Alpha, Beta, Gamma : Weine von Thomas Pahlke

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Alpha, Beta, Gamma. Was sich anhört wie eine Studentenverbindung einer US-amerikanischen Universität ist die Weinlinie von Thomas Pahlke. Nach seiner Ausbilung bei Axel Neiss, Phillip Kuhn und Weingut Horcher sowie zwei Auslandspraktika in Mallorca und Österreich ging er zurück zum elterlichen Weingut Hahn-Pahlke im nordpfälzischen Battenberg.

2008 entstanden seine ersten Weine, die noch auf wenige Flaschen limitiert waren. Wir konnten zwei 2011er Weine (Riesling und Sauvignon Blanc) sowie den bereits ausverkauften 2009er Spätburgunder verkosten.

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Der Spätburgunder, 18 Monate Barriquelager, aus der Magnum hat einiges an Reifepotenzial. In der Nase rote Früchte, Kakao- und Ledernoten. Nach dem Öffnen benötigt er einige Zeit bis er sich zu voller Kraft entwickelt und die Tannine sich mit den Fruchtaromen richtig verbinden. Der Riesling ist ein schlanker aber intensiv minderalischer Wein.

Unser volle Aufmerksamkeit hatte der Sauvignon Blanc Beta. In der Nase typische grüne Aromen wie Stachelbeere und exotische Früchte und Maracuja. Im Mund grüne Paprika, wieder exotische Früchte und etwas Melisse. Sehr fiigran und frisch, dazu eine angenehm zurückhaltende Säure, so dass man nicht zu schnell »satt« wird. Man trinkt gerne auch noch ein zweites Glas.

Ein junges Winzertalent, dessen Weine man in Zukunft im Auge haben sollte.

Alpha, Beta, Gamma : Weine von Thomas Pahlke 4.4/5 (88%) 8 votes

Wine with a hat – Lukas Krauß

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Der Winzer mit dem Hut ist im Haus! Nach dem er schon ein paar Mal bei »Wein & Genuss« im Restaurant Schaumahl angekündigt war, aber dann doch etwas dazwischen kam, war es Ende Januar endlich so weit. Und wir hatten nach zwei Jahren die Möglichkeit ihn auch einmal persönlich zu treffen.

Was Christoph Kubenz mit seinem Team in der Küche des Schaumahls wieder gezaubert hatte, war zum wiederholten Male sensationell. Mein Favorit war das Ingwer-Sauerkraut und Schweinebäckchen, Adlerfisch mit Bacon, Maispuree und Barbeque-Sauce sowie das Dessert aus Mangoeis und Pistanziencreme.

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Dazu gab es die Möglichkeit insgesamt sieben Weine von Lukas zu probiern. Der Opener war sein süffiger – im positivsten Sinne – Chapeau Krauß. Ein Weißwein, der mehrheitlich aus Müller-Thurgau besteht. Seine Vorliebe für Silvaner entgegen den Ressentiments finde ich gut und jeder sollte diesen Silvaner probieren, um seine Vorurteile ein für alle Mal abzulegen – Eine ideale Speisebegleiter.

Der Grüne Veltliner von Lukas, der teilweise im Holz ausgebaut wurde, ist etwas besonderes und es bedraf etwas Zeit ihn zu genießen. erst die frischen Kräuternoten bis hin zu Waldmeister-Aromen und mit dem Sauerstoff kommen immer mehr die schmelzigen Anteile vom Holzausbau hervor. Auch dem Grauburgunder gibt der Holzausbau den besonderen Kick. Im Gegensatz zum Chapeau Krauß aber Weine für Weinfreunde mit Muse dafür.

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Lukas kann aber auch in Rot. Zum Hirschrücken an Aubergine, Zucchini und Paprika gab es einerseits Spätburgunder und Krauße Schwarzer. Letzterer war an unserem Tisch der Favorit zum Hirschrücken. Das Cuvée aus Portugieser und Schwarzriesling harmoniserte hervorragend. Der Name ist übrigens, wie Lukas erzählte, eine Hommage an seinen Opa, der auf Grund seiner schwarzen Haare und der von der Feldarbeit braun gegerbten Haut, Krauße Schwarzer, genannt wurde. Er legte den Grundstein für den Weinbau, den Lukas heute betreibt.

