Neue Whiskys im August

Whisky kann man ja in jeder Jahreszeit genießen, darum haben wir auch im Sommer wieder viele Neuzugänge in unserem Sortiment. Hier ein kleiner Überblick.

4 x Neues von The Whisky Chamber
• Invergordon 2009, 9y, refill Port QC, 58,1%vol., 0,5l
• Ledaig 2008, 10y, ex Bourbon Hhd. 59%vol., 0,5l
• Buair an Diabhail Vol. XVII , 57,2%vol., 0,5l (Islay)
• Smoky Highlands (Loch Lomond)

• Glen Scotia 18
• Glen Scotia Bordeaux Cask
• Scarabus Islay Malt


• Dun Bheagan, Bunnahabhain Sherry Butt, 12 Jahre
• Dun Bheagan, Benriach Rum Finish, 21 Jahre

• St. Kilian Signature Edition Two Amarone Cask
• Laphroaig Four Cask

• Kilchoman STR Cask
• Ledaig 2004, Spirit & Cask Range
• Arran, Master of Distilling II Palo Cortado Finish
• Bunnahabhain 26 Jahre, Berry Bros & Rudd

 

 

Buffalo Trace – Whiskey aus Frankfort

Whiskey aus Frankfort? Das ist kein Tippfehler. Denn Frankfort liegt im US-Bundesstaat Kentucky und in der Buffalo Trace Brennerei wird der gleichnamige Straight Bourbon Whiskey hergestellt.

Und ja, wir schrieben Whiskey auch mit »e« und das nicht nur bei irischem Whiskey. Im Gegensatz zu Schottland wird bei Bourbon nicht nur Gerste verwendet, sondern wie in diesem Fall vor allem Mais und Roggen. Ein Bourbon muss dementsprechend aus mindestens 51 Prozent Mais bestehen. Die Reifung erfolgt für 8 bis 12 Jahre in für Bourbon typischen frischen Fässer aus amerikanischer Weißeiche. Laut dem angesehenen Whiskyautor Jim Murray ist er einer der besten Bourbons der Welt. Am besten prüft ihr das selbst, denn auch diesen Whiskey haben wir natürlich zum Probieren offen im Laden.

Wir fanden, dass er im Glas nach ganz viel Vanille, Toffee und kandierte Früchten duftet. Im Mund dann recht weich, wieder Vanille, Süße, Waldhonig und natürlich auch viel Holz. Schöner wärmender und süßer Abgang.

Laphroaig Four Oak – vier Fasstypen machen einen Whisky

Den Four Oak von Laphroaig habe ich für mich dieses Jahr beim Besuch der Brennerei auf Islay entdeckt. Die vier verwendeten Fasstypen setze sich übrigens wie folgt zusammen: ex-Bourbon-Cask, ex-Bourbon Quarter Casks, sowie jeweils amerikanische und europäische (Higsheads) Virgin Oak Casks.

Der Whisky wurde ursprünglich für den Travel retail entwickelt, so dass er auch in einer 1 L-Flasche abgefüllt wurde.

In der Nase ein warmer,süßer rauch, der an Obstkompott und Vanille erinnert. Also nichts von der medizinsichen Note à la »Smells like burnt hospital«. Im Mund mit seinen 40 % mild, aber nicht dünn, sondern wieder hier kommt wieder der süße Rauch aber auch Butterscotch, Vanille etwas Seetang und holzige Aromen dazu. Im Abgang wieder sehr eleganter Rauch und etwas salzig Herbes.

Wer sich nicht gleich an einen Laphroaig 10 herantraut, der ideale leichte Einstieg diese Brennerei kennen und lieben zu lernen.

Bunnahabhain 12 Jahre, Sherry Butt, Dun Bheagan

Als Fan dieser Brennerei freue ich mich immer wieder auf Abfüllungen von unabhängigen Abfüllern. Dieses mal hat Ian McLeod Distillers unter dem Markennamen Dun Bheagen einen 12jährigen »Bunna« abgefüllt. Abgefüllt ein Sherry Butt mit am Ende 756 laschen bei 48 Vol %.

In die Nase strömt deutlich der Sherryduft, aber auch getrocknete Aprikosen und Mango. Das macht schnell Lust ihn zu probieren. Auf der Zunge vollmundig und cremig. Nüsse, Milchschokolade, Orangen und ein hauch Rauch. auf der Zunge. Reife Orangen und Bananen gehen über in geröstete Nüsse, Milchschokolade und einem Hauch Rauch.
Im Abgang bleibt lange der Eindruck von Trockenfrüchten und Holz.

Scarabus Specially Selected von Hunter Laing – Secret Islay Malt

Als ich meine Tour bei Ardnahoe dieses Jahr beendet hatte, bekam ich ihn das erste mal zum Probieren. Denn Ardnahoe hat noch keinen eigenen Single Malt, so dass man statt dessen am Ende der Tour aus einer Reihe von Abfüllugen des unabhängigen Abfüllers Hunter Laing auswählen kann. Denn Hunter Laing ist auch Inhaber der mittlerweile zehnten aktiven Brennerei auf Islay.

Die Verpackung (Flasche und Geschenk-Tub) ist natürlich schon mal ein Hingucker. Der Scarabus wurde erstmals 2019 zum Feis Ile, dem Islay Whisky and Music Festival abgefüllt und der Whiskyfangemeinde vorgestellt. Nun gibt es ihn auch bei uns im Laden.

Welche Brenenrei dahinter steckt kann man nur vermuten. Ob der gleichnamige Name des kleinen Ortes zwischen Port Askaig und Ballygrant gelegen einen Hinweis auf die Herkunft gibt bleibt offen. Demnach könnte es ein Bunnahabhain oder Caol Ila sein. Doch wer weiß das schon genau. Andere tippen auch einen Bowmore oder einen Bruichladdich. Aber das entscheidende ist, schmeckt oder schmeckt nicht. Mir hat er sehr gut gefallen.

Doch wie schmeckt er nun. Im Glas kommt einem als erstes der typische Islay-Torfrauch entgegen, aber auch Äpfeln und maritime Noten, die an Seetang und Meersalz erinnern. Im Mund dann wärmend mit Ledernoten, säuerliches Fruchtkompott aber auch cremige Karamell- und Vanillesüße.
Der Abgang ist lange, rauchige, Röstaromen wie Kaffee und Bitterschokolade und wieder Vanille.
Dazu ein sehr gute Preis-Genuss-Verhältnis.