Glengoyne 12 Jahre – Highland Single Malt Whisky

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Die Glengoyne Destilerie liegt direkt an der Grenze zwischen den Lowlands und Highlands. Die Brennerei liegt oberhalb dieser imaginären Grenze, die Lagerhäuser darunter. Vor einigen Jahren hat der unabhängige Abfüller Ian Macleod von dem auch die bekannten Dun Bheagan Abfüllungen stammen, die Destilerie gekauft. Die hohen Qualitätsmaßstäbe für die Einzelfassabfüllungen wurden für Glengoyne übernommen. Glengoyne bedeutet übrigens Tal der Gänse und das neue Logo der Destillerie und die Etiketten schmücken nun zwei dieser Vögel. Unseren kleinen Reisebericht gibt es übrigens hier zu lesen

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Der 12 jährige Glengoyne ist der beste Weg die Destillerie von ihrer liquiden Seite kennen zu lernen. Während man auch im Supermarkt den 10 jährigen Single Malt bekommt, ist der 12 jährige Fachhändlern wie uns vorbehalten. Die zwei Jahre längere Reifezeit geben ihm mehr Tiefe und Vielschichtigkeit. Warten kann sich beim Whisky wie so oft auch im Leben lohnen.

Der Duft ist eine Melange von Honig, Apfel, süßer Vanille und einer Spur Kokos. Im Geschmack überzeugt er mit einer wunderbaren frische Zitrusfrucht und eine verhaltene Malzsüße. Im Abgang wieder frische Fruchtaromen. Ein idealer Allrounder, der Lust darauf macht mehr von dieser Destillerie zu probieren.

Probieren können Sie ihn bei uns im Laden in der Bernardstraße 63a in Offenbach.

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Glengoyne 12 Jahre – Highland Single Malt Whisky 4/5 (80%) 1 vote

Cask Islay – Single Malt Whisky Batch 2

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Sie kennen nicht Cask Islay? Kein Problem es handelt sich dabei nicht um eine neue Destilerie auf der Insel Islay, sondern um eine Marke des unabhängigen Abfüllers A.D. Rattray. Es handelt sich nun beim Batch 2 um einen Single Malt. Während das Batch 1 noch ein Vatted Malt, bestehend aus Whiskys aller Brennereien auf Islay war, gibt es jetzt nicht nur eine neue Austattung (Verpackung, Flasche und Etikett) sondern auch nur noch Whisky aus einer Destilerie. Welche wird nicht genannt, man kann lediglich spekulieren. Es ist ein rauchiger Malt jedoch ohne medizinische Noten, wie er am ehesten aus den Destillerien an der Nord-Ostküste der Insel bekannt ist. Aber im Grunde tut das nciht so viel zur Sache. Das wichtigste Gebot ist immer noch: Schmeckt oder schmeckt nicht.

Und uns hat er ausgesprochen gut gefallen. Aus dem Glas springt einen ein rauchiges Holzfeuer an, gepaart mit dezent salzig-maritimen Noten und dahinter ein leichter Anflug vpn Zitrus. Im Mund kommt wieder ein warmer Rauch, malzige bis honigartige Süße und wieder eine kleine Meeresbrise hinzu. Er ist sehr ölig und ein sehr weiches Mundgefühl stellt sich direkt ein. Der Rauch ist mittelgang und erinnert an ein mit Honig marinierter geräuscherter Schinken. Ein wärmender Gaumenschmeichler und das zu einem unschlagbaren Preis-Genuss-Verhältnis.

Er wurde mit 46 Vol. % Trinkstärke abgefüllt und wurde nicht kalt filtriert. Bei uns bekommt ihr diesen leckeren Malt für unschlagbare 38 Euro (1l=54,29 Euro). Im Laden (Bernardstraße 63a in Offenbach) kann er natürlich auch probiert werden. Bei und muss sich niemand auf Tasting Notes blind verlassen.

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Cask Islay – Single Malt Whisky Batch 2 4.5/5 (90%) 2 votes

Tastingnotes der Whiskyeuropatour mit Whiskys aus Schweden, Dänemark, Irland, Frankreich, Deutschland und der Schweiz

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Mit sechs Whiskys, die allesamt nicht aus Schottland stammen, machten wir uns mit den Gästen auf den Weg durch Europa. Die Tour begann in Schweden und endete in der Schweiz.

