Jamaica Navy Strength von Compagnie des Indes – Rude Boy Rum

Jamaika ist für mich selbst nicht nur wegen des Rum, sondern auch wegen Ska und Reggae interessant. Und dieser Blend von Compagnie des Indes steht mit seiner Kraft, die vielleicht auf den ersten Blick etwas ungehobelt ist, aber trotzdem elegant, wie kaum ein anderer jamaikanischer Rum für die Rude Boys der 60er Jahre.

Der Jamaica Navy Strength ist ein hochwertigen Blends der Compagnie des Indes Rums. Er enthält Anteile von zwei in Pot Stills destilliert Rums der Insel. Jeder der Rums ist hierbei mindestens 5 Jahre lang gereift. Das Ergebnis ist ein wuchtiger „Old School“ Jamaika Rum mit starken Esternoten.

Im Glas hell – da nicht gefärbt – und mit deutlichen, frischen Esternoten aber auch Aromen von Bananen und reifen Früchten. Trotz der 57 % ist er überraschend mild beim ersten Schluck. Erst beim Abgang entwickelt sich die ganze Kraft. Im Geschmack kommen dann zu den Fruchtnoten noch etwas Karamell und Zitrus hinzu. Komplex um ihn pur zu genießen aber auch, dass er jedem Trink seinen eigenen Charakter mitgibt und nicht untergeht.

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Boulet de Canon No. 7 – Rumtopf mit Silvesterböllern

Mit dem Boulet de Canon No. 7 hat Florent Beuchet wieder mal seine experimentelle seite gezeigt. Während seine Single-Cask- und Small-Batch- Abfüllungen immer ohne jegliche Zugabe von Zucker, Farbstoffen oder Aromaten sind, hat er mit dem neuen Boulet de Canon einen Spiced Rum abgefüllt. Der Name »Kanonenkugel« passte noch nie so gut. Denn die rauchige Aromatik bekommt er durch Schießpulver, … ja, ganz richtig gelesen.

Es ist ein Tribut an die britische Marine, denn sie erinnert an den Geruch, der damals die Laderäume deren Schiffe durchdrang: Schwarzpulver. Erreicht wird diese Aromatik mit Gewürzen wie Rosa Pfeffer, geräucherten Datteln aus Japan, Gewürznelken, Guajak-Holz und noch einigen geheimen Zutaten. Der Rum basiert auf einem Destillat aus Panama.

In der Nase zeigt sich der Boulet de Canon No.7 mild aber mit einem wilden Gewürzmischung, Grillfleisch und Silvesterböllern.

Im Geschmack dann mehr die fruchtigen Aromen, aber wieder die fast schon weihnachtlichen Gewürze, Rauch, Röstaromen. Kommentar in unserer Mitarbeiterinnenschulung: »Rumtopf mit Silvesterböllern«.

Im Abgang dann noch mal eine leichte Pfeffer-Ingwer-Schärfe. Ein absolut spannender Rum. Und wie alle Boulet de Canon mit ungeraden Nummern ein etwas schräger Exot. Wie immer limitiert, also sichert euch schnell eure Flasche, Weihnachten und Silvester kommen bald.

Jamaica Multi Distilleries 10 Jahre von Compagnie des Indes – Geheimtipp!

Ein Single Cask Rum aber zugleich ein Blended Rum. Wie geht das?

Die Destillate aus den vier Brennereien, Longpond, Monymusk, New Yarmouth und einer geheimen Destillerie, wurden zuerst geblended und dann reiften sie gemeinsam für 10Jahre in einem Fass. Herauskamen 271 Flaschen in Fassstärke von 57,9 Vol % abgefüllt.
Insgesamt wurden für diesen Small Batch Blend 4 Jamaika-Rums verwendet:
• Ein Longpond aus dem Jahr 2005, destilliert auf einer Pot Still.
• Ein Monymusk aus dem Jahr 2007, destilliert auf Column Still und Pot Still.
• Ein New Yarmouth aus dem Jahr 2005, destilliert auf Pot Still.
• Ein Rum aus einer geheimen Destille, destilliert 2008 auf einer Pot Still.

Doch wie schmeckt dieser Multi Distilleries Rum?
Im Duft Rumkugeln, Schokolade und Orangenschale. Im Geschmack dann wieder typische Jamaikarum-Noten von Schokolade, Orangen, Holz, Vanille und Tabak. Der Alkohol super eingebunden. Der macht einfach Spaß.

Mit diesem Rum bringt man Menschen den jamaikanischen Stil mit seinen besonderen Ester-Aromen langsam näher, ohne gleich zu verschrecken. Nicht selten werden High-Ester-Rums mit Klebstoffearomen assoziiert. Das hat dieser tolle Rum von Compagnie des Indes so gut wie gar nicht. Jamaika Rum ist sicherlich kein Einsteigerrum, aber bietet so viele tolle Genussmomente.

Neue Rums eingetroffen – Compagnie des Indes, Cihuatan Nikté


Wir haben wieder Nachschub von den Abfüllungen unter dem Label Cuate reinbekommen, sowie vier neue Releases von Compagnie des Indes:

• Cuba 9 Jahre
• Venzuela 14 Jahre
• Barbados 8 Jahre, Cask Strength, Four Square
• Jamaica 10 Jahre Multi Distilleries, Cask Strength

Auch die zweite limitierte Abfüllungen von Ron Cihuatan aus El Salvador, der Nikté ist eingetroffen.

Authentischer Rum abseits der Massenprodukte – Venezuela 14 Jahre, Compagnie des Indes

Rum aus Venezuela ist beliebt. Man findet ihn fast in jedem besseren Supermarkt in der bauchigen Flasche mit der »Briefmarke« auf dem Etikett. Außerhalb Deutschlands heißt er Diplomatico, hier – aus Markenrechtsgründen – Botucal. Er gilt als süß und süffig und ist für viele der Inbegriff von Rum, zumindest für Einsteiger/innen. Der Botucal Reserva Exklusiva ist jedoch nicht so süß, weil er eben aus Zuckerrohr produziert wird, sondern weil er mit über 40 g Zucker pro Liter nachträglich gesüßt wird. Dass es auch ungesüßten, authentischen Rum aus diesem Land gibt zeigen u.a. immer wieder die Abfüllungen von Compagnie des Indes aus der Corporation Alcoolés del Caribe in Venezuela. Hier wird kein Zucker für die Abfüllungen zugesetzt und auch kein Zuckerkulör.

Doch wie schmeckt er nun?
In der Nase Nuss, Vanille, Orangenschalen, etwas Lakritz und Mango.
Beim Geschmack hat man anfänglich eine dezente Süße, dann Aromen von Bitterorange, Minze und dunkler Schokolade und warmen Gewürzen. Im Abgang kommt noch mal ein ganzer Obstkorb mit exotischen Früchten dazu. Alles mit einer dezenten Süße und der Abgang wird dann hinten heraus trocken. Eben ein Rum wie er von Fermentation, Destillation und Fassreifung geprägt wurde und nicht durch Zucker auf easy Drinking gepimpt wurde.

Natürlich trinkt jeder was einem schmeckt, aber probiert mal bei uns unverfälschte Rums, wie diesen und entscheidet dann.