Crémant & Austern

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Was trinkt man zu Austern? Champagner oder einfach auch den wunderbaren Crémant vom Weingut Bieitighöfer. Es ist ein Jahrgangs-Crémant von 2012 und eine Cuvée aus Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier, also jenen drei Hauttrauben der Champagne. Ein großartiger Schaumwein, der seinen französischen Vettern in nur wenig nachsteht und das zu einem ungewöhnlich guten Genuss-Preis-Verhältnis. Seine mineralische und würzigen Aromen verbinden sich hervorragend mit dem salzigen Geschmack der Austern. 
Ich weiß, dass nicht jede/r Austern mag. Das Gute ist, der Crémant schmeckt natürlich auch ohne sie hervorragend. Und bei unseren Käse- & Weinverkostungen hat er sich als spannender Begleiter für Brie de Meaux herausgestellt.

 

Glenglassaugh Revival & Torfa – zwei neue Whiskys

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Mit diesen beiden Abfüllungen von Glenglassaugh haben wir zwei Whiskys einer Destillerie, die zuletzt von 1986 bis 2008 geschlossen war, neu im Sortiment. Mittlerweile gehört die Destillerie zu The Ben Riach Distillers Company. Neben sehr raren, teils weit über 30 Jahre alten Abfüllungen gehören diese beiden zu den nach der Wiedereröffnung destillierten Malts und zur Standard Range. Sie ermöglichen, trotz des noch jungen Alters, diese Destillerie und ihre Whiskys schätzen und lieben zu lernen.

Glenglassaugh Revival
Der Revival wurde unterandem in Rotweinfässern gelagert, welche neben dem Finish in Sherry Fässern, die Aromen wesentluch prägt. Kein Farbstoffe und keine Kühlfltrierung sowie 46 % machen ihn zu einem tollen herbstlich/winterlich anmutenden Malt.

Nase Karamell und Toffee mit Sherry Noten, dazu etwas von Milchschokolade und Honig. Pflaumen und Orangennoten sowie erdige Aromen und auch die Eichenfässer ölassen sich nicht verleugnen.
Geschmack rund und cremig. leichte fruchtsüße, die an Orangen und Pflaumen erinnern, dazu wieder etwas Schokolade und nussige Noten.
Abgang Mittellang mit Aromen, die an Glühweingewürzen erinnern

Glenglassaugh Torfa
Der erste Malt mit deutlichen Torfraucharomen aus der Destillerie. Aber dies ergibt sich nicht nur aus dem aktuellen Boom rauchiger Whiskys, sondern aus den alten Lagerbüchern der Destillerie ist ersichtlich, dass bereits 1890 dort mit getorftem Gerstenmalz Whisky gebrannt wurde. Torfa ist in einem alten schottischen Dialekt das Wort für Torf.

Nase Lagerfeuer und etwas salzige Seeluft mit Limetten, gelbem Steinobst und leichte Aromen von Ingwer und Pfeffer
Geschmack Süßlich, maritim und torfrauchig. Melone, Ananas, Bratapfel mit gerösteten Kekse sowie dezenten Anklängen von Heidehonig und Zigarre.
Abgang  wieder salzige Noten und rauch sowie würzige Fruchtaromen.


 

From the Cask to the Bottle – Aktuelle Abfüllungen von The Whisky Chamber

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Unser Schwerpunkt sind Einzelfassabfüllungen und bereits seit langem haben wir die Abfüllungen von The Whisky Chamber im Sortiment. Thomas Ide ist seit vielen Jahren in der Whisky Branche unterwegs und ein Experte für exzellente Einzelfassabfüllungen. Seine Abfüllungen sind immer in Fassstärke, ohne Farbstoffe und nicht kühl gefiltert – also straight from the cask to the bottle.

Von den aktuellen Abfüllungen haben wir noch folgende im Laden:

”buair an diabhail” Vol. VI (tempt the devil) (TWC) – 60,9%vol.
Mittlerweile die sechste Edition, die von Fans liebevoll »Der Teufel« gennant wird.
Der sechste Teufel, wieder aus einer Destillerie von der Insel Islay zeigt wieder teuflischen Rauch, aber auch feine Fruchtnoten.
Nase Rauch (Phenol) Zitrus (grün / Limette), Malz und ein Hauch Orangenschale
Geschmack stark Rauchig / torfig, salzig, Limette & Apfel („grün“)
Nachklang mittel lang mit einer leichten Marzipannote

Ben Nevis (TWC) 1997, 16 Jahre, 52,7%vol. Ex Sherry Hogshead,
Aus den Highlands ein Malt aus einer für mich recht unterschätzten Brennerei, Ben Nevis.
Nase deutlich Sherry mit einer dezenten Kräuternote, Schokolade
Geschmack Intensiv Sherry – ein voller Mund (aber nicht übertrieben!) Toffee, dunkle Schokolade und zum Schluss kommen wieder ein paar Kräuternoten zum Vorschein
Nachklang lang und sehr rund (easy drinking)

