Tasting-Impressionen: Whisky made by Women

Viel zu oft muss man immer wieder hören: »Whisky ist etwas für Männer!« Oder in der »abgeschwächten« Form: »Schön kräftig rauchig, so ein richtiger Männerwhisky!« Wir sagen immer dazu, dass das alles Quatsch ist. Trinkt was euch schmeckt. Und es gibt so viele Männer, die mit rauchigen Whiskys so gar nichts anfangen können.

Im Tasting haben wir aufgezeigt, wie zu früheren Zeiten und vor allem heute Frauen maßgeblich Whisky prägen uns zwar als Destilleriemanagerinnen, Blendmasterinnen, Produktionsleiterinnen, Whiskybonderin oder Whiskyhändlerinnen.

Die Whiskys standen dementsprechend immer auch für eine Erfolgsgeschichte und eine oder gar mehrere Geschichte von Frauen in der Whiskywelt

Penderyn Red Flag (Aista Jukneviciute, Master Blenderin und Master Distillerin)
Laphroaig Four Oak (Bessie Williamson, Distillery Managerin)
Deanston 18 und Ganymed I Madeira Cask (aka. Bunnahabhain) (Dr. Kirstie Mccallum, Master Blenderin) 
Mackmyra Vintersol (Angela D’Orazio, Master Blenderin)
J. J. Corry The Batallion (Louise McGuane, Whiskybonderin)

Plausch & Rausch – Whiskytreff in Offenbach

Seit Dezember 2017 veranstalten wir alle paar Wochen unseren Whiskytreff unter dem Namen Plausch & Rausch. Das Prozedere ist so, dass jede/r  eine Flasche Whisky mitbringt und wir am Abend gemeinsam alle Whiskys verkosten und darüber fachsimpeln und uns austauschen. Meist sind wir so 10 Personen. Viel größer soll die Runde erst mal auch nicht werden. Denn es soll ja alles auch in Ruhe verkostet werden.

Beim Plausch & Rausch im August waren es am Ende 12 Whiskys, darunter wirkliche Exoten wie den »Black Ram« aus Bulgarien, einen vietnamesischen Spirit namens »Wall Street«, den baskischen »Agot« Whisky oder den »Paul John« aus Indien.

Aber manchmal sind auch ganz einfach nur schottische und irische Whiskys. Aber auch schon Whiskys aus Deutschland, aus der Schweiz, Bourbon oder japanische Whiskys waren schon dabei.

Wenn ihr auch mal vorbeikommen wollt, oder einfach nur so neugierig seid, dann  könnt ihr unserer FB-Gruppe Stay Rude, Drink Rebel beitreten oder uns eine Mail Schreiben.

          

          

     

 

J. J. Corry The Batalion – Irland trifft auf Mexiko

J. J. Corry The Battalion ist eine limitierte Abfüllung, die zunächst in Bourbonfässer reifte und dann eine Nachreifung in Mescal- und Tequilafässern erhalten hat. Es ist Irlands erster Whiskey, der in diese Fassarten reifen durfte. 40 % der Abfüllung ist ein 13 Jahre alter Single Malt, der erst in einem Bourbonfass reifte und dann in einem Mescalfass gefinisht wurde. Die anderen 60 % sind 9 Jahre alter Grain Whiskey, der zunächst im Bourbonfass reifte. 30 % davon reifte im Tequilafass nach und die restlichen 30 % im Mescalfass.

Benannt wurde der Whiskey nach dem Battalion, der im mexikanisch-amerikanischen Krieg von 1846-1848 in Mexiko kämpfte. Dieser Battalion wurde San Patricos genannt, da er hauptsächlich aus irischen Einwanderern bestand. Diese Männer hatten sich von den USA abgewand und kämpften nun für Mexiko. Benannt wurde er nach St. Patrick’s dem irischen Schutzpatron.

Soweit das was unsere Importeurin von Irish Whiskey dazu sagt.

