Nordés Gin – Gin aus dem Norden Spaniens

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Nordés stammt nicht wie man vom Namen erst einmal denken mag, aus Nordeuropa, sondern aus dem Norden Spaniens, aus Galicien. Wie viele Gins aus Spanien ist es von den Aromen alles andere als ein klassischer Gin, sondern ist überraschend. Als Basis für die Mazeration der Botanicals wird ein Destillat aus der Weißweintraube Albariño verwendet. Dazu kommen 14 Botanicals, neben Wacholder vor allem exotische Zutaten wie Hibiskus, Tee, Zitronenschalen, Eisenkraut, Süßholz und Friesenkraut. Aber das was ihn klar unterscheidbar macht ist die Verwendung von Eukalyptus.

In der Nase ist der Gin sehr blumig, kombiniert mit Aromen von Zitrone, Rosmarin, Zimt und eben Eukalyptus. Der Wacholder ist eher dezent

Ein filigraner Gin, der ein möglichst trockenes Tonic Water (Schweppes Dry, Erasmus Bind Dry oder Fever Tree Naturalles Light) gut verträgt, so das die feinen Aromen im Drink noch heraus kommen. 

Nordés Gin zeigt wieder diese eher blumig-fruchtig Art von Gins aus Spanien.

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Le Gin – Gin aus der Normandie

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Wenn man sich etwas mit Gin beschäftigt erfährt man schnell wie Gin hergestellt wird. In einen hochprozentigen Alkohol werden Wacholder und andere Botanicals eingelegt. Die so genannte Mazeration. Der Alkohol entzieht den Botanicals die Aromen und wird dann zumindest beim London Dry Gin abschließend noch einmal destilliert. Der verwendete Grundalkohol ist meistens ein Getreidebrand, muss es aber nicht sein. Aber auch Alkohol aus Kartoffel (Windspiel Gin), Weinbrand (G’vine Gin), Rum (Dictador Treasure Gin), Trester (BCN GIn) oder eben Calvados wie beim Le Gin aus der Brennerei von Christian Drouin aus der Normandie.

In der Nase verbindet sich Apfel mit den typischen Wacholdernoten. Im Mund sehr würzig und der Apfel auch eher in seiner herben Note. Mit einem leichten Tonic Water entfalten sich die Apfelnoten noch besser. Doch trotz alledem bleibt es ein Gin mit seiner dominaten Wacholder-Aromatik. Eigentlich etwas was jeden Apfelweinfreund aufhorchen lassen sollte. Einfach mal neue Wege wagen und die ausgetretenen Pfade der Gin-Welt verlassen, um etwas Neues zu entdecken.

Wir haben Le Gin als Miniatur und als große Flasche (0,7 l). Probiert werden kann man ihn im Laden.
Als Tonic Water empfehlen wir Erasmus Bond Dry, wenn man es eher trocken mag, und Fever Tree Indian Tonic Water, wenn man es fruchtig mag.

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OGMA Gin – eine Hommage an die Mispel

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OGMA Gin ist noch ein Unbekannter in der Gin-Welt, mal schauen wann sich das ändern wird. Uns hat er geschmacklich vor allem überzeugt. 
Dazukommt, dass der Gin nun wirklich mal aus meiner alten Heimat, dem Saarland stammt. Denn oft musst ich beim wesentlich bekannteren Ferdinands Saar Dry Gin immer hinweise, dass die namensgebende Saar auch durch das Bundesland Rheinland-Pfalz fließt und Ferndiands gerade von dieser Weinregion geprägt ist. 

Doch nun zurück zum Gin. Sein Ursprung liegt im Saargau und stellt die Mispel neben dem Wacholder in den Vordergrund.Mispel(chen) da frohlockt der Hesse – doch ich muss ihn zunächst enttäuschen. Die asiatische Mispel, die den Calavdos ergänzt hat nur wenig mit der so genannten Wintermispel zu tun. Ein knorriger Obstbaum mit einer unscheinbaren, braun-grünen Frucht. Ihre eigentliche Heimat: die Hochländer Vorder- und Mittelasiens.
Über Jahrhunderte wurde diese eigentümliche Frucht in Mitteleuropa kultiviert. Doch Anbau und Verarbeitung sind hart und schwierig. Die Mispel liefert niedrigen Ertrag. So verschwand sie mit der Zeit fast gänzlich vom europäischen Kontinent.

Die Brennerei Monter pflegt Mispelbaumbestand auf Streuobstwiesen und kaufen Kleinmengen von regionalen Privaterzeugern. 

Ihre Frucht ist hart, voll Säure und bitterer Tannine. Doch am Jahresende, mit Kälte und Frost, geschieht ein kleines Wunder: Die Mispelfrucht wird weich und verwandelt sich in eine Aroma- und Vitaminbombe ersten Ranges. Kein anderes Obst zeigt eine vergleichbare Aromatik: Gleichzeitig gelbfruchtig, frisch und herb. Die Mispel verleiht OGMA Gin Aromen von Orange, Pfirsich und Süssholz, kombiniert mit einer zitronigen Frische und einer feinen Bitter-Angosturanote.

