Lucky 7 – das neuste und letzte Spirit Batch von St. Kilian


Im Mai wird es den ersten dreijährigen Whisky von St. Kilian bei Miltenberg geben. Die Wartezeit versüßt uns das Batch 7 des Spirits bzw. fassgelagerten Malzbrandes.
Seit unserem Besuch dort sind wir auch Fans und die Idee eines »Whisky« von Fans für Fans hat mir gut gefallen. Das Besondere ist, dass fünf Fans bei der Auswahl der Fässer mitgeholfen haben. Das Video zeigt schön das Making-of des »Lucky 7«.

Sichert euch das Batch sieben. Es gibt »nur« 4600 Flaschen und sie machen jetzt schon Vorfreude auf das was ab Mai auf die Flasche kommt.

Wiski? Whiski? Whisky? Whiskey? Wisky? Wiskey?


Natürlich wissen wir, dass Ihr wisst, dass das Destillat aus Wasser, gemältzter Gerste und Hefe »Whisky« geschrieben wird. Oder doch »Whiskey«?

Bei uns im Laden findet Ihr zwar mehr Whisky(s), aber das bedeutet nicht, dass wir Whiskey(s) nicht empfehlen. Denn entgegen der Meinung einiger, sind Whiskeys nicht schlechter als Whiskys. Doch wir haben nun mal mehr schottische Whiskys im Sortiment und die werden schon immer typischerweise ohne »e« geschrieben.

Whiskey mit »e« kommt heute aus Irland. Das war aber nicht immer so: Lange gab es in Irland beide Schreibweisen. Erst im 20. Jahrhundert setzte sich die Schreibweise mit »e« vermehrt durch. Dahinter standen vor allem Marketingüberlegungen, um den irischen vom schottischen Whisky abzugrenzen.

Auch viele US-amerikanische Bourbons schreiben sich mit »e« – also Bourbone Whiskeys. Aber das ist allein die Entscheidung der Brennereien, so hat sich Maker’s Mark für die Schreibweise »Whisky« entschieden.

In Kanada und anderen Ländern gibt es keine einheitliche Schreibweise und beides wird benutzt.

Gerne könnt Ihr bei uns im Laden probieren, ob und wie das »e« einen Unterschied macht.

St. Kilian Distillers – Tschörmän Wiskij


Whiskys aus Deutschland?! Daran scheiden sich die Geister. Uns hatte lange keiner so wirklich überzeugt. Doch eine deutsche Brennerei hat uns mit ihren Whiskys eines Besseren belehrt: St. Kilian aus Rüdenau, in der Nähe von Miltenberg. Und weil das nicht so weit von Offenbach weg ist, haben wir einen Teamausflug gemacht, um uns die Brennerei einmal genau anzuschauen und um der Frage nachzugehen: Wie kommt eine Destillerie ist ein 700-Seelen-Dorf an der hessisch-bayerischen Grenze?

Whisky-Brennerei auf dem Lande
Andreas Thümmler ist ein großer Whiskysammler. Bereits vor Jahre lernte er in Irland den damaligen Master Distiller von Cooley (Killbegan, Connemara) kennen. David Heynes und Thümmler blieben in Kontakt und bei Tümmler reifte die Idee einer eigenen Whisky-Brennerei. Eine geeignete Immobilie fand er auch auch: In Rüdenau hatte er bereits eine leerstehende Textilfabrik mit eigener Quelle gekauft.

Das war kurz bevor 2011 Hynes zur Interwhisky in Frankfurt kam. Dort trafen sich die beiden. Thümmler stellte dem Iren seine Idee vor und bat ihn, die Brennerei zu konzipieren. Hynes lehnte ab: Er wollte sich zur Ruhe setzen und die Rente genießen.

»German Scotch«
Dann ließ er sich doch für das Projekt begeistern; er würde Tümmler unterstützen – unter einer Bedinung: Er durfte alles so bestellen, wie er es wollte. Ohne Diskussionen über Kosten oder Erforderlichkeiten. Die beiden kamen ins Geschäft und die Single-Malt-Whisky-Destillerie nach schottischem Vorbild wurde 2012 gegründet.

Hynes kaufte nur das Beste: u.a. Washbacks aus Holz und Pot Stills von Forsyth aus der Speyside. 

Dazu entschied Hynes neben den technischen Aspekten, dass das beste Ergebnisse nur mit einem Brau- und einen Brennmeister erzielt werden kann. Es sollte keine »eierlegende Wollmilchsau« für beide Produktionsschritte zuständig sein.

