London Dry Gin No. 3 – Very British!

Der No. 3 London Dry Gin kommt aus dem Haus Berry Bros & Rudd in London. Seit Ende des 17. Jahrhunderts befindet sich der Firmensitz des Unternehmen in der St. James Street No. 3 und das erklärt dann auch schon schnell den Namen dieses Gin. Der in die Flasche eingelassene Schlüssel ist eine Replik des Originalschlüssels für die Räume von Berry Bros & Rudd.

Es ist wie das Design schon verspricht ein klassischer britischer Gin, bei dem der Wachöder im Vordergrund ist. Hergestellt wird er zwar für das Unternehmen in einer der ältesten holländischen Brennereien, die aber wiederum seit 300 Jahren im Besitz von Berry Bros & Rudd ist.
Dieser Klassiker kommt ohne Schnick Schnack und mit »nur« sechs Botanicals aus. Orangen- sowie die frischen Grapefruitschalen sorgen für die zitronige Frische. Angelikawurzel ist verantwortlich für die trockene Aromatik, Koriandersamen unterstützen Wacholder und die Zitrusaromen und der Kardamom fungiert hinterlässt einen fast schon cremig anmutenden Geschmack auf der Zunge und rundet alles ab.

Klassisch schön und lecker! Very British pur oder im Gin & Tonic und Martini.

Quarantini Social Dry Gin – Support your Locals

Die Pandemie trifft vor allem die Gastronomie hart und hier kommt der Quarantini Social Dry Gin auf die Bühne und du kannst beim genießen Gutes tun. Pro Flasche gehen 5 Euro an Gastronomie und inhabergeführte Einzelhändler.

Und das ganze schmeckt auch noch lecker. Der in der Region produzierte Gin überrascht mit Botanicals wie Papaya, Bergamotte und Pomeranze, die neben dem Wacholder die Hauptrolle spielen. Ein klassischer Gin, aber doch mit einer ganz eigenen Note.
Kaufen, Helfen, Genießen!

Pepe Ginebrita – so schmeckt Kuba


Gin und Kuba? Passt das zusammen?
Zu Zeiten als Baracadi und andere bekannte Marken noch auf der Insel selbst produzierten, wurden neben Rum auch eigene Gin-Marken hergestellt. Also gibt wohl eine Gin-Tradition auch auf Kuba.
Pepe Ginebrita ist ein Gin nach einem kubanischen Familienrezept zu Ehren von Jose Marti, dem kubanischen Nationalpoeten. Das Rezept für Pepe ist im Oktober 2019 in Havanna entstanden. Unsere Freund/innen von der Weinhandlung Schollenberger haben mit Pepe den Duft Kubas in einer Flasche eingefangen. Die Aromen in der Nase reichen von Pina Colada bis zu Käsekuchen mit Mandarinen. Es macht in jedem Fall Spaß, Pepe pur zu probieren, aber auch mit einem trockenen Tonic weiß er seine aromatischen Stärken auszuspielen.

Gibt es auch bei uns im Online-Shop >>>

Sind Whisky, Gin und Rum unbegrenzt haltbar?

Diese Frage taucht öfters in unseren Tastings auf. Ich bin zwar kein Chemiker, aber man kann sich ja schlau machen. Spirituosen wie Whisky, Gin oder Rum haben keine Mindesthaltbarkeitsdatum. Der in ihnen enthaltene Alkohol von mindestens 37,5 % Vol bei Gin und Rum, sowie 40 % Vol bei Whisky führt dazu, dass sie nicht „schlecht“ werden.

Lagerung
Zunächst ein mal schauen wir uns an wie das mit geschlossenen Flaschen aussieht.
Wichtig ist natürlich eine ordentliche Lagerung, also nicht in direktem Sonnenlicht auf dem Regal präsentieren. Also in Tube oder Verpackung dunkel aufbewahren. Eine gleichbleibende und nicht zu hohe Raumtemperatur sind ebenfalls sinnvoll. Also nicht das im Winter gut beheizte Wohnzimmer, sondern eigentlich besser im mäßig warmen Schlafzimmer aufbewahren.

Flaschenreifung
Grundsätzlich gibt es auch eine Flaschenreifung bei Spirituosen wie man sie von Wein kennt. Aber der deutlich höhere Alkohol verlangsamt diese Veränderung. Das »Problem« ist der Sauerstoff in der Flasche. Aber der Alkoholgehalt sorgt dafür, dass Aromenmoleküle weniger mit Sauerstoff in Kontakt geraten und somit weniger Aromenveränderung eintritt. Die Veränderung kann zu nicht mal so unleckeren Aromen wie Vanille, Pfirsich und ätherischen Noten führen, im schlimmsten falle aber auch zu absolut unerwünschten Aromen wie Benzin, Gummi oder Metall.