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Zum Dessert, wahlweise süß oder Käse, gab es seine Kerner Trockenbeerenauslese mit den voluminösen Quitten und Honigaromen. Ein passender Abschluss.

Wir haben daraufhin zwei Weine von Lukas, Chapeau Krauß und Krauße Schwarzer, in unser Sortiment aufgenommen. Aber auch alle anderen Weine von Lukas können wir besorgen.

Als Ergänzung dieses kleine Interview mit der Generation Riesling, vor allem über die Silvaner von Lukas.

Wine with a hat – Lukas Krauß 4.9/5 (97%) 7 votes

AUSVERKAUFT: 24. Februar: ROT – Rotweine aus Deutschland

Gibt es gute Rotweine aus Deutschland? Eindeutig ja! Gute Rotweine müssen nicht aus Frankreich, Italien, Spanien oder aus Übersee kommen. Neben den traditionellen roten Rebsorten wie Spätburgunder, Schwarzriesling, Frühburgunder, Dornfelder oder Portugieser haben mittlerweile auch Reben wie Tempranillo und Merlot hier ihren Platz gefunden. Wir stellen Ihnen eine Auswahl hervorragender Rotweine aus der Pfalz und Rheinhessen vor. Es werden auch Winzer an dem Abend vor Ort sein und über Ihre Arbeit berichten.

So werden wir Rotweine vom Weingut Metzger, Daniel Aßmuth, Stefan Meyer und weiteren Winzern präsentieren.

Die Wein-Matinee beginnt um 16 Uhr ! Im Anschluß können Sie noch in der weinstube bei weiteren Weinen und Speisen den Abend ausklingen lassen.

In der Pause gibt es ein Buffet mit verschiedenen Käsen und zwischen den Weinen reichen wir Weißbrot sowie stilles Wasser. Bitte sorgen Sie für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail oder Telefon: info@die-genussverstaerker.de bzw. 0172. 7771781

Preis 32 Euro inklusive Weinen und Pausenbuffet (pro Person)
Ort die weinstube, Taunusstraße 19, Offenbach
Datum/Beginn 24. Februar 2013, 16 Uhr (Dauer ca. 2,5 Stunden)

AUSVERKAUFT: 24. Februar: ROT – Rotweine aus Deutschland 4.5/5 (90%) 4 votes

Die Bullen vom Weingut Metzger

Beim Weingut selbst sind de beiden Bullen bereits entlaufen, sprich ausgetrunken, so groß ist die Nachfrage. Wir konnten jedoch noch frühzeitig von beiden eine kleine Herde einfangen.

Der »Weiße Bulle« ist ein blumig-würziges Burgunder-Cuvèe (Chardonnay und Weißburgunder) mit kräftigem Schmelz. Der Rotwein, darf sich aus markenrechtlichen Gründen nicht Bulle in der Farbe des Weines nennen, da ein österreichisches Erfrischungsgetränk hier wohl Einwände hätte. So wurde es ein »Schwarzer Bulle«. Ein Rotwein-Cuvée mit Anteilen aus Cabernet Sauvignon, Merlot, Spätburgunder und anderen Rebsorten, welcher mit Aromen von dunklen Beeren und mit gut ausbalancierten Tanninen und Holz- bzw. Röstaromen ein Genuss ist.

Während der »Weiße Bulle« eine hervoragender Begleiter zu Gerichten mit hellen Sahne- und Buttersaucen wie Zürcher Geschnetzeltes, ergänzt der »Schwarze Bulle« Rinderfilets aber auch Wild- und Schmorgerichte.

Seit kurzem bekamen die beiden Bullen noch zuwachs. Ein echtes Urvieh, man dachte es wäre unmöglich, dass es ihn noch geben kann. Der dritte im Bunde stammt von über 100jährigen, wurzelechten Portugieser-Reben ab. Vermutlich die ältesten oder zumindest eine von den ältesten Portugieser-Rebanlagen in der Pfalz.

Die typischen Portugieser-Aromen in konzentrierter Form finden sich im Glas, viele Gewürze, Leder, Tabak und dunkle Früchte. Ein Wein der eine kräftige Ergänzung in Form eines gergillten Porterhouse-Steaks gut verträgt. In der Rubrik »Unterschätze Sorten« landete das Urvieh auch direkt schon mal im Finale des Deutschen Rotweinpreises.

Alle drei Weine gibt es bei uns im Laden, Kaiserstraße 9, Hof, Offenbach. Donnerstag/Freitag von 15 bis 19 Uhr oder nach Vereinbarung.
 

Die Bullen vom Weingut Metzger 5/5 (100%) 1 vote

Saar meets Rheinhessen – Willems Willems & Hofmann

Vor einiger Zeit bekamen wir ein umfangreiches Probepaket, dass sich unter dem Motto Saar meets Rheinhessen zusammenfassen lässt. Denn im Paket befanden sich einerseits Weine von Willems Willems von der Saar und vom Weingut Hofmann aus dem rheinhessischen Appenheim.

Wie kommt es, dass zwei so weit von einandner entfernd liegende Weingüter zusammen Probeflaschen schicken? Ganz einfach, die Liebe macht’s. Durch die Heirat von Jürgen und Carolin wurden die beiden Weingüter von den beiden nun gemeinsam betrieben. Man sieht es den Etiketten bereits an, die die Eigenheiten und Gemeinsamkeiten der beiden Weingüter gut widerspiegeln.

Hier eine Auswahl unserer Favoriten aus dem Jahrgang 2009 und 2010.

Allen voran stand bei WillemWillems für uns der Saar Riesling Schiefer. Im Bouquet gibt es süße Äpfel, Mineralik gepaart mit Zitrus und Mango-Aromen. Im Mund spürt man auch zunächst die frische Süße, die gefolgt wird von der steinigen Mineralik und ergänzt von einer angenehmen Säure.

Der Riesling »Auf der Lauer« ist in der Nase spritzig und erinnert etwas an Apfelwein. Im Mund dann voll-reifer Boskop-Geschmack. Feinherb, vor allem aber ein feiner Tropfen.

Der Spätburgunder S 2009 überraschte mit weihnachtlichen Gewürzen, Rumtopffrüchten, Brombeere und etwas Holunder im Duft. Im Mund dann pfeffrige Tannine und feine Ledernoten.

Bei Hofmann faszinierte uns der Sauvignon Blanc 2010, gerade weil wir eigentlich keine Freunde dieser Rebsorte ind. Aber hier ist für uns mit das beste was wir an Sauvignon bisher probiert haben. Nicht überbordend mit den grünen, vegetativen Aromen, sondern statt dessen reife, gelbe und exotiche Früchte. Dazu die passende Portion Säure. Umwerfend!

Aber auch Grauer Burgunder und Silvaner hinterließen einen bleibenden und positiven Eindruck.

Der Appenheimer Silvaner S 2010 ist mineralisch ohne Ende, schmelzig-cremig im Mund und ein Bouquet aus einer Melange von Apfel, Melone und einem Spitzer Zitrusfrüchte. 

Im Vergleich dazu war der Graue Burgunder auch mineralisch geprägt, aber noch stärker geprägt von einem angenehm weichen Mundgefühl, die steinige Würze kommt erst beim Abgang zur Geltung. Zuvor eine Aromatik von Pfirsisch und etwas Quitte.

 
Dazu ein alter Ska-Klassiker der Skatalites »When I fall in Love«

Saar meets Rheinhessen – Willems Willems & Hofmann 5/5 (100%) 1 vote