15. Oktober: Wein & Schokolade – ein kulinarischer Weinabend

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Wein und Schokolade können sich geschmacklich perfekt ergänzen. Auch wenn das eine Genussmittel aus Trauben und das andere aus der Kakaobohne kommt, so gibt es doch viele Parallelen.
Wein wie Schokolade sind seit Jahrtausenden von menschen produziert, genossen und verehrt. Bringt man beide zusammen kann eine völlig neue Genusswelten entstehen. Wir zeigen im Tasting welcher Wein zu welcher Schokolade die beste Figur macht. Lasst euch überraschen von ungeahnten Kombinationen und Genüssen.


Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail oder im Laden:
tasting@die-genussverstaerker.de

Preis 48 Euro inklusive Weine & Schokoladen (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Laden in der Bernardstr. 63a, Offenbach
Datum/Beginn 18. Oktober 2017, Sonntag, 16:00 Uhr (Dauer ca. 2–2,5 Stunden)

 

Foto: patronestaff/Fotolia

 

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Billy Bones Gin – Schwarz und geheimnisvoll

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Es gibt einen neuen Gin auf dem Markt. Regional, noch völlig unbekant, aber das wird nicht lange so bleiben. Billy Bones kommt in einer matt schwarzen Flasche daher, geschmückt mit einem Melone tragenden Totenschädel. Wer den Kopf hinter dem Gin, Andreas Zeh, trifft, weiß spätestens dann, was es mit der Melone auf sich hat. So weit das Äußere. Aber es kommt ja bekanntlich auf die inneren Werte an. In der Nase ein warmer, aromatischen Gin, der nicht die Zitruskarte zieht, sondern eher beerige Aromen mit Kräuter und einem Hauch Kakaobohne verbindet. Pur kraftvoll durch die 50 Vol % und ideal in der Kombination mit Fever Tree Naturally Light Tonic Water.

Interessanter Weise ist Billy Bones eine Figur aus Robert Louis Stevenson Roman »Die Schatzinsel«, ein immer betrunkener Pirat.

Billy Bones Gin – Schwarz und geheimnisvoll 4.9/5 (99%) 135 votes

Alpha, Beta, Gamma : Weine von Thomas Pahlke

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Alpha, Beta, Gamma. Was sich anhört wie eine Studentenverbindung einer US-amerikanischen Universität ist die Weinlinie von Thomas Pahlke. Nach seiner Ausbilung bei Axel Neiss, Phillip Kuhn und Weingut Horcher sowie zwei Auslandspraktika in Mallorca und Österreich ging er zurück zum elterlichen Weingut Hahn-Pahlke im nordpfälzischen Battenberg.

2008 entstanden seine ersten Weine, die noch auf wenige Flaschen limitiert waren. Wir konnten zwei 2011er Weine (Riesling und Sauvignon Blanc) sowie den bereits ausverkauften 2009er Spätburgunder verkosten.

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Der Spätburgunder, 18 Monate Barriquelager, aus der Magnum hat einiges an Reifepotenzial. In der Nase rote Früchte, Kakao- und Ledernoten. Nach dem Öffnen benötigt er einige Zeit bis er sich zu voller Kraft entwickelt und die Tannine sich mit den Fruchtaromen richtig verbinden. Der Riesling ist ein schlanker aber intensiv minderalischer Wein.

Unser volle Aufmerksamkeit hatte der Sauvignon Blanc Beta. In der Nase typische grüne Aromen wie Stachelbeere und exotische Früchte und Maracuja. Im Mund grüne Paprika, wieder exotische Früchte und etwas Melisse. Sehr fiigran und frisch, dazu eine angenehm zurückhaltende Säure, so dass man nicht zu schnell »satt« wird. Man trinkt gerne auch noch ein zweites Glas.

Ein junges Winzertalent, dessen Weine man in Zukunft im Auge haben sollte.

Alpha, Beta, Gamma : Weine von Thomas Pahlke 4.1/5 (82%) 10 votes

Bio-Weine aus Rheinhessen (2): Weingut Feth

Vom Weingut Feth-Wehrhof, einem bio- und seit neustem auch demeter-zertifizierten Weingut haben wir einen ganze Bandbreite an Weinen probiert, jedoch haben uns nur einige wenige wirklich überzeugt.

Und das waren in erster Linie die Rotweine, wie den 2007er Pfeddersheimer St. Georgenberg, einen Spätburgunder der im Mund durch frische Säure in Kombination mit seidigen Taninen, Röstaromen und roten Beeren überzeugte.

