Cihuatan – echter Rum aus El Salvador


Damit wir Euch in den Tastings immer wieder neue spannende Getränke vorstellen können, drücken wir hin und wieder die Schulbank. Naja, die Schnapsschulbank wie letztens, als wir das Masterclass-Tasting von Cihuatan mit Brand-Ambassador Pablo Enrique besucht haben. Wie auch bei unseren Tastings wurde nicht nur getrunken, sondern wir konnten auch viele interessante Hintergrundinformationen sammeln.

Neben den beiden aktuellen Standardabfüllungen, Cihuatan 8 und 12 Jahre, lag der Schwerpunkt auf der limitierten Sonderedition »Nahual«.

Nicht nur Standard
Grundlegender Standard bei Rum ist – wie übrigens auch bei Whisky –, dass für das Endprodukt verschiedene Rums zusammengebracht werden, die teils unterschiedlich lang in teilweise verschiedenen Fässern gelagert wurden. Single-Cask-Rums sind die Ausnahme. Ebenfalls üblich ist, dass die Altersangabe des fertigen Rums dem Alter des ältesten verwendeten Fass entspricht.

Quasi-Standard bei Rum ist auch, dass viele aus Melasse im Solera-Verfahren hergestellt wird. In Süd- und Mittelamerika wird der Rohbrand normalerweise in kontinuierlichen Kolonnenbrennblasen destilliert. Dabei können unterschiedlich starke Spirits produziert werden.


Diese schwarze, zähflüssige Masse ist Melasse und der Grundstoff für viele Rums.

Die beiden Cihuatan-Standards, die wir verkosten durften und auch im Laden haben, erfüllen so ziemlich alle dieser Standards. Die besondere Ausnahme: Das Alter auf dem Etikett bezieht sich auf den jüngsten Rumanteil. Das heißt, dass der 8-jährige 8 bis 10 Jahre alte Rums und der 12-jährige 12 bis14 Jahre alte Rums enthält.

Tasting Notes
Cihuatan 8:
Wenn Als zusammenfassende Beschreibung nenn ich ihn gerne den Schokopudding-Rum. ll Vanille-, Karamell-, und Schokoladengeschmack mit dezenten rauchigen Noten von Holz, etwas geröstetem Kaffee.

Cihuatan 12: Hier sind Karamell, Vanille und Toffee mehr im Vordergrund, dazu etwas Orangenschalen. Etwas frischer wirkend als 8jährige.

Wie alle Abfüllungen von Cihuatan sind auch diese beiden leicht nachgesüßt.

 


Cihuatan Nahual – Limited Edition abseits des Standards

Abgesehen davon, dass es vom Nahual nur wenige Flaschen gibt, ist das Besondere, dass er sich geschmacklich deutlich von den Standards unterscheidet.

Denn für diesen besonderen Rum hat Cihuatans Masterblenderin Gabriela Ayala drei verschiedene Rumtypen ausgewählt. Für die Lagerung wurden die Rohrums auf 65 % herunterverdünnt und kamen dann für 11 bis 14 Jahre in verschiedene Fässer: der 11-jährigen in frische aus amerikanischer Eiche, die 12- und 14-jährigen in ex-Bourbon-Fässer.

Das Endergebnis ist ein sehr komplexer, frischer Rum, der nur leicht und deutlich weniger gesüßt wurde als die beiden Standardabfüllungen. Insgesamt wurden rund 6.000 Flaschen abgefüllt, davon kam ca. 1.500 auf den deutschen Markt, die aber schon größtenteils vergriffen sind – wobei wir noch ein paar wenige Flaschen da haben.

Tasting Note
Nahual Limited Edition: In der Nase sehr frisch, etwas geröstete Nüsse und Mandeln, insgesamt aber sehr dezent. Im Mund dann Lakritz, Malzbonbon, geröstetes Kokos, Leder, Süße gepaart mit leichter Bitterkeit, Kirsche, Kokosnusscreme, Kaffee, Cashewnüssen.

