Armorik Lightly Peated – der kleine torfige Bretone

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Alba Import bringt uns mal wieder etwas Neues aus der Bretagne. Und zwar der erste, wenn auch nur leicht, getorfte Armorik Whisky. Die Auflage des Armorik »Lightly Peated« beträgt nur 800 Flaschen, abgefüllt mit leicht erhöhter Trinkstärke von 48% Vol. und natürlich unchillfiltered und ohne Zusatz von Farbstoff. 
 
Der Armorik »Lightly Peated« basiert auf dem Armorik »Classic«, ergänzt mit 45ppm schwer getorften Armorik Single Malt. So ergibt sich eine sehr schöne Verbindung aus fruchtigen, maritim-salzigen und torfigen Aromen. 
Er besitzt einen Duft, der an erdige und zugleich maritime Aromen erinnert, dazu etwas Zitrus und ein Hauch von Lagerfeuer, Im Geschmack dann gelbe Früchte, malzig, Haferkekse, Nuss. Der Rauch kommt vorallem im Abgang noch mal dezent zur Geltung. Fein und dezent wurde die Rauchnote mit den bekannten salzigen und nussigen Aromen des »Classic« verbunden. Bin gespannt ob und wann auch mal stärker getorfte Whiskys den Weg in unsere Nosinggläser finden. Aber wieder einmal hat die Destillerie Warenghem aus dem Norden der Bretagne gezeigt, dass guter Whisky nicht nur aus Schottland oder Irland kommt.

 

Armorik Lightly Peated – der kleine torfige Bretone 5/5 (100%) 3 votes

Glenglassaugh Revival & Torfa – zwei neue Whiskys

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Mit diesen beiden Abfüllungen von Glenglassaugh haben wir zwei Whiskys einer Destillerie, die zuletzt von 1986 bis 2008 geschlossen war, neu im Sortiment. Mittlerweile gehört die Destillerie zu The Ben Riach Distillers Company. Neben sehr raren, teils weit über 30 Jahre alten Abfüllungen gehören diese beiden zu den nach der Wiedereröffnung destillierten Malts und zur Standard Range. Sie ermöglichen, trotz des noch jungen Alters, diese Destillerie und ihre Whiskys schätzen und lieben zu lernen.

Glenglassaugh Revival
Der Revival wurde unterandem in Rotweinfässern gelagert, welche neben dem Finish in Sherry Fässern, die Aromen wesentluch prägt. Kein Farbstoffe und keine Kühlfltrierung sowie 46 % machen ihn zu einem tollen herbstlich/winterlich anmutenden Malt.

Nase Karamell und Toffee mit Sherry Noten, dazu etwas von Milchschokolade und Honig. Pflaumen und Orangennoten sowie erdige Aromen und auch die Eichenfässer ölassen sich nicht verleugnen.
Geschmack rund und cremig. leichte fruchtsüße, die an Orangen und Pflaumen erinnern, dazu wieder etwas Schokolade und nussige Noten.
Abgang Mittellang mit Aromen, die an Glühweingewürzen erinnern

Glenglassaugh Torfa
Der erste Malt mit deutlichen Torfraucharomen aus der Destillerie. Aber dies ergibt sich nicht nur aus dem aktuellen Boom rauchiger Whiskys, sondern aus den alten Lagerbüchern der Destillerie ist ersichtlich, dass bereits 1890 dort mit getorftem Gerstenmalz Whisky gebrannt wurde. Torfa ist in einem alten schottischen Dialekt das Wort für Torf.

Nase Lagerfeuer und etwas salzige Seeluft mit Limetten, gelbem Steinobst und leichte Aromen von Ingwer und Pfeffer
Geschmack Süßlich, maritim und torfrauchig. Melone, Ananas, Bratapfel mit gerösteten Kekse sowie dezenten Anklängen von Heidehonig und Zigarre.
Abgang  wieder salzige Noten und rauch sowie würzige Fruchtaromen.


 

Glenglassaugh Revival & Torfa – zwei neue Whiskys 4.8/5 (97%) 6 votes

Stauning – Whisky made in Denmark

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Im Frühjahr 2013 nutzten wir einen Kurzurlaub in Dänemark, um die noch junge Whisky Destilerie Stauning im Westen des Landes zu besuchen. Die Brennerei liegt direkt an einer kleinen Landstraße, auf dem Gelände eines alten Bauernhofes. Gegründet wurde sie von einigen experimentierfreudigen Dänen, die teilweise vorher gar keine ausgesprochen Whisky-Enthusiasten waren. Die neun Freunde starteten im May 2005 mit ihrem Projekt. Ein Arzt, ein Lehrer, ein Metzger, ein Pilot und diverse Freunde, die einen Ingenieurberuf haben. Mittlerweile sind es durch einen festangestellten Brennmeister nun zehn Männer, die hinter Stauning Whisky stehen.

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In der kleinen Destillerie mit ihren für schottische Verhältnisse eher ungewohnten Alembic-Brennblasen dominiert die Handarbeit. Überall.? Nein, nur fast überall. Für das Wenden der angefeuchteten Gerste, also das Mälzen, haben sie einen kleine, völlig individuell Wendemaschine entwickelt.

 

Aber sonst ist alles pure Handarbeit. Hier sieht man die »Abfüllanlage« für jeweils drei Flaschen auf einmal und darunter die selbstgebaute Halterung für das Etikettieren der Flaschen.

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Jim Murray probierte den ersten getopften Whisky und war begeistert »wie ein Ardbeg aus den 70«. Mit diesem Ritterschlag durch einen der angesehensten Whisky-Experten, begann es sich langsam herumzusprechen, dass hier ein hervorragender Whisky produziert wird. Genau genommen werden drei Whiskys zur Zeit produziert? Einen Roggen-Whisky (Rye), einen klassischen Single Malt nach schottischem Vorbild und einen rauchigen Single Malt. Das Kult-Restaurnt Noma in Kopenhagen, das sich auf skandinavische Nahrungsmittel focusiert hat nach einer ersten verkostung, gleich alle drei Whiskys mit auf seine Karte genommen. Ausserhalb Dänemark ist der Whisky schwer zu bekommen. Un zudem mit ca. 90 Euro für den Traditional und ca. 120 Euro für den Peated, nicht gerade Schnäppchen. Denn lediglich rund 800 Flaschen wurden von der Second Edition abgefüllt. In die Flasche kommen die Whiskys übrigens mit 49,3 Vol % (Rye) bzw. 55 Vol %.

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Geplant ist es in Zukunft rund 15.000 Liter Spirit zu produzieren, um damit etwa 50 bis 70 Fässer zu befüllen. Neben ex-Bourbonfässern von Maker’s Mark werden auch kleine Sherry- und Portfässer für Spezialabfüllungen verwendet.
Wir sind gespannt wie es sich weiter entwickelt und versuchen bei einem nächsten Aufenthalt dort weitere Whiskys vor Ort zu probieren.

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Stauning – Whisky made in Denmark 4.2/5 (83%) 12 votes