Mackmyra Brukswhisky, 41,4 Vol % (Schweden)
Die Idee für die Destillerie entstand bei einem Skiurlaub von fünf Freunden. Nach einer Phase des Experimentierens und der der Preludium-Reihe stellt die Brennerei mehrere Abfüllungen her. Der Brukswhisky steht dabei am besten für den Destillerie-Charakter.
Im Glas duftet er nach Zitrusfrüchten und Pfirsich und einer frischen Malzigkeit. Im Mund kombiniert sich die frische Frucht mit etwas Karamell und einem würzigen Abgang. Ein Sommerwhisky und leckerer Aperitif.

Stauning Traditional, 55 Vol. % (Dänemark)
Diese Flasche brachten wir von unserem Besuch in der westdänischen Destillerie Stauning mit. In Deutschland ist er nirgends zu bekommen. Auch hier haben sich einige Freunde zusammen getan, um Whisky zu produzieren. Mehr zur Destillerie in unserem Reisebericht.
In der Nase machen sich neben dem hohen Alkohol zu nächst grüne Getreide-Aromen breit. Lässt man ihn zwanzig oder dreißig Minuten im Glas stehen, verliert sich die Spritigkeit und er wird ausgewogener – in der Nase und im Mund.
Der Geschmack ist geprägt von Aromen, die an Malz, Karamell und vor allem an eine reife Birne erinnern.

Redbreast 12 Jahre, 40 % (Irland)
Einerseits der älteste Whisky in der Reihe und auch der mit dem geringsten Alkoholgehalt. Beim Redbreast (Rotkehlchen) handelt es sich um einen Exoten, einen Pure Pot Still. Das bedeutet, dass ein großer Anteil ungemälzte Gerste für die Herstellung verwendet wird. Ein Relikt aus der Zeit, als die britischen Kolonialherren in Irland die Malzsteuer erhöhten und die irischen Whiskybrenner darauf reagieren mussten.
Im Geruch zeigen sich dunkle, warme Fruchtaromen und eher selten anzutreffen Aromen einer reifen Banane. Dieses Bananennoten finden sich auch wieder im Abgang.

Armorik – Double Maturation, 46 Vol. % (Frankreich)
Von Irland geht es dann in die Bretagne. Die Brennerei Warenghem produziert schon seit den 90er Jahren diesen Single Malt namens Armorik. Nach dem David Roussier die Leitung vor einigen Jahren übernommen hat, wurde die Qualität noch einmal gesteigert. Mit Hilfe von Beratern, die zu vor bereits die Islay Destillerie Kilchoman unterstützt hatten, sind die Whiskys aus der Bretagne bei einer Blindverkostung kaum von den schottischen Vorbildern mehr zu unterscheiden.
Der Double Maturation wurde zunächst in frischen Fässern aus bretonischer Eiche gelagert und durfte anschließende noch eine Zeit in Sherry-Fässern reifen.
Sein Duft erinnert an Zitrusfrüchte und grünen Apfel, dazu einen salzige Meeresbrise. Im Mund entfalten sich noch mehr diese maritimen Noten nach Salz und Seetang, etwas dunkle Trockenfrüchte sowie ein ganz feiner Hauch Rauchigkeit. Dazu kommen wärmende Röstaromen vom Holz.

Glen Els – Journey, 43 Vol. % (Deutschland)
Wir taten uns etwas schwer für einen Whisky aus Deutschland uns zu entscheiden. Da der Slyrs doch recht bekannt und verbreitet ist, haben wir uns für einen Whisky aus der Harzer Hammerschmiede entschieden.Der Whisky ist etwa 4,5 Jahre gelagert worden und es kamen mehrere Fässer hierbei zum Einsatz. Neben Sherry- und Portfässern, auch welche, die zu vor mit verschiedenen Süßweinen belegt waren.
Diese Süße, die an Rosinen, Gebäck, Vanille und Toffee erinnert wird kombiniert mit einem Hauch Rauch. Hierbei werden 5% Woodsmoke Gerste verwendet, also nicht wie sonst mit einem Torffeuer »aromatisiert«, sondern mit einem Feuer aus Buchen- und Eichenholz.
Im Mund erinnert der Whisky an einen Früchtekuchen, süßes Karamell sowie Mandarine. Im Abgang macht sich erneut der leichte Rauch bemerkbar.

