5 Destillerien, aus denen du noch keinen Whisky getrunken hast

In Schottland existieren über 100 Whiskybrennereien, dazu kommen einige, die bereits stillgelegt sind. Dass man nicht alle kennen kann liegt ein wenig auf der Hand. Anderseits gibt es namhafte Destillerien, die auch recht weit verbreitet sind. Namen wie Glenfiddich, Glenmorangie, Talisker, Lagavulin, Ardbeg, Laphroiag, Auchentoshan oder auch Highland Park.

Von den folgenden fünf Destillerien hast du vermutlich noch nicht gehört, geschweige denn dass du einen Whisky aus der jeweiligen Destillerie getrunken hast. Das liegt einerseits daran, dass es viele Brennereien gibt, die nur für die Herstellung von Blends produzieren und keine Malts selbst auf den Markt bringen. Diese können wir erst dank unabhängiger Abfüller genießen. Die letzte Destillerie in der Reihe ist so klein und noch so jung, dass sie kaum jemand kennt.

1. Tormore
In der Speyside gelegen ist Tormore die erste Destillerie, die im 20. Jahrhundert komplett neu aufgebaut wurde. Der Baubeginn war 1958 und zwei Jahre später begann die Produktion. Im Jahr 2004 gab es einmal eine 12jährige Abfüllung direkt ab Brennerei. Dies war die erste und bisher einzige Standardabfüllung. Der Großteil der Produktion geht in den Blend Long John.

Wir sind froh, dass der unabhängige Abfüller Signatory Vintage einen 19jährigen Tormore abgefüllt hat. Da es sich um eine Abfüllung von zwei Fässern handelt ist die Verfügbarkeit begrenzt. Auch bei anderen Abfüllern findet man eher selten Whiskys aus Tormore. Sein Aroma ist sehr weich und elegant, fruchtig mit etwas Butterscotch. Im Mund wieder Vanille und Gebäcknoten sowie noch fruchtige Aromen. 

2. Glenallachie

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Dieser Destillerie bringt uns beispielhaft der Abfüller Hepburns Choice näher. Trotz sieben Jahre im Fass bekommt man hier eine Aromenexplosion von Rumtopf, Vanille, Schokolade und Kraramell.

Die Destillerie liegt ebenfalls in der Speyside und gehört zum gleichen Konzern, Chivas Brothers bzw. Pernod Picard. Auch sie ist noch jung an Jahren, sie wurde erst 1967 gebaut. Wie die Brennerei zuvor, geht fast die gesamte Produktion (rund 3 Millioen Liter Alkohol) in die Blends des Konzerns.

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3. Miltonduff

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Die dritte Whiskybrennerei kann auf eine etwas längere Geschichte zurück blicken. Bereits 1824 wurde mit der Produktion begonnen. Neben Glenburgie – die auch gut in diese Reihe passen würde – sind Malts von Miltonduff wesentlicher Bestandteil des Ballantines Blended Whisky. Den Malt, den wir stellvertretend ausgesucht haben ist der 9jährige Miltonduff von The Whisky Chamber.

Thomas Ide hat wieder seine Spürnase bewiesen. Mit diesem dunklen Miltonduff in Fassstärke hat er für alle Liebhaber von sog. »Sherry-Bomben« wieder einen begehrten Tropfen abgefüllt. Kirsche mit Vollmilchschokolade, Sahnebonbon und sehr cremig sind sein Aroma, im Mund mit einer kräftige Sherry Note, aber nicht aufdringlich – sehr weich und rund. Der Abgang ist lange anhaltend und bleibt dabei sehr weich – die fast 60%vol. merkt man kaum. Diese Abfüllung ist sicherlich nicht typisch für die Destillerie, aber auf jeden Fall ein Genuss.

4. Teaninich
Der Name ist schon fast ein Zungenbrecher.  Und von den ersten vier Destillerien vermutlich die unbekannteste, obwohl sie bereits 1817 gegründet wurde. Da der Whisky aber ein wesentlicher Bestandteil des wohl bekanntesten Blends Johnnie Walker ist, haben wir indirekt wahrscheinlich doch schon alle davon getrunken. In seiner Nachbarschaft liegen die beiden wesentlich bekannteren Brennereien Dalmore und Glenmorangie.

Dank dem Abfüller Gordon MacPhail zum Beispiel können wir den ansonsten nur ab und an in der Flora und Fauna Series (Diageo) erhältlichen Whisky genießen. Der 2008 destillierte und 2016 abgefüllt Whisky ist geprägt von feinen Sherrynoten in Kombination mit Äpfeln, Zimt und etwas Zitrus. Hinzukommen dezente Schokoladennoten, Holz und Lakritz. Im Mund entfalten sich die malzigen Aromen, Ingwer und wieder Zitrus. Mit ein paar Tropfen Wasser, entwicklen sich mehr Fruchtaromen wie Banane und die Zitrusnoten gehen mehr in Richtung Grapefruit.. Man spricht den Namen übrigens »Te-an-in-ich« aus.

