NEU: Seehafenrum Edition SHR – Jamaika trifft auf Dominikanische Republik

Mit dem Seehafenrum Edition SHR haben die Kolleg/innen von der Weinhandlung Schollenberger zur Feier des 60. Jahrestages der Eröffnung des Überseehafens in Rostock einen neuen Rum herausgebracht.
Der SHR zeichnet sich durch eine ganz besondere Süffigkeit und Verspieltheit aus. Dies liegt an der Reifung eines Teils in Sherryfässern. Der Seehafenrum ist eine Vermählung von Pot Still Rum im englischen Stil (Jamaika) mit Column Still Rum im spanischen Stil (Dominikanische Republik) und vereint so die Vorzüge beider Gattungen. Ein besonderer Vorzug ist seine fruchtige Reife. Natürlich ist auch dieser Rum nach unserer Maxime 100 % Rum hergestellt. Ohne Süßung, Aromaten und Farbstoff. Abgefüllt mit 45 Vol %.

Maximo Gomez Edition Limitada de Islay – Karibik meets Islay

Für Maximo Gomez wurden kubanische und dominikanische Rums miteinander vermählt. Ein Teil der Rums wird vor dem Blenden in Sherryfässern gelagert.

Im Anschluss daran darf der Rum noch 12 Monate zur Reifung in einem gebrauchten Islay-Whiskyfass aus der Laphroaig-Brennerei lagern. Diese abschießende Reifung erfolgt im Rostocker Hafenlager bei den Freund/innen von der Weinhandlung Schollenberger.
In der Nase weiche Rumaromen mit Anspielungen von weinigem Sherry und maritimen Anklängen.
Am Gaumen mit einer zarten Süße und einladender Trockenfruchtaromatik im Wechselspiel mit typischem Grill-, Rauch- und Islaynoten.
Farblich präsentiert sich die Rumspezialität in dunklem Bernstein, natürlich Natural Colour.
Dieser rauchige Rum ist unsere absolute Empfehlung zur Zigarre. Begeistert aber auch so und ist eine Zierde jeder Rumsammlung.
Allerdings limitiert auf  gerade mal 267 Flaschen.

Captain Hornblower – Jamaikanischer Rum für aussergewöhnliche Cocktails


Bei diesem Rum handelt es sich um einen ganz besonderen weißen Hochesterrum aus Jamaika mit hohem Pot-Still-Anteil. Der Estergehalt beträgt hier satte 1165 g/hlpa. Die erste Abfüllung war eigentlich schon ausverkauft, bevor wir sie angekündigt wurde und erfreute sich bei Rumenthusiasten und in den Foren großer Beliebtheit. Abgefüllt mit 57 Vol. % – Navy Style – zeigt der Captain ganz klar, wo die Reise hin geht. Hocharomatisch ist er eine wahre Fruchtbombe und sowohl pur, aber auch  als auch als Basis für einen unvergesslichen Premiumdaiquiri der Extraklasse die erste Wahl.

Sind Whisky, Gin und Rum unbegrenzt haltbar?

Diese Frage taucht öfters in unseren Tastings auf. Ich bin zwar kein Chemiker, aber man kann sich ja schlau machen. Spirituosen wie Whisky, Gin oder Rum haben keine Mindesthaltbarkeitsdatum. Der in ihnen enthaltene Alkohol von mindestens 37,5 % Vol bei Gin und Rum, sowie 40 % Vol bei Whisky führt dazu, dass sie nicht „schlecht“ werden.

Lagerung
Zunächst ein mal schauen wir uns an wie das mit geschlossenen Flaschen aussieht.
Wichtig ist natürlich eine ordentliche Lagerung, also nicht in direktem Sonnenlicht auf dem Regal präsentieren. Also in Tube oder Verpackung dunkel aufbewahren. Eine gleichbleibende und nicht zu hohe Raumtemperatur sind ebenfalls sinnvoll. Also nicht das im Winter gut beheizte Wohnzimmer, sondern eigentlich besser im mäßig warmen Schlafzimmer aufbewahren.

Flaschenreifung
Grundsätzlich gibt es auch eine Flaschenreifung bei Spirituosen wie man sie von Wein kennt. Aber der deutlich höhere Alkohol verlangsamt diese Veränderung. Das »Problem« ist der Sauerstoff in der Flasche. Aber der Alkoholgehalt sorgt dafür, dass Aromenmoleküle weniger mit Sauerstoff in Kontakt geraten und somit weniger Aromenveränderung eintritt. Die Veränderung kann zu nicht mal so unleckeren Aromen wie Vanille, Pfirsich und ätherischen Noten führen, im schlimmsten falle aber auch zu absolut unerwünschten Aromen wie Benzin, Gummi oder Metall.

Ein weiteres Problem sind Whiskys, die mit Zuckerkulör oder E150a gefärbt wurden. Durch deren Abbau im Zusammenspiel mit Sauerstoff können ranzige Aromen entstehen.