Die Auflage des Whiskeys beträgt 700 Flaschen und ist mit 41 % abgefüllt. Einige Flaschen davon kamen auch zu uns.

Wir haben den Whiskey auf der letzten Mitarbeiterinnenschulung gemeinsam verkostet. Hier unsere Tasting Notes:
Geruch: grüne Trauben, Reineclaude, Apfel und sehr dezenter Rauch
Geschmack: Süße und etwas stärkerer Rauch des Mezcals spürbar, pfeffrig und frisch. Dazu recht süffig. Macht Spaß im Glas.

Peaky Blinder Whiskey – trinken wie die Shelby-Brüder

Ich bin ein Serien-Junkie. Doch ich finde Serien noch spannendener, wenn in ihnen auch meine Lieblingsspirituosen vorkommen. So verfolgte ich die bisherigen 4 Staffeln von Peaky Blinders auf Netflix nicht nur begeistert, sondern auch mit dem ein oder anderen Whisk(e)y im Glas. Als ich durch Zufall letztes Jahr den Peaky Blinder Irish Whiskey in Wick (Schottland) im Whiskyladen fand, musste die Flasche natürlich mit.

Nun gibt es den Whiskey auch in Deutschland und auch bei uns im Laden. Endlich trinken wie die Shelby-Brüder. Als Nachfahren irischer Traveller haben die Shelby-Brüder in der Serie in erster Linie irischen Whiskey geschmuggelt. Damit passt der irische Whiskey zur Geschichte des Films. Es ist ein Blended Whiskey und das ist für die Zeit der frühen 20er Jahre ebenso passend gewählt. Er reifte in Ex-Sherry-Fässern und wird mit 40% auf die Flasche gefüllt. Das Unternehmen Sadlers ist eine Brauerei nördlich von Birmingham – dort spielt auch die Serie.

Der Whiskey ist Easy Drinking im besten Sinne, also ein leichter Daily Dram. In der Nase fruchtige Noten, die an Apfel und schwarze Johannisbeeren erinnern, dazu Nuss und Karamellaromen. Im Mund weich und rund mit Noten von Schokolade, Trockenfrucht mit einem würzigen Abgang. Dazu ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Mir persönlich sind ja Medaillen und so egal, schmecken muss der Whisk(e)y. Und mir schmeckt er. Aber aufgrund der immer noch herrschenden Skepsis gegenüber Blends sei hier trotzdem kurz erwähnt, dass er bei der San Francisco World Spirits Competition eine Goldmedaille bekam.

Wiski? Whiski? Whisky? Whiskey? Wisky? Wiskey?


Natürlich wissen wir, dass Ihr wisst, dass das Destillat aus Wasser, gemältzter Gerste und Hefe »Whisky« geschrieben wird. Oder doch »Whiskey«?

Bei uns im Laden findet Ihr zwar mehr Whisky(s), aber das bedeutet nicht, dass wir Whiskey(s) nicht empfehlen. Denn entgegen der Meinung einiger, sind Whiskeys nicht schlechter als Whiskys. Doch wir haben nun mal mehr schottische Whiskys im Sortiment und die werden schon immer typischerweise ohne »e« geschrieben.

Whiskey mit »e« kommt heute aus Irland. Das war aber nicht immer so: Lange gab es in Irland beide Schreibweisen. Erst im 20. Jahrhundert setzte sich die Schreibweise mit »e« vermehrt durch. Dahinter standen vor allem Marketingüberlegungen, um den irischen vom schottischen Whisky abzugrenzen.

Auch viele US-amerikanische Bourbons schreiben sich mit »e« – also Bourbone Whiskeys. Aber das ist allein die Entscheidung der Brennereien, so hat sich Maker’s Mark für die Schreibweise »Whisky« entschieden.

In Kanada und anderen Ländern gibt es keine einheitliche Schreibweise und beides wird benutzt.

Gerne könnt Ihr bei uns im Laden probieren, ob und wie das »e« einen Unterschied macht.