Alter Satz vom Weingut Eymann

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Auf der Prowein war ich auf Anhieb begeistert von den Weinen vom Weingut Eymann aus der Pfalz. Jetzt haben wir die ersten Weine im Sortiment. Unsere aktuelle Empfehlung ist der »Alte Satz«. Dahinter steckt ein gemischter Satz aus Riesing, Silvaner und Gewürztraminer. Anders als bei einem Cuvee werden nicht drei Weine iteinander verschnitten, sprich kombiniert, sondern die Trauben wachsen zusammen im weinberg, werde zusammen geerntet und vergoren. Der »Alte Satz« passt ideal zu Salat mit rohem Spargel und dazu noch karamellisierter Spargel (nicht im Bild). Aber natürlich auch einfach nur so, pur zu Genießen. Ein Wein, der einfach viel Trinkfreude bietet. Die frische Säure des Riesling wird vom Silvaner etwas abgefangen, so dass der Gewürtraminer seinen eigene Note mit dazu packt und so ein ausgewogener Dreiklang ergibt. Einfach rund und sehr elegant.

 

Crémant & Austern

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Was trinkt man zu Austern? Champagner oder einfach auch den wunderbaren Crémant vom Weingut Bieitighöfer. Es ist ein Jahrgangs-Crémant von 2012 und eine Cuvée aus Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier, also jenen drei Hauttrauben der Champagne. Ein großartiger Schaumwein, der seinen französischen Vettern in nur wenig nachsteht und das zu einem ungewöhnlich guten Genuss-Preis-Verhältnis. Seine mineralische und würzigen Aromen verbinden sich hervorragend mit dem salzigen Geschmack der Austern. 
Ich weiß, dass nicht jede/r Austern mag. Das Gute ist, der Crémant schmeckt natürlich auch ohne sie hervorragend. Und bei unseren Käse- & Weinverkostungen hat er sich als spannender Begleiter für Brie de Meaux herausgestellt.

 

Zwei Mal Pinot Meunier – Zwei Mal Sommer im Glas

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Pinot Meunier, eine Rebsorte, die in Deutschland im Gegensatz zu Frankreich nicht so weit verbreitet ist, und auch unter dem Namen Schwarzriesling oder Müllerrebe bekannt ist. In der Champagne, wo sie rund 30% der Fläsche ausmacht, dient sie – neben Pinot Noir und Chardonnay – zur Herstellung eines Teils des Grundweines für Champagner. Wir haben diesen Sommer gleich zwei Weine aus dieser Traube im Sortiment. Einmal den Blanc de Noir vom Weingut Hinterbichler und ein Rosé vom Weingut Hahn-Pahlke, beide aus der Pfalz. Sie zeigen was man aus der gleichen Rebsorte so unterschiedliche Weine machen kann.

Der Blanc de Noir von Hinterbichler besticht durch saftige exotische Fruchtaromen, dominiert von Bananennoten, was man ja eher selten im Wein findet. Der Rosé von Hahn-Pahlke kommt mit einer vollen Portion roter Beeren im Geruch und Geschmack. Für beide gilt, schön gekühlt und man hat richtigen Sommer-Weinspaß damit.
Beide Weine sind trocken ausgebaut, aber jeweils doch mit einer guten Fruchstüße, die die Fruchtaromen voll unterstützt.

Riesling Sans vom Weingut Benzinger & Rote-Beete-Carpaccio

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Riesling ohne?! – Was soll das? Doch was heißt das genau beim Wein. Ohne bedeutet hier ohne Schönung, ohne Filtrierung und ohne zugesetzten Schwefel. Beim Weingut heißt es dazu: »handgelesen – spontan vergoren – ungeschönt – unfiltriert – mit Depot – alles handgemacht«
Volker und Inge Benzinger haben vor etwas über drei Jahren ihr Weingut komplett umgekrempelt, sind mittlerweile bio-zertifiziert und probieren aus in wie weit sich der Mensch im Keller zurückhalten kann, wenn er im Weinberg alles richtig gemacht hat.

Doch ihr fragt euch sicher: Wie schmeckt nun der Weine?
Der Wein ist in der Nase erst mal eher erdig, kräutrig-herb, keine dominaten Zitrus- oder Apfelaromen. Diese kommen viel feiner erst mit der Zeit im Glas durch. Die Säure ist unheimlich gut eingebunden. Und das bei einer Restsüße von 0,5 g und Säure von 5 g. Man muss sich ein wenig Zeit lassen, bis er sich im Glas ganz entfaltet oder ihn in eine Karaffe geben. Aber dann ist er unheimlich vielschichtig. 

Wir haben ihn mit Roterbeete an gerösteten Walnusskernen und gebratenem Speck kombiniert, dazu noch etwas lauwarmer Schafs- oder Ziegenkäse. 

Dark Chocolate und die Elefantenparade – Weingut Bietighöfer

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Gerade wieder zurück von der Jahrgangspräsentation und die beste Gelegenheit über die beiden neuen Weine vom Weingut Bietighöfer etwas zu schreiben: Den beginn macht der »Dark Chocolate«. Der Name erzählt schon etwas über den Geschmack des Weines. Dieses Cuvée verbindet alles was man so an einen samtig-weichen Rotwein legt. Dunkle Beeren, Bitterschokolade, Kakao und das alles zu großem Trinkspaß eingebunden. Dabei alles andere als marmeladig-süß, sondern Trinkspßa meint eben auch Trinkfluss, wozu es auch ein Prise Säure bedarf. Was Stefan da aus Pinotage, Cabernet Sauvignon und Spätburgunder vermählt hat, ist einfach super. 

Die Weine sind ünbrigens nicht filtriert und haben etwas Depot, so dass man den letzten Schluck der Flasche nicht ganz ins Glas gießen sollte oder man hat ein Sieb oder gibt den Wein vorher in einen Karaffe. Aber das schmälert null den Geschmack und das zu einem hervorragenden Preis-Genuss-Verhältnis. Food-Pairing? Ja im Ernst, dazu passt dunkle Schokolade, egal ob als Kuchen oder einfach ein Stückchen pur. Aber auch zu Schmorgerichten oder zur Pizza mit Salccicia macht er eine gute Figur.

Musik dazu gefällig. Als Stellvertreter für alle Reserve Weine vom Weingut schmückt eine kleine Elefantenparade – mit Tiger selbstverständlich – das Etikett und daher die Toy Dolly mit Nellie the Elephant.