Armorik Lightly Peated – der kleine torfige Bretone

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Alba Import bringt uns mal wieder etwas Neues aus der Bretagne. Und zwar der erste, wenn auch nur leicht, getorfte Armorik Whisky. Die Auflage des Armorik »Lightly Peated« beträgt nur 800 Flaschen, abgefüllt mit leicht erhöhter Trinkstärke von 48% Vol. und natürlich unchillfiltered und ohne Zusatz von Farbstoff. 
 
Der Armorik »Lightly Peated« basiert auf dem Armorik »Classic«, ergänzt mit 45ppm schwer getorften Armorik Single Malt. So ergibt sich eine sehr schöne Verbindung aus fruchtigen, maritim-salzigen und torfigen Aromen. 
Er besitzt einen Duft, der an erdige und zugleich maritime Aromen erinnert, dazu etwas Zitrus und ein Hauch von Lagerfeuer, Im Geschmack dann gelbe Früchte, malzig, Haferkekse, Nuss. Der Rauch kommt vorallem im Abgang noch mal dezent zur Geltung. Fein und dezent wurde die Rauchnote mit den bekannten salzigen und nussigen Aromen des »Classic« verbunden. Bin gespannt ob und wann auch mal stärker getorfte Whiskys den Weg in unsere Nosinggläser finden. Aber wieder einmal hat die Destillerie Warenghem aus dem Norden der Bretagne gezeigt, dass guter Whisky nicht nur aus Schottland oder Irland kommt.

 

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OGMA Gin – eine Hommage an die Mispel

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OGMA Gin ist noch ein Unbekannter in der Gin-Welt, mal schauen wann sich das ändern wird. Uns hat er geschmacklich vor allem überzeugt. 
Dazukommt, dass der Gin nun wirklich mal aus meiner alten Heimat, dem Saarland stammt. Denn oft musst ich beim wesentlich bekannteren Ferdinands Saar Dry Gin immer hinweise, dass die namensgebende Saar auch durch das Bundesland Rheinland-Pfalz fließt und Ferndiands gerade von dieser Weinregion geprägt ist. 

Doch nun zurück zum Gin. Sein Ursprung liegt im Saargau und stellt die Mispel neben dem Wacholder in den Vordergrund.Mispel(chen) da frohlockt der Hesse – doch ich muss ihn zunächst enttäuschen. Die asiatische Mispel, die den Calavdos ergänzt hat nur wenig mit der so genannten Wintermispel zu tun. Ein knorriger Obstbaum mit einer unscheinbaren, braun-grünen Frucht. Ihre eigentliche Heimat: die Hochländer Vorder- und Mittelasiens.
Über Jahrhunderte wurde diese eigentümliche Frucht in Mitteleuropa kultiviert. Doch Anbau und Verarbeitung sind hart und schwierig. Die Mispel liefert niedrigen Ertrag. So verschwand sie mit der Zeit fast gänzlich vom europäischen Kontinent.

Die Brennerei Monter pflegt Mispelbaumbestand auf Streuobstwiesen und kaufen Kleinmengen von regionalen Privaterzeugern. 

Ihre Frucht ist hart, voll Säure und bitterer Tannine. Doch am Jahresende, mit Kälte und Frost, geschieht ein kleines Wunder: Die Mispelfrucht wird weich und verwandelt sich in eine Aroma- und Vitaminbombe ersten Ranges. Kein anderes Obst zeigt eine vergleichbare Aromatik: Gleichzeitig gelbfruchtig, frisch und herb. Die Mispel verleiht OGMA Gin Aromen von Orange, Pfirsich und Süssholz, kombiniert mit einer zitronigen Frische und einer feinen Bitter-Angosturanote.

Bereits 1849 wurde die Destillerie Monter erstmals erwähnt. Beheimatet ist die Brennerei in einem dreihundertjährigen Lothringerhaus in Hemmersdorf, gelegen im Saargau, nahe der Grenze zu Frankreich – ein geschichtsträchtiger Ort. 

Im Familienbetrieb verarbeitet Wolfgang Maffert in sechster Generation Früchte alter Obstbäume der eigenen Streuobstwiesen. An den Südhängen des romantischen Niedtals gedeien Mirabellen, Äpfel und Mispel. Durch eine besonders schonende Verarbeitung der vollreifen Früchte hat sich Wolfgang Maffert einen Namen gemacht und zahlreiche Auszeichnungen über die Landesgrenzen hinaus erhalten.

OGMA wird in aufwändiger, traditioneller Handarbeit hergestellt. Beginnend mit dem Einmaischen der Mispelfrüchte für die Haupt-Infusion: der  Mispelbrand. Die Maische gärt mehrere Wochen, bis der erwünschte Alkohol entstanden und die feinen Aromen der Mispel extrahiert sind. Neben dem Brand nutzen Monter außerdem selbst hergestellten Mispelwein. Dieser außergewöhnliche, ungeschwefelte Obstwein existiert nirgendwo anders und wird exklusiv für die Herstellung von OGMA verwendet.

Destilliert wird mit zwei seit Anfang des letzten Jahrhunderts im Einsatz befindlichen französische Alambiques für den Roh- und Feinbrand. Zweifach destillierte Wacholderbeeren aus Serbien sind der Grundstoff, um im Small-Batch-Verfahren den OGMA Gin in traditioneller Handarbeit mit viel Liebe zum Detail zu fertigen.

Heraus kommt ein ungewöhnlicher Gin, geprägt von der herben Mispel, warmen Zitrusnoten, Kräutern udn Wacholder gepaart mit einer feinen Süße. Leicht gekühlt und pur ein wunderbarer Degistif oder mit einem klassischen, nicht zu süßen Indian Tonic Water.

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