5. Wolfburn

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Dass man die nördlichste Brennerei auf dem schottischen „Festland“ nicht bzw. noch nicht kennt liegt darn, dass di ersten Abfüllungen erst im Frühjahr 2016 in Flaschen abgefüllt wurden. Wolfburn ist eine Micro-Destillerie und produziert gerade mal 140.000 Liter Alkohol. Die First Genarel Release kommt mit etwas über drei Jahren in die Flasche, durch die Reifung in kleinen Quarter Caskes von Islay-Destillerien, ist die Reifung schneller und intensiver als in den sonst üblichen Fässern.

Die Küstennähe ist spürbar an einer feinen salzige Note, dazu frische Fruchtnoten, süßes Malz und Kekse und einen abrundenden Hauch von Rauch.

wolfburn-whisky-schottland-flasche

Bildquellen:
Glenallachie: Von Nicholas Mutton, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13412868, Wolfburn Destillerie, Pro Whisky

 

 

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Miltonduff, 9 Jahre von The Whisky Chamber

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Thomas Ide hat wieder seine Spürnase bewiesen. Mit diesem dunklen Miltonduff in Fassstärke hat er für alle Liebhaber von sog. »Sherry-Bomben« wieder einen begehrten Tropfen abgefüllt.

Miltonduff (TWC) 2006, 9 Jahre, 59,8%vol. ex Sherry Hogshead, 0,5l
Aroma: Kirsche mit Vollmilchschokolade, Sahnebonbon und sehr cremig
Geschmack: eine kräftige Sherry Note, aber nicht aufdringlich – sehr weich und rund
Nachklang: Lange anhaltend und bleibt dabei sehr weich – die fast 60%vol. merkt man kaum

 

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Genussverstärker-Adventskalender #8: Highland Aingeal / Westport von The Whisky Chamber

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Engel gehören einfach zur Weihnachtszeit, dieser Highland Engel ist zwar ganzjährig ein genuss, aber passt somit wunderbar in unseren Adventskalender.

Hinter dem Namen Westport verbirgt sich offiziell ein Glenmorangie mit ein paar Löffel Glen Moray, ein so genannter Spooned Whisky. Jeder der eine gewisse Vorstellung davon hat wie Whiskys abgefüllt werden, kann sich denken, dass da kaum jemand mit einzelnen Löffeln eines anderen Whiskys herum rennt. Somit obliegt es der eigenen Phantasie, was da in diesem Single cask am Ende drin steckt. 17 Jahre jung ist unser Engel und kommt mit satten 56,2 % Vol. in die Flasche. Aber auch ohne Wasserbeigabe sehr gut pur zu genießen. In der Nase ergeben sich wunderbare Aromen von Vanille und Stachelbeeren. Im Mund dann wieder vanillige Aromen, sehr fruchtig und malzige Süße. Die ölige Textur lässt die Fassstärke kaum merklich durch. Ein sehr weicher und aromatischer Whisky.

 

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Genussverstärker-Adventskalender #6: Hyde 10 – Whiskey mit Dark Rum-Finish

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Unsere Nikolaus-Empfehlung kommt aus Irland. Ein weiteres Beispiel für die neue irische Whiskeywelle, die für Qualität und Innovation steht. Dieser Single Malt reifte 10 Jahre in frischen ex-Bourbonfässern und bekam dann einen Schlussreifung in Dark Rum-Fässern. In der Glas duftet er nach tropischen Früchten, Vanille und etwas Toffee. Im Mund dann die feine Süße des Rum, wieder Vanille sowie Aromen von Mango, Orange, Zitrus und Ingwer und Vanille. Im Abgang bleiben die langen würzigen Aromen des Whiskyes. Als Small Batch abgefüllt, nicht kühlgefiltert und mit 46 %.

 

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Genussverstärker-Adventskalender #5: Kilchoman Bramble Whiskylikör

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»Whiskylikör, ach ja, das kennt man!« Aber dieser hier ist ganz anders. Während sonst meistens Whiskyliköre auf Sahnebasis beliebt sind, hat die Islay Destillerie Kilchoman hier auf Frucht gesetzt und zwar Brombeere. Eine Frucht, die von hausaus bereits Süße mit herben Noten verbindet und jetzt mit einem frischen New Make (frischer nicht gelagerter Brand) von Kilchoman zu einem rauchig-herb-süßem Likör vermählt wurde. Pur oder über Vanilleeis ein ungewöhnliches Likörerlebnis. Auch gestandene Whiskytrinker/innen werden hier nicht selten schwach.

 

 

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