Über Peter Reichard

Grafikdesigner, Genussmensch, Whisky- und Weinliebhaber

GinGer – Frankfurter Gin mit Ingwer

Ingwer ist gesund, aber vor allem ist Ingwer eine sehr aromatische, leicht scharfe Wurzel, die in vielen Gins als klassisches Botanical verwendet wird. Die würzige Schärfe aber auch die manchmal ins zitronige gehende Note, passen hervorragend zu Gin. Beim GinGer zeigt der Name bereits, dass man hier ganz auf den Ingwer setzt und nicht nur als ein Botanical unter vielen, sondern man baut ihm eine ganz große Bühne.

GinGer aus Frankfurt setzt alles auf eine Karte und sticht damit. Pur kommt die leichte Schärfe wunderbar zu den Zitrusnoten und Wacholder, gepaart mit einer leichten Süße. Super zum pur genießen, leicht gekühlt im Glas.

Mit Tonic wird es gin-typischer. Der Wacholder wird mehr herausgekitzelt und die Schärfe geht etwas in den Hintergrund. Gute Kombinationen fanden wir mit Fever Tree Indian Tonic oder noch spannende mit dem Lemon Tonic von Fever Tree.

Wie läuft ein Gin-Tasting bei uns ab?


Diese Frage bekommen wir öfters gestellt und natürlich ist es am besten mal eines zu besuchen, aber ich werde kurz unsere Vorgehensweise dabei vorstellen.

Gin pur
Zunächst heißt es bei uns Gin-Tasting, nicht Gin-und-Tonic-Tasting. Darum probieren wir alle Gins zunächst pur. Überrascht?

Nun das hat mehrere Gründe:
1. Das erste Tonic Water kam erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf den markt, bis dahin hat man Gin jahrhundertlang pur getrunken. Im Jahr 1858  ließ sich der Londoner Erasmus Bond erstmals ein Tonic Water patentieren. nach ihm haben belgische Hersteller ihr Tonic Water benannt, das wir als Dry Tonic gerne bei Tastings einsetzen.
So schlecht kann das also nicht gewesen sein.

2. Jede hochwertig hergestellte Spirituose sollte man auch pur genießen können.

3. Um die passende Kombination von Gin & Tonic herauszufinden, muss ich zumindest beim ersten Mal, wenn ich eine neuen Gin verwende, kosten welche Aromen, der Gin hat, um schon mal eine Idee zu bekommen, welches Tonic passen könnte.

Doch noch Tonic Water
Aber in unseren Tastings kommt das Tonic keinesfalls zu kurz.
Wir servieren den Gin ins Nosinggläsern und nach einem kurzen pur verkosten wird der Rest im Glas mit Tonic Water kombiniert. Zu jedem Gin wählen wir ein, für uns passendes Tonic Water aus. Da man man über Geschmack bekanntlich nicht streiten kann, kann es sein, dass ihr andere Kombinationen bevorzugt. Gerade bei der Kombination von Gin und Tonic Water gibt es keine festen Regeln, sondern jede/r muss für sich herausfinden, was einem am besten schmeckt.

Verschiedene Tasting-Themen
Wir bieten verschiedene Themen an. Die Tastings »Gin made in Hessen«, »Gin made in Germany« und »Gin international« bzw. »Gin Weltreise« erklären sich sozusagen von selbst. Das Tasting »Die Gin Stile entdecken« muss etwas weiter erklärt werden. Hier zeigen wir euch im Tasting die historische Entwicklung des Gin anhand flüssiger Beispiele: Das Tasting startet mit einem Genever (Urahn des Gin), Old Tim, London Dry Gin, Navy Style, fassgelagerter Gin bis zum modernen Western Dry Gin. Was sich genau dahinter verbirgt demnächst in einem eigenen Artikel.

Fakten drum herum
Zum Neutralisieren gibt es wie bei allen Tastings Weißbrot und Wasser, in der Pause dann einen kleinen Snack aus Olive Frischkäse und Schmalzbroten. Insgesamt gibt es 6–7 Gins, Dauer etwa 2,5 bis 3 Stunden, ja nach dem wie sich Fragen und Diskussionen ergeben.

Nach dem Tastings können natürlich die Gins sowie die Tonics auch käuflich erworben werden.