Säntis – Dreifaltigkeit, 52 Vol. % (Schweiz)
Den Abschluss machte dann der Säntis Malt aus Appenzell. Von den drei Standardabfüllungen dieser Brennerei, die auf die Initiative der Privatbrauerei Locher zurückgeht, haben wir uns für den rauchigen Dreifaltigkeit entschieden.
Hat man ihm im Glas strömen einem rauchige Aromen von Räucherschinken, aber auch Kräutern entgegen. Ein komplett anderer Rauch, wie man es von den schottischen Whiskys kennt. Denn der verwendete Torf von einem Schweizer Hochmoor besteht eben aus anderen Gräsern und vor allem vielen Kräutern als der schottische Torf, dazu ein anderes, eben nicht maritimes, sondern alpines Klima.
Im Mund breitet sich ein warmer kräftiger Kräuterrauch aus, und bleibt lange im Abgang. Dazu kommt noch die besondere Note durch die Lagerung, denn alle Malts von Säntis werden in alten Bierholzfässern 5 Jahre lang gelagert. Selbst bei der Rauchigen Dreifaltigkeit kommt das Bierarome noch durch und erinnerte einige bei der Verkostung an ein Bamberger Rauchbier in destillierter Form.

Und bei Abstimmung am Ende des Tastings war der Favorit der Gäste auch der Säntis Malt. Gefolgt vom Armorik Double Maturation und dem Redbreast. Also Schweiz vor Frankreich und Irland. Aber testen Sie selbst, bis auf den Stauning – da haben wir nur eine einzige Flasche mitgebracht – können Sie die Whiskys bei uns im Laden probieren.

 

Tastingnotes der Whiskyeuropatour mit Whiskys aus Schweden, Dänemark, Irland, Frankreich, Deutschland und der Schweiz 4.8/5 (95%) 4 votes

NEU: Laddie Classic von Bruichladdich

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Im neuen Jahr sind frisch einige neue Whiskys eingetroffen, darunter der Laddi Classic von Bruichladdich von der Insel Islay. Die Flaschen sind im typischen, wenn auch eher ungewohnten, grünblau gehalten. Bruichladdich wurde 1994 zunächst stillgelegt, bis im Jahr 2000 von Mark Reynier, Simon Coughlin und Gordon Wright für 7.500.000 £ gekauft und anschließend vollständig renoviert wurde. Als Brennmeister konnte Jim McEwan, der zuvor bei Bowmore war gewonnen werden. Rund 12 Jahre später verkauften sie die brennerei für fast 60 Millionen Pfund an des internationalen Getränkekonzern Rémy Cointrau. Die ungewöhnliche Farbe lässt sich übrigens von der Firmenfarbe des unabhängigen Abfüllers Murray McDavid, deren Gründer die drei Herren sind, die die Brennerei 1994 gekauft hatten.

Doch nun zum Whisky selbst. In der Nase warme Vanilletöne, Butterscotch gepaart mit etwas frisch-fruchtigem. Im Geschmack wieder Vanille und Butterscotch, sehr komplex mit fruchtig und dezent maritimen Aromen kombiniert. Animierend und belebend wie ein Aperitif.
Es gibt ihn bei uns im Laden als 200 ml und 700 ml Flasche. Er ist nicht gefärbt und nicht kältefiltriert.

 

NEU: Laddie Classic von Bruichladdich 4.8/5 (97%) 6 votes

Ungestüm und rauchig – Ledaig Spirit & Cask Range

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Riecht man ins Glas schlagen einem ungestümer Rauch und Meeesaromen entgegen. Trinkt man den ersten Schluck denkt man im ersten Moment er wäre leichter als er sich am Ende herausstellt. Nach der ersten leichten Fruchtnote breitet sich der Rauch aus und im Abgang wird der Rrauch um kräutrige Aromen ergänzt. Zudem ein leichter Touch an Aromen, die an Medizin erinnern. Man könnte ihn glatt für einen jungen Islay Whisky halten.
Und das steht sogar – fälschlicherweise – auf dem Etikett. Eigentlich sollte dort Islands statt Islay stehen. Denn der Ledaig kommt von der Insel Mull. Dort in der Tobermory Destillerie wir dieser rauchige Malt gebrannt.

Abgefüllt wurde hier ein Single Cask, aus einem ex-Bourbon Hogshead und es ergab bei 48 % eine Gesamtzahl von 392 Flaschen. Einige davon stehen nun bei uns im Laden und warten auf Whiskyliebhaber.
Mehr dazu in unserer Sortimentsliste oder eben zu den Öffnungszeiten (Di,Mi.Fr 15–19 Uhr, Do 15–20 Uhr) im Laden. Dort kann man ihn auch probieren.

Ungestüm und rauchig – Ledaig Spirit & Cask Range 4.5/5 (90%) 6 votes