Gin – neu im November


Neu bzw. wieder im Sortiment sind folgende Gins:

OriGINal Cucumber (Heustenstamm=
OriGINal Pure Taste
OriGINal Botanicals
Huckleberry Gin (Schwarzwald)
Delirium Gin (Pfalz)
Malfy con Limone (Italien)
Ginhead – The Spirit of 69 (Mecklenburg Vorpommern)
Little Crab Gin (Rheingau)


Burgen Gins aus einer der ältesten Brennereien der Welt

Eine der ältesten Brennereien der Welt, das ist natürlich ein Superlativ über den man stolpert. Und wo soll die liegen? Gar nicht so weit entfernt von uns, nämlich im hessischen Schlitz. Dort wird seit 1585 nämlich destilliert und eben seit einiger Zeit unter dem Label Burgen Drinks u.a. auch Gin. Genau genommen sogar zwei Gins. Neben dem Burgen Gin auch den extrem weichen und milden Burgen Distillers Cut Gin.


Beginnen wir dem Distillers Cut. Für mich ein genialer Gin zum pur genießen. Im Geruch erkennt man rasch die beiden aussergewöhnlicheren Botanicals: Mandel und Himbeeren. Er duftet fruchtig, aber auch frisch und irgendwie grün. Im Mund ist man überrascht wie ölig-cremig er ist, ganz weich und die 42 Vol. Alkohol sind kaum zu spüren.
Will man ihn mit Tonic geniessen sollte man auf jeden Fall ein neutraleres Dry Tonic verwenden und nicht zu viel davon nehmen, ansonsten geht dieser elegante Gin geschmacklich unter und man hat lediglich eine »Limo, die knallt«, das wäre zu schade.


Der klassische Burgen Gin ergibt einen genialen Gin & Tonic. Nicht, dass man nicht auch pur genießen könnte, aber mit dem passenden Tonic ist das schon eine sehr leckere Kombination. Im Glas kommen einem direkt klassische Gin-Aromen entgegen: Wacholder, Zitrusnoten, etwas was an Zitronenmelisse erinnert und so klassische Botanicals wie Kardamom, Koriander und Angelikawurzel.

Der Burgen Gin wird übrigens unter Vakuum destilliert, eine der schonendsten Formen der Destillation, der dann bereits ab 63 ° Celsius destilliert wird und leichtflüchtigere Aromen durch die Hitze nicht verloren gehen.

Dreyberg Gin – der Fruchtige mit dem Kick der Apfelminze

Der Dreyberg Gin kommt aus dem Hause Capulet & Montague, die wiederum bekannt sind, dass sie den Ferdinands Saar Dry Gin zu einem der best verbreitesten Gin in Deutschland gemacht haben.

Der Dreyberg ist jedoch ganz anders. Er wird, wie die Flaschenfarbe und Bedruckung bereits andeuten, geprägt von de Aromen von roten Beerenfrüchten, damit er nicht zu süß wird, bekam er Apfelminze und Hopfen als Botanicals zur Seite. Fruchtig und beerig bleibt er dabei auch in der Kombination mit Tonic.

Dazu ein Gin aus Deutschland in der 0,7-Liter-Flasche mit einem genialen Preis-Leistungs-Verhältnis.

P.S.
Aus der Kategorie »Trinken bildet«: Capulet & Montague sind die beiden Familien aus Shakespeares »Romeo & Julia«

Gin & Grape – Mal was anderes als Gin & Tonic!?


Immer wieder höre ich, dass jemand zwar Gin mag, aber nicht das bittere Tonic. Natürlich gibt es schöne andere Drinks mit Gin. Wie etwa der Gin & Grape. Gerade der Little Crab Gin eignet sich gut mit Traubensaft gemixt zu werden. Aber auch andere Gins sind da möglich.

4 cl Gin Little Crab
6 cl Fentiments Indian Tonic
den Rest bis 200 ml im Glas mit rotem Traubensaft auffüllen.

Statt Tonic kann es auch 6 cl Zitronensaft sein, das gibt dem Traubensaft die nötige Portion Frische. Wer es pricklend möchte nimmt etwas weniger Zitronensaft und dafür ein Schuss Soda Water oder Mineralwasser mit Kohlensäure. Probiert es einfach für euch aus.

Principe de los Apostoles Gin – so schmeckt Argentinien

Wir sagen immer, Gin ist international und in den letzten Jahren wurde das durch den Boom mehr als deutlich. Kaum ein Land, aus dem kein Gin stammt. Aktuelle bei uns eingetroffen ist der »Principe de los Apostoles Gin«. Ein Gin aus Argentinien und der eine Hommage an das argentinische Nationalgetränk ist, den Mate-Tee. Was hierzulande durch hippe Limonaden hauptsächlich bekannt ist, wird in Südamerika als Tee konsumiert. Zu verdanken haben wir dies Renato Giovannoni. Als Barkeeper bereiste er viele Länder bevor er nach Argentinien zurück kehret und dort eine der besten Bars der Welt eröffnete. Als klassisches Speakeasy – illegale Bars der Prohibitionszeit –, zu dem man nur durch einen Blumenladen und Gänge in den Keller gelangt, hat Tato – so sein Spitzname – dort nicht nur die Argentinier/innen von genussvollen Alternativen zu Fernet-Cola (der Kultdrink im Land) überzeugt. Er hat auch gleich einen eigenen, argentinischen Gin entwickelt.

Er sollte nicht nur einen argentinischen Namen tragen sondern auch geschmacklich das Land repräsentieren. So kamen neben dem obligatorischen Wacholder unter anderem Eukalyptusblätter, Grapefruit und Peperina – eine argentinische Minzart – sowie die landestypische Mate zum Einsatz.

In einer aufwendige Art der Herstellung werden alle Botanicals einzeln mazeriert und das bei unterschiedlicher Alkoholstärke und Dauer.

Und was kommt dabei heraus? Ein geschmacklich wirklich aussergewöhnlicher Gin. In der Nase zunächst der Eukalyptus, dann erdig warme Noten von der Mate, was aber auch ein wenig an Schokolade-Minz-Täfelchen aus England erinnert.

Im Mund ist er dann pur ganz cremig und ölig. Die Mate ist jetzt präsenter, dazu etwas Pfeffer und die frisch-bitteren Noten der Grapefruit. Gute Kombination mit Tonic war für uns das Indi Tonic.

Musikalisch dazu die Argies aus Argentinien mit einer international verständlichen Ode ans Trinken: Prost, Nastrovje, Cheers

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