Bereits 1849 wurde die Destillerie Monter erstmals erwähnt. Beheimatet ist die Brennerei in einem dreihundertjährigen Lothringerhaus in Hemmersdorf, gelegen im Saargau, nahe der Grenze zu Frankreich – ein geschichtsträchtiger Ort. 

Im Familienbetrieb verarbeitet Wolfgang Maffert in sechster Generation Früchte alter Obstbäume der eigenen Streuobstwiesen. An den Südhängen des romantischen Niedtals gedeien Mirabellen, Äpfel und Mispel. Durch eine besonders schonende Verarbeitung der vollreifen Früchte hat sich Wolfgang Maffert einen Namen gemacht und zahlreiche Auszeichnungen über die Landesgrenzen hinaus erhalten.

OGMA wird in aufwändiger, traditioneller Handarbeit hergestellt. Beginnend mit dem Einmaischen der Mispelfrüchte für die Haupt-Infusion: der  Mispelbrand. Die Maische gärt mehrere Wochen, bis der erwünschte Alkohol entstanden und die feinen Aromen der Mispel extrahiert sind. Neben dem Brand nutzen Monter außerdem selbst hergestellten Mispelwein. Dieser außergewöhnliche, ungeschwefelte Obstwein existiert nirgendwo anders und wird exklusiv für die Herstellung von OGMA verwendet.

Destilliert wird mit zwei seit Anfang des letzten Jahrhunderts im Einsatz befindlichen französische Alambiques für den Roh- und Feinbrand. Zweifach destillierte Wacholderbeeren aus Serbien sind der Grundstoff, um im Small-Batch-Verfahren den OGMA Gin in traditioneller Handarbeit mit viel Liebe zum Detail zu fertigen.

Heraus kommt ein ungewöhnlicher Gin, geprägt von der herben Mispel, warmen Zitrusnoten, Kräutern udn Wacholder gepaart mit einer feinen Süße. Leicht gekühlt und pur ein wunderbarer Degistif oder mit einem klassischen, nicht zu süßen Indian Tonic Water.

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Blackwater Juniper Cask Gin

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Für den Blackwater Juniper Cask Gin werden die gleichen 12 Botanicals verwendet, wie für Blackwater No. 5 London Dry Gin, allerdings in einer anderen Zusammenstellung. Nach der Destillation wird der Gin in 50 l Wacholderfässer gefüllt, die extra für die irische Blackwater Distillery in Osteuropa hergestellt werden und lagert dort für 30 Tage. Die Farbe des Gins kommt von der Lagerung im Wacholderfass.

Da steckt richtig Handarbeit drin, nicht nur in der Destillation, sondern auch bei der Fassherstellung. Vermutlich denkt man durch das Wacholderholz wird es eine wahre Wacholder-Bombe sein. Aber er ist unheimlich elegant und eher kräuterorientiert. Wacholder und klassische Zitursaromen kommen nicht zu kurz. Etwas holzige warme aber auch dezent harzige Aromen kommen noch dazu. MeinTipp, trinkt mehr Gin pur, denn er hat es verdient nicht im Tonic ertränkt zu werden. Gerade fassgelagerte Gins kommen mit ihrer aromatischen Eigenart am besten pur zur Geltung.

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Skin Gin for Rudegirls & Rudeboys

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Der »Skin Gin« kommt aus dem Hamburger Umland und trägt seinen Namen durch das ungewöhnliche Flaschendesign. Die Flasche ist mit einer Art Schlangenhaut überzogen. Bei dem Namen »Skin Gin« gibt es natürlich auch noch eine andere Assoziation – Skin als Abkürzung für Skinhead. Wobei man hier noch mal klar stellen muss, dass die ursprüngliche Skinhead-Bewegung durch den jamaikanischen Ska beeinflusst war (und bis heute damit verbunden ist) und nichts mit irgendwelchen rassistischen Arschlöchern zu tun hatte.

Ein Freund von den SHARP Frankfurt (Skinheads Against Racial Prejudice) fragte mich vor einiger Zeit ob ich ich den Skin Gin kenne. Ich hatte ihn bereits vorher mal probiert und bereits für gut befunden. Nun ist er auch endlich bei uns angekommen. Auch von den Aromen ein idealer Gin für alle Rudegirls und Rudeboys. Zumindest wenn man die Vorliebe für Pfeffi, diesen pfefferminzigen Schnaps, mit einbezieht. Denn der Skin Gin bringt neben dem gin-typischen Wacholdernoten sowie den Aromen von Ziturs, Orangen und Grapefruit auch eine gehörige Portion Minze mit.

Als Soundtrack kann hier auch nur der Grandfather of Ska, Laurel Aitken, herhalten mit seiner Hymne für alle Skinheads. It’s for Rudegirls & Rudeboys not for racists assholes.
 

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