Auch der St. Laurent aus dem gleichen Jahrgang und gleicher Lage fand unsere Zustimmung. In der Nase nimmt man zunächst Brombeeren dann aber auch Kakao und dezente Lakritznoten wahr. Im Mund ist er fruchtig und weich, wenn man man ihm 1 bis 2 Stunden Zeit lässt, ist er ideal. Bei der AWC Vienna 2009 wurde er mit der Silber-Medaille ausgezeichnet.

Der Spätburgunder 2010 aus der Reihe der Gutsabfüllungen war absolut überraschend. In der Nase fanden wir ganz untypische Blutorangen und Grapefruitnoten, dazu Nelken und Zimt. Nach einer Zeit im Glas kamen noch erdige Komponenten hinzu. Auch im Geschmack fanden wir die Grapefruit und Blutorangenaromen wieder, dazu eine leichte bittere-Würzigkeit.
 

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Gold des Südens – Rotweine aus Südfrankreich

Anfang Februar haben wir bei unserem vinophilen Ausflug ins Languedoc-Roussillon im Rahmen der Verkostung »Rotweine aus Südfrankreich« sechs Weine der Region präsentiert. Die verkosteten Weine sind entweder über im Verkostungsraum zu bekommen oder online über Le Midi Weine zu bestellen. Hier ein kleine Vorstellung der Weine:

Domaine Força Real (Côtes du Roussillon)
Mas de la Garigue 2009
Ein relativ leichter und fruchtiger aus der Region mit dunklen Kirsch und Johannisbeerearomen.

Domaine des Schistes (Côtes du Roussillon Villages)
Les Bruyères 2010

Einen unserer Lieblings Weingüter aus der Egon. Die beiden Brüder Sire bewirtschaftetn auf Terrassenlagen mit Schiefer eine Reihe hervorragender Weine mit animalischen-minralischen Aromen. In der Nase findet man süßes Fruchtkompott mit einer Handvoll Kräuter der Region und etwas Waldhonig. Im Mund entfaltet sich ein Aroma von Brombeeren, Schwarzkirschen und dunkler Schokolade sowie mineralische Komponenten. Für 6,80 Euro ein genialer Wein. Das Cuvée setzt sich aus 40 % Carignan, 30 % Lladoner Pelut – eine Grenache-Variante – und 30 % Syrah zusammen.

Domaine Clos Massotte (Côtes du Roussillon)
Von dieser Domane haben wir gleich zwei Weine vorgestellt. Pierre Massotte vinifiziert erst seit 2003 seine eigenen Weine, zuvor ging alles an die örtliche Genossenschaft, bis er sich entschied die Weine seiner besten Lagen (10 ha) selbst zu vermarkten. Eine Ausgesprochen gute Entscheidung.


Yelen 2007
Der Yelen hat ein ganz besonderes Bouquet nach frischen roten Früchten, gepaart mit Anis und Lakritz. Im Mund hat man den Eindruck von ganz reifen Himbeeren, wieder die typischen südfranzösischen Kräuter, etwas Rauch. Sein Abgang ist richtig lang.

Perle et Pepin 2008
Das ist sozusagen der größere Bruder des Yelen. Alles in allem etwas voller mit Pflaumen- und Cassis-Noten, Vanille, Honig und einem begleitenden Geruch, wie ich sie aus der Zigarrenbox meines Ur-Opas als Kind kennengelernt habe. Dieses Mikro-Cuvee besteht zu je 45 % aus Syrah und Grenache sowie 10% Carignan. Und dürfte mit den 60–80 jährigen Reben ohne wenn und aber auch den Namen »Alte Reben« oder »Vielles Vignes« tragen.

Domaine La Grange Leon (Saint-Chinian)

L’Audacieux 2010
Ähnlich wie Clos Massotte verwendet Joel Fernandez von seinen 30 ha, nur acht bis zehn für seine eigenen Weine. L’Audacieux, der Wagemutige, überrascht durch seinen sehr floralen Duft, ein Glas Wein, dass einen direkt an eine sommerliche Wiese mit Wildblumen und Kräutern erinnern lässt. Dazu kommt eine feine Cassis-Frucht. Im Mund dann wieder die kräftigen Fruchtkomponenten, aber auch etwas was man mit Wildgewürzen und auch Kakao oder Kaffee assoziiert.  

Domaine Le Clos Riverial (Coteaux du Languedoc, Les Terrasses du Larzac)

Les Fontanilles 2010
Olivier Bellet macht mit seinem biologisch produzierten Wein den Abschluss. Noch darf er das AB (Agriculture Biologique – französisches Bio-Siegel) nicht führen, da er sich formal noch in der Umstellungsphase befindet, wobei er seit er den elterlichen Betrieb übernommen hat bereits biologisch produziert. Es ist ein voller Rotwein mit dichter Frucht (Cassis, Brombeere) gepaart mit feinen Vanille- und Holzaromen. Und für unter 10 Euro eine absolute Entdeckung.

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