Übrigens: Cihuatan ist der einzige echte Rum aus El Salvador, also der einzige, der in El Salvador produziert wird. Es gibt zwar noch weitere Rummarken, bei denen auf dem Etikett El Salvador steht. Aber das ist dann nur die Adresse des – nennen wir es mal – Inverkehrbringers. Produziert werden diese meist in Panama.

Sabrina empfiehlt … Rum


Ich empfehle den neu eingetroffenen Rum der Tres Hombres – Republica Dominicana. Dieser Rum ist sehr elegant und weich, was mit seinem stolzen Alter von 18 Jahren zu erklären ist.
Besonders macht diesen Rum sein Transportweg. Er wird per Frachtsegler klimaneutral und fair von den Tres Hombres – 3 segelbegeisterte Abenteurer – von Boca Chica zu uns nach Europa gebracht, was wirklich unterstützt werden darf und sollte.

Das Highlight ist jedoch, dass der Rum während der Fahrt noch ein extra Finish in Madeira-Fässern erleben durfte. Somit würde ich dem Rum viele cremige und süße Noten zuschreiben, wie Schokolade, Sahne und Vanillekaramell aber auch leichte Fruchtnoten in der Nase sind erkennbar.
Ein absoluter Gaumenschmeichler!

Rum – Neu eingetroffen im Dezember

Winterzeit ist ja auch irgendwie Rum-Zeit und darum haben wir ordentlich aufgestockt, um euch nun insgesamt über 50 Sorten Rum anzubieten.
Folgende Abfüllungen sind neu.


Don Q (Puerto Rico)
Oak Barrel Spiced Rum
Vermouth Cask Finish Rum

Don Pancho (Panama)
Origines 8 Jahre

Tres Hombres
Dominikanische Republik, 18 Jahre, Port- und Madeira-Cask-Finish
Barbados 12 Jahre, Madeira-Cask-Finish
(Beide jeweils als 0,2 und 0,7 L)

Compagnie des Indes
El Salvador 9 Jahre (Cihuatan Single Cask)

Moby Dick, Dominikanische Republik 15 Jahre

        

        

        

    

 

Rum – neu eingetroffen im Oktober


Rum kommt zwar aus den wärmsten Regionen der Erde, aber hierzulande findet er seine Liebhaber/innen mehr im Herbst und Winter. Darum haben wir mit tollen neuen Abfüllungen unser Regal aufgestockt:

Plantation  Xymaca
Ron Cihuatan Nahual Limited Edition
Compagnie des Indes
Boulet de Canon 6, Gereift im Peated-Whisky-Cask von der Insel Islay,
Veneragua 13 ans, Blend aus Rums von Nicaragua und Venezuela
Guyana 12 ans, Port Mourant Still
Barbados 10 ans, Four Square Distillery

West Indies – neuer komplexer Rum von Compagnie des Indes

Der West Indies ergänzt die Basisrange von Compagnie des Indes Rums. Neben dem »Caraibes«, dem »Latino« und »Jamaika Navy Strength« gibt es nun den achtjährigen Blend mit Rums aus Guyana, Panama, der Dominikanischen Republik und Barbados.

8 Jahre Reifezeit steht hier für die tatasächliche minimale Reifezeit der verwendeten Rums, kein Soleraverfahren.
Neuzugang bei den dauerhaft erhältlichen Rum-Blends von Compagnie des Indes: Der West Indies ist wie die Single-Cask- und Small-Batch-Abfüllungen von Compagnie des Indes weder nachträglich gesüßt ncoh mit Zuckerkulör gefärbt.

In der Nase zeigt er sich ausnehmend aromatisch, mit Noten von fermentierten Früchten, Eindrücken von Kandiszucker und Honig sowie Pfirsichen und süßen Gewürzen. Er erinnert an ein orientalisches Gericht mit seiner sehr eigenen Mischung aus Frucht, Gewürzen und Süße.
Auch auf der Zunge erscheint er zunächst mit dem Eindruck von sehr würzigem Honig, der Kandiszucker findet sich sofort wieder, geht aber schnell in gebrannte Karamell und Vanille über. Rhabarber und Lakritze gesellen sich dazu und machen den Rum ungleich komplexer. Das wunderbare Finish zeigt Noten von Obstbränden und tolle, holzige Aromen.