Martin empfiehlt … Gin


Eine wunderbare Verbindung von Ost und West schmeichelt schon in der Nase mit frischem Zitronengrasaroma. Die Niederländer machen es vor. Bobby‘s Schiedam Dry Gin ist meine Empfehlung für alle, die es ausgefallener mögen, wobei keineswegs eine überbordernde Exotik den Genuss stört. Traditionelle Indonesische Botanicals wie Zitronengras, Coriander oder Zimt mischen sich unauffällig mit Wacholder, Fenchel und Wildrosen. Klar, dass Schiedam mit der langen Genevertradition auch einen hervorragenden Gin kreiert hat, der übrigens vom Großvater Jacobus Alfons, für Freunde und Familie Bobby, inspiriert wurde. In eine moderne Interpretation der klassischen Geneverflasche abgefüllt, weist das aufgedruckte traditionelle indonesische Muster auf die gelungene Verbindung von Ost und West hin. Pur oder mit Fever Tree Indian Tonic. Das Zitronengras verleiht dem Gin den richtigen frischen Kick.

Murre Gin – der mit der Möhre


Ich kenne Ralph Gemmel schon seit Jahren als Whisky-Kollegen. Seit Kurzem sind Ralph und seine Frau Bärbel mit ihrem eigenen Gin unterwegs. Und frei nach dem Motto »Wacholdas?« setzt er der rheinischen Murre – Möhre – ein flüssiges Denkmal. Mit dem Brenner Frank Ginsberg fanden die beiden einen kompetenten Partner für die Herstellung und so werden seit Sommer 2018 kleine Batches von ca. 400 Flaschen produziert.

Was man vielleicht auf den ersten Blick als witzige Sache sehen mag, ist viel mehr: ein wunderbar aromatischer und Wacholder-orientierter Gin.

Bereits, wenn man ins Glas riecht, weiß man, dass man hier nicht vergessen hat, dass Gin in erster Linie nach Wacholder riechen und schmecken sollte. Ergänzt wird dies durch Orangen- und Kräuternoten.

Im Mund zunächst eine weiche Süße, die gefolgt wird von Würzigkeit, dezenter Schärfe und im Abgang kommt die Möhre hervor. Pur ein stimmiger, runder Gin, der sein aussgewöhnliches Botanical dem Wacholder zur Seite stellt, ohne ihn zu verdrängen. Durch seine 44 Vol% geht er auch im Gin Tonic nicht unter.

Und ihr könnt den Gin in drei verschiedenen Größen – 0,5 l, 0,2 l und 0,05 l (Mini) bekommen. Und wie immer bei uns habt ihr die Möglichkeit, ihn vorher im Laden zu verkosten.

Orange ist das neue Pink!

Gin – ein Getränk mit viel Stil und vielen Stilen! (Teil 1)


Dass Gin gerade boomt ist ja kein Geheimnis mehr. Es kommen immer wieder neue Sorten auf den Markt und der Phantasie, was die Auswahl der Aromen angeht, ist keine Grenze gesetzt. Ok – ein paar Regeln sind zu beachten und damit sind wir auch schon mittendrin im Thema. Wir wollen euch nämlich die verschiedenen Gin-Stile vorstellen.

Der Genever – ein traditionsreicher Vorläufer des Gins!
Genever hat seinen Ursprung in den heutigen Niederlanden / Belgien. Heute ist es auf jeden Fall so, dass Genever nur in den Niederlanden, in Belgien und in ausgewählten Gebieten von Frankreich und Deutschland hergestellt  werden darf – eine Produkt mit einer geschützten Herkunftsbezeichnung.

Um Genever herzustellen, benötigt man mindestens zwei Komponenten – ein whiskyähnliches Destillat auf Getreidebasis und ein wacholderdominiertes Destillat. Der Mix macht es schließlich aus – manchmal auch liebevoll das Kind von Gin und Whisky genannt, was sich in den Aromen auch absolut widerspiegelt. Wer noch keinen Genever probiert hat, sollte diese Bildungslücke schleunigst schließen– es lohnt sich auf jeden Fall!

Old Tom – wer es etwas süßer mag!
Old Tom ist ein gesüßter Gin. Ein eigener Gin-Stil, der im 18. Jahrhundert in England sehr populär war. Die Süße hatte damals die Aufgabe, die eine oder andere Sünde bei der Herstellung zu verdecken. Hochwertige Gewürze waren damals halt recht teuer und es wurde daher auf minderwertigere Aromengeber ausgewichen bzw. auch der ein oder andere Fehler bei der Destillation wurde damit geschmacklich ausgeglichen.

In den letzten Jahren wurde dieser Gin-Stil von den Herstellern wiederbelebt. Glücklicherweise hat die Süßung im Old Tom, heute nicht mehr die Aufgabe irgendetwas zu verdecken. Der Name und die Süße sind allerdings geblieben. Besonders wenn man seinen Gin auch gerne mal pur genießt, schmeichelt dieser Gin-Stil unserem Gaumen.


GinGer Gin – Old Tom Style aus Frankfurt

Plymouth Gin – was hat der Südwesten von England mit Gin zu tun?
Plymouth Gin wird in der Tat ausschließlich in Plymouth hergestellt. Einer Stadt im Südwesten von England in der Grafschaft Devon. Also haben wir es auch hier mit einer geschützten Herkunftsbezeichnung zu tun, zumindest bis 2015. Aktuell gibt es allerdings auch nur eine Destillerie, die Plymouth Gin produziert. Geschmacklich kann man den Gin als süßlich, weich und eher fruchtig beschreiben. Plymouth ist sicherlich auch eine Reise wert, doch wenn es nur um den Gin geht, könnt ihr auch einfach mal bei uns vorbeikommen.

Zwar wird Gin in verschiedene Stile eingeteilt, und trotzdem erzählt fast jeder Gin zusätzlich immer noch seine ganz eigene Geschichte. Ihr merkt bereits, dass ihr auch bei diesem Thema nicht ums Probieren herum kommt.

Martin empfiehlt … Gin

Gin Malfy Limone
Versetzt mich schon beim Riechen an der offenen Flasche an die italienische Amalfi-Küste. Sommertag, verzauberndes Licht und der Duft der Zitronenbäume. Das alles fängt der Gin aus Italien ein. Zitrusfruchtig, natürlich, nicht künstlich. Auf Eis mit Erasmus Bond ein Genuss. Bringt Sommersonne auch an grauen Wintertagen in die Wohnung. Dazu das Design der Flasche, die inzwischen auf meine Empfehlung bei Freunden auch als schickes Accessoir die Wohnung schmückt.

Gin – neu im November


Neu bzw. wieder im Sortiment sind folgende Gins:

OriGINal Cucumber (Heustenstamm=
OriGINal Pure Taste
OriGINal Botanicals
Huckleberry Gin (Schwarzwald)
Delirium Gin (Pfalz)
Malfy con Limone (Italien)
Ginhead – The Spirit of 69 (Mecklenburg Vorpommern)
Little Crab Gin (Rheingau)