Was ist mit geöffneten Flaschen?
Auch Spirituosen in bereits geöffneten Flaschen werden nicht »schlecht«, zumindest nicht im lebensmitteltechnischen Sinne von ungenießbar oder gar schädlich. Aber auch hier ist der Sauerstoff unser »Problem«. Und je mehr die Flasche geleert wird, desto größer wird das Problem. Im Grund verändert sich der Whisky, Gin oder Rum bereits ab dem ersten öffnen. Das ist zu Beginn vielleicht sogar noch erwünscht, da gerade – so mein Eindruck – bei frisch geöffneten Flaschen in Fassstärke der Alkohol deutlicher im Vordergrund ist als bei Flaschen, die bereits länger geöffnet sind.

Grundsätzlich empfehle ich, dass man je nach Füllstand, eine geöffnete Flasche so zwischen 6 und 9 Monaten langsam geleert haben sollte. Ja geringer der Füllstand, desto wichtiger, um sich vor Enttäuschungen zu schützen. Es kann zu starken Veränderungen kommen, muss aber natürlich nicht.

Aus eigener Erfahrung kann ich dazu nur raten. Ich hatte mal einen 25jährigen Rosebank eines unabhängigen Abfüllers und die letzten 80-100 ml wollte ich für einen besonderen Anlass aufheben. Dann kam der passende Anlass und der Whisky hatte so viel von seinen Aromen verloren, dass es gar keinen Spaß mehr machte. Auch bei dem ein oder anderen Gin und Rum ist mir das bereits passiert. Mal verlieren sie an Aromen, mal werden sie schärfer oder alkoholischer oder Aromen von Waschbenzin und Nagellackentferner vermiesen einem den Genuss.
Aber auch das Gegenteil ist mir schon unter gekommen. Einen Rum, den ich anfangs gar nicht mochte, schmeckte nach ein paar Wochen aus der geöffneten Flaschen nicht nur besser, sondern dann richtig lecker. Also auch hier gilt, es gibt keine festen Regeln, nur Orientierungspunkte und dass man seine geöffneten Flaschen richtig im Auge haben sollte.

Was tun?
Nicht zu viele Flaschen gleichzeitig öffnen. Die geöffneten in entsprechendem Zeitrahmen leeren, am besten mit Freund*innen zusammen genießen, private Flaschenteilungen oder zu Whisky-Stammtischen oder anderen Event mitnehmen.
Ich selbst teste zur Zeit gerade den Einsatz von Vakuumpumpem, wie man sie vom Wein kennt aus. Auch das Umfüllen in kleinere Gebinde ist eine Möglichkeit den Veränderungsprozess zu verlangsamen. Die Glasmurmelmethode – den Leerraum in einer Flasche mit Glasmurmeln soweit aufzufüllen, damit möglichst wenig Sauerstoffs ich in der Flasche befindet – hat sich für mich als unfunktional erwiesen.

Spirituosen-Flohmarkt
Da wir im Laden nahezu alle Flaschen zum Probieren vor Ort geöffnet haben gibt es bei uns zwei bis drei Mal im Jahr den Spirituosen-Flohmarkt. Denn spätestens nach einem halben Jahr werden die geöffneten Flaschen ausgetauscht bzw. bei limitierten Einzelfassabfüllungen bieten wir die restliche, geöffnete Flasche an, wenn alle Abfüllungen verkauft wurden.

Und am Ende folgt doch nahch jedem Bottle Cleaning oder Bottle Kill doch auch wieder eine neue Flasche, die zu öffnen ist.

Black Tot Rum – flüssige Rum-Geschichte

Da ja Trinken bilden kann, zunächst bei diesem Rum einen kleinen Abstecher in die Geschichte.

Fast 300 Jahre bekamen die Soldaten der Royal British Navy eine tägliche Rum-Ration ausgeteilt. Zunächst ein half pint (etwa 250 ml) pro Tag, später wurde dies immer mehr reduziert. Doch am 31. Juli wurde dem ganzen ein Ende gesetzt. An diesem Tag wurde zuletzt Rum ausgegeben. Dieser Tag ging als Black Tot Day in die Geschichte ein. Zum 50. Jahrestag hat Elixir Distillers – den Whisky-Fans als Abfüller von Port Askaig Whiskys bekannt – den Black Tot Rum herausgebracht. Es ist ein Blend von Rums aus Barbados, Guyana und Jamaika.

Im Glas vollmundige Aromen von dunkler dunkler Schokolade, Früchten und Nüssen. Im Geschmack dann erst mal eine schöne Süße, die ergänzt wird durch fruchtige Säure und Kakao und Kaffeeröstaromen. Im Abgang kommen Holznoten, Tabak und dunkle Früchte hinzu.

Mehr zu  Black Tot Day findet ihr im Blog eines geschätzten Kollegen: