Jamaica Multi Distilleries 10 Jahre von Compagnie des Indes – Geheimtipp!

Ein Single Cask Rum aber zugleich ein Blended Rum. Wie geht das?

Die Destillate aus den vier Brennereien, Longpond, Monymusk, New Yarmouth und einer geheimen Destillerie, wurden zuerst geblended und dann reiften sie gemeinsam für 10Jahre in einem Fass. Herauskamen 271 Flaschen in Fassstärke von 57,9 Vol % abgefüllt.
Insgesamt wurden für diesen Small Batch Blend 4 Jamaika-Rums verwendet:
• Ein Longpond aus dem Jahr 2005, destilliert auf einer Pot Still.
• Ein Monymusk aus dem Jahr 2007, destilliert auf Column Still und Pot Still.
• Ein New Yarmouth aus dem Jahr 2005, destilliert auf Pot Still.
• Ein Rum aus einer geheimen Destille, destilliert 2008 auf einer Pot Still.

Doch wie schmeckt dieser Multi Distilleries Rum?
Im Duft Rumkugeln, Schokolade und Orangenschale. Im Geschmack dann wieder typische Jamaikarum-Noten von Schokolade, Orangen, Holz, Vanille und Tabak. Der Alkohol super eingebunden. Der macht einfach Spaß.

Mit diesem Rum bringt man Menschen den jamaikanischen Stil mit seinen besonderen Ester-Aromen langsam näher, ohne gleich zu verschrecken. Nicht selten werden High-Ester-Rums mit Klebstoffearomen assoziiert. Das hat dieser tolle Rum von Compagnie des Indes so gut wie gar nicht. Jamaika Rum ist sicherlich kein Einsteigerrum, aber bietet so viele tolle Genussmomente.

Neue Rums eingetroffen – Compagnie des Indes, Cihuatan Nikté


Wir haben wieder Nachschub von den Abfüllungen unter dem Label Cuate reinbekommen, sowie vier neue Releases von Compagnie des Indes:

• Cuba 9 Jahre
• Venzuela 14 Jahre
• Barbados 8 Jahre, Cask Strength, Four Square
• Jamaica 10 Jahre Multi Distilleries, Cask Strength

Auch die zweite limitierte Abfüllungen von Ron Cihuatan aus El Salvador, der Nikté ist eingetroffen.

Authentischer Rum abseits der Massenprodukte – Venezuela 14 Jahre, Compagnie des Indes

Rum aus Venezuela ist beliebt. Man findet ihn fast in jedem besseren Supermarkt in der bauchigen Flasche mit der »Briefmarke« auf dem Etikett. Außerhalb Deutschlands heißt er Diplomatico, hier – aus Markenrechtsgründen – Botucal. Er gilt als süß und süffig und ist für viele der Inbegriff von Rum, zumindest für Einsteiger/innen. Der Botucal Reserva Exklusiva ist jedoch nicht so süß, weil er eben aus Zuckerrohr produziert wird, sondern weil er mit über 40 g Zucker pro Liter nachträglich gesüßt wird. Dass es auch ungesüßten, authentischen Rum aus diesem Land gibt zeigen u.a. immer wieder die Abfüllungen von Compagnie des Indes aus der Corporation Alcoolés del Caribe in Venezuela. Hier wird kein Zucker für die Abfüllungen zugesetzt und auch kein Zuckerkulör.

Doch wie schmeckt er nun?
In der Nase Nuss, Vanille, Orangenschalen, etwas Lakritz und Mango.
Beim Geschmack hat man anfänglich eine dezente Süße, dann Aromen von Bitterorange, Minze und dunkler Schokolade und warmen Gewürzen. Im Abgang kommt noch mal ein ganzer Obstkorb mit exotischen Früchten dazu. Alles mit einer dezenten Süße und der Abgang wird dann hinten heraus trocken. Eben ein Rum wie er von Fermentation, Destillation und Fassreifung geprägt wurde und nicht durch Zucker auf easy Drinking gepimpt wurde.

Natürlich trinkt jeder was einem schmeckt, aber probiert mal bei uns unverfälschte Rums, wie diesen und entscheidet dann.

Barbados Rum par excellence – Barbados 8 Jahre, Cask Strength, Compagnie des Indes

Wer sich mit karibischem Rum beschäftigt wird früher oder später auf die Destillerie Four Square auf Barbados stoßen. Man produziert dort zwar vor allem für viele andere Brennereien und deren Blends, aber füllt auch vermehrt selbst ab. Dass Compagnie des Indes (CDI) sich für deren Rums interessiert liegt auf der Hand, wenn man weiß, das Florent von CDI seine Single Casks allesamt nicht nachsüßt und Four Square dies ebenfalls nicht tut.

Nach dem 10jährigen in Trinkstärke, der im Frühjahr herauskam, folgte nun ein 8jähriger in Fassstärke. Und gleich vorweg, lasst euch nicht von den 61,2 Vol % ins Bockshorn jagen. In der Nase ist das null spürbar. Dafür Banane, Ananas und ein Korb exotischer Früchte sowie etwas Vanille und ein hauch von Kräutern. Im Mund dann dicht, ölig, wieder Fruchtsüße und Kräuter, dazu dunkle Schokolade und Nüsse. Geht runter wie Öl und so was von lecker.

Die Schulbank drücken mit Compagnie des Indes Rum

Auch wir drücken ab und an die Schulbank und folgen selbst dem Motto Bildungstrinken. So etwa bei der Masterclass von Compagnie des Indes. Das »Schulgebäude« war dieses mal die Sullivans Bar in der Frankfurter Innenstadt. Florent von Compagnie des Indes präsentierte – in erster Linie – für die ganzen Bartender spannend, seine Blends Latino, Tricorne, West Indies und Jamaika Navy Style. nach stärkenden Sandwiches, ging es dann zu den aktuellen Single Cask/Small Batch-Abfüllungen weiter.

Wie immer kann Florent auch spannendes zu den Brennereien, zur Herstellungsverfahren und Geschichte des Rums berichten, so dass wir neben der Verkostung wieder neue Hintergrundinfos für die Beratung im Laden und die Tastings mit gebracht haben.