Gewürztraminer Spätlese, Weingut Carl Koch – Rheinhessen rockt Asien

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Gewürztraminer zählt sicherlich für die wenisgten zu den präferierten Rebsorten. Zu Unrecht wie ich finde. Denn gerade diese rebsorten bietet eine wunderbare Aromenwelt von floralen Noten, die an Rosen erinenrn bis hin zu zimtartigen Gewürzen. Vielleicht sind es diese starken Aromen, die aber nicht unbedingt mit Frucht assoziiert werden, dass Gewürztraminer nur so wenige Fans hat. Aber vielleicht ist diese 2015er Spätlese vom Weingut Carl Koch ein Einstieg, vor allem für alle Liebhaber asiatischer Küche. Die feine Süße des Weines ist ein idealer Partner für die pikante bis scharfe Küche aus Korea oder Thailand. Denn die Süße puffert die Schärfe ab, so dass der Wein letztlich weniger süß und viel frischer schmeckt und die Schärfe nicht zu dominant wird. Wir haben Schweinenackensteaks mariniert mit Chili, Sesam und Sojasauce. Scharf anbraten und kurz vor Ende mit Zuckerschoten und Paprika vermengen. Dazu passt für alle, die es noch schärfer mögen das Kimchi von Stefan das Wollschaf, einem lokalen Produzenten aus Offenbach.

So wie wir regionalen Wein und asiatische Küche zusammengeführt haben, so verbindet Dr. Ring Ding aus Münster mit Kingston Rudieska aus Seoul beide Welten musikalisch.
 

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GTX – des Wahnsinns fette Beute – Weingut Carl Koch

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Das Weingut Carl Koch hat eine lange Tradition, aber diese Wein ist weniger von der Tradition des Weingutes als von der hand des Kellermeisters, Heiner Maleton, geprägt. Heiner prägt seit 2010 die Weine des Weingutes. Das sind die völlig unterschätzen Basisweine genauso zunennen wie seine Lust zum Experimentieren. Der GTX ist so ein Experiment. Im Interview mit Martin Riedel, Weinblogger, beschreibt Heiner das seine Weine ausmacht wie folgt:
»60% Terroir – 20% Oenologie – 10% Weinbau – 5% Wahnsinn  – 5% Glück«

Etwas von dem Wahnsinn steckt im GTX sicherlich. Gewürztraminer Extrem ist die Auflösung für die Abkürzung. Maischevergoren, Spontanvergärung, Holzfass und unfiltiriert sind die Komponenten der Herstellung. Ein Wein für Weinfreaks, die sich auf etwas einlassen. GTX ist alles andere als ein Saufwein, sondern ein Wein mit dem man sich beschäftigen kann bzw. sollte, um seine ganze Bandbreite zuentdecken. Nach dem öffnen am besten 1 bis 2 Stunden atmen lassen, dann ein großes Weinglas nehmen. Der GTX braucht Platz im Glas.

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Im Glas entfalten sich teilweise typische Noten des Gewürztraminers wie Rose und Zimt, dazu aber ein Kräuterwucht, Äpfel aus dem letzten Herbst, die im Keller lagerten oder wie es eine Freundin gestern noch ganz spontan zusammenfasste: »Der riecht ein wenig nach Weihnachten.« Kaum Säure, trotzdem nicht müde oder stumpf wirkend im Mund.

Als Essenbegleiter hervorragend zu allem wo man sonst auch mal einen Rotwein trinken würde. Der Wein kommt auch mit starken Aromen der Speisen zurecht. Zu Gegrilltem, gereiftem Käse, Schinken und geräuchter Wurst, Lamm mit Kräuterkruste, asiatischem Essen

Hier noch die Besprechung unsere lieben Kunden Andreas Oeing sowie das Interview welches Martin Riedel mit Heiner führte.

Nichts unbedingt die Musik als Begleitung zum Wein, sondern eher was diese 5 % Wahnsinn und gleichzeitige Genialität der Weine von Heiner musikalsich umsetzt. John Zorn mit seinem Bandprojekt »Naked City«. Verstörend und faszinierend zu gleich.

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28. Februar: Junge neue Weinwelt – Winzer zu Besuch AUSGEBUCHT

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Wir stellen euch junge Winzertalente und ihre innovativen Weine vor. Vom »Alltagswein« bis zu spannenden Weinen abseits es Mainstreams. Allen gemeinsam ist, dass die Qualität vor der Quantität steht und damit authentische Weine entstehen. Zwei Winzer werden von ihrer Arbeit berichten und erläutern was ihre Weine ausmacht. Sie stellen jeweils drei Weine aus ihrer Kollektion vor.
Wer an dem Tag da sein wird, werden wir Anfang des Jahres bekannt geben.

In der Pause gibt es ein Buffet mit verschiedenen Käsen und zwischen den Weinen reichen wir Weißbrot sowie stilles Wasser. Bitte sorgen Sie für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!

Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail oder Telefon:
info@die-genussverstaerker.de bzw. 0172. 7771781

Preis 35 Euro inklusive Weinen und Pausenbuffet (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, am Goetheplatz/Nordend, Offenbach
Datum/Beginn 28. Februar 2016, 16 Uhr (Dauer ca. 2,5 Stunden)

 

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27. September: Käse und Wein – eine kulinarische Verkostung

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Die Herstellung von Käse und Wein haben eine lange Tradition und beide bieten eine große Vielfalt an Aromen. Die Bandbreite reicht von Frischkäse, über Schnittkäse, gereiftem Käse bis hin zum Blauschimmelkäse. Hinzu kommen die Unterschiede durch die verschiedenen Milcharten – Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch –, die für die Herstellung von Käse verwendet werden.
In der Kombination sind Käse und Wein ein kulinarisches Traumpaar. Oder wie Heinrich von Kleist feststellte: »Käse macht erst geschickt die Zunge, Wein zu schmecken.«

Doch welcher Wein passt zu welchem Käse? Welche Käsesorten gibt es überhaupt? Sind Rotwein, Camembert und Baguette bereits die ideale Kombination? Diesen Fragen werden wir bei dieser Verkostung genussvoll nachgehen.

Während der Verkostung reichen wir Weißbrot sowie stilles Wasser. Bitte sorgen Sie für eine gute »Grundlage« (Essen) vor der Verkostung und eine sichere Heimreise danach. Don’t drink and drive!
Wir bitten um verbindliche Anmeldung via E-Mail oder Telefon: info@die-genussverstaerker.de bzw. 0172. 7771781

Preis 38 Euro inklusive aller Weine und Käse (pro Person)
Ort Die Genussverstärker, Bernardstraße 63a, am Goetheplatz, 63067 Offenbach
Datum/Beginn 27. September 2015, 16 Uhr (Dauer ca. 2,5–3 Stunden)

 

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Ein kleiner Exot im Glas – Schönburger Kabinett vom Weingut Brandt

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Wer eine Brise Exotik im Glas sucht, greift entweder zu Weinen aus eher ungewöhnlichen Weinländern wie Brasilien, Moldavien oder Georgien oder aus ungewöhnlichen Rebsorten. Da stehen ganz vorne ind er Gunst die Rebsorten aus Frankreich oder Spanien, wie Syrah, Viognier oder Tempranillo, die hierzulande von einigen Winzern im Versuchsanbau gepflanzt wurden. Es gibt aber auch Rebsorten, die kaum jemand auf der Weinlandkarte hat. Bis vor zwei Wochen hatte ich selbst noch nie etwas von der Rebe Schönburger gehört. Dann kam Markus Brandt, ein junger Winzer aus dem rheinhessischen Dittelsheim-Heßloch und stellte mir seine neuen Jahrgang vor.

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Trauben und Blätter der Rebsorte Schönburger, aufgenommen am Weinbaulehrpfad auf dem Schemelsberg in Weinsberg, Bildquelle: Rosenzeig

Schönburger ist eine weiße Rebsorte mit rosafarbenen Beeren und entstand Ende der 30er Jahre an der Forschungsanstalt Geisenheim durch eine Kreuzung aus Spätburgunder und einer nahezu unbekannten Rebe aus Italien mit dem unpoetischen Namen Pirovano 1.
Markus Großvater hatte im Rahmen des Versuchsanbaus Anfang der 60er Jahre rund 400 Stöcke gepflanzt. Nun rund 50 Jahre später stand Markus vor der Entscheidung, die Fläche zu roden und neue, bekannterer Reben anzupflanzen oder das Expriment einzugehen, den Schönburger den Weinfreunden und -genießerinnen vorzustellen. Wir sind froh, dass er sich gegen die Rodung entschieden hat. Knapp 20 Hektar sind in Deutschland mit dieser Rebe noch bepflanzt, Tendenz rückgängig. Das Weingut Brandt bietet als eines der wenigen die Möglichkeit diese Sorte kennen zu lernen.

Der 2013er ist ein Sommerwein par Exellence. Auch wenn vielleicht der ein oder andere beim Begriff Terassenwein die Nase rümpfen mag, aber das trifft es schon ganz gut. Ein Wein mit ganz viel Trinkfluss und -spaß.
Er duftet fein nach Waldmeister hinzukommt ein Rosen- und Muskatduft, der ein klein wenig an Gewürztraminer und Muskatellersorten erinnert. Es empfiehlt sich ein großes Glas, das man sonst vielleicht eher für Rotweine verwendet, zu nutzen, dadurch kommen die Kräuter- und Waldmeisternuance noch besser durch. Beim ersten Schluck wird man überrascht von der hervorragend ausbalancierten Mischung aus Süße und Säure, er ist frisch und lebendig. Exotische Früchte mit einer spritziger Säure und würzig-kräutriger Note. So Schmeckt der Sommer!

Bei uns im Laden: Schönburger Kabinett (0,75l) 7,80 Euro       (1l= 10,40 Euro)

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Ein kleiner Exot im Glas – Schönburger Kabinett vom Weingut Brandt 4.8/5 (95%) 4 votes