Glen Grant (TWC) 1992, 20 Jahre, 53,5%vol. ex Bourbon barrel
Glen Grant ist mit seinen Abfüllungen, die es auch in Supermärkten gibt, sicherlich die bekannteste der Brennereien. Aber während die Standards von Glen Grant im besten Fall Mittelmaß sind, wundert man sich bei der Qualität dieser Abfüllung von TWC, warum keine besseren Eigenabfüllungen auf dem Markt sind
Nase dezent fruchtig, nussig – mit einem Hauch Marzipan
Geschmack fruchtig, Bratapfel Etwas Süßholz – zum Ende etwas trockener – ein idealer Aperitif
Nachklang lange anhaltend

Speyside Distillery (TWC) 1994, 19 Jahre, 55,5%vol. ex refill Sherry Hogshead
Nase nur ein leichter Sherry Hauch, Beeren mit einer floralen Note
Geschmack eine schöne runde Sherrysüsse, rote Beeren mit einer ganz leichten Holznote
Nachklang mittellang anhaltend

Westport – Highland Aingeal (TWC) 1997, 15 Jahre, 52,8%vol.
Nase Malzig, Marzipan und Stachelbeere, Vanille und sehr cremig
Geschmack Vanillecreme, malzig, fruchtig – leichte florale Noten
Nachklang mittel bis lange anhaltend fruchtig


 

NEU: Drei Abfüllungen von Hepburn’s Choice – Glentauchers, Glenrothes, Caol Ila

Wir haben einen neuen unabhängigen Abfüller im Sortiment, uns zwar aus dem Hause Hunter Laing präsentieren wir Ihnen die Hepburn's Choice Abfüllungen. Es handelt sich hierbei um Einzelfassabfüllungen mit 46% Trinkstärke. Selbstverständlich wird bei allen Abfüllungen auf den Zusatz von Farbstoff und auf den Prozess der Kältefiltrierung verzichtet.
Hepburn's Choice wurde zu Ehren von William Hepburn, dem verstorbenen Großvater mütterlicherseits des Direktors, benannt. Aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit im diplomatischen Dienst, bereiste Mr Hepburn viele verschiedene Länder rund um den Globus und war ein wahrhafter Whisky Connoisseur seiner schottischen Whiskies, mit welchen er sich ein Stück Heimat auf Reisen bewahrte.
Wir starten mit diesen drei Abfüllungen von Caol Ila, Glentauchers und Glenrothes:

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Glentauchers, 2005, 8 Jahre, Speyside
Ein wundervoller und auch seltener Glentauchers. Hier treffen Kaffee, exotische Früchte, Ahornsirup und Bountyschokolade aufeinander. Glentauchers ist eine sehr unbekannte Destillerie in der Speyside. Sie wurde 1897 durch James Buchanan gegründet. Das kuriose an der Sache ist, dass James Buchanan keinerlei Ahnung von der WHiskyproduktion und dem Vertrieb hatte. Noch kurioser ist, dass er nicht einmal das Kapital hatte, um diese Destillerie zu bauen. Durch seinen unbändigen Optimismus, wurde schließlich im Jahre 1898 die Produktion aufgenommen. Von Glentauchers findet man kaum Single malts. Der größte Anteil verschwindet in Blended Whiskys.

Nase Süße Früchte, Sherry, Nussaromen, Honig, Schokolade
Geschmack Bounty-Riegel, Kaffee, exotische Früchte und Ahornsirup
Abgang Wieder der Bounty-Riegel, etwas würzig, Trockenfrüchte und im Gesamteindruck ein langes Finish.

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Glenrothes 2004, 9 Jahre, Speyside
So sollte ein Whisky aus einem first fill Sherryfass schmecken. Dunkle Geschmacks- und Geruchspalette, Kirsche, Schokolade, Tabak und wunderbares Trockenobst. Der Sherryeinfluss erschlägt den Whisky nicht, sondern lässt noch Platz für Mehr. Ohne Farbstoff, nicht kältefiltriert. Limitiert auf 782 Flaschen. (First fill sherry butt)

Nase Trockenobst, Kirsche, dunkle Früchte, Schokolade und etwas Tabak.
Geschmack Typisch Glenrothes – etwas erdig und ölig. Sehr vollmundig und perfekt dosierte Sherryaromen. Ebenso etwas Wildkirsche (Haribokirschen?) und dunkle Beeren.
Abgang Wildkirsche, ölig, Salz, Leder – sehr wärmend.