Ein weiteres Problem sind Whiskys, die mit Zuckerkulör oder E150a gefärbt wurden. Durch deren Abbau im Zusammenspiel mit Sauerstoff können ranzige Aromen entstehen.

Was ist mit geöffneten Flaschen?
Auch Spirituosen in bereits geöffneten Flaschen werden nicht »schlecht«, zumindest nicht im lebensmitteltechnischen Sinne von ungenießbar oder gar schädlich. Aber auch hier ist der Sauerstoff unser »Problem«. Und je mehr die Flasche geleert wird, desto größer wird das Problem. Im Grund verändert sich der Whisky, Gin oder Rum bereits ab dem ersten öffnen. Das ist zu Beginn vielleicht sogar noch erwünscht, da gerade – so mein Eindruck – bei frisch geöffneten Flaschen in Fassstärke der Alkohol deutlicher im Vordergrund ist als bei Flaschen, die bereits länger geöffnet sind.

Grundsätzlich empfehle ich, dass man je nach Füllstand, eine geöffnete Flasche so zwischen 6 und 9 Monaten langsam geleert haben sollte. Ja geringer der Füllstand, desto wichtiger, um sich vor Enttäuschungen zu schützen. Es kann zu starken Veränderungen kommen, muss aber natürlich nicht.

Aus eigener Erfahrung kann ich dazu nur raten. Ich hatte mal einen 25jährigen Rosebank eines unabhängigen Abfüllers und die letzten 80-100 ml wollte ich für einen besonderen Anlass aufheben. Dann kam der passende Anlass und der Whisky hatte so viel von seinen Aromen verloren, dass es gar keinen Spaß mehr machte. Auch bei dem ein oder anderen Gin und Rum ist mir das bereits passiert. Mal verlieren sie an Aromen, mal werden sie schärfer oder alkoholischer oder Aromen von Waschbenzin und Nagellackentferner vermiesen einem den Genuss.
Aber auch das Gegenteil ist mir schon unter gekommen. Einen Rum, den ich anfangs gar nicht mochte, schmeckte nach ein paar Wochen aus der geöffneten Flaschen nicht nur besser, sondern dann richtig lecker. Also auch hier gilt, es gibt keine festen Regeln, nur Orientierungspunkte und dass man seine geöffneten Flaschen richtig im Auge haben sollte.

Was tun?
Nicht zu viele Flaschen gleichzeitig öffnen. Die geöffneten in entsprechendem Zeitrahmen leeren, am besten mit Freund*innen zusammen genießen, private Flaschenteilungen oder zu Whisky-Stammtischen oder anderen Event mitnehmen.
Ich selbst teste zur Zeit gerade den Einsatz von Vakuumpumpem, wie man sie vom Wein kennt aus. Auch das Umfüllen in kleinere Gebinde ist eine Möglichkeit den Veränderungsprozess zu verlangsamen. Die Glasmurmelmethode – den Leerraum in einer Flasche mit Glasmurmeln soweit aufzufüllen, damit möglichst wenig Sauerstoffs ich in der Flasche befindet – hat sich für mich als unfunktional erwiesen.

Spirituosen-Flohmarkt
Da wir im Laden nahezu alle Flaschen zum Probieren vor Ort geöffnet haben gibt es bei uns zwei bis drei Mal im Jahr den Spirituosen-Flohmarkt. Denn spätestens nach einem halben Jahr werden die geöffneten Flaschen ausgetauscht bzw. bei limitierten Einzelfassabfüllungen bieten wir die restliche, geöffnete Flasche an, wenn alle Abfüllungen verkauft wurden.

Und am Ende folgt doch nahch jedem Bottle Cleaning oder Bottle Kill doch auch wieder eine neue Flasche, die zu öffnen ist.

Dizonv – der Zebra-Gin aus der Bretagne

Neben Schottland mögen wir die Bretgane sehr und wenn der Gin, dann auch noch aus der gleichen Brennerei wie die leckeren Fine Bretagne und die Armorik Whisky stammt, dann kommt zusammen, was zusammen gehört.
»Dizonv« heißt Zebra in der bretonischen Sprache – eine Anspielung auf die schwarz-weiß gestreifte bretonische Flagge.

Zudem weist der „Lannion Dry Gin“ zwei Besonderheiten auf – er ist BIO zertifiziert, da alle Zutaten aus biologischem Anbau stammen. Desweiteren ist er typisch für die Region und die Brennerei. Hier eine vollständige Liste der Botanicals: Wachholder, Koriander, Zitronenschalen, Kardamom, Mädesüß, Iriswurzel, Zimt, Fenchelsamen, Seetang und ein wenig Fine Bretagne (aus frischen bretonischen Äpfeln)!

Pur sehr weich und süffig, der Seetang kommt dezent durch und gibt ihm eine leicht maritime Note. Mit Tonic (Empfehlung Fever Tree Indian Tonic) kommen die Apfelnoten mehr durch, er wird herb-würzig und bleibt trotzdem sehr süffig.