West Indies – neuer komplexer Rum von Compagnie des Indes

Der West Indies ergänzt die Basisrange von Compagnie des Indes Rums. Neben dem »Caraibes«, dem »Latino« und »Jamaika Navy Strength« gibt es nun den achtjährigen Blend mit Rums aus Guyana, Panama, der Dominikanischen Republik und Barbados.

8 Jahre Reifezeit steht hier für die tatasächliche minimale Reifezeit der verwendeten Rums, kein Soleraverfahren.
Neuzugang bei den dauerhaft erhältlichen Rum-Blends von Compagnie des Indes: Der West Indies ist wie die Single-Cask- und Small-Batch-Abfüllungen von Compagnie des Indes weder nachträglich gesüßt ncoh mit Zuckerkulör gefärbt.

In der Nase zeigt er sich ausnehmend aromatisch, mit Noten von fermentierten Früchten, Eindrücken von Kandiszucker und Honig sowie Pfirsichen und süßen Gewürzen. Er erinnert an ein orientalisches Gericht mit seiner sehr eigenen Mischung aus Frucht, Gewürzen und Süße.
Auch auf der Zunge erscheint er zunächst mit dem Eindruck von sehr würzigem Honig, der Kandiszucker findet sich sofort wieder, geht aber schnell in gebrannte Karamell und Vanille über. Rhabarber und Lakritze gesellen sich dazu und machen den Rum ungleich komplexer. Das wunderbare Finish zeigt Noten von Obstbränden und tolle, holzige Aromen.

1. September: Jubiläumsfeier – 5 Jahre Laden

Am Samstag den 1. September feiern wir 5 Jahre Laden am Goetheplatz. Im August 2013 hatten wir den Laden eröffnet. Zuvor lag der Schwerpunkt bei Tastings, doch irgendwann war ein eigener Laden, eben der nächste Schritt.

Am Anfang wurden wir noch etwas belächelt. Ein solcher Laden im Nordend, ja warum nicht, und die Zeit gab uns Recht. Mittlerweile ist der Laden weit über die Stadtgrenzen für seine tastings aber auch sein Angebot an aussergewöhlichen Weine, Whiskys, Gins und Rums bekannt. Das wollen wir mit euch feiern.

Mit dabei ist ein Winzer der ersten Stunde. Markus Hinterbichler ist einer von drei Winzern, mit denen wir anfingen. An diesem Tag wird er selbst vor Ort sein und seine Weine vorstellen.

Desweiteren wird es kleine Überraschungen geben.
Wir feiern von 13 bis 17 Uhr und freuen uns auf euren Besuch.

26. Oktober: Whisky straight from the Cask to the Bottle – Tasting mit Thomas Ide von The Whisky Chamber


Thomas Ide ist seit langen Jahren für seine ausgezeichnete Spürnase in Sachen Whisky bekannt und findet stets hervorragende Fässer für seine Abfüllungen unter dem Label »The Whisky Chamber«. Er wird einige seiner neuen Einzelfass-Abfüllungen vorstellen und davon berichten wie er die Fässer, aufspürt.
Es wird ein unterhaltsamer und genussvoller Abend werden.
Die Whiskys kommen direkt aus dem Fass auf die Flasche und werden nicht verdünnt oder sonst wie verändert – authentischer Whiskygeschmack ist somit garantiert. Single Cask und Fasstärke – intensiv und voller Aromen.

Wie jedes Jahr wird Thomas Ide seine neuen Herbstabfüllungen vorstellen:
Bruichladdich 2006 12y, Sherry Cask
Croftengea 2007 Bourbon Hogshead
Fettercairn 2006, 11y, ex Bourbon Cask
Invergordon 2009, 9y, ex Bourbon Cask
Tomatin 2008, 10y, sherry Puncheon
Tullibardine 2006, 12y, ex Rum Cask

In der Pause gibt es ein Buffet mit verschiedenen Käsen und zwischen den Whiskeys reichen wir Weißbrot sowie stilles Wasser. Bitte sorgen Sie für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail: tasting@die-genussverstaerker.de
Wir haben nur eine begrenzte Platzanzahl, bei Interesse wirklich frühzeitig Plätze reservieren!

Preis 50 Euro inklusive Whiskys und Pausenbuffet (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, 63067 Offenbach
Datum/Beginn 26. Oktober 2018, Freitag, 20:00 Uhr (Dauer ca. 2,5 Stunden)