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Caol Ila 2008, 5 Jahre, Islay
Ja, der Whiskyboom macht sich bermerkbar. Ältere Islay-Whiskys zu vernünftigen Preisen von unabhängigen Abfüllern sind kaum mehr zu bekommen. Aber ich finde es ist auch eine Chance zu zeigen, dass die junger Whiskys, auch wenn sie ab und an etwas ungestüm wirken, ebenso ein Genusserlebnis ist wie die ausblancierten gereiften Malts. Dieser Caol Ila ist keine Torfbombe, sondern eine filigraner und eleganter Single Malt.

Nase fruchtig, leicht süßer Rauch, typisch für Caol Ila, mild und einladend
Geschmack auch hier eher ein milder Rauch, etwas Fruchtaromen, die an grünen Apfel und Zitrusfrüchte erinnern, aber auch
Abgang ölig und salzig, mit einem mittellangen Abgang.

Impressionen von »Aromenvielfalt von Single Malt Whisky«

Zum ersten Mal fand eine unserer Verkostungen in der Suppenbar Soupreme in Offenbach statt. Wir luden unsere Gäste ein mit uns die Aromenvielfalt schottischer Single Malt Whiskys zu erkunden und zu genießen. Single Malt Whisky besitzen eine ähnlich große Aromen-Bandbreite wie Weine. Angefangen von grassig-leichten, über fruchtig-aromatische bis hin zu maritim, rauchig-torfigen Whiskys ist alles möglich. Wie die Aromen entstehen, wie sich die Fasslagerung und wiesich  die Art der Fässer auf die Aromen auswirken erläuterten wir an Hand exemplarischer Whiskys.

Der Opener war der Speyburn 12, der mit seinen leichten, grasigen Noten ein leichter Einstieg war. An Hand von zwei Whiskys aus der Destillerie Isle of Jura – von der gleichnamigen Insel – zeigten wir anschaulich wie sich die Fässer auf den Geschmack auswirken. Während sich der 12jährige, der in einem Hogshead-Fass (amerikanische Eiche) 12 Jahre lagerte, durch frische, feinsalzige-zitrus Aromen auszeichnet, bekommt der 13jährige mit seinem St. Etienne Rum Cask-Finish eine vollmundige Fruchtsüße. Dun Bheagan, der Abfüller der beiden Whiskys, ist es gelungen, dass es trotzdem noch ein typischer Whisky ist und das ehemalige Rumfass nicht den Charakter des Whisky erschlägt.

Eine weitere Abfüllung von Dun Bheagan in der Runde war der Glenburgie, der in einem Pomerol-Fass von Chateau Palmer nachreifen konnte. Auch hier wirken die ehemaligen Rotweinfässer auf den Whisky ein. Wobei beim Finish, der Whisky, nicht die gesamte Zeit in einem solchen Fass lagert, sondern nur wenige Wochen oder Monate zum Abrunden in anderen Fässern gelagert wird. Hier haben wir es gerade den unabhängigen Abfüllern zu verdanken, dass es überhaupt möglich ist einen Whisky wie Glenburgie zu bekommen. Denn das meiste was in der mittlerweile hochmodernen Destillerie produziert wird geht in die bekannten Blends wie Ballantine’s und Teacher’s

Der 15jährige Tomatin, ein echter Highländer, überraschte mit seinen Kräuter- und Pfefferaromen. Die Brennerei gehört was die Jahresproduktion angeht zu eine der größten schottischen Destillerie, aber erst seit wenigen Jahren wieder werden die dort produzierten Single Malts offensiv beworben und auf dem markt angeboten. Auch hier geht das meiste in Blends. Sie war übrigens eine der ersten Destillerien in Schottland, die in japanischem Besitz ist.

Den Abschluss bildete der wie immer polarisierende Laphroaig, 10 Jahre. Dieser rauchige, aber vorallem maritim und medizinische anmutende Malt von der Insel Islay hat viele Fans, aber genauso viele, die ihn gar nicht mögen. Love it or hate it! Um zu zeigen wie sich die Fassgröße auch auf das Aroma auswirken kann, schenkten wir parallel noch den Laphroaig Quarter Cask aus. Je kleiner das Fass, desto mehr Whisky kommt mit dem Holz in Berührung und damit verkürzt sich die Reifezeit. Zuerst war er in normalen Hogshead-Fässern (ca. 250 Liter), dann reifte es in den kleineren Quarter Cask (ca. 125 Liter) nach. Dieser Malt ist nicht so sehr von den mediznischen Noten gekennzeichnet und fand an diesem Abend mehr Freunde.

So haben wir den Bogen gespannt von feinen und leichten Whiskys über vollmundigen zu den rauchig-torfigen Vertretern. Slainté!