Think big
Bis alles geliefert und eingerichtet war, gingen nach der Gründung noch einmal vier Jahre ins Land, bis endlich produziert werden konnte. Pünktlich zum St. Patrick’s Day 2016 floß der erste New Make aus den Pot Stills, die mit 6.000 Liter Fassungsvermögen die größten Pot Stills auf dem europäischen Kontinent sind. Think big – Tümmler und Hynes waren sich einig, dass in St. Kilian nicht nur ein paar Dutzend Fässer pro Jahr produziert werden sollen.

Think big gilt auch beim Fassmanagement: Bereits heute wird der Spirit in vielen verschiedenen Fasstypen gelagert. Doch Ziel ist es, mittelfristig den St.-Kilian-Spirit in allen 87 zugelassenen Fasstypen (Größen und Vorbelegungen) reifen zu lassen. Denn eine solche Fassvielfalt ermöglicht verschiedenste Single-Malt-Kombinationen und eine riesige Single-Cask-Auswahl.

Alles neu macht der Mai
Auch wenn es noch (!) kein Whisky in St. Kilian abgefüllt werden kann, so ist das, was in Rüdenau auf die Flaschen kommt, schon jetzt sehr spannend. Es gibt vor allem Small-Batch-Abfüllungen aus unterschiedlichen Fässern, die alle sehr gut trink- und genießbar sind (und bei uns erhältlich) und anhand derer gut nachzuvollziehen ist, wie sich die Fässer auf den Spirit auswirken.

Aber im Mai ist es endlich soweit: Dann sind drei Jahre und ein Tag vergangen und der erste St.-Kilian-Whisky darf in die Flasche.

Wir sind gespannt.

Harte Fakten
Produktionsvolumen: 200.000 Liter Rohalkohol (Stand: 01/2019)
4 hölzerne Washbacks (je 10.800 Liter), deren Temperatur mit Kühlplatten gesteuert werden kann

Stills: eine Wash Still, eine Spirit Still (je 6.000 l)

Malz: ungetroftes Pilsener Malz von der Mälzerei Weyermann
getorftes Malz bis 100 ppm aus Schottland Glenesk Maltings

Fermentationszeit 3 Tage, 62–70 Stunden

New Make: 69 Vol %, herunterverdünnt auf 63,5 Vol %

Standardabfüllungen:
verscheidene Liköre auf Basis des White Dog oder Turf Dog (nicht rauchiger oder rauchiger New Make)
zur Zeit fassgelagerte Malzbrände/Spirits verschiedene Batch-Abfüllungen

Für eine größere Ansicht, Bilder in neuem Tab öffnen.
          

               

Whisky – neu eingetroffen im Januar


Neu eingetroffen im Januar sind eine Reihe neuer Abfüllungen von The Whisky Chamber:

Buair an Diabhail Vol. XVI  Islay Peated Single Malt

Allt-A-Bhainne 2009, 9y, 60,4%vol. Amarone Cask
Craigellachie 2008, 10y 58,9% Madeira refill  Cask
Speyside Aingeal 2008, 10y, 59,1%vol. Amarone Cask

Aber auch andere neue und leckere Tropfen sind zu unserem Sortiment dazu gekommen:

Penderyn Red Flag
Tullibardine The Murray Marsala
Ardmore 20 Jahre
Deanston 18 Jahre
Rozelieures Single Cask Tokajer Cask Finish
Rozelieures Single Cask Chassagne-Montrachet-Wine Cask Finish
The Story of the Spaniard, Compass Box

Wieder rein gekommen sind diese Whiskey/Whiskys:

Greenspot Irish Pure Pot Still Whiskey Red Wine Cask Finish
St. Kilian Batch 5, Amarone Cask
Smoke Stack Peated Blended Malt
Auchentoshan 14 YO, Coopers Choice
theagmail leis an diabhail, Sherry Cask Peated Islay Cask , The Whisky Chamber
Glendronach 21 YO
Caol Ila 13 YO, Gordon MacPhail, Discovery

         

         

          

3 x The Old Friends – Whiskys from Wine Casks

Noch kurz vor den Feiertagen hat uns ein Paket mit drei neuen Abfüllungen von The Old Friends erreicht. Diese Reihe, die ausschließlich im ausgesuchten, stationären Handel erhältlich ist, hat uns von Anfang an gefallen. Auch die neuen Whiskys, die alle in Weinfässern reifen durften.
Es handelt sich um keine Finishs, sondern alle Whiskys sind in den Wein bzw. Portweinfässern komplett gereift.