Eden Mill – St. Andrews – Gin, Whisky & Beer

Auch die Eden Mill Distillery wurde im Oktober 2018 umgebaut. Und zwar so massiv, dass ich gar nicht an die Brennerei selbst rankam. Aber es gab einen temporären Shop aus Containern auf einem nahegelegenen Parktplatz.

Distillery Spotting I – Invergordon, Teaninich & Loch Lomond

In Schottland gibt es gut 140 Destillerien. Und mein Ziel ist es, jede wenigstens einmal besucht zu haben. Doch Besuch ist nicht gleich Besuch. Denn es haben nur etwa 60 ein Visitor Center bzw. einen Shop oder man kann zumindest eine Tour machen. Alle anderen können in der Regel überhaupt nicht besichtigt werden.
Diese Destillerien fahre ich auf meinen Schottlandtouren also nur für ein Foto – einem »Distillery Spot« – an. Zum Teil sind es eher kleinere Brennereien, die keine Besucher möchten bzw. keine Kapazitäten haben, diese zu empfangen. Oftmals sind es aber auch große Destillerien, die in erster Linie für die Blendindustrie produzieren.

Das sind nicht immer optische Kleinode, wie Ihr seht:

Die Invergordon Distillery in Invergordon ist eine Grain-Brennerei und produziert jährlich 36. Mio Liter Whisky (Zum Vergleich: Die größte Single-Malt-Brennerei (The Glenlivet) kann bis zu 21 Mio Liter produzieren.). Die Destillerie gehört zu Whyte & Mackay und die Grain Whiskys aus Invergordon werden v.a. für die Whyte&Mackay-Blends verwendet.

Teaninnich produziert fast ausnahmslos für Blends des Unternehmens Diageo. Da wir jedoch eine Teaninnich-Abfüllung von Gordon MacPhail im Laden haben, wollte ich zumindest einmal sehen, wo der Whisky herkommt. Von außen kaum von den anderen Bauten im Industriegebiet zu unterscheiden, aber jetzt war ich mal da.

Auch Loch Lomond ist keine dieser vermeintlich typischen idyllischen Brennerei. Statt direkt am gleichnamigen See gelegen, liegt die Brennerei mitten im Stadtgebiet von Alexandria, einem Vorort von Glasgow. Was diese Brennerei unter den Labeln “Loch Lomond”, “Croftengea” oder auch “Inchmurrin” auf die Flasche bringt, sollte man sich nicht entgehen lassen.

Oban – Maritimes Zentrum von Argyll und Bute


Wen es nach Oban verschlägt, sollte aber nicht nur zur Destillerie, sondern auch durch die Stadt bummeln. Dabei lohnt  sich ein Abstecher auf den über der Stadt gelegenen McCaig’s Tower. Von da oben hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt und den Hafen. Was als Nachbbau des römischen Kolosseums gedacht war, wurde nie fertig gestellt.

The Green Shack – feinstes Seafood
Für alle Freund/innen von frischem Seafood ist der Imbiss »The Green Shack« (Green Hut) direkt am Fähranleger ein Muss. Völlig unpräteniös, aber sehr lecker. Es gibt verschieden große gemischte kalte Platten, aber auch frisch gekochte Muscheln und Krustentiere oder auch Fisch. Der Geheimtipp ist schon lange nicht mehr geheim: Neben Hafenarbeiter, Handwerker und Locals stehen auch viele Touristen an den Imbisstischen.

Kein Muss sind die beiden Whiskyläden an der Hauptstraße. Im “Oban Whisky and Fine Wines Shop”, schräg gegenüber der Brennerei, wurde ich nahezu ignoriert. Der Verkäufer zog es vor, auf dem Laptop eine Golf-Übertragung zu schauen, denn sich mit seiner Kundschaft zu befassen. Verkostung und Beratung – wie Ihr es bei uns gewohnt seid – fanden leider nicht statt. Gut, dass ich wusste, was ich wollte.

Bei “The Whisky Shop”, keine 150 Meter weiter, gab es etwas mehr Beratung. Auch gab es etwas zu verkosten: den Whisky of the Day (oder das was gerade noch auf dem Tresen stand). Das hatte allerdings wenig damit zu tun, was ich suchte. Dazu noch bekam ich den Dram im Plastikschnapsbecher. Für mich ein echtes No-Go.

Aber letztlich lohnt sich der Kauf von (Standard-)Whiskys in Schottland ja eh nicht. Da solltet Ihr Eure Zeit lieber für Destillerie-Besuche und Sightseeing nutzen. Und das geht in Oban hervorragend.

Oban – Whisky mitten aus der Stadt

Der 14jährige Oban aus der Classic Malt Edition war lange einer meiner Lieblingswhiskys. Da war es ein “Muss” endlich auch mal die Destillerie zu besichtigen. Bei der Schottlandreise im Oktober 2018 war es dann auch soweit.

Oban Distillery
Die eher kleine Brennerei liegt mitten in der gleichnamigen Stadt – unweit vom Fährhafen. Aber unter uns: Oban ist durchaus überschaubar; alles ist fußläufig von der Brennerei zu erreichen. Daher empfiehlt es sich, dass Auto – sofern man mit dem Auto kommt – auf einem Parkplatz am Stadtrand abzustellen. Von dort erreicht man die Innenstadt, die Destillerie und den Hafen in 5 Minuten zu Fuss.


Gebucht hatte ich eine Standardtour, die einen guten Überblick bietet. Die Führung war gut, informativ und kurzweilig: Neben den Basics der Whiskyherstellung und den Besonderheiten der Oban-Whiskyherstellung wurden kleine interessante Details über die Brennerei erzählt. So erfuhr ich, dass der Ursprung einer der älteste Brennereien (1794) Schottlands eine Brauerei war. Doch die Gründer hatten aber bald erkannt, dass sie mit Whisky mehr Geld verdienen konnten. Es war 1890 auch geplant, die Destillerie zu vergrößern, was dann aber durch prähistorische Funde kolportiert wurde.

Bilder vom Innern durften wie in allen Destillerien, die zum Diageo-Konzern gehören, nicht gemacht werden. In der Tour inbegriffen waren zwei Drams (Oban 14 und Oban Little Bay) und eins der Tastinggläser.

Wer keine Führung machen möchte, kann die Whiskys der Brennerei, sowie auch weitere aus dem Diageo-Konzern (Talisker, Lagavulin, Caol Ila, Dalwhinnie, etc.) in der Bar verkosten. Da die Bar  Teil des Ausstellungsraums ist, lernt man auch hier schon einiges über die Geschichte der Oban Destillerie.

Die »harten« Fakten

Standardabfüllungen
Oban 14, Distillers Edition
Little Bay (vatted aus Oban 14 und Sherry-Fässern)
Oban 21 Jahre
Oban Distillery Edition (Sherry Finish)

Spezialabfüllungen
Distillery Only (aktuell recharged Fässer)



Jahresproduktion
ca. 670.000 Liter Rohalkohol entspricht
rund 1 Million Flaschen

Produktionspezifika
Malz: leicht getorftes von den Roseisle Maltings bei Elgin
Mashtun aus Edelstahl
6 Washbacks aus Holz
Fermentationszeit: mindestens 60 h

Ein paar Tipps udn Impressionen zur Stadt findet ihr im Blogbeitrag »Oban – maritimes Zentrum von Argyll & Bute«.