Porcheria von Zio Porco – In Marzemino We Trust

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Nach In Pork we Trust nun eine weitere Schweinerei von Marco Zanetti. Wie bei allen Roten von Marco spielt der Marzemino nero die erste Geige:

»Der Rest der Cuvèe ist eigentlich ein gemischter Satz aus einem Weinberg auf 400 Metern Höhe. Etwas Groppello, etwas Lagrein und Pinot Nero. Das kommt alles in große Holzfässer und wird gemeinsam vinifiziert. Die Gärung findet spontan, also mit wilden Hefen statt. Der Wein ist weder geschönt noch filtriert. Er ist sozusagen auch für Veganer geeignet. Der Ausbau findet sowohl im Stahltank als auch in gebrauchten 600 Liter Tonneaux sowie gebrauchten Barriques statt. Ich mag es, wenn der Wein nur dezent vom Holz geküsst wird.« 

Im Glas duftete es zunächst sehr würzig nach Pfeffer, Nelken, Kräuter und dann herb-fruchtige Holundernoten. Aber auch etwas rauchig-speckiges – passt ja zum Schwein. Trinkt man den ersten Schluck ist man von dieser Mischung aus trinkfluss, Saftigkeit und Tiefe aber alles in allem mit einer Frische kombiniert.

Marcos Speisevorschlag dazu: »Pulled Pork auf die Hand und Frank Zappa im Ohr.«
Wir würden uns da musikalisch Talco vorstellen. Einmal die Band live mit einer Buddel von der Porcheria in der Hand

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2. November: Zio Porco – Im Zeichen des Schweines (Weinverkostung)

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Italien ist ein großes Weinland, doch wir haben uns mit den Weinen unseres Freundes Marco Zanetti auf die eher unbekannte Region Venetien konzentriert. Bei Marco, auch bekannt als Winepunk, dreht sich ganz viel um autochtone, also heimische Rebsorten wie etwa Marzemino. Erlebt mit uns eine etwas andere, italienische Weinwelt.

In der Pause gibt es ein Buffet mit verschiedenen Käsen und zwischen den Weinen reichen wir Weißbrot sowie stilles Wasser. Bitte sorgen Sie für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail oder Telefon:
info@die-genussverstaerker.de bzw. 0172. 7771781

Preis 35 Euro inklusive Weinen und Pausenbuffet (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, am Goetheplatz/Nordend, Offenbach
Datum/Beginn 2. November 2016, Mittwoch 20:00 Uhr (Dauer ca. 2,5 Stunden)

Den Soundtrack zum Winepunk bietet zum Beispiel Talco:

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Von der Kamera zum Rebstock – Die Winzerei Lüttmer

Wein aus Saale-Unstrut kannte ich bisher nur vom Namen. Mit dem Besuch von Klaus Lüttmer vor einigen Wochen hat sich das geändert, auch wenn mein erster Wein aus dieser Region sicherlich alles andere als ein typischer Wein ist.

Das liegt schon daran, dass Klaus von Haus aus Kameramann ist und erst seit kurzem als Winzer tätig ist. Ursprünglich aus dem Rhein-Main-Gebiet stammend lebt er momentan noch in Berlin und hat gerade mal einen halben Hektar Rebfläche unter sich. Der 2010er Jahrgang des Frühburgunders stammt von dreijährigen Reben und ergab 909 Flaschen. Er bewirtschaftet seine Rebfläche nach den Richtlinien der Anthroposophie. Ich persönlich kann mit dieser Denkrichtung so gar nichts anfangen, aber der Wein hat mir trotzdem gefallen.

Der Wein trägt den Namen »Maxime« und stammt von der Lage Weischützer Nüssenberg. Im Glas strömten mir ungewohnte Aromen entgegen, die an Rucola, frisches Holz, rotes Johannisbeere und Kräuter erinnern. Im Mund entpuppt er sich als ein filigraner und leichter Wein mit feinen Holzaromen, roten Früchten aber auch wieder den vegetativen Noten. Der Wein lagerte 10 Monate in gebrauchten Fässern vom Weingut Rebholz.

Auf grund seiner Aromatik ist er sicherlich ein guter Essensbegleiter für leichte, mediterranen Pastagerichte oder ich kann mir ihn auch zu einem fruchtigen Rucola-Salat gut vorstellen.

Mit rund 12 Euro für einen No-Name-Wein/Winzer aus einer unterrepräsentierten Weinregion wie Saale-Unstrut sicherlich nicht ganz einfach zu verkaufen, aber für ambitionierte Händler eine spannende Erweiterung ihres Sortiments.

Auf grund der Essensempfehlung hier der passende Song der italienischen Ska-Punk-Band Talco live im Due Forni, der Punk-Rock Pizzeria in Berlin.
 

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